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Dramatisches Hallenturnier vor großer Kulisse: VfR Voxtrup gewinnt Perfect Cut Damen Masters 2026

Symbolbild: Fußball
Symbolbild: Fußball / Foto: Pixabay

Rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten am 4. Januar in der Alten Sporthalle in Hasbergen ein Hallenfußballturnier, das seinem Namen mehr als gerecht wurde. Das Perfect Cut Damen Masters 2026 bot hochklassigen Frauenfußball, enge Spielverläufe und reichlich Nervenkitzel. Immer wieder mussten Neunmeterschießen über Sieg oder Niederlage entscheiden – Spannung bis zur letzten Minute war garantiert.

Starke Organisation und regionales Engagement

Veranstaltet wurde das Turnier von Peter Roth und Engin Yakan. Roth ist Trainer der Damenmannschaft der SG Eversburg/Gaste–Hasbergen/Hellern, Yakan Hauptsponsor und Inhaber des Friseursalons Perfect Cut mit Filialen in Osnabrück-Hellern und Osnabrück-Schinkel. Die enge regionale Verbundenheit spiegelte sich nicht nur im Turniernamen, sondern auch in der Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld wider.

Ausgeglichene Gruppenphase mit späten Entscheidungen

Schon in der Vorrunde zeigte sich, wie eng das Teilnehmerfeld beieinanderlag. Viele Spiele waren hart umkämpft und wurden erst in den Schlussminuten entschieden. Der spätere Turniersieger VfR Voxtrup stand früh unter Druck, bewies jedoch Moral und kämpfte sich mit großem Einsatz zurück. Über den Einzug in die Finalrunde entschied teilweise erst der letzte Gruppenspieltag, in einem Fall sogar ein zusätzliches Neunmeterschießen um den besten dritten Platz.

Voxtrup behält die Nerven

Auch in der K.-o.-Runde setzte sich die Dramatik nahtlos fort. Im Viertelfinale erzielte der VfR Voxtrup den entscheidenden Treffer erst wenige Sekunden vor dem Abpfiff, im Halbfinale folgte ein hart erkämpfter 1:0-Sieg. Das Finale gegen den Osnabrücker SC II blieb nach regulärer Spielzeit torlos. Erst im Neunmeterschießen fiel die Entscheidung, in dem Voxtrup mit 3:2 die besseren Nerven zeigte und sich den Turniersieg sicherte.

Die Platzierungen im Überblick

Den ersten Platz belegte der VfR Voxtrup vor dem Osnabrücker SC II. Rang drei ging an BW Hollage II, Vierter wurde die SG Holzhausen/Nahne.

Individuelle Klasse wird ausgezeichnet

Neben dem sportlichen Abschneiden der Teams standen auch individuelle Leistungen im Fokus. Torschützenkönigin wurde Katharina vom TuS Eintracht Rulle mit fünf Treffern. Zur besten Torhüterin wählten die Verantwortlichen Tanja vom VfR Voxtrup, die insbesondere in den Neunmeterschießen mehrfach glänzte. Die Auszeichnung als beste Spielerin des Turniers erhielt Klara vom Osnabrücker SC II, die mit Übersicht, Technik und Spielintelligenz überzeugte.

Gelungener Jahresauftakt für den Frauenfußball

Das Perfect Cut Damen Masters 2026 hinterließ einen rundum positiven Eindruck. Eine reibungslose Organisation, hohe sportliche Qualität und gut gefüllte Zuschauerränge machten das Turnier zu einem gelungenen Start ins neue Fußballjahr. Eine Neuauflage im kommenden Jahr gilt bereits jetzt als sehr wahrscheinlich.

AFP

Boom bei Fertiggerichten: Deutschlands Produktion wächst rasant

Tiefgekühltes Fertigessen
Tiefgekühltes Fertigessen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Deutschland ist die Produktion von Fertiggerichten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Besonders stark legten Nudel- und Fleischgerichte zu, während Fischgerichte mengenmäßig rückläufig waren. Trotz des größeren Angebots an Fertiggerichten bleibt die für Kochen und Küchenarbeit aufgewendete Zeit nahezu unverändert, wie aktuelle Daten zeigen.

Deutlicher Zuwachs bei Fertiggerichten seit 2019

In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte produziert. 1,7 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 5,9 Milliarden Euro wurden im Jahr 2024 hierzulande hergestellt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Fünf Jahre zuvor waren es noch 1,4 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 4,1 Milliarden Euro. Das bedeutet einen mengenmäßigen Anstieg im Jahr 2024 gegenüber 2019 um ein Viertel (25,6 Prozent). Wertmäßig legte die Produktion im selben Zeitraum um nominal 45,4 Prozent zu.

Der Produktionsanstieg bei Fertiggerichten setzte sich auch im Jahr 2025 fort: In den ersten drei Quartalen wurden Fertiggerichte im Wert von 4,5 Milliarden Euro hergestellt, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nominal 2,8 Prozent (1. bis 3. Quartal 2024: 4,4 Milliarden Euro). Mengenangaben dazu sind für die ersten drei Quartale 2025 nicht verfügbar.

Stärkste Zuwächse bei Nudel- und Fleischgerichten

Vor allem Nudelgerichte wurden in deutlich größerer Menge produziert: Hier gab es einen Zuwachs um 56,4 Prozent von 345.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539.000 Tonnen im Jahr 2024. Der Wert der produzierten Nudel-Fertiggerichte nahm im selben Zeitraum von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro zu – nominal ein Plus von 48,9 Prozent.

Auch bei Fleischgerichten gab es ein deutliches Plus: Mengenmäßig wuchs die Produktion um 43,2 Prozent von 221.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 316.000 Tonnen im Jahr 2024. Der wertmäßige Anstieg fiel im selben Zeitraum mit nominal 71,3 Prozent noch höher aus (2019: 907,5 Millionen Euro; 2024: 1,6 Milliarden Euro).

An Gemüse-Fertiggerichten wurden 2024 mit 197.000 Tonnen ebenfalls mehr produziert (+7,2 Prozent) als 2019 mit 183.000 Tonnen. Wertmäßig legte die Produktion mit einem Plus von 54,3 Prozent auf 549 Millionen Euro noch deutlich stärker zu.

Einen Rückgang der Produktion gab es lediglich bei der Menge der Fischgerichte: Diese nahm von 24.000 Tonnen auf 22.000 Tonnen ab (-7,2 Prozent). Der Wert der produzierten Fischgerichte nahm dagegen im Fünf-Jahres-Vergleich um nominal 7,9 Prozent zu: von 193 Millionen Euro auf 208 Millionen Euro.

Mehr Fertiggerichte, aber kaum weniger Kochzeit

Auch wenn das Angebot an Fertiggerichten zugenommen hat, verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung als früher. 41 Minuten täglich wenden Menschen ab zehn Jahren in Deutschland im Schnitt für die Zubereitung von Mahlzeiten und die damit verbundene Küchenarbeit auf, wie aus der Zeitverwendungserhebung 2022 hervorgeht. Zehn Jahre zuvor war die durchschnittliche Dauer fast identisch (40 Minuten).

Dabei ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern nach wie vor groß: Während Mädchen und Frauen im Jahr 2022 im Schnitt 53 Minuten täglich mit Kochen, Backen, Tischdecken und Geschirrspülen zubrachten, waren es bei Jungen und Männern täglich 29 Minuten. Zehn Jahre zuvor war der Geschlechterunterschied allerdings größer: Damals verwendeten Frauen und Mädchen im Schnitt 55 Minuten am Tag für die Essenszubereitung, Jungen und Männer mit 24 Minuten weniger als die Hälfte der Zeit.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Sterbefälle 2025: Zahl stabil, Lebenserwartung steigt weiter

Friedhof
Friedhof / Foto: dts

Im Jahr 2025 sind in Deutschland gut 1,0 Millionen Menschen gestorben. Damit blieb die Zahl der Sterbefälle im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Trotz des demografischen Wandels und eines steigenden Anteils älterer Menschen zeigt sich damit eine Stabilisierung nach den pandemiebedingten Ausschlägen der Vorjahre.

Stabilisierung nach pandemiebedingten Ausschlägen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starben im Jahr 2025 in Deutschland gut 1,0 Millionen Menschen. Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichgeblieben (-4.600 Fälle oder -0,5 Prozent), teilte Destatis nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit.

Seit mehr als 20 Jahren wird aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung bis zum Beginn der Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung schwächte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war der Anstieg der Sterbefälle stärker ausgeprägt als in fast allen Jahren zuvor, die Lebenserwartung sank.

Rückgang nach Höchststand im Jahr 2022

Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund 1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 sind die Sterbefallzahlen in den Jahren 2023 und 2024 deutlich gesunken. Die Lebenserwartung war zeitgleich wieder angestiegen und hatte das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht, sie lag 2024 aber noch etwa ein halbes Jahr unter dem vorherigen Trend. Die ersten Ergebnisse für das Jahr 2025 zeigen nun, dass die Sterbefallzahlen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben sind. Die Lebenserwartung dürfte somit weiter angestiegen sein.

Im Januar 2025 lagen die Sterbefallzahlen insgesamt im Bereich des mittleren Wertes der Jahre 2021 bis 2024, Ende Januar lagen sie leicht darüber. Im Februar betrug die Differenz zum mittleren Wert der vier Vorjahre insgesamt +10 Prozent. Im März ging der Unterschied zum Vergleichswert etwas zurück und betrug noch +6 Prozent. Die erhöhten Sterbefallzahlen ab Ende Januar traten zeitgleich mit einer vergleichsweise starken Verbreitung von Atemwegserkrankungen auf. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen war im März und April stark rückläufig, die Grippewelle galt Anfang April als beendet.

Saisonale Muster und Vergleich mit Vorjahren

Die Sterbefallzahlen lagen im weiteren Jahresverlauf, mit Ausnahme einer Hitzewoche Anfang Juli, unter den Vergleichswerten der vier Vorjahre oder in deren Bereich. Zum Jahresende fielen die Sterbefallzahlen besonders deutlich unter die Vergleichswerte – nach aktuellem Ergebnis der Hochrechnung für Dezember 2025 um 13 Prozent.

Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2025 teils erkennbar unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich erhöhten Sterbefallzahlen in den Jahren 2021 und 2022 aus dem Vergleichszeitraum zusammen. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sterblichkeit in diesen Phasen außergewöhnlich niedrig war. So hat sich beispielsweise in den Jahren der Corona-Pandemie ein saisonales Muster gezeigt, bei dem die Sterbefallzahlen zum Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem Maße angestiegen sind.

Dieses Muster wird im aktuellen Vergleich der Sterbefallzahlen des Jahres 2025 mit dem mittleren Wert der vier Vorjahre 2021 bis 2024 noch teilweise berücksichtigt. Dass die Sterbefallzahlen zum Jahresende nun im dritten Jahr in Folge vergleichsweise niedrig waren, bestätigt somit eine Rückkehr zu dem saisonalen Muster, das vor der Pandemie in fast allen Jahren beobachtet wurde.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Wehrbeauftragter fordert schärfere Dienstaufsicht nach Bundeswehr-Skandal

Henning Otte
Henning Otte (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der Vorwürfe von Rechtsextremismus, Sexismus und Drogenmissbrauch gegen Angehörige des Fallschirmjägerregiments 26 in Zweibrücken fordern führende Verteidigungspolitiker Konsequenzen. Wehrbeauftragter Henning Otte dringt auf eine deutlich schärfere Dienstaufsicht in der Bundeswehr, während Verteidigungsausschussvorsitzender Thomas Röwekamp (CDU) von „systemischen Mängeln“ spricht.

Wehrbeauftragter fordert konsequentere Dienstaufsicht

Wehrbeauftragter des Bundestages Henning Otte verlangt mit Blick auf die aktuellen Vorwürfe eine grundlegende Schärfung der Dienstaufsicht auf allen Ebenen bei der Bundeswehr. „Zur Vermeidung künftiger Skandale braucht es eine konsequentere Dienstaufsicht auf allen Ebenen“, sagte er der „Bild“. Die Einhaltung der Grundsätze der Inneren Führung sei sicherzustellen und müsse gestärkt werden, um die volle Einsatzbereitschaft und das Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit zu wahren.

Mit Blick auf die parlamentarische Aufarbeitung am Mittwoch stellte der Wehrbeauftragte klar: „Extremismus und Sexismus dürfen keinen Platz in der Bundeswehr haben. Die Einsatzbereitschaft der Truppe hänge maßgeblich vom gegenseitigen Vertrauen der Kameraden ab.“ Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre solches Vertrauen durch das bekannt gewordene Fehlverhalten massiv untergraben. Nur durch Integrität bleibe der Dienst in der Bundeswehr auch für künftige Generationen attraktiv, sagte der Wehrbeauftragte.

Röwekamp warnt vor Schaden für Ansehen und Nachwuchsgewinnung

Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Bundestag Thomas Röwekamp (CDU) sieht in den rechtsextremistischen und sexistischen Vorfällen eine Gefahr für die Bundeswehr und ihr Vermögen, zusätzliche Soldaten zu rekrutieren. Er beklagt in dem Zusammenhang „systemische Mängel“, wie er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ sagte.

Diese Vorfälle und die Reaktionen darauf schadeten dem Ansehen der Bundeswehr und der Soldaten, die jeden Tag ihren Dienst in Übereinstimmung mit unseren Werten und unter Einsatz ihres Lebens leisteten, so Röwekamp. „Und sie gefährden die Bereitschaft, sich in den Dienst unserer Truppe zu stellen.“

Hinweise auf Versagen der inneren Führung

Röwekamp fügte hinzu: „Das Ausmaß und der Zeitraum der sexuellen Übergriffe, des Rechtsextremismus und des Drogenmissbrauchs offenbaren, dass die innere Führung und die Fürsorgepflicht von Vorgesetzten versagt haben. Darüber hinaus ist offensichtlich, dass aus Angst vor persönlichen und dienstlichen Konsequenzen die Bereitschaft zur Meldung von solchen Übergriffen und Vorfällen erheblich leidet. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Vorfälle über einen so langen Zeitraum von der Führung der Einheit unbemerkt oder ohne Konsequenzen bleiben konnte.“

Daher komme es jetzt neben der gebotenen straf- und dienstrechtlichen Verfolgung der Taten insbesondere darauf an, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass Vorfälle dieser Art gemeldet und durch die Vorgesetzten geahndet würden. Denn die bisher bekannten Sachverhalte und Vorwürfe gingen weit über ein Fehlverhalten einzelner Soldaten hinaus und offenbarten erhebliche kulturelle und systemische Mängel in der betroffenen Einheit und ihrer Führung.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Arbeitgeber fordern tiefgreifende Sozialstaatsreform mit mehr Arbeitsanreizen

Rainer Dulger
Rainer Dulger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dringt auf umfassende Reformen des Sozialstaats in Deutschland. Die Sozialstaatskommission von Bund, Ländern und Kommunen solle ihren Auftrag erweitern und Wege aufzeigen, wie mehr Menschen in Arbeit gebracht und stärkere Anreize zur Erwerbstätigkeit geschaffen werden können. Das geht aus einem BDA-Papier hervor, über das die „Welt“ berichtet.

Arbeit soll sich nach Ansicht der Arbeitgeber stärker lohnen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger forderte gegenüber der „Welt“ ein grundlegend verändertes System der sozialen Sicherung. „Das System muss fairer, treffsicherer und unbürokratischer werden. Das Grundprinzip beim Umbau muss lauten: Derjenige, der arbeitet, muss immer deutlich mehr haben als der, der nicht arbeitet“, sagte Dulger der „Welt“. Man erwarte von der Sozialstaatskommission ein ambitioniertes Programm und eine ebenso ambitionierte Umsetzung durch die Bundesregierung. „Ziel einer Reform sollte es sein, dass Menschen von ihrer Arbeit ohne Sozialleistungen leben können.“

Die BDA regt in ihrem Papier an, die zuständige Kommission solle über ihren bisherigen Arbeitsauftrag hinausdenken. Gefordert werden Prüfaufträge, wie zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und der Abstand zwischen Erwerbseinkommen und Transferleistungen vergrößert werden kann, wie die „Welt“ berichtet.

Kritik an Komplexität der Sozialleistungen

Die Sozialstaatskommission soll noch im Januar ihren Abschlussbericht vorlegen. In dem Bericht soll es unter anderem um die Vereinheitlichung und Zusammenlegung staatlicher Sozialleistungen gehen. Zuletzt hat das Münchner Ifo-Institut 502 solcher Sozialleistungen gezählt. „Das klingt nicht nach einem modernen Staatswesen, sondern nach einem Roman von Franz Kafka“, sagte Dulger der „Welt“.

Dulger kritisierte laut „Welt“, der Staat gebe Milliarden für Sozialleistungen aus, ohne deren Wirkung zu evaluieren. „Dieses System ist unsozial, weil es intransparent ist. Es geht uns um Optimierung, vor allem durch mehr Digitalisierung, nicht um Abbau.“ Ein moderner Sozialstaat werde auch wieder mehr Akzeptanz in der Bevölkerung finden – „wenn er Arbeit belohnt und vor allem denen hilft, die wirklich Hilfe brauchen“, sagte Dulger der „Welt“.

Ausweitung des Fokus auf Arbeitslosenversicherung

Nach dem Willen der BDA soll die Sozialstaatskommission ihren Blick auch auf die Arbeitslosenversicherung richten. „Für die anderen Sozialversicherungszweige gibt es Kommissionen, die die notwendigen Reformen vorantreiben – für die Arbeitslosenversicherung gibt es keine“, heißt es in dem BDA-Papier, über das die „Welt“ berichtet. Zudem soll nach Vorstellung des Arbeitgeberverbandes die Struktur der Jobcenter und der Arbeitsagenturen überarbeitet werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Osnabrücker Linken-Politikerin Reichinnek stellt Glaubwürdigkeit von SPD-Erbschaftsteuerreform infrage

Heidi Reichinnek
Heidi Reichinnek am 13.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur

Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek kritisiert den Vorstoß der SPD für eine Reform der Erbschaftsteuer als „wenig glaubwürdig“. Angesichts der Regierungsbeteiligung der SPD in den vergangenen Jahren wirft sie der Partei vor, das Thema erst im „Superwahljahr“ für sich entdeckt zu haben.

Kritik an SPD-Vorstoß zur Erbschaftsteuer

Die aus Osnabrück stammende Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek hält den Vorstoß der SPD für eine Reform der Erbschaftsteuer für „wenig glaubwürdig“. „Es ist schön, dass wir als Linke mit unseren Themen Gehör finden und die SPD rechtzeitig zum Superwahljahr das Thema Erbschaftsteuer für sich entdeckt“, sagte Reichinnek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Reichinnek begründete ihre Skepsis mit der Rolle der SPD in den vergangenen Jahren. „Da sie jedoch die letzten zwölf Jahre ununterbrochen an der Regierung beteiligt war und in dieser Zeit hunderte Milliarden steuerfrei vererbt worden sind, ist der Vorstoß wenig glaubwürdig.“ Statt großer Worte bräuchte es konkrete Initiativen, sagte Reichinnek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Forderung nach Schließen von Schlupflöchern

Reichinnek verwies auf Widerstand aus der Union gegen entsprechende Reformideen. Kaum sei der Vorschlag ausgesprochen gewesen, sei Gegenwind aus der Union gekommen. „Mit der scheint nicht einmal das absolute Minimum zu machen zu sein, nämlich dass die Schlupflöcher für Überreiche gestopft werden“, erklärte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Es sei aber niemandem zu erklären, dass Multimillionäre sich künstlich armrechnen könnten, um von der Steuer verschont zu bleiben, während gleichzeitig immer mehr Menschen nicht wüssten, wie sie ihren Wocheneinkauf bezahlen können, sagte Reichinnek weiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Appell an die Koalition und die Union

Reichinnek appelliert deshalb an die Koalition: „Insbesondere die Union muss endlich aufhören, nur die Interessen ihrer reichen Freunde im Blick zu haben, und verstehen, dass das stetige Auseinanderdriften von Durchschnittsbevölkerung und Überreichen Gift für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ist“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Wegen großem Erfolg: Abendmarkt findet auch 2026 wieder vor dem Dom in Osnabrück statt

Abendmarkt Osnabrück
Der Abendmarkt Osnabrück findet wieder statt / Foto: Pohlmann

Der Abendmarkt kehrt 2026 auf den Domvorplatz zurück. An fünf Terminen von Juni bis Oktober lädt die Marketing Osnabrück GmbH zu einem Marktformat ein, das Einkauf und Aufenthalt miteinander verbindet. Für die kommende Saison haben nun Beschickerinnen und Beschicker die Gelegenheit, sich zu bewerben. Der Abendmarkt findet jeden zweiten Donnerstag im Monat statt: am 11. Juni, 9. Juli, 13. August, 10. September und 8. Oktober 2026, jeweils von 16 bis 20 Uhr. Veranstaltungsort ist der Domvorplatz. Die mO. bedankt sich beim Bistum Osnabrück für die erneute Bereitstellung des Domvorplatzes.

Ein Abendmarkt zum Einkaufen und Genießen

Das Konzept des Abendmarktes verbindet bewusst einen Marktcharakter mit einem Treffpunkt zum Feierabend und hoher Verweilqualität. Besucherinnen und Besucher können ihren Wocheneinkauf erledigen und den Marktbesuch zugleich nutzen, um vor Ort zu bleiben, etwas zu essen oder ein Getränk zu genießen.

Große Auswahl an Essen und Blumen

Geplant sind rund 20 Stände mit einem ausgewogenen Nutzungsmix. Gesucht werden Angebote aus dem klassischen Wochenmarkt-Sortiment ebenso wie Gastronomie. Dazu zählen unter anderem Obst und Gemüse, Käse- und Wurstspezialitäten, Wein und Bier, Speisen zum direkten Verzehr sowie ergänzende Angebote wie Blumenstände, die das Marktbild abrunden.

„Der Abendmarkt soll beides sein: ein Ort für den täglichen Einkauf und ein Treffpunkt zum Feierabend“, sagt Chiara Bünker, Citymanagerin bei der Marketing Osnabrück GmbH. „Man kommt, um einzukaufen – und bleibt gern noch eine Weile.“

Wie die Bewerbung und Standplatzvergabe abläuft

Die Bewerbung läuft ausschließlich online. Ab dem 15. Januar um 9.00 Uhr ist der Bewerbungsbutton aktiv; Bewerbungen sind bis zum 15. Februar (Ende des Tages) möglich. Die Vergabe der Standplätze erfolgt nach festgelegten Kriterien. Berücksichtigt werden der Zeitpunkt des Bewerbungseingangs, ein ausgewogener Nutzungsmix sowie regionale Eigenproduktion. Weitere Informationen sind online verfügbar.

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Grüne befürworten schärferes Gesetz gegen extremistische Mitarbeiter

Bundestagssitzung (Archiv)
Bundestagssitzung (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Grünen stellen sich hinter die Forderung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), das Abgeordnetengesetz zu verschärfen, um extremistische Abgeordnetenmitarbeiter von staatlicher Finanzierung auszuschließen. Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz betonte, es sei konsequent, Personen, die an der Beseitigung der parlamentarischen Demokratie arbeiteten, keine öffentlichen Mittel mehr zukommen zu lassen.

Unterstützung für Initiative von Bundestagspräsidentin Klöckner

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat in einem Schreiben an die Fraktionsspitzen ein Beschäftigungsverbot für Abgeordnetenmitarbeiter angeregt, die durch die Zuverlässigkeitsprüfung für einen Bundestags-Hausausweis fallen. Diese Personen sollten „nicht mehr aus staatlichen Mitteln finanziert werden“, schrieb Klöckner in dem Brief, über den die RND-Zeitungen berichten.

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz unterstützt diese Linie. „Grundsätzlich finden wir es nur richtig und konsequent, dass denjenigen, die wissen- und willentlich an der Beseitigung unserer parlamentarischen Demokratie arbeiten, dafür nicht auch noch öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt bekommen“, sagte von Notz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Diskussion über Änderungen am Abgeordnetengesetz

Von Notz machte zugleich die Aufgeschlossenheit seiner Fraktion für gesetzliche Änderungen deutlich. „Daher stehen wir einer Diskussion bezüglich einer Verbesserung des Abgeordnetengesetzes offen gegenüber“, sagte von Notz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste ist.

Er forderte darüber hinaus weitere Maßnahmen zum Schutz des Parlaments. „Weitere Schritte zur Erhöhung der Resilienz des Parlaments als Herzkammer unserer Demokratie müssen folgen“, sagte von Notz dem RND weiter.

Appell an die Unionsfraktion

Von Notz nahm dabei insbesondere die Union in die Pflicht. „Hier ist vor allen Dingen die Unionsfraktion im Bundestag in der Pflicht, bisherige Blockaden, zum Beispiel im Bereich der Bundestagspolizei, endlich aufzugeben“, sagte er dem RND.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Tierschutzbund attestiert Agrarminister Rainer völliges Tierschutz-Versagen

Thomas Schröder
Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund) (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Wenige Tage vor Beginn der Grünen Woche in Berlin hat der Präsident des Deutschen Tierschutzbunds die bisherige Arbeit von Agrarminister Alois Rainer scharf kritisiert. Er wirft der Regierung vor, in der Tierschutzpolitik eine „Nullbilanz“ vorzuweisen und sogar Rückschritte zu verantworten.

Tierschutzbund-Präsident attestiert „Nullbilanz“

Präsident Thomas Schröder sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben): „Bis jetzt habe ich keine Tierschutzpolitik dieser Regierung wahrgenommen – das ist eine Nullbilanz“. Die letzten Regierungen seien bereits enttäuschend gewesen, führte er aus: „Die letzten Regierungen waren schon enttäuschend, jetzt legen wir in Sachen Tierschutz sogar den Rückwärtsgang ein.“

Anlass der Kritik ist die aus Sicht Schröders unzureichende Ausrichtung der Agrarpolitik auf den Tierschutz. Die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Alois Rainer, künftig in Schlachthöfen Videoüberwachung einzuführen, bewertet er skeptisch. Dass es in Schlachthöfen Videoüberwachung geben solle, ändere nichts an den „entsetzlichen Methoden“, die dort verwendet würden, sagte Schröder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Videoüberwachung nur in großen Betrieben geplant

Schröder bemängelt zudem, dass die geplante Videoüberwachung nur in größeren Schlachtbetrieben vorgesehen sei. „Und selbst das soll nur in großen Betrieben gelten, dabei sind es gerade die kleinen, die oft kein Geld haben für aktuelle Technik oder Schulungen fürs Personal“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Aus seiner Sicht bleiben damit zentrale Probleme im Alltag vieler Schlachtbetriebe ungelöst.

Belastetes Verhältnis zwischen Tierschützern und Bauern

Schröder kritisiert außerdem, dass insbesondere Äußerungen von CSU-Chef Markus Söder den Dialog zwischen Tierschützern und Bauern erschweren würden. „Markus Söder provoziert am laufenden Band. Dass Alois Rainer da nicht widerspricht, ist eine Schwäche“, sagte er den Funke-Zeitungen.

Über Jahre seien mit der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft schrittweise Verständigungen erreicht worden. „Über Jahre seien mit der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft kleine Brücken gebaut worden. Die werden jetzt reihenweise wieder abgerissen.“ Die Atmosphäre zwischen Tierschützern und Landwirten habe sich deutlich verschlechtert.

Es werde immer schwieriger, kompromissbereit und im Dialog zu bleiben zwischen Tierschützern und Landwirten, sagte Schröder den Funke-Zeitungen. „Der Bundesminister hat da eine große Verantwortung, diese Stimmung nicht noch weiter anzuheizen“, betonte er mit Blick auf Bundesagrarminister Alois Rainer.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Bas fordert mutige Rentenreform und kritisiert Unionsblockade

Söder, Bas,
Söder, Bas, Klingbeil (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) dringt auf eine grundlegende Reform des Rentensystems und mahnt mehr Reformbereitschaft in der Union an. Von der jüngst eingesetzten Rentenkommission erwartet sie einen „mutigen Vorschlag“ und warnt davor, nur „alte Kamellen“ zu präsentieren, wie sie dem „Stern“ sagte.

„Mutige Vorschläge“ statt „alte Kamellen“

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erwartet von der Rentenkommission weitreichende Veränderungen. Mit Blick auf das Gremium sagte Bas dem „Stern“, dass sie einen „mutigen Vorschlag“ erwarte und nicht nur „alte Kamellen“.

Es könne nicht nur darum gehen, „bis 70 zu arbeiten und die Frühverrentung wegzuhauen“, sagte Bas dem „Stern“, die auch SPD-Vorsitzende ist. „Ich will eine Strukturreform bei der Rente. Da braucht es wirklich Mut – und den habe ich.“ Sie sei aber sehr gespannt, wie groß der Reformwille in der Union sei. „Markus Söder hat schon gesagt, die Beamtenpensionen fasst er nicht an. Da soll alles bleiben, wie es ist. Wir brauchen aber Mut, grundsätzlich ranzugehen“, sagte Bas dem „Stern“.

Ziele: Höhere Renten und stabile Beiträge

Bas skizzierte gegenüber dem „Stern“ auch die inhaltlichen Ziele einer Reform. „Wir brauchen ein Modell, wo die Menschen am Ende eines langen Arbeitslebens eine höhere Rente haben und nicht in der Grundsicherung landen, obwohl sie viele Jahre eingezahlt haben. Und wir müssen es schaffen, dass die Beiträge auch in Zukunft im Rahmen bleiben. Das ist das Ziel.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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