HASEPOST
 
HASEPOST

Laschet lobt EU-Linie zu US-Militärschlag in Venezuela

Armin Laschet
Armin Laschet (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet (CDU), hat die gemeinsame Erklärung der EU-Staaten zur US-Intervention in Venezuela als kluge Reaktion gewürdigt. Zugleich wächst in Berlin die Kritik am Vorgehen der USA, insbesondere aus der SPD, die den Angriff als klaren Bruch des Völkerrechts einstuft. Damit zeichnen sich unterschiedliche Akzente in der Bewertung des US-Militärschlags innerhalb der Koalition ab, ohne dass die gemeinsame Linie grundsätzlich infrage gestellt wird.

Laschet lobt zurückhaltende Linie der EU

Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, bewertete die Reaktion der EU auf die US-Intervention positiv. „Ich finde, die 26 Außenminister haben gestern sehr klug reagiert und angemahnt, was jetzt für die Zukunft zu erfolgen hat“, sagte Laschet am Montag im RBB-Inforadio. Er verwies zugleich auf die weiterhin bestehende Verantwortung Europas im Ukraine-Konflikt: „Man darf nicht vergessen, wir sind weiterhin engagiert in der Ukraine.“

Mit Blick auf den Umgang Europas mit Washington stellte Laschet die Frage: „Wäre es klug, wenn sich die Europäer jetzt zu einer einseitigen Anklage gegen US-Präsident Donald Trump entschließen würden?“ Eine solche Entscheidung hätte seiner Einschätzung nach Konsequenzen für die weitere Zusammenarbeit: Dann verlöre man sicher die Zustimmung für weitere Schritte, so Laschet.

Der CDU-Politiker betonte die Komplexität internationaler Beziehungen. „Außenpolitik ist kompliziert. Man muss den Realitäten in der Welt Rechnung tragen.“ Man müsse mit den USA auf diplomatischen Wegen im Gespräch bleiben und darauf drängen, dass in Venezuela ein Prozess eingeleitet werde, der dem Willen des Volkes entspreche.

SPD spricht von klarem Völkerrechtsbruch

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, kritisierte das Vorgehen der USA in Venezuela scharf und widersprach der bisherigen Linie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). „Die rechtliche Einschätzung ist nach Auffassung der meisten Völkerrechtler eindeutig: Der US-Angriff auf Venezuela ist ein klarer Völkerrechtsbruch“, sagte Ahmetovic dem Nachrichtenportal T-Online. „Es gab kein UN-Mandat oder Beschluss des US-Kongresses.“ Trump beschädige damit die internationale Ordnung und setze eine gefährliche Spirale in Gang, so Ahmetovic gegenüber T-Online.

Kanzler Merz hatte zuvor den US-Militärschlag auf das südamerikanische Land und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro als rechtlich „komplex“ bezeichnet. Für eine genaue Einordnung nehme man sich Zeit.

Die SPD setzt sich damit klar ab von der Rhetorik des Koalitionspartners. Ahmetovic verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Stellungnahme von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), der den US-Angriff als Missachtung internationalen Rechts bezeichnet hatte. Damit habe Klingbeil, so Ahmetovic, „die deutsche Position zum Ausdruck gebracht, die sich auch in der Erklärung der 26 EU-Staaten wiederfindet“.

Unterschiedliche Rollen, gemeinsame Bewertung

Zugleich äußerte der SPD-Abgeordnete Verständnis für die Zurückhaltung von Merz. „Als außenpolitischer Sprecher meiner Fraktion kann ich offener Kritik äußern als der deutsche Bundeskanzler. Ich muss auch nicht jeden Tag mit Trump über das Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln.“ In der „Gesamtbewertung“ des US-Vorgehens in Venezuela sehe er dennoch keinen grundlegenden Dissens zwischen den Spitzen von CDU und SPD. Zwischen CDU-Kanzler und SPD-Vizekanzler passe, so Ahmetovic, in der „Gesamtbewertung“ des US-Vorgehens in Venezuela kein Blatt: „Angriffe auf die regelbasierte Ordnung sind nicht hinzunehmen. Egal, von welchem Staat sie ausgehen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Bundesregierung besorgt über eskalierende Proteste und Gewalt im Iran

Auswärtiges Amt
Auswärtiges Amt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung verfolgt die sich zuspitzende Lage im Iran mit wachsender Sorge. Angesichts eskalierender Proteste, zahlreicher Festnahmen und mehrerer Todesopfer verweist das Auswärtige Amt auf die Bedeutung wirtschaftlicher Versorgung, Freiheitsrechte und des Demonstrationsrechts für die betroffene Bevölkerung.

Die Bundesregierung beobachtet die aktuelle Entwicklung im Iran nach eigenen Angaben mit großer Aufmerksamkeit. Man verfolge die Lage „sehr genau und sehr sorgenvoll“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Zu möglichen weiteren Entwicklungen wollte sie sich nicht äußern. Man wolle nicht spekulieren, da man die Situation nur aus der Ferne beobachten könne, so die Sprecherin weiter.

Protestbewegungen mit zentralen Forderungen

Nach Einschätzung der Bundesregierung gibt es im Iran Protestbewegungen, in denen es um grundlegende Anliegen der Bevölkerung geht. Es sei klar, dass es Protestbewegungen im Iran gebe, bei denen es um für die Menschen wichtige Fragestellungen gehe, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes laut dts Nachrichtenagentur. Dazu zähle ihre wirtschaftliche Versorgung, aber „natürlich auch ihre Freiheitsrechte und ihre Rechte, sich öffentlich zu versammeln und zu demonstrieren“.

Die Proteste im Iran hatten sich zuletzt deutlich verschärft. Die Iran-Proteste waren zuletzt immer weiter eskaliert. Medienberichten zufolge soll es bereits Hunderte Festnahmen gegeben haben. Bislang kamen laut Beobachtern mindestens 19 Menschen ums Leben.

Gewaltsame Auseinandersetzungen in zahlreichen Städten

In zahlreichen Städten des Landes, darunter der Hauptstadt Teheran, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Augenzeugen berichteten von Zusammenstößen und Parolen wie „Tod dem Diktator“. Die Demonstranten bezogen sich dabei auch auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo US-Streitkräfte den Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen haben, und warnten die iranische Führung vor einem ähnlichen Schicksal.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Krisenkoalition in Brandenburg: Vizeminister kündigt Erklärung an

Dietmar Woidke
Dietmar Woidke und Robert Crumbach (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Brandenburg verschärft sich die Regierungskrise: Vizeministerpräsident Robert Crumbach (BSW) will am Montag um 14 Uhr in einer kurzfristig anberaumten persönlichen Erklärung Stellung zur Zukunft der Koalition nehmen. Hintergrund sind anhaltende Unstimmigkeiten innerhalb der BSW-Fraktion und offene Fragen zu den Mehrheitsverhältnissen im Landtag.

Persönliche Erklärung von Vizeministerpräsident Crumbach angekündigt

Brandenburgs Vizeministerpräsident Robert Crumbach (BSW) hat für Montagnachmittag kurzfristig eine persönliche Erklärung angekündigt. Es wird erwartet, dass er sich bei dem Statement um 14 Uhr zur Zukunft der Koalition äußern wird.

Unstimmigkeiten in der BSW-Fraktion

In den vergangenen Monaten hatte es vor allem innerhalb der BSW-Fraktion Unstimmigkeiten gegeben. Im November waren vier Abgeordnete im Streit um die Rundfunkreform aus der Partei ausgetreten, zwei kehrten später wieder zurück. Wie es mit den Mehrheitsverhältnissen weitergeht, ist noch unklar.

Spekulationen über neue Koalition

Zuletzt gab es auch Spekulationen über eine neue Koalition aus SPD und CDU. Dies wäre möglich, wenn Abgeordnete von der BSW- zur SPD-Fraktion wechseln würden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Grüne fordern harte europäische Antwort auf Trumps Grönland-Drohung

Sara Nanni
Sara Nanni (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts erneuter Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das zu Dänemark gehörende Grönland zu annektieren, dringen die Grünen auf eine deutliche Reaktion Europas. Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, fordert nachdrückliche Botschaften an Washington, um rote Linien zu markieren und die transatlantischen Beziehungen vor einer Abwärtsspirale zu bewahren.

Grüne verlangen klare Worte an Washington

Sicherheitspolitikerin Sara Nanni erklärte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben), angesichts der neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das zu Dänemark gehörende Grönland zu annektieren, sei eine Verschärfung des europäischen Kurses notwendig. „Die Zeit der freundlichen Distanzierung zwischen den Zeilen ist vorbei“, sagte Nanni den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es braucht knallharte Ansagen hinter den Kulissen, damit Washington rote Linien respektiert.“ Dänemark und die Grönländer seien zu Recht besorgt.

Warnung vor Abwärtsspirale in den transatlantischen Beziehungen

Nanni forderte, Deutschland und der Rest Europas müssten nun unmissverständlich Position beziehen. Europa müsse klarmachen: „Sollte es zu feindseligen Aktionen gegenüber Grönland kommen, läutet Washington damit den Anfang einer Abwärtsspirale in den transatlantischen Beziehungen ein“, sagte Nanni den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zwar sei der Iran die wahrscheinlichere Option für den nächsten Schritt des US-Aktionismus, doch dürfe das nach ihren Worten nicht bedeuten, dass Europa abwarten sollte, bis der Scheinwerfer auf Grönland gerichtet sei.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Dax erreicht neues Rekordhoch, Anleger bleiben dennoch vorsichtig

Börse
Foto: dts

Der Dax hat am Montag seinen freundlichen Start in die neue Woche bestätigt und bis zum Mittag weiter im Plus notiert. Zwischenzeitlich erreichte der deutsche Leitindex ein neues Rekordhoch, bevor die Kursgewinne wieder etwas zusammenschmolzen. Auch Euro und Ölpreis zeigten im Mittagshandel leichte Veränderungen.

Dax markiert neues Rekordhoch

Der Dax bewegte sich am Montagmittag weiter im grünen Bereich und kletterte im Verlauf des Vormittags auf ein neues Rekordniveau. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.720 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Siemens Energy und Infineon, am Ende Zalando, BASF und Volkswagen.

Marktexperte sieht Nervosität nach Rekordstand

„Nachdem der Dax kurz nach Handelseröffnung ein neues Rekordniveau bei 24.828 Punkten erreicht hatte, scheinen die Marktteilnehmer doch kalte Füße zu bekommen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. In Anbetracht der Kursperformance in den vergangenen Handelswochen könne der Dax eine ordentliche Kursdynamik vorweisen, und das ohne nennenswerte konjunkturelle Impulse. „Die Investoren greifen erneut sehr weit voraus und antizipieren erneut eine potenzielle wirtschaftliche Erholung in Deutschland“, so Lipkow.

Euro schwächer, Ölpreis leicht im Plus

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1689 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8555 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 60,78 US-Dollar; das waren 3 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Bundesregierung fordert demokratischen Übergang nach US-Militärschlag in Venezuela

Venezuela (Archiv)
Venezuela (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Militärschlag der USA und der Ergreifung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro setzt die Bundesregierung auf einen demokratischen Übergang in Venezuela. Regierungssprecher verweisen zugleich auf die Komplexität der Lage und mahnen an, politische Instabilität zu vermeiden.

In Berlin hat die Bundesregierung nach dem Militärschlag der USA und der Ergreifung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro ihre Hoffnung auf eine „demokratisch legitimierte Transition“ in Venezuela bekräftigt. Auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur verwies der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin wie schon der Bundeskanzler am Wochenende auf die „Komplexität“ des Sachverhalts.

Bundesregierung mahnt Stabilität an

Hille betonte, wichtig sei, dass in Venezuela keine „politische Instabilität“ entstehe. Wörtlich sagte er laut dts Nachrichtenagentur: „Und wichtig ist, dass der Weg zu Wahlen gebahnt wird, damit es zu einer demokratisch legitimierten Transition in Venezuela kommen kann.“

Zurückhaltende Reaktion auf Fragen zu Trump

Auf die Nachfrage, ob die Bundesregierung davon ausgehe, dass US-Präsident Donald Trump einen vollständig durchdachten Plan für den Übergang in Venezuela habe, reagierte Hille zurückhaltend. Gegenüber der dts Nachrichtenagentur verwies er lediglich darauf, dass man sich zu „hypothetischen oder Konjunktivfragen“ nicht äußere.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Mehr Geld für saubere Arbeit: Reinigungskräfte in Osnabrück profitieren

Reinigungskraft (Symbolbild)
Reinigungskraft (Symbolbild)

Sie sorgen dafür, dass Büros glänzen, Klassenzimmer nutzbar bleiben und Krankenhäuser hygienisch sauber sind: Rund 4.580 Reinigungskräfte arbeiten in Osnabrück – oft im Hintergrund, aber mit großer Verantwortung. Ab Januar wird ihre Arbeit besser bezahlt. Der Stundenlohn in der Gebäudereinigung steigt auf mindestens 15 Euro. Das teilt die IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mit und beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

Deutlich höhere Löhne für spezielle Arbeiten

Wer besonders anspruchsvolle Aufgaben übernimmt, kann sich über noch mehr Geld freuen. Für die Außenreinigung von Fassaden und Fenstern gilt künftig ein Mindestlohn von 18,40 Euro pro Stunde. Damit setzt die Branche klare Grenzen nach unten.

„Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Friedrich Pfohl von der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Alle 32 Gebäudereiniger-Unternehmen in Osnabrück seien verpflichtet, diese Vorgaben einzuhalten.

Wichtiger Job, fairer bezahlt

Die Gewerkschaft sieht in den neuen Mindestlöhnen einen wichtigen Schritt hin zu mehr Wertschätzung für eine körperlich anstrengende Tätigkeit. Reinigungskräfte leisten täglich einen Beitrag, der für das Funktionieren des öffentlichen und privaten Lebens unverzichtbar ist.

„Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen in Osnabrück einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, sagt Pfohl.

Auch für den Nachwuchs attraktiv

Nicht nur erfahrene Kräfte profitieren von den neuen Regelungen. Auch für junge Menschen wird die Branche interessanter. Eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich, betont die IG BAU.

„Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so der Vorsitzende der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Friedrich Pfohl.

AFP

Luftverkehr 2025 erholt: Mehr Flüge, weniger Verspätungen

Fluganzeige am Frankfurter Flughafen
Frankfurter Flughafen / Foto: dts

Der Luftverkehr in Deutschland hat sich im Jahr 2025 nach pandemiebedingten Rückgängen deutlich erholt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verzeichnete mehr Flugbewegungen und zugleich weniger Verspätungen, obwohl der Verkehr im deutschen Luftraum zugenommen hat. Zugleich stieg die Zahl der von Drohnen verursachten Behinderungen.

Mehr Flugbewegungen im deutschen Luftraum

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilte am Montag mit, dass im vergangenen Jahr rund drei Millionen Flugbewegungen im deutschen Luftraum stattfanden. Dies entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehrfach wurde die Marke von über 10.000 Flügen täglich überschritten. Der 18. Juli 2025 mit 10.220 Flügen war der Spitzentag.

Verspätungen deutlich reduziert

Trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens konnten die Verspätungen im Vergleich zum Vorjahr stark gesenkt werden. Die DFS führte dies auf Maßnahmen zur Effizienz- und Kapazitätssteigerung zurück, darunter Verbesserungen der Flugsicherungssysteme und eine optimierte Luftraumverwaltung. Die durchschnittliche flugsicherungsbedingte Verspätung lag bei rund 30 Sekunden pro Flug (2024: 50 Sekunden).

Mehr Behinderungen durch Drohnen

Zudem wurden 225 Behinderungen durch Drohnen registriert. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu 2024 dar, als es 161 entsprechende Vorfälle gab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Wenn der Winter trügt: Warum Eisflächen in Osnabrück tabu sind

Rubbenbruchsee im Winter
Rubbenbruchsee im Winter

Klirrende Kälte, frostige Nächte und zugefrorene Gewässer: Der Winter zeigt sich derzeit von seiner eisigen Seite und weckt bei vielen die Lust auf Schlittschuhlaufen oder einen Spaziergang über scheinbar gefrorene Seen. Doch genau davor warnt die Stadt Osnabrück nun mit Nachdruck. Trotz anhaltender Minusgrade sind die Eisflächen in der Stadt nicht sicher und dürfen keinesfalls betreten werden.

Trügerische Eisdecke

Was stabil aussieht, ist es oft nicht. Die Eisdecken auf Seen, Teichen und anderen Gewässern sind nach Angaben der Stadt nicht ausreichend dick, um Menschen zu tragen. Besonders gefährlich sind dabei optische Täuschungen: Dickes Eis am Ufer vermittelt schnell ein Gefühl von Sicherheit, während die Eisfläche wenige Meter weiter deutlich dünner und instabil sein kann.

Die Folge: Ein einziger Schritt zu weit kann genügen, um ins eiskalte Wasser einzubrechen. Die Stadt weist darauf hin, dass die Tragfähigkeit von Eisflächen für Laien kaum zuverlässig einzuschätzen ist – selbst bei längerem Frost.

Lebensgefahr durch Eisbruch

Immer wieder kommt es im Winter zu schweren Unfällen, wenn Menschen in nicht tragendes Eis einbrechen. Solche Situationen sind lebensbedrohlich, da die Kälte des Wassers innerhalb kürzester Zeit zu Erschöpfung, Panik und Unterkühlung führen kann. Rettungsversuche sind zudem oft schwierig und bringen auch Helfer in Gefahr.

Vorbildfunktion der Erwachsenen

Die Stadt Osnabrück appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, die Warnungen ernst zu nehmen. Besonders Kinder und Jugendliche sollen ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen werden. Auch ausländische Mitbürger, die mit den hiesigen Winterbedingungen möglicherweise weniger vertraut sind, sollten sensibilisiert werden.

Erwachsene tragen dabei eine besondere Verantwortung. Wer selbst Eisflächen meidet, setzt ein wichtiges Zeichen und geht mit gutem Beispiel voran. Denn nur durch umsichtiges Verhalten lässt sich verhindern, dass der winterliche Spaß zu einem lebensgefährlichen Risiko wird.

AFP

Städtebund fordert neuen Finanzpakt für explodierende Sozialkosten

Rückblick 2025
Rückblick 2025 / Ausblick 2026 des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) am 05.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) warnt vor einer drastischen Verschlechterung der kommunalen Finanzlage und fordert eine grundlegende Neuordnung der Finanzierung sozialer Leistungen. Angesichts eines wachsenden Finanzierungsdefizits dringt der Verband auf eine Beteiligung von Bund, Ländern und Kommunen zu gleichen Teilen, um die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden zu sichern.

DStGB spricht von „dramatischem Abwärtsstrudel“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) drängt auf einen Paradigmenwechsel bei der Finanzierung der Ausgaben für verschiedene soziale Leistungen. Die Finanzen der Kommunen befänden sich in einem „dramatischen Abwärtsstrudel“, teilte der Verband am Montag in Berlin mit. Dies sei nicht zuletzt auf rasant steigende Ausgaben für soziale Leistungen zurückzuführen.

„Um diese Entwicklung aufzuhalten, braucht es eine grundlegende Änderung bei der Verteilung der finanziellen Lasten“, forderten der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Ralph Spiegler, und Hauptgeschäftsführer André Berghegger. „Wir schlagen vor, dass Bund, Länder und Kommunen sich zu je einem Drittel an der Finanzierung der sozialen Leistungen beteiligen, durch die Kommunen besonders belastet sind und für die es bislang keine Gegenfinanzierung gibt.“ Mit einem derartigen Schritt könne es gelingen, die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden zu sichern.

Milliardendefizite in den kommunalen Haushalten

Die Finanzlage der Städte und Gemeinden hat sich nach Angaben des Verbandes im Jahr 2025 noch einmal deutlich verschärft. Nachdem bereits im Jahr 2024 ein Finanzierungsdefizit von 24,3 Milliarden Euro zu verzeichnen war, stieg der Fehlbetrag im Jahr 2025 auf mehr als 30 Milliarden Euro an. Damit hätten die Kommunen in Deutschland allein in den letzten zwei Jahren ein Loch von mehr als 55 Milliarden Euro in ihren Kassen, so der DStGB.

Hoffnung auf Zukunftspakt

Grundsätzlich scheint der Verband aber noch Hoffnungen zu haben, die Situation retten zu können. „Wir sind Optimisten“, sagte Berghegger in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Vieles münde in den „Zukunftspakt von Bund, Ländern und Kommunen“, den man jetzt am Jahresanfang starten werde. Entsprechende Signale seien von der Bundesregierung zu hören, so Berghegger laut dts Nachrichtenagentur.

„Und das ist ja keine Frage von Jahren, sondern von Monaten, wo wir diskutieren und konkrete Lösungen haben wollen“, fügte Berghegger hinzu. Das Bewusstsein sei bei allen Ebenen da, die Konkretisierung werde jetzt wichtig sein. „Schönheitsreparaturen reichen halt jetzt nicht“, sagte der Hauptgeschäftsführer gegenüber der dts Nachrichtenagentur.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP