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Union und Wirtschaft drängen auf vorgezogene Körperschaftsteuer-Senkung 2026

Finanzamt (Archiv)
Finanzamt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder, die geplante Senkung der Körperschaftsteuer von 2028 auf 2026 vorzuziehen, findet in der CDU Unterstützung. Unionspolitiker und Wirtschaftsverbände dringen auf schnelle steuerliche Entlastungen, um Wachstum und Investitionen in Deutschland zu stärken.

CDU-Spitze signalisiert Unterstützung für Söder-Vorschlag

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger (CDU), befürwortet die Initiative des CSU-Vorsitzenden, die Reduzierung der Körperschaftsteuer vorzuziehen. Der „Bild“ (Dienstagausgabe) sagte Bilger: „Die Wirtschaft wieder auf den Wachstumspfad zu bringen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, muss 2026 oberste Priorität haben. Das Vorziehen der Reduzierung der Körperschaftsteuer würde dabei helfen. Daher sollten wir den Vorschlag in der Koalition prüfen, natürlich auch hinsichtlich der Finanzierbarkeit.“

Markus Söder hatte am Sonntag in der „Bild“ gefordert, die ab 2028 geplante Senkung der Körperschaftsteuer auf 2026 vorzuziehen. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellte sich hinter rasche steuerliche Entlastungen. Er erklärte, es müsse rasche Steuersenkungen geben. „Die Menschen in unserem Land, gerade die mit kleinen und mittleren Einkommen, müssen entlastet werden. Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dass wir zur Mitte der Legislaturperiode eine große Einkommensteuerreform auf den Weg bringen wollen. Daran müssen wir festhalten.“

Wirtschaft fordert schnelle Entlastung

Zustimmung zu den steuerpolitischen Forderungen der Union kommt aus der Wirtschaft. Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sagte der „Bild“: „Ein Vorziehen der Steuersenkung und damit eine sofortige Entlastung schon in diesem Jahr würde der Wirtschaft dringend benötigte Impulse für Investitionen geben.“ In der aktuellen Krise zähle für die Unternehmen jeder Monat, erklärte Melnikov. Die Regierung müsse noch deutlich mehr tun, um das Wachstum zu stärken. „Die geplante Steuersenkung wäre ein wichtiges Signal in diese Richtung“, sagte die Verbandschefin der „Bild“.

Auch der Chef des Chemie-Verbandes VCI, Wolfgang Große Entrup, drängt auf rasche Steuersenkungen. Der „Bild“ sagte Große Entrup: „Berlin muss die Steuern jetzt senken.“ Sonst verliere Deutschland den Anschluss und Jobs an das Ausland. „Jeder Tag Warten ist ein Tag gegen den Standort.“ Die Industrie leide schon heute, nicht erst in zwei Jahren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

US-Börsen steigen nach US-Angriff, Öl- und Rüstungsaktien gefragt

Straßenschild Wall Street
Wall Street / Foto: dts

Die US-Börsen haben am Montag deutlich zugelegt. Vor allem Öl- und Rüstungswerte profitierten von Hoffnungen auf ein mögliches Ende des US-Embargos gegen venezolanisches Öl. Der Gold- und der Ölpreis stiegen ebenfalls, während der Euro gegenüber dem US-Dollar etwas fester notierte.

Zum Handelsschluss in New York wurde der Dow Jones Industrial Average mit 48.977 Punkten berechnet, was einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag entspricht. Wenige Minuten vor Börsenschluss lag der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.900 Punkten 0,6 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.400 Punkten und einem Aufschlag von 0,8 Prozent.

Reaktion auf US-Angriff und Hoffnung auf Lockerung des Embargos

Die Anleger reagierten auf den US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des Präsidenten mit verstärkten Käufen von Aktien aus der Öl- und Rüstungsbranche. Sie dürften sich erhoffen, dass die USA ihr Embargo gegen venezolanisches Öl bald aufheben – auch wenn US-Präsident Donald Trump zunächst darauf verwies, dass das Embargo weiter in Kraft sei. An der Wall Street deckten sich Börsianer trotzdem mit den Papieren von Öl- und Rüstungskonzernen ein.

Währungen und Rohstoffe im Aufwind

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1725 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8529 Euro zu haben.

Auch am Goldmarkt waren deutliche Bewegungen zu verzeichnen. Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Abend wurden für eine Feinunze 4.445 US-Dollar gezahlt, was einem Anstieg von 2,6 Prozent entspricht. Das entsprach einem Preis von 121,89 Euro pro Gramm.

Parallel dazu legte auch der Ölpreis spürbar zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 61,82 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

CDU-Politiker schont Trump wegen Ukraine trotz Maduro-Fall

Jürgen Hardt
Jürgen Hardt am 18.12.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, übt trotz der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro nur zurückhaltende Kritik an US-Präsident Donald Trump. Hardt verweist zur Begründung vor allem auf die Bedeutung der laufenden Abstimmungen zur Ukraine und auf die Komplexität der Lage in Venezuela.

Zurückhaltende Töne gegenüber Trump

Der außenpolitische Sprecher der CDU Jürgen Hardt will US-Präsident Donald Trump nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro nicht scharf angreifen. „In der Grönlandfrage ist die Sache völlig eindeutig. In der Venezuelafrage ist sie, glaube ich, komplexer, als man denkt“, sagte Hardt am Montag den Sendern RTL und ntv. Er fügte hinzu: „Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass er sich davon beeindrucken lässt, wenn ich jetzt etwas hier klar ansage.“

Maduro als „Diktator“ bezeichnet

Zugleich grenzte sich Hardt von der Gefangennahme Maduros auf fremdem Staatsgebiet ab. „Ich erkläre jetzt nicht, dass das völkerrechtskonform ist, so jemanden auf fremdem Territorium festzunehmen“, stellte er gegenüber RTL und ntv klar. Gleichzeitig stellte er die Legitimität des venezolanischen Staatschefs infrage: „Maduro ist ein Diktator, der sich zweimal in gefälschten Wahlen zum Führer erklärt hat“, sagte er. Entscheidend sei nun, was aus der neuen Lage folge.

Ukraine als Hauptmotiv für Zurückhaltung

Seinen Verzicht auf offene Kritik an Trump begründete Hardt ausdrücklich mit der Ukraine. Ziel sei es, Washington auf einer gemeinsamen Linie zu halten. „Wenn ich das erreiche bei US-Präsident Trump – dann kann das kluge Politik sein“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Mit Blick auf die aktuellen Friedensgespräche erklärte Hardt, Fortschritte seien „allemal es wert, jetzt nicht einen Streit mit dem US-Präsidenten an einer Stelle anzufangen, wo die Messe gesungen ist, wie man so schön sagt“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

VKU warnt: Anschläge auf Energieversorgung bundesweit jederzeit möglich

Strommast
Strommast / Foto: dts

Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz warnt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vor ähnlichen Angriffen in anderen deutschen Städten. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing mahnt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), die Energie- und Wasserversorgung in Deutschland sei gegen gezielte Attacken nur begrenzt zu schützen. Er fordert intensivere Ermittlungen und eine stärkere staatliche Verantwortung beim Schutz kritischer Infrastruktur.

VKU: Anschläge „im Prinzip überall möglich“

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), sieht im Anschlag auf das Berliner Stromnetz kein singuläres Ereignis. „Berlin ist kein Einzelfall, im Prinzip sind solche Anschläge überall möglich“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). „Es muss nicht bei Stromleitungen bleiben, auch die Wasserversorgung ist gefährdet“, warnte er laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“.

Die Energieversorgung in Deutschland sei zwar zuverlässig, aus technischen Gründen gebe es laut Liebing kaum Ausfälle. „Aber selbst das beste System lässt sich gegen gezielte Angriffe nicht vollständig schützen“, äußerte der VKU-Chef in der FAZ. Es gebe Bedrohungen von innen und von außen: „Wir befinden uns längst in einem hybriden Krieg“, sagte Liebing der FAZ.

Kritik an Ermittlungen und Strafverfolgung

Mit Blick auf die Ermittlungen in der Hauptstadt zeigt sich Liebing gegenüber der FAZ unzufrieden. Hintergrund ist ein Bekennerschreiben einer Gruppe namens „Vulkangruppe“. „Die mutmaßlichen Täter in Berlin haben zum wiederholten Male zugeschlagen, die Ermittlungen müssen intensiviert werden“, forderte er in der FAZ. „Wenn sich die Anschläge gegen Personen und nicht gegen Sachen gerichtet hätten, wäre man mit der Strafverfolgung vermutlich schon weiter“, sagte Liebing der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Staatliche Verantwortung und Kostenfrage

Zu den Regelungen im neuen „Kritis-Dachgesetz“ zur kritischen Infrastruktur (Kritis), das sich derzeit im Bundestag befindet, sagte Liebing in der FAZ: „Der Schutz der Anlagen ist auch eine staatliche Aufgabe. Netzbetreiber können sich nicht gegen Drohnenüberflüge und Angriffe wehren, das müssen die Sicherheitsbehörden leisten.“

Auch die finanzielle Seite spricht der VKU-Chef gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an. „Wenn die Versorger jetzt noch mehr in die Sicherheit investieren sollen, muss man sie an anderer Stelle entlasten. Sonst steigen die Strompreise weiter“, forderte Liebing in der FAZ. Es sei richtig, das Sondervermögen des Bundes für solche Sicherheitsaufgaben heranzuziehen, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Venezuelas Ex-Präsident Maduro plädiert in New York auf unschuldig

Maduro wird
Maduro wird zum Gericht in New York gebracht am 05.01.2026 / Kyle Mazza-cnp/ddp/Cnp/Polaris, via dts Nachrichtenagentur

Nicolás Maduro hat bei seiner ersten Anhörung vor einem New Yorker Bundesgericht auf nicht schuldig plädiert. Dem ehemaligen venezolanischen Präsidenten werden nach Angaben des US-Justizministeriums unter anderem Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus vorgeworfen. Auch seine Ehefrau Cilia Flores wies die Vorwürfe zurück und beteuerte ihre vollständige Unschuld.

Maduro und Flores weisen Vorwürfe zurück

Bei seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in New York hat der ehemalige venezolanische Präsident Nicolás Maduro auf nicht schuldig plädiert. Er erklärte, er sei ein „anständiger Mann“ und weiterhin der Präsident seines Landes. Seine Frau, Cilia Flores, plädierte ebenfalls auf nicht schuldig und beteuerte ihre „komplette Unschuld“.

Laut US-Justizministerium wirft die Anklage Maduro unter anderem „Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, Verschwörung zum Kokainimport, Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern sowie Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern“ vor.

Recht auf konsularische Unterstützung

Richter Alvin Hellerstein informierte Maduro und Flores über ihr Recht, mit konsularischen Vertretern zu sprechen, was Maduro in Anspruch nehmen möchte. Maduros Anwalt, Barry Pollack, erklärte, dass er derzeit keine Freilassung auf Kaution anstrebe, dies jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen könnte.

Vorwürfe der „militärischen Entführung“

Während der Anhörung bezeichnete Maduro seine Gefangennahme in Caracas durch US-Kräfte als rechtswidrige „militärische Entführung“. Der Verteidiger sagte derweil, dass Cilia Flores während ihrer Festnahme Prellungen an den Rippen erlitten habe und medizinische Versorgung benötige. Die nächste Anhörung ist für den 17. März angesetzt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Dax markiert Rekordhoch – Rüstungsaktien treiben Kursrallye

Börse
Foto: dts

Der Dax hat die neue Handelswoche mit einem Rekord begonnen und erstmals die Marke von 24.800 Punkten deutlich überschritten. Zum Xetra-Schluss stand der deutsche Leitindex bei 24.868 Punkten und damit 1,3 Prozent höher als am vorherigen Handelstag. Während vor allem Rüstungs- und Technologiewerte gefragt waren, gaben Autobauer-Aktien nach.

Dax-Rekord mit Rückenwind von internationalen Börsen

Besonders positiv entwickelten sich die Aktien von Rheinmetall, Infineon und Siemens Energy. Verluste gab es dagegen bei den Papieren der Autobauer, am unteren Ende der Kursliste standen Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz.

Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets, ordnete die Entwicklung ein: „Solange militärische Konflikte regional begrenzt bleiben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösen, kann die Börse, so hart es klingt, damit leben“, sagte Romar laut CMC Markets. „Nach dem Angriff der USA auf Venezuela gaben die Kurse am Wochenende auf außerbörslichen Plattformen zunächst noch etwas nach, zum offiziellen Handelsstart in die erste volle Handelswoche des Börsenjahres 2025 aber wurde dieses Thema schon wieder abgehakt.“

Weiter erklärte Romar mit Blick auf die Marktreaktionen: „Im Gegenteil: Die Investoren schauen in die Zukunft und rechnen mit einem höheren Ölangebot zu entsprechend günstigeren Preisen, sollte sich Venezuela unter amerikanischem Einfluss dem Weltmarkt wieder mehr öffnen. Das Recht des Stärkeren regiert in diesen Tagen auf der Welt und Macht wird über Moral gestellt – dieses Credo ist schon lange kein Gift für den Aktienmarkt mehr.“

Rüstungsaktien im Fokus der Anleger

Laut CMC Markets profitierte auch der Frankfurter Aktienmarkt vom internationalen Umfeld: „Auch in Frankfurt sprang der Dax mit dem Rückenwind von den internationalen Börsen auf ein neues Rekordhoch und legte damit einen blitzsauberen Start in dieses Börsenjahr aufs Parkett. Liefern auch in diesem Jahr die ersten fünf Handelstage eine Indikation für das Gesamtjahr, hat der Index mit dem heutigen Tag ein gutes Stück vorgelegt. Folgen nun Anschlusskäufe statt Gewinnmitnahmen, steht einem schnellen Anstieg auf 25.000 Punkte nicht mehr viel im Weg. Allen voran bleiben in diesen Tagen Rüstungsaktien gefragt, Rheinmetall sticht mit einem Plus von über acht Prozent heraus.“

Gleichzeitig warnte Romar vor den Grenzen der Kursrally: „Alles in allem bleibt es aber dabei: Kommt die deutsche Wirtschaft nicht bald in Fahrt, dürfte auch auf dem Dax der Deckel bleiben und solche dynamischen Ausbrüche nach oben schnell wieder abverkauft werden. Und hier sprechen die jüngst veröffentlichten Indikatoren noch eine eindeutige Sprache“, sagte Romar laut CMC Markets.

Währungs-, Gold- und Ölmarkt in Bewegung

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1716 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.444 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 2,6 Prozent. Das entspricht einem Preis von 121,94 Euro pro Gramm.

Auch der Ölpreis zog deutlich an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 61,57 US-Dollar, das waren 82 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Neuer Geburtenrekord: Fast 3.000 Babys kamen 2025 im Marienhospital Osnabrück zur Welt

Bela Nülle ist als Neujahrsbaby im Marienhospital Osnabrück zur Welt gekommen. / Foto: Esther Alves-Spielmeyer (MHO)
Bela ist das Neujahrsbaby. / Foto: Esther Alves-Spielmeyer (MHO)

Das Neujahrsbaby im Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken ließ in diesem Jahr etwas auf sich warten: Am 1. Januar erblickte hier um 23:58 Uhr das erste Baby das Licht der Welt. Der kleine Bela ist damit das einzige Neujahrsbaby 2026 im MHO.

Erstes Kind für Eltern aus Bissendorf

Er hat ein Geburtsgewicht von 3660 Gramm und misst 54 Zentimeter. Für die glücklichen Eltern Julia und Justus Nülle aus Bissendorf ist der Junge das erste Kind. Sie freuen sich gemeinsam mit dem geburtshilflichen Team um Chefarzt Dr. Götz Menke und dankten für deren Einsatz am Neujahrstag.

Andere Geburtshilfen mussten schließen

Insgesamt wurden 2025 im MHO 2.948 Babys geboren. Dr. Menke zeigt sich erfreut über die Rekordgeburtenzahl, die nicht nur die Attraktivität des Marienhospitals, sondern auch die hervorragende Arbeit seines Teams widerspiegelt. Die hohe Anzahl von Geburten ist auch darauf zurückzuführen, dass andere Geburtshilfen schließen mussten und Schwangere das MHO als ihre Wahl für die Entbindung wählten. Aktuell ist das MHO das einzige Krankenhaus in Stadt und Landkreis Osnabrück, das gemeinsam mit dem Christlichen Kinderhospital ein sogenanntes Level-1-Perinatalzentrum betreibt. Dieses ist für die spezielle Versorgung von extrem Frühgeborenen (vor der 27. Schwangerschaftswoche) und Risikoneugeborenen ausgelegt.

Chefarzt Dr. Menke betont, dass die meisten Geburten im MHO normal verlaufen und normal versorgt werden können. Für die selteneren Fälle mit Komplikationen sei man dann als Perinatalzentrum Level 1 gut aufgestellt und auf alles vorbereitet.

AFP

Historiker: Welt kehrt zurück zu harter Großmachtpolitik

Donald Trump
Donald Trump / Foto: dts

Der Historiker Dominik Geppert beobachtet weltweit eine Rückkehr zur klassischen Großmachtpolitik und sieht Anzeichen für eine neue Ordnung von Interessen- und Einflusssphären. In den USA erkennt er in der Nationalen Sicherheitsstrategie einen deutlichen Ausdruck dieses Denkens und ordnet auch das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Venezuela in diesen Kontext ein.

Der Historiker Dominik Geppert</em sieht weltweit eine Rückkehr zur klassischen Großmachtpolitik. "Es gibt Tendenzen in Richtung einer Welt der Interessens- und Einflusssphären", sagte der Potsdamer Professor für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Der Gedanke steht deutlich hinter der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA."

„Paradoxien der Trump-Welt“

Zum Vorgehen von US-Präsident Donald Trump und seiner Attacke auf Venezuela sagte Geppert der „Rheinischen Post“: „Das ist eine der zentralen Paradoxien der Trump-Welt: dass jemand, der sich als Mann der Wirtschaft verkauft, zum Exekutor des Primats der Politik wird und das auch brutal umsetzt.“ Für einen Präsidenten, der häufig als außenpolitisch zurückhaltend eingeordnet werde, beschreibt Geppert ein anderes Bild: „Für einen vermeintlichen Isolationisten verfolgt Trump eine ziemlich interventionistische Politik, gerade, aber nicht nur in Lateinamerika.“

Geppert ordnet diese Politik in einen größeren historischen Zusammenhang ein. Man erlebe „die Probe aufs Exempel des Primats der Politik“: „Wir haben lange geglaubt, Machtpolitik sei ersetzt worden durch die Macht des Ökonomischen. Wir erleben jetzt den Gegenbeweis“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Tradition des Isolationismus in den USA

Mit Blick auf die Geschichte der Vereinigten Staaten verweist Geppert auf eine länger bestehende Tendenz zur außenpolitischen Zurückhaltung. Es gebe in der Geschichte der USA eine starke Tradition des Isolationismus und der Beschränkung auf die westliche Hemisphäre, gerade in der Republikanischen Partei: „Wir kehren da schon zu einer alten Tradition zurück.“

Gleichzeitig sieht Geppert Grenzen für eine dauerhafte politische und wirtschaftliche Abschottung. Er glaube allerdings, dass in der digitalisierten und globalisierten Welt „die Verflechtung der Wirtschaften auch durch ein Zollregime à la Trump nicht auf Dauer ausgehebelt werden kann. Aber es scheint denjenigen ein Experiment wert zu sein, die gegenwärtig in Washington das Sagen haben“, sagte Geppert der „Rheinischen Post“.

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CDU-Arbeitnehmerflügel attackiert Söders Forderung nach längerer Arbeit

Markus Söder
Markus Söder (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Arbeitnehmerflügel der CDU weist die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach längeren Arbeitszeiten zurück. CDA-Chef Dennis Radtke warnt vor einer einseitigen Sicht auf Beschäftigte und betont die hohe Produktivität der Arbeitnehmer in Deutschland, auch in Teilzeit. Er fordert mehr Respekt für Menschen, die Familie und Schichtdienst vereinbaren müssen.

CDU-Arbeitnehmerflügel contra Söder-Vorstoß

Der Arbeitnehmerflügel der CDU lehnt den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder ab, wonach Arbeitnehmer länger arbeiten sollen.

Dennis Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), sagte dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe): „Wer den Wecker morgens um fünf hört, wer Familie und Schichtdienst unter einen Hut bringen muss, braucht keine Sonntagsreden, sondern Respekt.“

Kritik an „Erzählung vom faulen Deutschen“

Die „Erzählung vom faulen Deutschen“ sei ein „Irrglaube“, fuhr Radtke fort. Er stellte klar, dass in kaum einem anderen Land so produktiv gearbeitet werde wie in Deutschland. Dies geschehe auch in Teilzeit, weil sich Familie und Vollzeitarbeit nicht vereinbaren ließen.

„Was früher `Hausfrau` hieß, ist heute berufstätige Mutter, weil es anders gar nicht mehr geht“, sagte Radtke dem „Handelsblatt“. „Das sollte ein bayerischer Ministerpräsident eigentlich besser wissen.“

Flexiblere Arbeitszeit ohne Mehrbelastung

CDA-Chef Radtke begrüßt zwar im Grundsatz die Idee, Arbeitszeit zu flexibilisieren, diese dürfe aber nicht zu mehr Belastungen führen. Sie diene dazu, dass die Arbeit zum Leben passe.

„Wer Arbeit nur aus der Arbeitgeber-Perspektive denkt, verrät das soziale Fundament unserer Wirtschaft“, griff Radtke den CSU-Chef im „Handelsblatt“ an. „Auf Parteitagen die Leberkäs-Etage beschwören und dann klingen wie ein Funktionär vom Arbeitgeberverband, ist halt ein Kunststück, das nur Markus Söder gelingt.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Unfall in Bissendorf: 29-Jährige landet mit Auto im Graben

Symbolbild: Rettungswagen
Symbolbild: Rettungswagen

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am frühen Sonntagmorgen (4. Januar) auf der Wissinger Straße in Bissendorf ereignet. Gegen 5:00 Uhr verlor eine 29 Jahre alte Frau aus Bad Iburg aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kam mit ihrem Pkw von der Fahrbahn ab.

Von der Straße abgekommen

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Fahrerin mit ihrem Renault aus Richtung Wissingen in Fahrtrichtung Bissendorf unterwegs. In einem Straßenabschnitt kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet in einen angrenzenden Graben und kam dort schließlich zum Stehen.

Rettungskräfte schnell vor Ort

Die 29-Jährige zog sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte versorgten die Frau noch an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in ein Krankenhaus, wo sie weiter medizinisch betreut wird. Warum es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache zu klären.

AFP