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Tierschutzbund attestiert Agrarminister Rainer völliges Tierschutz-Versagen

Thomas Schröder
Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund) (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Wenige Tage vor Beginn der Grünen Woche in Berlin hat der Präsident des Deutschen Tierschutzbunds die bisherige Arbeit von Agrarminister Alois Rainer scharf kritisiert. Er wirft der Regierung vor, in der Tierschutzpolitik eine „Nullbilanz“ vorzuweisen und sogar Rückschritte zu verantworten.

Tierschutzbund-Präsident attestiert „Nullbilanz“

Präsident Thomas Schröder sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben): „Bis jetzt habe ich keine Tierschutzpolitik dieser Regierung wahrgenommen – das ist eine Nullbilanz“. Die letzten Regierungen seien bereits enttäuschend gewesen, führte er aus: „Die letzten Regierungen waren schon enttäuschend, jetzt legen wir in Sachen Tierschutz sogar den Rückwärtsgang ein.“

Anlass der Kritik ist die aus Sicht Schröders unzureichende Ausrichtung der Agrarpolitik auf den Tierschutz. Die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Alois Rainer, künftig in Schlachthöfen Videoüberwachung einzuführen, bewertet er skeptisch. Dass es in Schlachthöfen Videoüberwachung geben solle, ändere nichts an den „entsetzlichen Methoden“, die dort verwendet würden, sagte Schröder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Videoüberwachung nur in großen Betrieben geplant

Schröder bemängelt zudem, dass die geplante Videoüberwachung nur in größeren Schlachtbetrieben vorgesehen sei. „Und selbst das soll nur in großen Betrieben gelten, dabei sind es gerade die kleinen, die oft kein Geld haben für aktuelle Technik oder Schulungen fürs Personal“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Aus seiner Sicht bleiben damit zentrale Probleme im Alltag vieler Schlachtbetriebe ungelöst.

Belastetes Verhältnis zwischen Tierschützern und Bauern

Schröder kritisiert außerdem, dass insbesondere Äußerungen von CSU-Chef Markus Söder den Dialog zwischen Tierschützern und Bauern erschweren würden. „Markus Söder provoziert am laufenden Band. Dass Alois Rainer da nicht widerspricht, ist eine Schwäche“, sagte er den Funke-Zeitungen.

Über Jahre seien mit der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft schrittweise Verständigungen erreicht worden. „Über Jahre seien mit der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft kleine Brücken gebaut worden. Die werden jetzt reihenweise wieder abgerissen.“ Die Atmosphäre zwischen Tierschützern und Landwirten habe sich deutlich verschlechtert.

Es werde immer schwieriger, kompromissbereit und im Dialog zu bleiben zwischen Tierschützern und Landwirten, sagte Schröder den Funke-Zeitungen. „Der Bundesminister hat da eine große Verantwortung, diese Stimmung nicht noch weiter anzuheizen“, betonte er mit Blick auf Bundesagrarminister Alois Rainer.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Bas fordert mutige Rentenreform und kritisiert Unionsblockade

Söder, Bas,
Söder, Bas, Klingbeil (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) dringt auf eine grundlegende Reform des Rentensystems und mahnt mehr Reformbereitschaft in der Union an. Von der jüngst eingesetzten Rentenkommission erwartet sie einen „mutigen Vorschlag“ und warnt davor, nur „alte Kamellen“ zu präsentieren, wie sie dem „Stern“ sagte.

„Mutige Vorschläge“ statt „alte Kamellen“

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erwartet von der Rentenkommission weitreichende Veränderungen. Mit Blick auf das Gremium sagte Bas dem „Stern“, dass sie einen „mutigen Vorschlag“ erwarte und nicht nur „alte Kamellen“.

Es könne nicht nur darum gehen, „bis 70 zu arbeiten und die Frühverrentung wegzuhauen“, sagte Bas dem „Stern“, die auch SPD-Vorsitzende ist. „Ich will eine Strukturreform bei der Rente. Da braucht es wirklich Mut – und den habe ich.“ Sie sei aber sehr gespannt, wie groß der Reformwille in der Union sei. „Markus Söder hat schon gesagt, die Beamtenpensionen fasst er nicht an. Da soll alles bleiben, wie es ist. Wir brauchen aber Mut, grundsätzlich ranzugehen“, sagte Bas dem „Stern“.

Ziele: Höhere Renten und stabile Beiträge

Bas skizzierte gegenüber dem „Stern“ auch die inhaltlichen Ziele einer Reform. „Wir brauchen ein Modell, wo die Menschen am Ende eines langen Arbeitslebens eine höhere Rente haben und nicht in der Grundsicherung landen, obwohl sie viele Jahre eingezahlt haben. Und wir müssen es schaffen, dass die Beiträge auch in Zukunft im Rahmen bleiben. Das ist das Ziel.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Bundesregierung: Linksextreme Vulkangruppen verüben Serie von Sabotagen

Polizeiabsperrung (Archiv)
Polizeiabsperrung (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung ordnet den linksextremen „Vulkangruppen“ seit 2011 mindestens 13 Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur in Berlin und Brandenburg zu. Laut einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier sieht die Regierung eine anhaltende Gefahr insbesondere für Energieversorgung und Personenverkehr.

Mindestens 13 Anschläge seit 2011

Aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier, über die die „Welt“ berichtet, geht hervor, dass die Bundesregierung die linksextremen „Vulkangruppen“ für mindestens 13 Sabotageakte seit dem Jahr 2011 verantwortlich macht. Die Anschläge richteten sich demnach gegen Bahn-, Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur sowie Industrieunternehmen im Raum Berlin und Brandenburg.

Zuletzt hatte sich Anfang Januar 2026 eine „Vulkangruppe“ zu einem Brandanschlag auf Strominfrastruktur im Südwesten Berlins bekannt. Infolge der Tat waren nach Behördenangaben zeitweise bis zu 100.000 Menschen ohne Strom. Nach offiziellen Angaben handelte es sich um den größten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg. Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen.

Warnung vor anhaltender Gefahr

Die Bundesregierung warnt in ihrer Antwort vor einer anhaltenden Gefahr für die kritische Infrastruktur. Energieversorgung und Personenverkehr seien aufgrund ihrer „immanenten Vulnerabilität“ und des hohen potenziellen Schadensausmaßes besonders gefährdet und stünden im Fokus linksextremistisch motivierter Täter.

AfD-Abgeordneter Münzenmaier kritisiert in diesem Zusammenhang: „Es wird Zeit, dass die Bundesregierung die Gefahr, die vom gewaltbereiten Linksextremismus ausgeht, endlich ernst nimmt und es nicht nur bei verbalen Ankündigungen belässt.“ Der Fahndungsdruck auf Gruppierungen wie die Vulkangruppen müsse erhöht werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Mehr Platz für Menschen: Warum Osnabrück den Fußverkehr neu denken muss

Fußgängerampel (Symbolbild)
Fußgängerampel (Symbolbild)

Gehen ist die ursprünglichste und zugleich klimafreundlichste Form der Mobilität. Trotzdem spielt der Fußverkehr in der kommunalen Verkehrspolitik oft nur eine Nebenrolle. Das soll sich in Osnabrück ändern. Mit einem umfassenden Forderungskatalog wenden sich Initiativen wie „zuFuß!“ und Engagierte nun an die politischen Parteien sowie an die Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat und die Oberbürgermeisterwahl im September 2026. Ziel ist es, dem Fußverkehr in den kommenden Jahren deutlich mehr Gewicht zu verleihen.

Fußverkehr als politische Aufgabe

Die Empfehlungen richten sich bewusst an die Kommunalpolitik. Sie sollen aufzeigen, wo aus Sicht der Initiatoren dringender Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen notwendig sind, um Osnabrück fußgängerfreundlicher zu machen. Der Appell ist klar: Der Fußverkehr braucht eine eigene, stadtweite Strategie, die nicht nur punktuelle Verbesserungen vorsieht, sondern langfristig gedacht ist. Dazu gehören auch klare Zuständigkeiten und entsprechende Fachkompetenzen innerhalb der Stadtverwaltung.

Sichere Wege und barrierefreie Querungen

Ein zentrales Anliegen ist ein durchgängiges, sicheres und attraktives Wegenetz für Zufußgehende. Gehwege sollen barrierefrei sein und einen problemlosen Umstieg auf Bus und Bahn ermöglichen. Querungen müssen übersichtlich gestaltet und in kurzen Abständen vorhanden sein. Besonders Ampelanlagen stehen in der Kritik: Sie müssen so geschaltet sein, dass Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen ausreichend Zeit zum Überqueren der Straße haben. Bettelampeln gelten dabei als rückständig, da sie den Fußverkehr benachteiligen und zugleich Lärm- und Schadstoffbelastungen erhöhen.

Öffentlicher Raum braucht Grün und Aufenthaltsqualität

Neben der Sicherheit spielt auch die Aufenthaltsqualität eine wichtige Rolle. Gefordert werden sogenannte Grüne Finger in allen Straßen – also mehr Bäume, Entsiegelung und Begrünung. Diese sollen nicht nur das Stadtbild verbessern, sondern auch für kühlere Temperaturen und bessere Luft sorgen. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze seien solche Maßnahmen Voraussetzung für einen gesunden Aufenthalt im öffentlichen Raum.

Konflikte mit Rad- und Scooterverkehr entschärfen

Ein weiterer Schwerpunkt der Forderungen ist die zunehmende Belastung von Gehwegen durch Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder und E-Scooter. Diese Entwicklung gefährde immer häufiger Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen. Die Initiatoren warnen zudem vor einer weiteren Verschärfung der Situation, sollte es zur geplanten Gleichstellung von E-Scootern mit Fahrrädern kommen.

Die Lösung sehen sie in einer klaren Trennung der Verkehrsarten. Gemeinsame Geh- und Radwege sowie das Zusatzzeichen Radverkehr frei auf Gehwegen und in Fußgängerzonen sollen grundsätzlich vermieden werden. Alte Radwege auf Gehwegen, die heutigen Standards nicht mehr entsprechen, sollen wieder ausschließlich dem Fußverkehr vorbehalten sein. Für neue Planungen gilt aus ihrer Sicht ein klarer Grundsatz: Rad- und Scooterverkehr gehören auf die Fahrbahn.

Feste Stationen und mehr Aufklärung

Auch für gewerblich angebotene Leih-E-Scooter gibt es konkrete Forderungen. Statt willkürlich abgestellter Fahrzeuge im öffentlichen Raum sollen feste Sharing-Stationen eingerichtet werden. Ergänzend dazu wird eine stadtweite Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne gefordert. Diese soll Radfahrende und E-Scooter-Nutzende stärker für Rücksichtnahme sensibilisieren und über ihre rechtlichen Pflichten informieren.

Bewusstseinswandel dringend nötig

Hintergrund der Forderungen ist eine Entwicklung, die über Jahre gewachsen ist. Die lange Duldung der Nutzung von Gehwegen und Aufenthaltsflächen durch Fahrräder und E-Scooter habe dazu geführt, dass ein Unrechtsbewusstsein weitgehend fehle. Häufig mangelt es an Verständnis für die Gefahren schnellen Fahrens, schwerer Fahrzeuge und hoher Geschwindigkeiten. Zufußgehende würden nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmende wahrgenommen, sondern als Hindernis.

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Rat warnt: Lockerung der Klimaziele gefährdet Wärmewende

Neubau
Rohbau / Foto: dts

Der Rat für nachhaltige Entwicklung warnt vor einer Gefährdung der Wärmewende, sollte die Bundesregierung die Klimaziele lockern. In einer aktuellen Stellungnahme fordert das Gremium einen verlässlichen politischen Rahmen und legt neun Empfehlungen für eine klimaneutrale und sozialverträgliche Wärmeversorgung vor.

Rat warnt vor Folgen gelockerter Klimaziele

Der Rat für nachhaltige Entwicklung befürchtet, dass eine Lockerung der Klimaziele die Wärmewende gefährden könnte. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Gremiums hervor, über die die Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Mittwochausgabe) berichten. In dem Papier wird auf die Dringlichkeit hingewiesen, Tempo in der Umstellung der Wärmeversorgung aufzunehmen.

Um endlich Fahrt aufzunehmen, brauche es einen langfristigen, verlässlichen politischen Rahmen. „Nur so können die notwendigen Investitionen und Entscheidungen realistisch geplant und umgesetzt werden“, heißt es darin. Die Stellungnahme richtet sich an die Bundesregierung und knüpft an bestehende gesetzliche Regelungen an.

Empfehlungen zum Gebäudeenergiegesetz

Dazu empfiehlt der Rat auch, das Gebäudeenergiegesetz fortzuschreiben. Die aktuelle Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag angekündigt, das Gesetz, das als „Heizungsgesetz“ bekannt wurde, in Teilen abschaffen zu wollen. Nun soll es einen neuen Namen bekommen und überarbeitet werden. In der Stellungnahme des Rats finden sich insgesamt neun Empfehlungen an die Bundesregierung.

Es geht darum, wie die Wärmeversorgung klimaneutral und sozialverträglich umgestellt werden kann. Der Rat macht deutlich, dass eine klare Gesetzeslage und Planungssicherheit für Investitionen in neue Heizsysteme und Infrastrukturen notwendig seien.

„Wärmewende ist zentral“

„Die Wärmewende ist zentral für das Erreichen der Klimaziele, für soziale Gerechtigkeit und für die wirtschaftliche Resilienz unseres Landes“, sagte Gunda Röstel, Vizevorsitzende des Rats und Kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden. Die Wärmewende sei eine Gemeinschaftsaufgabe. „Sie gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam handeln und die Menschen vor Ort mitnehmen.“

Erarbeitet wurden die Vorschläge mit Oberbürgermeistern und Bürgermeistern von 28 deutschen Städten und Gemeinden. Der Rat selbst ist ein von der Bundesregierung einberufenes Gremium, das unabhängig arbeitet.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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DRK fordert verlässliche Kostenerstattung und mehrjährige Finanzierung

DRK-Logistikzentrum (Archiv)
DRK-Logistikzentrum (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts steigender Kosten fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine verlässlichere und langfristigere Finanzierung seiner Angebote. DRK-Generalsekretär Christian Reuter kritisiert, dass wachsende Ausgaben für Energie und Personal bislang nicht ausreichend durch höhere Leistungsvergütungen ausgeglichen worden seien. Er warnt vor Kapazitätsabbau und zusammengeschlossenen Einrichtungen, deren Angebote dann weniger Menschen zugutekämen.

DRK sieht steigende Kosten nicht kompensiert

DRK-Generalsekretär Christian Reuter beklagt in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) eine zunehmende finanzielle Belastung des Verbandes. „Steigende Kosten beispielsweise für Energie und Personal wurden nicht durch entsprechende Anhebungen der Leistungsvergütungen kompensiert“, sagte Reuter der Zeitung. Auch eine Querfinanzierung durch andere Angebote werde immer schwieriger.

Es sei daher, so Reuter, „dringend erforderlich, dass die Kostensteigerungen auch in den staatlichen Zuwendungen gespiegelt und Prozesse zur Kostenerstattung wie in der Pflege beschleunigt werden“.

Forderung nach mehrjährigem Finanzierungsrahmen

„An vielen Stellen braucht es auch einen mehrjährigen Finanzierungsrahmen“, sagte Reuter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Als Beispiel nannte er die Migrationsberatung, bei der es nur Zusagen für einzelne Jahre gebe. Dies erschwere sowohl die Planung als auch die Personalsuche.

Außerdem müsse der Verwaltungsaufwand für zahlreiche Angebote gesenkt werden, forderte der Generalsekretär in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Als gemeinnützige Organisation, die nur sehr limitiert finanzielle Rücklagen schaffen könne, sei das DRK „darauf angewiesen, dass unsere wichtigen Angebote ausreichend Unterstützung von staatlicher Seite und durch Spenden erhalten“, erklärte Reuter. Denn Gemeinnützigkeit erfordere, dass „gegebenenfalls erwirtschaftete Gewinne in die bestehenden Angebote, Strukturen und die Vorhaltung reinvestiert werden“.

Kapazitätsabbau und Warnung vor abgesenkten Standards

Wegen der wachsenden finanziellen Herausforderungen seien „bereits in beträchtlichem Maße Kapazitäten abgebaut oder Einrichtungen zusammengelegt“ worden, sagte der DRK-Generalsekretär der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die entsprechenden Angebote bestünden dann häufig zwar weiter, kämen aber weniger Menschen als in der Vergangenheit zugute.

Daher gelte es auch, „gemeinnützige Arbeit bei Ausschreibungen und Förderungen stärker zu berücksichtigen“, sagte Reuter weiter in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Damit würde zugleich auch die Gefahr vermieden, dass „Standards auf ein Minimum abgesenkt werden und die Angebote den Bedarfen der Menschen nicht entsprechen“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Hubig plant schärferes Strafrecht gegen sexualisierte KI-Deepfakes

Stefanie Hubig
Stefanie Hubig (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) plant schärfere Regeln gegen mit Künstlicher Intelligenz erzeugte sexualisierte Bilder und digitale Bildmanipulationen. Ziel ist ein besserer Schutz von Persönlichkeitsrechten, insbesondere bei sogenannten Deepfakes und KI-generierten Darstellungen von Frauen, Kindern und Jugendlichen. Hubig kündigte gesetzliche Verschärfungen sowie ein digitales Gewaltschutzgesetz an, das gezielt gegen solche Inhalte vorgehen soll.

Hubig fordert besseren Schutz vor KI-Bildmanipulationen

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will das Erstellen und Verbreiten von mit Künstlicher Intelligenz erzeugten sexualisierten Bildern eindämmen. „Wir müssen Betroffene noch besser vor solchen KI-Bildmanipulationen schützen. Es muss einfacher werden, sich gegen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten zu wehren“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Und wir müssen auch das Strafrecht noch einmal nachschärfen: Wir brauchen Straftatbestände, die das Problem der digitalen Bildmanipulationen gezielt adressieren. An beidem arbeiten wir“, so Hubig gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Hubig zeigte sich bestürzt über den sogenannten „Bikini jetzt“-Trend. „Ich finde es fürchterlich, wenn mit KI-Tools wie Grok massenhaft anzügliche Bilder von Frauen erzeugt werden – etwa indem ihnen ohne jede Einwilligung aufreizende Bikinis angezogen werden. Persönlichkeitsrechte werden dabei systematisch verletzt, Frauen zu Objekten herabgesetzt“, sagte die Justizministerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Scharfe Kritik an sexualisierten KI-Bildern und Deepfakes

„Das ist eine beunruhigende Entwicklung und es sagt viel über unsere Zeit aus, dass solche Tools angeboten und eben auch sehr bereitwillig genutzt werden. Besonders verwerflich ist die Erstellung sexualisierter KI-Bilder von Kindern und Jugendlichen“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das dürfen wir nicht hinnehmen.“

Zwar könnten Besitz und Verbreitung von kinderpornografischen Darstellungen schon mit hohen Strafen geahndet werden. KI-generierte Bilder könnten den Straftatbestand der Kinderpornografie erfüllen. Auch gegen die Verbreitung von KI-manipulierten Bildern von Erwachsenen könne man schon heute rechtlich vorgehen, erläuterte Hubig der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Aber das reiche nicht.

„Wir erstellen derzeit den Entwurf für ein digitales Gewaltschutzgesetz. Wir wollen angemessene Strafen für Deepfakes, die die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen. Es geht uns vor allem um sexualisierte Deepfakes und um Manipulationen, die Betroffene verächtlich machen und herabwürdigen“, kündigte die Ministerin in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ an.

Digitales Gewaltschutzgesetz und Umgang mit Plattformen

Als weiteren Aspekt nannte Hubig in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die bessere Durchsetzbarkeit eigener Rechte. „Betroffene müssen erreichen können, dass die Verbreitung entsprechender Bilder schnell gestoppt und sie von den Plattformen entfernt werden“, so Hubig. „Wir arbeiten hier auch an besseren nationalen Regelungen. Das kann auch darauf hinauslaufen, dass Accounts, über die immer wieder schwere Rechtsverletzungen begangen werden, von den Plattformen zeitweise gesperrt werden müssen.“

Klagen, etwa von X-Eigentümer Elon Musk, die Meinungsfreiheit werde beschränkt, wies Hubig zurück. „Mit Zensur hat das nichts zu tun. Die Kunst- und Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, vom Grundgesetz und vom europäischen Recht geschützt. Sie hat ihre Grenze dort, wo Persönlichkeitsrechte verletzt werden“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wenn das der Fall ist, muss man sich dagegen wehren können.“

Den Weg von Indonesien und Malaysia, die Software zu stoppen, will Hubig aber nicht gehen. „Es geht nicht darum, Tools zu verbieten und Plattformen abzuschalten. Es geht auch nicht um eine Kontrolle von Meinungen, sondern darum, Persönlichkeitsrechte durchzusetzen und zu schützen.“ Zudem liege die Regulierung der Plattformen insgesamt weitgehend in den Händen der EU. „Wir unterstützen sehr, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Überprüfung von X und Grok eingeleitet hat“, so die Ministerin in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Der Körper als Einheit: Wie Osteopathie bei vielfältigen Alltagsbeschwerden an der Ursache ansetzen kann

Bewegung Therapie
Bewegung Therapie / unsplash+

In unserer modernen Medizin sind wir es gewohnt, den Körper in Fachgebiete zu unterteilen. Wer Herzprobleme hat, geht zum Kardiologen; wer Rückenschmerzen hat, zum Orthopäden; und bei Magenbeschwerden ist der Gastroenterologe zuständig. Diese Spezialisierung ist für die Akutmedizin und Diagnostik unverzichtbar und lebensrettend. Doch im Alltag leiden viele Menschen unter Beschwerden, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen oder die trotz lokaler Behandlung immer wiederkehren. Genau hier setzt die Osteopathie mit einem fundamental anderen Blickwinkel an: Sie betrachtet den Körper nicht als Summe von Einzelteilen, sondern als eine untrennbare funktionelle Einheit. Wer beispielsweise nach einer ganzheitlichen Behandlung im Norden Deutschlands sucht, findet bei osteopathiepraxis-roth.de – Praxis für Osteopathie in Hamburg Therapeuten, die genau nach diesem Prinzip arbeiten.

Der Grundgedanke der Osteopathie ist so simpel wie komplex: Alles im Körper ist miteinander verbunden. Knochen, Muskeln, Organe, Nerven und Gefäße bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk. Wenn an einer Stelle dieses Netzwerks eine Störung auftritt – sei es durch eine alte Verletzung, Stress oder Fehlhaltung –, kann sich das Symptom an einer ganz anderen Stelle zeigen. Der Schmerz im Nacken ist vielleicht nur der „Schrei“ des Gewebes, das überlastet ist, während die eigentliche Ursache, der „stille Saboteur“, im Bereich der Leber oder des Fußgelenks liegt. Dieser Artikel beleuchtet, wie Osteopathie diese Zusammenhänge entschlüsselt und warum der Weg zur Heilung oft über unerwartete Pfade führt.

Das Prinzip der Ganzheitlichkeit: Warum Symptom und Ursache oft getrennt sind

Um die Arbeitsweise eines Osteopathen zu verstehen, hilft oft ein Vergleich mit der Mechanik, auch wenn der menschliche Körper natürlich viel komplexer ist als eine Maschine. Stellen Sie sich vor, Sie tragen ein Hemd und ziehen unten rechts fest am Stoff. Wo spüren Sie den Zug und die Spannung? Vermutlich oben links am Kragen. Würde man nun versuchen, das Problem zu lösen, indem man am Kragen bügelt oder massiert, wäre der Erfolg nur von kurzer Dauer. Solange der Zug unten rechts bestehen bleibt, wird die Spannung am Kragen immer wiederkehren.

Ähnlich verhält es sich im menschlichen Körper. Der Ort des Schmerzes ist häufig nur der Ort der Dekompensation. Das bedeutet, es ist die Stelle, die am schwächsten ist oder die am meisten arbeiten muss, um ein Problem an anderer Stelle auszugleichen. Unser Körper ist ein Meister der Kompensation. Wenn wir beispielsweise umknicken und das Sprunggelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, passen wir unbewusst unser Gangbild an. Das Knie dreht sich leicht, die Hüfte steht schief, und die Wirbelsäule muss sich krümmen, um den Kopf gerade zu halten. Jahre später meldet sich vielleicht die Halswirbelsäule mit Schmerzen. Die Ursache liegt aber immer noch im Fuß.

Die Osteopathie sucht nach diesen primären Läsionen – den ursprünglichen Störungen. Dabei spielt die Autoregulation eine entscheidende Rolle. Der Körper besitzt enorme Selbstheilungskräfte und strebt immer nach einem Gleichgewicht, der sogenannten Homöostase. Osteopathische Behandlungen zielen darauf ab, Blockaden zu lösen, die diese Selbstregulation behindern. Es geht nicht darum, den Körper von außen zu „reparieren“, sondern ihm die Freiheit zurückzugeben, sich selbst zu regulieren. Dies erfordert vom Therapeuten ein tiefes Verständnis der Anatomie und Physiologie sowie hochsensible Hände, die kleinste Spannungsunterschiede im Gewebe erspüren können.

Die drei Säulen der Osteopathie im Zusammenspiel

Die Osteopathie wird oft didaktisch in drei große Bereiche unterteilt. In der praktischen Behandlung lassen sich diese jedoch nicht trennen, da sie fließend ineinander übergehen und sich gegenseitig beeinflussen. Ein guter Osteopath arbeitet immer in allen drei Systemen gleichzeitig, auch wenn der Fokus je nach Beschwerdebild variieren kann.

Die erste Säule ist die parietale Osteopathie. Sie beschäftigt sich mit dem Bewegungsapparat im engeren Sinne, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern. Hier werden Blockaden gelöst, Fehlstellungen korrigiert und Muskelverspannungen behandelt. Dies ist der Teil, der der manuellen Therapie oder Chiropraktik am ähnlichsten ist, jedoch oft sanfter ausgeführt wird.

Die zweite Säule ist die viszerale Osteopathie. Sie widmet sich den inneren Organen (Viszera) sowie deren Aufhängungen und dem umgebenden Bindegewebe. Organe sind nicht starr im Körper fixiert; sie müssen sich bewegen können. Bei jedem Atemzug senkt sich das Zwerchfell und schiebt die Organe nach unten. Eine Niere legt so am Tag hunderte von Metern zurück. Ist diese Beweglichkeit durch Narben, Entzündungen oder Senkungen eingeschränkt, entsteht Zug auf die Strukturen, an denen das Organ befestigt ist – oft ist das die Wirbelsäule.

Die dritte Säule ist die craniosacrale Osteopathie. Sie umfasst den Schädel (Cranium), das Kreuzbein (Sacrum) und die Verbindung dazwischen: die Wirbelsäule mit den Hirnhäuten und der Gehirnflüssigkeit (Liquor). Hier geht es um sehr feine Bewegungen und Rhythmen, die für die Funktion des zentralen Nervensystems essenziell sind. Störungen in diesem Bereich können weitreichende Folgen für das hormonelle System, den Schlaf und das vegetative Nervensystem haben.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede und Verbindungen der Systeme im Überblick:

  • Parietales System:Fokus auf Struktur und Haltung (Wirbelsäule, Gelenke). Reagiert oft auf Probleme der anderen Systeme mit Verspannung (Schutzspannung).
  • Viszerales System:Fokus auf Versorgung und Stoffwechsel (Organe, Blutgefäße). Beeinflusst die Statik über Faszienzüge (z.B. Magenzug an der Schulter).
  • Craniosacrales System:Fokus auf Steuerung und Rhythmus (Nervensystem, Hormonsystem). Reguliert die Spannung in den anderen Systemen.

Das Fasziennetzwerk: Die anatomische Brücke im Körper

Lange Zeit wurden Faszien in der Anatomie stiefmütterlich behandelt. Sie galten als reines Verpackungsmaterial, das man wegschneiden muss, um die „wichtigen“ Dinge wie Muskeln und Organe zu sehen. Heute wissen wir: Faszien sind eines der wichtigsten Sinnesorgane unseres Körpers und spielen in der Osteopathie eine zentrale Rolle. Sie sind das verbindende Element, das die „Einheit des Körpers“ erst anatomisch möglich macht.

Faszien sind kollagenes Bindegewebe, das jeden Muskel, jeden Knochen, jedes Organ und jeden Nerv umhüllt und durchdringt. Man kann sich das wie das weiße Häutchen einer Orange vorstellen, das nicht nur die Frucht außen umgibt, sondern auch die einzelnen Spalten und sogar die kleinen Fruchtfleischzellen voneinander trennt und gleichzeitig verbindet. Würde man alles aus dem Körper entfernen außer den Faszien, bliebe die exakte Form des Menschen erhalten.

Dieses Netzwerk hat mehrere Funktionen. Es gibt dem Körper Form und Stabilität (Tensegrity-Modell), es ermöglicht das reibungslose Gleiten von Muskeln und Organen gegeneinander, und es dient als Kommunikationssystem. In den Faszien befinden sich mehr Schmerzrezeptoren und Bewegungssensoren als in den Muskeln selbst. Wenn Faszien verkleben, verfilzen oder verhärten – etwa durch Bewegungsmangel, Stress oder nach Operationen –, verliert das Gewebe seine Elastizität.

Diese Verklebungen können Zugkräfte über weite Strecken übertragen. Ein verklebtes Narbengewebe nach einer Blinddarm-OP kann über Faszienzüge an der Lendenwirbelsäule ziehen und dort chronische Rückenschmerzen verursachen. Oder eine Verspannung in der Plantarfaszie der Fußsohle setzt sich über die Waden- und Oberschenkelfaszie bis in den unteren Rücken fort. Für den Osteopathen sind Faszien daher wie Landkarten, die den Weg von der schmerzhaften Stelle zur eigentlichen Ursache weisen.

Typische Beispiele für Ursache-Wirkungs-Ketten in der Praxis

Um die Theorie greifbarer zu machen, lohnt sich ein Blick auf häufige Muster, die in der osteopathischen Praxis beobachtet werden. Diese Beispiele verdeutlichen, wie weit entfernt Ursache und Wirkung im Körper voneinander liegen können und warum eine lokale Behandlung oft scheitert.

  1. Kopfschmerzen durch Umknicken:Ein Patient kommt mit chronischen Spannungskopfschmerzen. Die Untersuchung der Halswirbelsäule zeigt zwar Blockaden, aber diese lösen sich nicht dauerhaft. In der Anamnese erzählt der Patient von einem schweren Bänderriss am Sprunggelenk vor fünf Jahren. Durch die Schonhaltung hat sich die Wadenbein-Muskulatur verkürzt, was über die Faszienkette (laterale Kette) Zug auf das Becken und schließlich bis zum Schläfenbein am Kopf ausübt. Erst die Behandlung des alten Sprunggelenk-Traumas löst den Kopfschmerz nachhaltig.
  2. Schulterschmerzen durch Magenprobleme:Die linke Schulter schmerzt, ohne dass ein Unfall vorlag. Orthopädisch ist die Schulter gesund. Osteopathisch betrachtet liegt der Magen direkt unter dem Zwerchfell. Bei Reizungen (Gastritis, Sodbrennen) entsteht Spannung im Oberbauch. Da der Magen und die linke Schulter nerval über den gleichen Nerv (Nervus phrenicus) versorgt werden und faszial verbunden sind, projiziert der Körper den Schmerz in die Schulter („referred pain“). Die Behandlung des Magens und des Zwerchfells bringt Erleichterung für die Schulter.
  3. Rückenschmerzen durch Kaiserschnittnarbe:Viele Frauen klagen Monate oder Jahre nach einem Kaiserschnitt über tiefe Rückenschmerzen im Lendenbereich. Die Narbe vorne am Bauch kann Verklebungen mit der Gebärmutter und der Blase bilden. Da diese Organe am Kreuzbein befestigt sind, entsteht ein ständiger Zug nach vorne, der die Wirbelsäule in ein Hohlkreuz zwingt. Die Rückenmuskulatur muss permanent gegenhalten und ermüdet schmerzhaft. Die Mobilisation der Narbe nimmt den Zug von der Wirbelsäule.

Der osteopathische Befund: Wie der Therapeut die Ursache findet

Der Weg zur Diagnose beginnt in der Osteopathie nicht auf der Behandlungsliege, sondern im Gespräch. Die Anamnese ist ausführlich und geht weit über das aktuelle Symptom hinaus. Der Osteopath fragt nach vergangenen Unfällen (auch wenn sie Jahre zurückliegen), Operationen, Zahnbehandlungen, Geburten, Ernährungsgewohnheiten und emotionalen Belastungen. Jedes Detail kann ein Puzzlestein sein, der das Gesamtbild vervollständigt.

Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Hier nutzt der Osteopath vor allem seine Hände als Diagnoseinstrument. Er tastet (palpiert) das Gewebe auf Temperaturunterschiede, Spannungen, Feuchtigkeit und Beweglichkeit ab. Dabei wird der Patient oft im Stehen, Sitzen und Liegen untersucht. Ein wichtiger Teil ist die Beobachtung der Statik: Wie steht das Becken? Ist eine Schulter höher? Wie rollen die Füße ab?

Spezielle Tests helfen, die Beweglichkeit der Gelenke und der Organe zu prüfen. Der sogenannte „Listening“-Test ist eine Technik, bei der der Behandler seine Hand sanft auf den Körper legt (z.B. auf den Schädel oder den Brustkorb) und erspürt, wohin das Gewebe „zieht“. Das Gewebe zieht oft zur Stelle der größten Spannung, also zur primären Läsion. So kann der Osteopath unterscheiden, ob ein Problem strukturell (Knochen), viszeral (Organ) oder craniosacral bedingt ist. Es ist eine Detektivarbeit, die Schicht für Schicht die Kompensationsmuster abträgt, bis der Kern des Problems freigelegt ist.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema „Der Körper als Einheit: Wie Osteopathie bei vielfältigen Alltagsbeschwerden an der Ursache ansetzen kann“

Warum behandelt der Osteopath eine andere Stelle als die, die weh tut?

Da der Körper eine funktionelle Einheit bildet, liegt die Ursache von Schmerzen oft nicht dort, wo das Symptom auftritt. Schmerz entsteht häufig an der schwächsten Stelle der Kette (Kompensation), während die eigentliche Blockade oder Bewegungseinschränkung an einem anderen Ort im Körper zu finden ist und über Faszien oder Nervenbahnen den Schmerz auslöst.

Welche Beschwerden können osteopathisch behandelt werden?

Osteopathie eignet sich besonders für funktionelle Störungen, bei denen keine akute Gewebezerstörung vorliegt. Dazu zählen chronische Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkprobleme, Kopfschmerzen und Migräne, Verdauungsbeschwerden, Kiefergelenksstörungen (CMD) sowie Beschwerden nach Unfällen oder Operationen. Auch bei Säuglingen (z.B. Koliken, Schiefhals) wird sie oft angewandt.

Wie hängen innere Organe und Rückenschmerzen zusammen?

Innere Organe sind über Bänder und Faszien direkt oder indirekt an der Wirbelsäule befestigt. Wenn ein Organ durch Entzündung, Senkung oder Verklebung in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, entsteht ein mechanischer Zug an der Wirbelsäule. Dies kann zu Fehlhaltungen und chronischen Rückenschmerzen führen, die sich rein orthopädisch oft nicht dauerhaft lösen lassen.

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Warum gute Skisocken über Spaß oder Frust auf der Piste entscheiden

Skifahren im Tiefschnee
Skifahren im Tiefschnee / unsplash+ Getty Images

Warum die Wahl der Skisocken oft unterschätzt wird

Helm, Ski, Jacke, Lawinen-App: alles gecheckt. Und die Socken? Die landen häufig als letztes im Rucksack, irgendein dicker Wollstrumpf wird es schon richten. Viele merken erst nach dem dritten Pistenkilometer, wie sehr die Füße über das Wohlbefinden entscheiden: Druckstellen, kalte Zehen, feuchte Socken, die im Skistiefel verrutschen. Gute Skisocken sind kein modisches Beiwerk, sondern ein zentrales Ausrüstungsteil, das Leistung, Sicherheit und Komfort beeinflusst.

Gerade Frauen kennen das Problem, dass Skistiefel oft anders sitzen als bei Männern: schmalere Fersen, sensiblere Zehen, schneller kalte Füße. Spezielle skisocken damen reagieren auf diese Unterschiede mit angepasster Passform, Polsterung und teils auch gezielter Kompression. Wer hier bewusst wählt, reduziert nicht nur das Risiko für Blasen und Druckstellen, sondern bleibt konzentrierter und sicherer auf der Piste.

Was hochwertige Skisocken technisch leisten müssen

Gute Skisocken erkennt man selten auf den ersten Blick. Entscheidend ist der Aufbau: Sie müssen eng anliegen, ohne einzuengen, Feuchtigkeit schnell nach außen transportieren und genau an den richtigen Stellen polstern. Statt reiner Baumwolle kommen oft Materialmischungen mit Merinowolle, Polyamid und Elasthan zum Einsatz. Merino wärmt auch in feuchtem Zustand, Kunstfasern sorgen für Stabilität und schnelle Trocknung, Elasthan gibt den Socken ihre Form zurück.

Ein Blick in viele Skischränke zeigt ein bekanntes Bild: zu dicke Strümpfe, die den Schuh ausfüllen sollen, weil er etwas zu groß ist. Das führt schnell zu Hitzestau, Reibung und am Ende zu kalten Füßen, weil die Blutzirkulation gestört wird. Moderne, dünnere Skisocken mit gezielter Polsterung an Schienbein, Knöchel, Ferse und Zehen bieten meist deutlich mehr Kontrolle im Skischuh, weil die Kraft direkter übertragen wird und der Fuß weniger „schwimmt“.

Kompression und Durchblutung

Immer häufiger kommt bei Skisocken medizinisch inspirierte Kompression ins Spiel. Leicht komprimierende Modelle unterstützen die Durchblutung und können helfen, müde Beine und geschwollene Füße zu reduzieren. Gerade wer viele Stunden am Stück auf der Piste steht oder regelmäßig in die Berge fährt, profitiert davon. Die Kompression beginnt meist am Knöchel und nimmt nach oben hin langsam ab. Wichtig ist, dass diese Socken richtig angepasst werden, sonst kann der Effekt ins Gegenteil umschlagen.

Wintersportärztinnen und Sportmediziner weisen zudem darauf hin, dass eine gute Durchblutung das Kälteempfinden verringert und das Verletzungsrisiko reduziert. Wer weniger verkrampft im Schuh steht, reagiert schneller, fährt sauberer Kantenwechsel und ist am Ende des Tages weniger erschöpft. Skisocken sind damit ein unscheinbares, aber wirkungsvolles Bindeglied zwischen Körper und Ausrüstung.

Spezifische Anforderungen von Frauen- und Herrensocken

Viele Hersteller entwickeln eigene Linien für Frauen und Männer. Das hat weniger mit Design zu tun, sondern häufig mit anatomischen Unterschieden. Damensocken fallen oft etwas schmaler aus, haben andere Längenverhältnisse zwischen Fuß und Wade und setzen Polsterzonen dort, wo bei vielen Frauen die höchsten Belastungen auftreten. Auch der Bündchenbereich ist manchmal weicher gearbeitet, da Frauen eher zu Druckempfindlichkeit im Wadenbereich neigen.

Herrensocken hingegen sind häufig etwas weiter geschnitten, mit breiterem Fußbett und angepasst an stärkere Wadenmuskulatur. Wer als Mann zu engen Socken greift, riskiert nicht nur Druckstellen, sondern auch eine eingeschränkte Durchblutung. Gut sitzende skisocken herren sorgen dafür, dass der Schuh stabil sitzt, ohne dass der Unterschenkel „abgeschnürt“ wird. Letztlich sollte aber jede und jeder das Modell wählen, das objektiv am besten passt, unabhängig vom Label.

Passform testen: Worauf es beim Anprobieren ankommt

Ob online bestellt oder im Sportgeschäft: Skisocken sollten möglichst mit den eigenen Skischuhen getestet werden. Wichtig ist, dass keine Falten im Fersen- oder Zehenbereich entstehen. Die Zehen brauchen leichtes Spiel, gleichzeitig darf der Stoff dort nicht so locker sein, dass er sich zusammenstaucht. Am Schienbein sollte die Polsterung genau dort sitzen, wo die Zunge des Skischuhs aufliegt.

Ein Tipp aus Skischulen: Die Socken beim Probetragen mindestens zehn Minuten in den Schuhen lassen und ein paar Mal in die Knie gehen, als würde man Schwünge fahren. Wer dabei merkt, dass der Bündchenbereich zwickt oder sich eine Naht unangenehm bemerkbar macht, sollte ein anderes Modell testen. Kleine Irritationen werden nach einem halben Skitag zu großen Problemen.

Pflege, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit

Gute Skisocken sind ein Invest, das sich über mehrere Saisons auszahlen kann. Dafür brauchen sie die richtige Pflege. Idealerweise werden sie nach jedem Einsatztag gewaschen, damit Salz, Schweiß und Schmutz die Fasern nicht angreifen. Meist empfehlen die Hersteller einen Schonwaschgang bei niedriger Temperatur, kein Weichspüler und Lufttrocknung statt Trockner. Weichspüler kann die Funktionsfasern „verkleben“, sodass Feuchtigkeit schlechter transportiert wird.

Wer regelmäßig in den Bergen ist, merkt schnell, welche Paare zu Favoriten werden. An denen zeigt sich auch, wie langlebig ein Modell wirklich ist: Halten Polsterung und Kompression mehrere Winter durch, relativiert sich der anfängliche Preis. Immer mehr Skifans achten zudem auf nachhaltige Materialien, etwa auf zertifizierte Merinowolle, recycelte Kunstfasern oder eine Produktion unter fairen Bedingungen. Gerade weil die Socken so nah am Körper sind, spielt auch das für viele eine Rolle.

Praktische Tipps für den nächsten Skitag

Wer am Morgen des Skitags bereits mit durchdachtem Sockenkonzept startet, hat später weniger Grund zu Frustpausen in der Hütte. Die Füße sollten vor dem Anziehen trocken sein, idealerweise ohne fetthaltige Cremes, da diese Reibung verstärken können. Nur eine Lage Socken tragen, also keine dünnen Baumwollsocken unter die Skisocken, auch wenn das noch so verlockend klingt. Mehr Schichten bedeuten nicht mehr Wärme, sondern eher Falten und Blasen.

Es lohnt sich auch, mindestens ein Ersatzpaar im Rucksack zu haben, besonders bei längeren Tagen oder Touren. Nasse Socken durch Schnee im Schuh oder durch starkes Schwitzen lassen die Füße schnell auskühlen. Ein frisches Paar am Nachmittag kann sich anfühlen wie ein kurzer Neustart des Skitags und gibt dem Fuß wieder mehr Halt. Wer dann am Abend die Socken richtig trocknen und lüften lässt, sorgt dafür, dass sie am nächsten Tag wieder ihre ganze Wirkung entfalten.

AFP

Was kostet eine Hochzeit wirklich? Typische Fehler bei der Budgetplanung – und wie ihr sie vermeidet

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

Eine Hochzeit fühlt sich oft an wie ein riesiges Puzzle: 100 Entscheidungen, 1.000 Details – und irgendwo dazwischen soll das Budget nicht explodieren. Genau hier passiert der Klassiker: Man plant voller Vorfreude das „große Ganze“, unterschätzt aber die vielen kleinen Posten, die am Ende zusammen richtig ins Geld gehen. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Struktur könnt ihr ziemlich gut einschätzen, was eine Hochzeit wirklich kostet – und welche typischen Budget-Fallen ihr besser umgeht.

Was kostet eine Hochzeit wirklich? Typische Fehler bei der Budgetplanung – und wie ihr sie vermeidet

Hochzeit mit Cabrio
Hochzeit mit Cabrio

Eine Hochzeit fühlt sich oft an wie ein riesiges Puzzle: 100 Entscheidungen, 1.000 Details – und irgendwo dazwischen soll das Budget nicht explodieren. Genau hier passiert der Klassiker: Man plant voller Vorfreude das „große Ganze“, unterschätzt aber die vielen kleinen Posten, die am Ende zusammen richtig ins Geld gehen. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Struktur könnt ihr ziemlich gut einschätzen, was eine Hochzeit wirklich kostet – und welche typischen Budget-Fallen ihr besser umgeht.

1) Realistischer Kostenrahmen: Warum „Pi mal Daumen“ selten funktioniert

Das Entscheidende ist nicht, ob ihr „teuer“ oder „günstig“ feiert, sondern ob ihr ehrlich plant:

  • Wie viele Gäste sind wirklich fix?
  • Wollt ihr ein Dinner mit Service am Tisch oder eher ein entspanntes Buffet?
  • Ist euch die Location wichtiger – oder sind es Fotos, Musik oder eine Reise?

Sobald diese Prioritäten klar sind, wird Budgetplanung von einem Stressfaktor zu einem Werkzeug, das euch Freiheit gibt.

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

2) Die größten Budget-Treiber: Wo das Geld tatsächlich hingeht

Die Kosten werden häufig von wenigen großen Blöcken dominiert – und die sind ziemlich konstant: Essen/Trinken, Location, Outfit, Foto/Video, Musik/Unterhaltung.

Als grobe Orientierung zeigt die Kosten-Checkliste der Sparkasse typische Richtwerte: Für Essen samt Getränken werden dort rund 55 Euro pro Gast genannt; für Musik (DJ/Band) liegen oft mehrere Hundert bis etwa 1.000 Euro an, und bei Fotograf*innen können die Spannen je nach Umfang deutlich nach oben gehen.

Was viele unterschätzen: Diese „Hauptposten“ sind nicht nur teuer – sie ziehen oft Folgeausgaben nach sich. Beispiel: Eine besondere Location klingt toll, braucht aber eventuell Shuttle, zusätzliche Deko, längere Technik-Miete oder mehr Personal.

3) Typische Fehler bei der Budgetplanung (und warum sie so häufig passieren)

Hier sind die Budget-Fallen, die ich bei Hochzeiten immer wieder sehe – oft sogar bei sehr organisierten Paaren:

Fehler 1: Kein echtes Gesamtbudget – nur einzelne Angebote
Man holt Angebote ein und entscheidet „nach Gefühl“. Das Problem: Ohne Deckel oben drüber wirkt jeder Posten „noch okay“. Erst am Ende merkt man, dass sich zehn „noch okay“-Entscheidungen addiert haben.

Fehler 2: Keine Pufferzone einplanen
Wenn euer Budget auf den Cent ausgereizt ist, reicht ein spontanes Upgrade (bessere Blumen, längere Fotobegleitung, zusätzliche Getränkestunde) – und ihr seid drüber. Ein realistischer Puffer (z. B. 10–15 %) ist nicht Luxus, sondern Sicherheitsgurt.

Hochzeit am Meer
Hochzeit am Meer

Fehler 3: Die „Kleinigkeiten“ werden vergessen
Papeterie, Porto, Trinkgelder, Gebühren, Deko-Zubehör, Sitzplan-Accessoires, kurzfristige Besorgungen – alles einzeln klein, zusammen oft überraschend groß. Eine gute Regel: Wenn ihr denkt „Das kostet doch fast nichts“, schreibt es trotzdem auf.

Fehler 4: Gästeliste zu spät fixieren
Jede zusätzliche Person ist nicht nur ein Teller mehr – sie bedeutet häufig auch mehr Platz, mehr Deko, mehr Torte, mehr Getränke, manchmal sogar ein größeres Paket beim DJ oder Caterer. Die Gästeliste ist einer der stärksten Budget-Hebel.

4) Versteckte Kosten: Verträge, Anzahlungen und Stornobedingungen

Ein besonders fieser Kostenpunkt sind Storno- und Ausfallgebühren. Das klingt unromantisch – kann aber euer Budget retten, wenn ihr es früh im Blick habt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt zu No-Show- und Stornogebühren, dass solche Gebühren grundsätzlich zulässig sein können und oft in AGB geregelt sind – entscheidend ist unter anderem, ob ihr vorab klar darauf hingewiesen wurdet und wie die Bedingungen konkret aussehen.

Für eure Hochzeit heißt das ganz praktisch:

  • Stornobedingungen vor der Unterschrift lesen (auch wenn’s nervt).
  • Anzahlungen, Raten und Fälligkeiten in eure Budget-Tabelle aufnehmen.
  • „Was passiert, wenn…?“ einmal durchdenken (Krankheit, Terminverschiebung, weniger Gäste).

5) So bleibt ihr entspannt im Budget: Prioritäten statt Perfektion

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

Wenn ihr nur einen Tipp mitnehmt, dann diesen: Budget folgt Prioritäten, nicht Pinterest. Legt drei bis vier Dinge fest, die euch wirklich wichtig sind (z. B. gutes Essen, tolle Fotos, Party-Stimmung). Alles andere bekommt „solide, aber nicht übertrieben“.

Und plant bewusst die Unterhaltung – denn sie macht aus einer schönen Feier oft erst einen unvergesslichen Abend. Neben DJ oder Band gehören je nach Stil auch Moderation und Programmpunkte dazu. Manche Paare kalkulieren hier z. B. die Kosten für einen Tamada ein, weil eine gute zweisprachige Moderation nicht nur Stimmung bringt, sondern auch Abläufe rettet, wenn Familie, Spiele und Reden sonst chaotisch werden.

Zum Schluss: Haltet eure Zahlen „lebendig“. Ein Budget ist kein Dokument, das man einmal erstellt und dann vergisst – es ist eher wie ein Navi. Wenn ihr es regelmäßig aktualisiert, bleibt ihr handlungsfähig, statt am Ende überrascht zu werden.

Eine Hochzeit kostet, was ihr daraus macht – aber sie muss euch nicht finanziell überrollen

Eine Hochzeit kann 6.000 Euro kosten oder 26.000 – beides kann wunderschön sein. Der Unterschied ist selten „Geschmack“, sondern fast immer Planung: klare Prioritäten, realistische Spannen, ein Puffer und der Mut, nicht jeden Trend mitzunehmen. Wenn ihr das beherzigt, habt ihr am Ende nicht nur ein tolles Fest – sondern auch das gute Gefühl, dass ihr euch dafür nicht verbiegen (oder verschulden) musstet.

AFP