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Merz kündigt nach Stromanschlag in Berlin umfassende Analyse an

Friedrich Merz
Friedrich Merz (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine umfassende Auswertung der Abläufe und der Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur angekündigt. Nach seiner Darstellung habe es im konkreten Vorgehen keinen Anlass zur Kritik gegeben, zugleich stellte er strukturelle Defizite bei der Absicherung der Versorgungsnetze in Aussicht. CSU-Chef Markus Söder rückte in der Debatte die Einstufung der Tat als Linksterrorismus in den Vordergrund und nahm Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in Schutz.

Merz kündigt Analyse der Krisenreaktion an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte nach der Klausur der CSU-Landesgruppe in Seeon, an den Abläufen nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin sei „nichts zu kritisieren“. „Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können, als es so gemacht wurde. Wir müssen uns allerdings in Zukunft mit der Frage beschäftigen, ob wir widerstandsfähig genug sind gegen solche Anschläge“, sagte Merz laut der Agenturmeldung.

Er betonte, man könne die Infrastruktur nicht lückenlos schützen, verwies aber auf die Notwendigkeit von Ausweichmöglichkeiten. „Man könne die Infrastruktur nicht lückenlos schützen, aber man brauche Redundanzen. ‘Die gab es in Berlin offensichtlich nicht im erforderlichen Umfang.’“ Für die Zukunft kündigte Merz an: Man werde „ausführlich analysieren“, was man für den Wiederholungsfall besser machen könne.

Debatte um Verantwortung in Berlin

CSU-Chef Markus Söder nahm unterdessen Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in Schutz, der mitten in der Krise am Samstag eine Stunde Tennis spielen war. Es gehe „um Linksterrorismus und nicht um eine Stunde Tennis spielen“, so Söder. Der Linksterrorismus sei stärker zurück, als man sich das vorstellen könne, und zwar mit „fundamentalen Auswirkungen“. „Da liege der Schwerpunkt der Diskussion“, so Söder.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Drei Tote nach Hausexplosion und Einsturz in Albstadt

Notarzt (Archiv)
Notarzt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Albstadt im Süden Baden-Württembergs sind am Donnerstag drei Menschen bei einem Hauseinsturz ums Leben gekommen. Nach einer Explosion in einem Wohnhaus im Stadtteil Tailfingen stürzte das Gebäude in sich zusammen, die Verschütteten konnten nur noch tot geborgen werden. Mehrere umliegende Gebäude wurden durch die Detonation teils schwer beschädigt, Anwohner angrenzender Häuser blieben nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt.

Drei Tote nach Hauseinsturz in Tailfingen

Bei einem Hauseinsturz in Albstadt-Tailfingen sind am frühen Donnerstagmorgen drei Personen ums Leben gekommen. Sie wurden bei dem Vorfall verschüttet und konnten nur noch tot geborgen werden, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Nach Angaben der Polizei war es am Donnerstagmorgen kurz nach fünf Uhr in einem Wohnhaus zu einer Explosion gekommen, wonach das Haus in sich zusammengestürzt ist. Mehrere umliegende Gebäude wurden durch die Detonation zum Teil schwer beschädigt.

Anwohner evakuiert und betreut

Die evakuierten Anwohner der benachbarten Gebäude wurden nach derzeitigem Stand nicht verletzt und wurden von Einsatzkräften betreut. Die Ermittlungen zur Ursache dauerten zunächst noch an.

Am Unglücksort war ein Großaufgebot von Einsatzkräften des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und Polizei vor Ort.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

FMO fast auf Rekordkurs: Flughafen hält hohes Passagierniveau

Flughafen Münster/Osnabrück (FMO)
Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) / Foto: Pohlmann

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) kann auf ein starkes Jahr 2025 zurückblicken. Mit 1.253.780 Fluggästen blieb das Passagieraufkommen nur knapp unter dem Rekordwert des Vorjahres und verzeichnete lediglich ein Minus von zwei Prozent. Angesichts der Ende 2024 eingestellten Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt werten die Verantwortlichen dieses Ergebnis als großen Erfolg.

Deutliches Plus gegenüber der Zeit vor Corona

Besonders eindrucksvoll fällt der Vergleich mit dem letzten Vor-Corona-Jahr aus: Gegenüber 2019 legte der FMO um 26 Prozent zu. Damit entwickelte sich der Flughafen deutlich besser als der deutsche Luftverkehr insgesamt, der weiterhin rund 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegt.

Ein weiterer Rekord wurde bei der Auslastung der Flüge erreicht. Durchschnittlich 83 Prozent der Sitzplätze waren 2025 belegt. Die klare Fokussierung auf etablierte und stark nachgefragte Strecken mit hoher Frequenz zahlte sich damit aus.

Urlaubsziele und Metropolen besonders gefragt

Zu den beliebtesten Reisezielen zählten erneut Antalya mit 398.000 Fluggästen, Palma de Mallorca mit 339.000 sowie München mit 233.000 Passagieren. Auch die neu ins Programm aufgenommenen Ziele London und Málaga entwickelten sich von Beginn an sehr erfolgreich.

Ausgewogene Mischung bei den Airlines

Für eine breite Aufstellung sorgten die Fluggesellschaften SunExpress, Lufthansa und Ryanair, die jeweils rund 20 Prozent der Passagiere beförderten. Diese ausgewogene Verteilung trug zur Stabilität des Angebots bei.

Neue Chancen für den Sommer 2026

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds blickt der FMO optimistisch nach vorn. Geschäftsführer Andrés Heinemann betont: „Mit der Fluggesellschaft LEAV Aviation ist es uns gelungen, eine touristische Airline mit einem am FMO stationierten Flugzeug zu gewinnen“. LEAV Aviation wird im Sommer 2026 die neuen Ziele Fuerteventura und Rhodos sowie die griechische Insel Kreta anfliegen. Von großer Bedeutung ist zudem die Entscheidung der Lufthansa, die Verbindung nach München fortzuführen.

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Drogenbeauftragter Streeck warnt vor kontrollierter Abgabe harter Drogen

Hendrik Streeck
Hendrik Streeck (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) hat sich klar gegen eine kontrollierte Abgabe harter Drogen ausgesprochen. Er warnt vor unabsehbaren gesellschaftlichen Folgen und einem möglichen Verlust an Kontrolle. Hintergrund sind wiederholte Forderungen aus Wissenschaft und Aktivismus nach einer liberaleren Drogenpolitik, insbesondere vom sogenannten Schildower Kreis.

Warnung vor „Experiment mit ungewissem Ausgang“

Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) lehnt eine kontrollierte Abgabe harter Drogen ab. „Eine Gesellschaft ist kein Labor“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Man könne die Folgen nicht zuverlässig abschätzen. „Angesichts einer Vielfalt an sozialen Problemen, mit denen wir konfrontiert sind, besteht die Gefahr von Kontrollverlust, von neuen Formen von Elend und von Entwicklungen, die man später nicht zurückdrehen kann“, so Streeck weiter in „Die Zeit“.

Forderungen nach liberalerer Drogenpolitik

In den vergangenen Monaten waren aus der Wissenschaft und von Aktivisten wiederholt Forderungen nach einer liberaleren Drogenpolitik laut geworden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der sogenannte Schildower Kreis, ein Fachnetzwerk aus Juristen, Sozialwissenschaftlern, Psychologen und Sozialarbeitern.

Prävention statt Liberalisierung

Streeck hält diese Sichtweise für problematisch. „Als Arzt kann ich ein Experiment mit ungewissem Ausgang nicht verantworten. Unser Ziel muss sein, Menschen so zu stärken, damit sie gar nicht erst anfangen zu konsumieren“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber „Die Zeit“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Hamburgs Finanzsenator fordert radikalen Kurswechsel in der Sozialpolitik

Jobcenter (Archiv)
Jobcenter (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Vor dem Hintergrund angespannter Kommunalhaushalte fordert Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) von der Bundesregierung einen grundlegenden Kurswechsel in der Sozialpolitik. Angesichts stark steigender Sozialausgaben und Steuermindereinnahmen sieht Dressel insbesondere seine eigene Partei in der Pflicht, schmerzhafte Entscheidungen zu treffen. Er kritisiert zugleich die Steuergesetzgebung der vergangenen Jahre als finanziell belastend und wirkungslos für die Konjunktur.

Dressel fordert grundlegende Kurskorrektur

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat angesichts der desaströsen Finanzlage in den Kommunen eine grundsätzliche Neuausrichtung der Sozialpolitik gefordert. Insbesondere seine eigene Partei, die SPD, müsse „zu schmerzhaften Entscheidungen bereit“ sein, sagte Dressel der „Welt“. Nach seinen Worten wachsen die Sozialleistungen deutlich schneller als die öffentlichen Haushalte. „Wir haben Sozialleistungen mit jährlichen Zuwachsraten von teilweise über zehn Prozent – bei einem Haushalt, der insgesamt vielleicht zweieinhalb Prozent wächst. Das kann nicht funktionieren.“

Kritik an komplexem Sozialsystem

Als Ursache der Ausgabensteigerungen nannte Dressel neben der demografischen Entwicklung und den Kosten, die mit der Zuwanderung vieler Migranten zusammenhängen, „ein völlig überkomplexes System“ an Sozialleistungen. „Wir haben einen Dschungel an sozialen Leistungen, der in diesem Umfang so nicht mehr finanzierbar und auch nicht mehr administrierbar ist“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“.

Steuermindereinnahmen und verfehlte Anreize

Dressel kritisierte zudem die Steuergesetzgebung des Bundes in den vergangenen fünf Jahren. Diese habe allein für Hamburg Mindereinnahmen von bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zur Folge. Es sei falsch gewesen, die kalte Progression über alle Einkommensgruppen hinweg auszugleichen. „Das hat uns erhebliche Einnahmen gekostet – ohne dass der versprochene konjunkturelle Effekt eingetreten wäre. Das Geld ist weg und zwar dauerhaft – und die Wirtschaft ist trotzdem nicht angesprungen“, sagte Dressel der „Welt“.

Auch weitere steuerpolitische Maßnahmen bewertet der Finanzsenator kritisch. Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Absenkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie sowie die Ausweitung der Entfernungspauschalen seien nach seinen Worten „Maßnahmen, die viel Geld kosten, aber wenig bewirken“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Region Osnabrück: Dreiste Diebe, ein Kupferklau und eine schnelle Festnahme

Seitenansicht Streifenwagen
Symbolfoto: Heiko Westermann

Ob Einbruch, Diebstahl oder gezielter Kupferklau: In mehreren Orten in der Region Osnabrück haben Täter in den vergangenen Tagen zugeschlagen.

Einbruch in Bohmte

In Bohmte hat es zwischen Dienstagabend und Mittwochmittag (6./7. Januar) einen Einbruch in Büroräumlichkeiten an der Südstraße gegeben. Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt und durchsuchten sämtliche Räume sowie Schubladen. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen Wertgegenstände gestohlen, deren genauer Wert noch unklar ist. Anschließend flüchteten die Täter unerkannt. Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung und bittet Zeugen, sich zu melden (Telefon: 05471/9710).

Bargeld-Diebstahl aus PKW in Osnabrück

Deutlich schneller geklärt werden konnte ein Diebstahl auf einem Supermarktparkplatz im Osnabrücker Stadtteil Nahne. Dort nutzten am Dienstagmittag (6. Januar) zwei Männer einen unbeobachteten Moment: Während einer den Parkplatz im Blick behielt, griff der andere in ein unverschlossenes Auto und stahl Bargeld aus einer Geldbörse. Die Fahrzeughalterin war nur kurz einkaufen. Aufmerksame Zeugen alarmierten die Polizei, die einen 47-jährigen Tatverdächtigen noch vor Ort festnahm – mit dem Diebesgut in der Tasche. Der Mann ohne festen Wohnsitz wurde bereits am Mittwoch verurteilt. Nach seinem Komplizen wird weiter ermittelt. Die Polizei mahnt, Fahrzeuge auch bei kurzer Abwesenheit stets abzuschließen.

Kupferdiebstahl an Kirche in Quakenbrück

Auch in Quakenbrück schlugen Diebe zu – gleich zweimal innerhalb weniger Tage. An der St.-Petrus-Kirche wurden bereits in der vergangenen Woche mehrfach Kupferfallrohre abmontiert und gestohlen. Die Taten ereigneten sich über längere Zeiträume am Wochenende sowie unter der Woche. Der entstandene Schaden liegt schätzungsweise im niedrigen dreistelligen Bereich. Die Polizei bittet auch hier um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen rund um das Kirchengelände (Telefon: 05431/907760).

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Flixbus und Flixtrain sehen sich für Schneesturm gut gerüstet

Flixbus (Archiv)
Flixbus (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das Fernbus- und Bahnunternehmen Flixbus sieht sich nach eigenen Angaben gut auf die angekündigte Schneewalze vorbereitet und rechnet derzeit nicht mit Einschränkungen. Während wetterbedingte Verkehrsprobleme befürchtet werden, bleiben nach Unternehmensangaben alle Verbindungen von Flixbus und Flixtrain weiterhin bestehen.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte der „Rheinischen Post“, dass es in Deutschland derzeit keine Fahrtausfälle gebe. „Reisenden stehen weiterhin alle Flixbus-Verbindungen zur Verfügung.“ Man beobachte die Straßenverhältnisse aber kontinuierlich, „um bei Bedarf Anpassungen im Fahrplan vorzunehmen“. Auch auf der Schiene bei Flixtrain komme es laut dem Sprecher aktuell zu keinen Fahrtausfällen.

Wetterdienst warnt vor Verkehrsproblemen

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Donnerstag vor Problemen im Verkehr wegen Neuschnee, gefrierendem Regen und stürmischem Wind.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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EU-Cyberagentur patzt mit KI-Bericht: fehlerhafte Links entdeckt

Mann am Laptop
Foto: dts

Die Europäische Cybersicherheitsagentur Enisa hat nach einem Medienbericht in eigenen Veröffentlichungen offenbar KI-Werkzeuge genutzt und dabei zahlreiche Fehler produziert. Forscher des Instituts für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule stellten demnach fest, dass die Behörde die Nutzung künstlicher Intelligenz in mindestens zwei Berichten nicht kenntlich gemacht hat. Enisa räumt „Mängel“ ein, betont aber, die inhaltlichen Aussagen der Berichte seien weiterhin gültig.

Ungekennzeichneter KI-Einsatz in Enisa-Berichten

Nach Informationen des Magazins „Spiegel“ haben Forscher vom Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule festgestellt, dass in mindestens zwei Berichten der Europäischen Cybersicherheitsagentur Enisa KI eingesetzt wurde, ohne dies zu kennzeichnen. In einem der Berichte enthalten knapp fünf Prozent aller Fußnoten Links, die nicht funktionieren.

Christian Dietrich, Professor am Institut für Internet-Sicherheit, hat gemeinsam mit IT-Sicherheitsforscher Raphael Springer die Angaben in den Berichten überprüft. „Man hätte nur einmal draufklicken müssen“, sagte Dietrich laut „Spiegel“. Weiter erklärte er: „Mich stört maßgeblich, dass eine öffentliche Behörde, die in meinen Augen die sehr wichtige Aufgabe hat, verlässliche, nachvollziehbare Berichte herauszugeben, das in diesem Fall nicht getan hat“, so Dietrich gegenüber dem „Spiegel“.

Agentur spricht von „Mängeln“ und menschlichen Fehlern

Die von Juhan Lepassaar geleitete EU-Agentur verfügt über ein Budget von knapp 27 Millionen Euro jährlich. Enisa spricht auf Anfrage des „Spiegel“ von „Mängeln“, für die man Verantwortung übernehme. Es sei zu menschlichen Fehlern gekommen, und man habe KI für „kleinere redaktionelle Überarbeitungen“ verwendet, heißt es. Dabei seien einige gültige Links verändert worden. Die Aussagen des Berichts seien dennoch valide, teilte Enisa dem „Spiegel“ mit.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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SPD fordert klare europäische Antwort auf US-Einsatz in Venezuela

Matthias Miersch
Matthias Miersch am 08.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur

Nach der Militäraktion der USA in Venezuela fordert SPD-Fraktionschef Matthias Miersch eine deutliche Reaktion Deutschlands und Europas. Vor Beginn der Jahresauftaktklausur der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin mahnte er eine geschlossene Haltung der westlichen Wertegemeinschaft und neue globale Allianzen an.

Forderung nach klarer Antwort Europas

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch warnte vor einer Verletzung des Völkerrechts durch die USA und drängte auf Konsequenzen. „Wir sehen, dass wir mit den Vorfällen in Venezuela auch in der westlichen Wertegemeinschaft die Verletzung des Völkerrechts durch die Vereinigten Staaten von Amerika erleben“, sagte er am Donnerstag vor der Jahresauftaktklausur der SPD-Fraktion in Berlin. „Und daraus müssen wir auch Schlussfolgerungen ziehen“, so Miersch.

Europäische Union im Zentrum der Reaktion

„Wir brauchen eine starke Antwort der Wertegemeinschaft, für die wir auch als Bundesrepublik Deutschland stehen“, erklärte Miersch weiter. Das sei zunächst die Europäische Union. „Wir werden in Europa uns die Frage stellen müssen, ob wir adäquat die Dinge haben, um auf diese Entwicklung zu reagieren.“

Allianzen mit Staaten weltweit

Miersch betonte zugleich die Bedeutung eines breiteren internationalen Schulterschlusses. Man setze darauf, dass neben der Europäischen Union viele Staaten in der Welt dieselben Werte und auch das Völkerrecht nach wie vor teilten. Es sei nötig, global Allianzen zu schmieden, „zum Beispiel mit dem globalen Süden, um diese Werte auch weiter in diesen Zeiten durchzusetzen und zu leben“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Ramelow attackiert Zalando: „Brutaler Raubtier-Kapitalismus“ in Erfurt

Bodo Ramelow
Bodo Ramelow (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach der angekündigten Schließung des Zalando-Standorts Erfurt wächst die Kritik an dem Modehändler. Der frühere Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wirft dem Konzern „Raubtier-Kapitalismus“ vor, Linken-Chefin Ines Schwerdtner fordert die Rückzahlung von Subventionen und Entschädigungen für die Belegschaft.

Ramelow spricht von „Schock für die Beschäftigten“

Der frühere Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat nach der angekündigten Schließung des Zalando-Standorts Erfurt scharfe Kritik an dem Unternehmen geübt. „2.700 Arbeitsplätze werden zerstört“, sagte er am Donnerstag. Mit viel staatlichem Geld und massiver Unterstützung des Landes Thüringen sei der Standort Erfurt von Zalando aufgebaut worden. Der Standort Erfurt sei nicht irgendein Standort: „Nachdem das Startup-Unternehmen Zalando aus der Region Berlin aufbrechen wollte, um Deutschland und später Europa zu erobern, war der Standort Erfurt Ausgangspunkt und Garant für diesen Erfolg.“

Ramelow verwies darauf, dass er in seiner Zeit als Ministerpräsident mit darauf hingewirkt habe, einen Betriebsrat aufzubauen und jetzt die ersten Warnstreiks der Kollegen und der Gewerkschaft Verdi mit begleitet habe. „Nach mehreren Anläufen, um im Gesamtkonzern zu einem Tarifvertrag zu kommen, war es jetzt endlich in Erfurt gelungen, die Streikbereitschaft zu entwickeln, und erste Streiks haben stattgefunden.“ Während jedoch der Kampf um einen Tarifvertrag beginne, entscheide sich der Konzern zur Schließung. Das sei „ein Schock für die Beschäftigten“.

Vorwurf des „brutalen Raubtier-Kapitalismus“

Ramelow kritisierte, „um 100 Millionen Euro Gewinn zu generieren, werden nun nach dem Schlucken der Konkurrenz große Standorte geschlossen“. Die Entscheidung sei ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiter und alle Verantwortlichen in Stadt und Land. „Das ist brutaler Raubtier-Kapitalismus.“ Landes- und Bundesregierung seien aufgefordert, alles zu tun, um das Unternehmen zum Umdenken zu bringen.

Forderungen nach Rückzahlung von Subventionen

Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte unterdessen von Zalando die Auszahlung von erhaltenen Subventionsleistungen an die Beschäftigten. „Der Konzern hat mehr als 22 Millionen Euro an Subventionen für die Ansiedlung in Erfurt kassiert“, sagte Schwerdtner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Diese Steuermillionen muss der Konzern umgehend in einen Topf einzahlen, aus dem die Mitarbeiter entschädigt werden, die hier jahrelang für wenig Geld geschuftet haben.“ Dies sei eine Frage des Respekts.

Zugleich verlangte die Linken-Vorsitzende, dass Bund und Länder Subventionen an strengere Auflagen binden sollten. „Wer subventionierte Werke und Standorte wieder schließt, muss die erhaltenen Steuergelder vollständig zurückzahlen. Es ist schließlich unser Geld, das in den Taschen der Aktionäre landet“, sagte Schwerdtner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Mit Blick auf die Geschäftszahlen von Zalando verschärfte Schwerdtner ihre Kritik. Es sei „pervers“, dass Zalando im vergangenen Jahr Gewinne gemeldet habe, nun aber Beschäftigte entlassen wolle. „Der Konzern will seine Logistik wahrscheinlich an billigere Standorte verlagern, um noch höhere Profite einzustreichen. So sieht Raubtier-Kapitalismus aus“, sagte Schwerdtner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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