HASEPOST
 

Lob und Kritik für Pistorius-Entscheidung

Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Entscheidung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), den langjährigen niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) zum neuen Verteidigungsminister zu ernennen, ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Verhalten optimistisch äußerte sich die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).

Sie kündigte in der „Rheinischen Post“ an, konstruktiv mit Pistorius zusammenarbeiten zu wollen. „Als Innenminister kennt er das Thema Sicherheit und die Zusammenarbeit mit denen, die sich für unsere Sicherheit einsetzen“, sagte die FDP-Politikerin. In Berlin werde er jedoch daran gemessen, ob er die Belange der Truppe verstehe und diese durchsetzungsstark gegenüber dem Bundeskanzleramt und dem Verteidigungsministerium durchsetzen könne. Der Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Patrick Sensburg, begrüßte die Entscheidung. Pistorius sei ein erfahrener Innenminister und kenne „Menschenführung“, sagte Sensburg der „Rheinischen Post“. Der Reservistenverband freue sich, „dass nun ein Reservist an der Spitze des Ministeriums steht, der schon lange gute und intensive Kontakte zur Reserve in Niedersachsen hat“. Bei den Oppositionsparteien wurde die Personalie deutlich negativer aufgenommen. Unionsfraktionsvize Johann Wadephul nannte die Entscheidung zwar eine Überraschung, „nur leider keine gute“. Pistorius sei eine Besetzung aus der „B-Mannschaft“. Zudem verwies Wadephul darauf, dass sich Pistorius angesichts der aktuellen Lage, die sonst üblichen 100 Tage Einarbeitungszeit nicht erlauben könne. AfD-Chefin Alice Weidel warf dem Kanzler vor, mit Pistorius den nächsten Verteidigungsminister „ohne irgendwelche Expertise auf seinem Fachgebiet“ ausgewählt zu haben. Die Linken in Niedersachsen verwiesen unterdessen auf zahlreiche Skandale, welche die Amtszeit von Pistorius durchzogen hätten. So seien Schusswaffen und Munition aus Polizeidienststellen verschwunden und geheime Akten der Polizei verloren gegangen. Zudem verabschiede sich die Bundesregierung durch die Ernennung auch von ihrem Wahlversprechen eines paritätisch besetzten Bundeskabinetts. Dieses Thema könnte auch innerhalb der Bundesregierung noch für Streit sorgen – die Grünen hatten bis zuletzt auf Parität im Kabinett gepocht.

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Bericht: Beim Windkraftausbau hinken viele Regionen hinterher

Foto: Windräder, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Beim Ausbau der Windenergie an Land hinken zahlreiche Regionen insbesondere im Süden der Republik schon so weit hinterher, dass die Vorgaben der Bundesregierung wohl nur noch mit erheblichen Anstrengungen zu schaffen sind. Dies geht aus Daten der Bundesnetzagentur und des Statistischen Bundesamtes hervor, die das „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben) aufbereitet hat.

Enormer Nachholbedarf besteht demnach unter anderem in Oberbayern, aber auch im hessischen Rhein-Main-Gebiet. Auffallend ist außerdem, dass es teils starke Unterschiede zwischen benachbarten Landkreisen gibt. Der „RND-Energiewendemonitor“ zeigt, dass im vorigen Jahr Anlagen mit einer Leistung von lediglich rund zwei Gigawatt hinzugekommen sind. Zugleich gibt die aktuelle Version des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aber vor, dass in den drei Jahren von 2022 bis 2024 die Gesamtleistung der Windräder um insgesamt 13 Gigawatt gesteigert werden soll. Das bedeutet, dass der Zubau massiv beschleunigt werden muss. Um dies anzuschieben, hat die Bundesregierung das Zwei-Prozent-Ziel ausgegeben: Die Bundesländer sind verpflichtet, bis 2032 im Durchschnitt zwei Prozent ihrer jeweiligen Landesfläche für Windenergie zur Verfügung zu stellen – genau formuliert sind es 1,8 Prozent bis 2,2 Prozent und 0,5 Prozent in Stadtstaaten. Die Umsetzung fällt höchst unterschiedlich aus. So gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle, die Auswertungen des RND zeigen aber auch, dass es selbst unter benachbarten Kreisen zum Teil massive Ungleichheiten gibt.

So ist der Kreis Paderborn, wo sich bereits Windrädern mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt drehen und das Zwei-Prozent-Ziel bereits heute deutlich übertroffen wird, Spitzenreiter beim Ausbau der Windkraft in Nordrhein-Westfalen. Im benachbarten Hochsauerlandkreis hingegen liegt die Realisierungsquote, die sich aus dem Zwei-Prozent-Ziel ergibt, bei lediglich 14,4 Prozent. Die Auswertung macht außerdem deutlich, dass in mehr als einem Viertel der Stadtkreise und der kreisfreien Städte sowie in mehr als einem Dutzend der rund 300 Landkreise noch kein einziges Windrad steht. Schwerpunkt ist hier ganz überwiegend Süddeutschland.

Besonders in oberbayerischen Landkreisen, die stark vom Tourismus geprägt sind, wird bislang auf regenerativen Strom mittels Windkraft verzichtet: Das gilt unter anderem für das Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen oder für Bad Tölz-Wolfratshausen. Ähnliches gilt für weite Teile des Rhein-Main-Gebiets, und zwar nicht nur in den Städten, sondern auch im Main-Taunus-Kreis, im Kreis Groß-Gerau und im Kreis Offenbach. Die Spitzenreiter befinden sich hoch im Norden: Die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen können Realisierungsquoten von deutlich mehr als 200 Prozent vorweisen. Die Stadt Emden kommt sogar auf knapp 380 Prozent.

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Kubicki erwartet keine weitere Kabinettsumbildung

Foto: Wolfgang Kubicki, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Wechsel im Verteidigungsministerium erwartet FDP-Vize Wolfgang Kubicki keine weiteren Veränderungen im Bundeskabinett. „Ich gehe zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass Nancy Faeser bis zum Ende der Legislaturperiode Innenministerin bleibt“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

„Denn sonst hätte der Kanzler diese Frage ja auch jetzt schon klären können.“ Faeser wird als SPD-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Hessen gehandelt, die am 8. Oktober stattfindet. Den Nachfolger von Christine Lambrecht (SPD) im Wehrressort, den bisherigen niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD), lobte Kubicki. „Boris Pistorius bringt alle Voraussetzungen mit, die es für diesen wichtigen Posten braucht“, sagte er.

„Ich bin froh, dass Olaf Scholz unserem Rat gefolgt ist, und dieses Amt nicht aufgrund des Geschlechts oder des Regionalproporzes besetzt hat.“

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Kein Wohnraum am Rubbenbruchsee: Abrissbagger zerstört Rohbau

Abrissbagger am Haus am Rubbenbruchsee
Abrissbagger am Haus am Rubbenbruchsee, Foto: Pohlmann

Für den seit Jahren leer stehenden Rohbau am Rubbenbruchsee beginnt nun das letzte Kapitel.

Ein Abrissbagger wird in den kommenden Tagen dafür sorgen, dass die Pläne der Eigentümergemeinschaft, die bis zuletzt den bereits weit fortgeschrittenen Rohbau in ein Mehrgenerationenhaus in Niedrigenergiebauweise umbauen wollte, zunichte gemacht werden.

Ursprünglich war die Immobilie als Hotel geplant. Nachdem an gleicher Stelle ein Altbau durch ein Feuer zerstört wurde, waren die Neubaupläne von der Stadtverwaltung auch mit einer gültigen Baugenehmigung versehen worden.

Bedingt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten konnte der Bauherr den Bau allerdings nicht wie geplant zu Ende bringen. Nachdem für den Weiterbau wichtige Fristen verstrichen waren und im Rathaus neue Mehrheitsverhältnisse herrschten, wurde dem Bauherrn der Weiterbau versagt: Er hatte zu lange mit dem Weiterbau gewartet.

Wollte die Stadt den Eigentümer über den Tisch ziehen?

Unsere Redaktion berichtete im vergangenen Sommer darüber, wie die Stadtverwaltung dem ursprünglichen Eigentümer ein – so jedenfalls die Einschätzung der späteren Eigentümergemeinschaft – deutlich überhöhter Kostenrahmen für einen Abriss präsentiert wurde.
Als Alternative für die kaum lösbare Herausforderung nun auch noch den Abriss zahlen zu müssen, sei dem in finanzielle Schieflage geratenen Rohbau-Eigentümer seinerzeit angeboten worden, das halbfertige Projekt für einen symbolischen Euro an die Stadt zu übergeben.

Abrissbagger am Haus am Rubbenbruchsee
Bevor die Wände fallen, muss der Abrissbagger erst einmal das Haus aus dem Dornröschenschlaf befreien. / Foto: Pohlmann

Angeblich, so die Ansicht von Vertretern der inzwischen zusammen mit dem ursprünglichen Eigentümer gebildeten Eigentümergemeinschaft, hätte die Stadt, wäre sie in Besitz des Rohbaus gelangt, sich dann selbst einen Weiterbau gestattet.

Keine Klärung im Sinne der Investoren durch die Justiz

Es kam jedoch anders und auch vor Gericht konnte keine Klärung im Sinne der bauwilligen Investoren herbeigeführt werden. Auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung wegen „Prozessbetrug“ brachte den Investoren keinen Erfolg. Nun ist der Bagger angerückt.

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DAX am Mittag trotz ZEW-Überraschung weiter leicht im Minus

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der DAX hat sich am Dienstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag nicht aus dem roten Bereich befreien können. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 15.115 Punkten berechnet.

Dies entspricht einem Abschlag von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Auch der überraschend starke ZEW-Index sorgte nicht für ausgelassene Kauflaune. Der entsprechende Index stieg im Januar unerwartet stark um 40,2 Punkte auf nun 16,9 Zähler, wie das ZEW in Mannheim mitteilte. Marktbeobachter hatten nur mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Der Ölpreis stieg am Mittag: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 85,15 US-Dollar. Das waren 69 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Kommentar: Deshalb ist Boris Pistorius der richtige Verteidigungsminister

Boris Pistorius und Justus Möser (Hintergrund)
Boris Pistorius und Justus Möser (Hintergrund)

Ein Osnabrücker, männlich und vom Kanzler gelobt: Boris Pistorius gehörte nicht zum Favoritenkreis und wird es nun doch der 62-Jährige übernimmt den Posten des Verteidigungsministers. Gelingt es ihm, endlich Ruhe in das vakante Ministerium, dessen Chefsessel zuletzt eher als Schleudersitz diente, einkehren zu lassen?

Eine Meinung von Maurice Guss

In Osnabrück ist Pistorius natürlich kein Unbekannter, dennoch ein kurzes Porträt: Der 62-Jährige absolvierte eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann, leistete von 1980 bis 1981 seinen Wehrdienst, studierte anschließend Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Von 2006 bis 2013 war er Oberbürgermeister von Osnabrück, ehe es ihn ins Chefbüro des Innenministeriums des Landes Niedersachsen zog, vor wenigen Monaten begann seine dritte Amtszeit. Sein Direktmandat verteidigte er mit sicherem Vorsprung. Pistorius ist verwitwet und hat zwei Töchter.

Auf Kommunal- und Landesebene folgt nun also der Bundesposten – ein logischer Schritt? Pistorius wurden immer wieder Ambitionen auf ein Bundesamt nachgesagt, so gab es etwa Spekulationen, er könnte Bundesinnenminister werden, sofern die jetzige Amtsinhaberin Nancy Faeser bei der Landtagswahl im Herbst in Hessen als Spitzenkandidatin für die SPD antritt. Der Schritt ins Kabinett folgt nun schon deutlich früher, wenn auch auf anderem Posten.

Vier (fünf) Argumente für Pistorius

Ob es Pistorius wirklich gelingt, Ruhe in das Verteidigungsministerium einkehren zu lassen, wird sich noch zeigen müssen, aber: Argumente, dass er der Richtige sein könnte, gibt es einige.

1. Politische Konstanz
Sahen sich seine Vorgängerinnen im Verteidigungsministerium noch permanent berechtigten Vorwürfen gegenüber und standen quasi allzeit kurz vor dem Rücktritt, verspricht Pistorius Karriere mehr Beständigkeit: sechs Jahre Oberbürgermeister in Osnabrück, dann der direkte Sprung ins Niedersächsische Innenministerium. Neun Jahre Innenminister, dann der direkte Sprung ins Bundeskabinett. Nicht nur gemessen an der Dauer seiner Amtszeiten hält sich der Osnabrücker stabil, auch die Bürgerinnen und Bürger hielten konstant zu ihm und wählten ihn wieder und wieder. Ab jetzt wird der Fokus auf Pistorius noch stärker werden und die kritischen Nachfragen sich nochmals mehren – die Grundlage für mehr Konstanz im vakanten Amt ist aber gegeben.

2. Gute Vernetzung innerhalb seiner Partei
Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an, gilt zudem als erfahrener Polit-Manager. Er ist gut vernetzt innerhalb seiner Partei – und auch innerhalb der zerstrittenen Ampel-Regierung. Zwar blieb Pistorius gemessen an seinen Ämtern stets in Niedersachsen, dennoch war er an der innenpolitischen Positionierung der Bundes-SPD und an den Koalitionsverhandlungen beteiligt.

3. Beliebtheit
Auf gleich zwei Ebenen lässt sich Pistorius Beliebtheit verdeutlichen: Zahlenmäßig an den stets guten und konstanten Wählerstimmen, die er in seinem Wahlbezirk in der Stadt Osnabrück erreichte, verbal an den Aussagen anderer Politiker. So bezeichnete Kanzler Olaf Scholz sein neues Kabinettsmitglied als einen „herausragenden Politiker unseres Landes“ und als „äußerst erfahrenen Politiker, der verwaltungserprobt ist, sich seit Jahren mit Sicherheitspolitik beschäftigt und mit seiner Kompetenz, seiner Durchsetzungsfähigkeit und seinem großen Herz genau die richtige Person ist, um die Bundeswehr durch diese Zeitenwende zu führen“. Osnabrücker halten eben zusammen! Im Kreise der Landesinnenminister hat sich Pistorius zudem den Ruf als kenntnisreicher Politiker erworben, der als schlagfertig, aber stets respektvoll gilt.

4. Alter
Muss es eine Frau sein oder darf es doch auch ein “alter weißer Mann“ werden, solange er Kompetenzen mitbringt? Natürlich darf bei der Besetzung eines vakanten Postens in Deutschland eine Quoten-Diskussion nicht fehlen. Und siehe da: Die Geschlechterparität im Kabinett ist gebrochen, es wurde der Mann im fortgeschrittenen Alter. Verbunden ist das nicht nur mit Erfahrung, sondern einem weiteren Vorteil für Pistorius. Mit 62 Jahren kann man schon mal in ein Chefbüro auf Bundesebene ziehen, das als Schleudersitz und somit auch als Karrierkiller gilt. Der Routinier wird sich dessen bewusst sein – und (siehe die weiteren Gründe für ihn) es besser machen als seine Vorgänger.

5. Schlimmer geht nimmer
Apropros schlechter machen: Um das mit Klammer versehene fünfte Argument für Pistorius zu erklären, braucht es nur einen Satz und ein Augenzwinkern. Mit Boris kann’s nur besser werden, schlechter als unter seinen Vorgängerinnen geht’s nicht mehr. Immerhin hat er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet.

Die stärkste Stadt im Kabinett: Osnabrück

Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister – und auch wenn es ein schwieriger Posten ist, gibt es gute Argumente, warum es der Osnabrücker besser machen wird. Seine Ernennung, die am Donnerstag (19. Januar) ansteht – Pistorius wird dann seine Ernennungsurkunde vom Bundespräsidenten erhalten und im Deutschen Bundestag seinen Amtseid leisten – hat noch eine weitere Folge: Keine Stadt ist dann so stark im Bundeskabinett vertreten wie Osnabrück – neben Pistroius wurde auch Kanzler Olaf Scholz in der Hase- und Friedensstadt geboren.

 


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Neues in der Lotter Straße: Pinsta zieht in ehemalige Osnabrücker Pizzeria Calimero

Noch wird im ehemaligen Calimero umgebaut. / Foto: Emrich
Noch wird im ehemaligen Calimero umgebaut. / Foto: Emrich

Noch wird im ehemaligen Calimero umgebaut. / Foto: Emrich

Anfang Februar eröffnet mit Pinsta in Osnabrück an der Lotter Straße eine etwas andere Pizzeria, die das neue Trendprodukt Pinsa in Osnabrück anbietet. Bisher gibt es das so nur im Vapiano.

Pinsta zieht Anfang Februar in die Lotter Straße 103 in Osnabrück uns löst damit die Pizzeria Calimero ab. Das junge Franchise-Unternehmen aus Paderborn, das Pinsa – eine gesunde Pizza-Alternative – anbietet, hat bereits drei Standorte, möchte in Zukunft aber weiter expandieren. Bisher gibt es Pinsta in Paderborn, Mannheim und Bielefeld. Anders als in anderen Lokalen kann aber nicht vor Ort gegessen werden, sondern Pinsta ist ein reiner Lieferdienst. Selbstabholungen sind jedoch auch möglich.

Pinsa sieht aus wie Pizza, ist aber deutlich leichter. / Foto: Pinsta
Pinsa sieht aus wie Pizza, ist aber deutlich leichter. / Foto: Pinsta

Das italienische Trendprodukt liegt durch den außergewöhnlichen Pinsa-Teig nach Angaben von Marketingleiter Fabian Bösa „deutlich besser im Magen“. Dies läge an unterschiedlichen Mehlsorten, der langen Ruhephase von mindestens 72 Stunden sowie der geringen Menge an Hefe, die im Gegensatz zu Pizza im Magen nicht weiter gärt. Die Pinsaria setzt laut eigenen Angaben auf einen bekömmlichen und magenfreundlichen Teig und benutze dazu original italienische Zutaten.

Nicht nur Pinsa

Im Pinsta-Lokal sei für alle etwas dabei. So gibt es neben der Pinsa auch mediterrane Bowls, Pizzabrötchen namens „Pinstarelli“ mit einer hausgemachten Kräuterbutter „nach Geheimrezept“, italienische Kartoffelgratins sowie eine große vegane und glutenfreie Auswahl.

Auch Bowls gibt es bald bei Pinsta. / Foto: Pinsta
Auch Bowls gibt es bald bei Pinsta. / Foto: Pinsta

Auch umweltbewusstes Handeln ist den Gründern wichtig. Deshalb kommen nachhaltige, plastikfreie und recycelte Verpackungen zum Einsatz. Ebenfalls soll das Essen ausschließlich mit E-Fahrzeugen geliefert, die eigene Stromversorgung dafür langfristig durch Photovoltaik-Anlagen gesichert werden.

Osnabrück ist jung und voller netter Leute

Das in Paderborn gegründete Franchise möchte so viele Standorte wie möglich selber betreiben. Deshalb sei Osnabrück ein guter Standort, um das Firmennetzwerk zu vergrößern. Osnabrück sei nach Bösa eine junge Stadt, die sogar einen eigenen Starbucks habe. Das sei für eine Stadt in der Größenordnung von Osnabrück ungewöhnlich. „Daher muss Osnabrück ja etwas ganz Besonderes an sich haben“, meint Bösa. Davon wolle das Unternehmen profitieren und die Osnabrückerinnen und Osnabrücker durch ihr einmaliges Angebot bereichern.

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Offiziell: Pistorius wird neuer Verteidigungsminister

Foto: Boris Pistorius, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will Boris Pistorius (SPD) als neuen Verteidigungsminister ins Bundeskabinett berufen. Der langjährige niedersächsische Innenminister werde seine Ernennungsurkunde am Donnerstag vom Bundespräsidenten erhalten, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Dienstag mit.

Im Anschluss werde er im Bundestag seinen Amtseid leisten. Scholz bezeichnete Pistorius in einer Mitteilung der Bundesregierung als „äußerst erfahrenen Politiker“, der „verwaltungserprobt“ sei und sich seit Jahren mit Sicherheitspolitik beschäftige. Er sei „genau die richtige Person“, um die Bundeswehr durch die „Zeitenwende“ zu führen, so der Kanzler. Die Neubesetzung im Kabinett war nach dem Rücktritt von Christine Lambrecht (SPD) am Montag nötig geworden. Pistorius war vor seiner Berufung zum niedersächsischen Landesinnenminister 2013 fast sieben Jahre lang Oberbürgermeister von Osnabrück.

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Habeck will Inflation bis Ende 2023 unter fünf Prozent bringen

Foto: Farbe in einem Baumarkt, über dts Nachrichtenagentur

Davos (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) strebt einen Rückgang der Inflation in Deutschland bis zum Jahresende von unter fünf Prozent an. Er hoffe, „von einem höheren Start im ersten Quartal zu einer niedrigeren Rate Ende des Jahres“ zu kommen, sagte der Minister am Dienstag am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos dem TV-Sender „Welt“.

Die werde dann hoffentlich schon unter fünf Prozent sein. Das sei „anzustreben und zu erarbeiten“. Voraussetzung sei, dass es gelinge, „weiter politisch kluge Entscheidungen zu treffen“ und „die Energiepreise runterzubringen“. Aber über das ganze Jahr gerechnet werde die Inflationsrate „eher darüber“ liegen.

Optimistisch äußerte sich Habeck auch zum Thema Rezession. Zu einem drohenden Schrumpfen der Wirtschaft über einen längeren Zeitraum sagte er: „Es kann sein, dass wir das vermeiden können.“ Wenn eine klassische Rezession komme, werde sie möglicherweise „nur sehr kurz und nicht sehr tief“ ausfallen. Das wäre aber noch „kein guter Zustand“, denn „dann haben wir immer noch eine stagnierende Wirtschaftsleistung“.

Gerade in den Industrien, die eine klimaneutrale Produktion aufbauen, „brauchen wir einen Aufschwung“, so der Grünen-Politiker. Sein Fazit: „Wir sind noch nicht durch die Krise durch. Wir haben sie beherrschbar gemacht, das ist eine Leistung, aber sie ist noch nicht überwunden.“

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Gute Nachricht des Tages: Osnabrückerin erhält Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten

Verleihung Medaille Edith Scharfschwerdt / Foto: Stadt Osnabrück / Nina Hoss
Verleihung Medaille Edith Scharfschwerdt / Foto: Stadt Osnabrück / Nina Hoss

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Edith Scharfschwerdt hat vom Land Niedersachsen die Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten erhalten. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter händigte der 86-Jährigen nun die Auszeichnung aus.

Seit über 50 Jahren engagiert sich Edith Scharfschwerdt unabhängig von Vereinsstrukturen im sozialen Bereich und beim Sport. Zu Beginn der Corona-Pandemie hat sie zudem 1.500 Stoffmasken für Kinder und Lehrkräfte der Grundschule in der Dodesheide, Nachbarn und Bewohner des Altenheims St. Franziskus genäht.

Einsatz insbesondere in der Dodesheide

Sie pflegt ehrenamtlich die rund 14.000 Quadratmeter große Außenanlage der Grundschule, begleitet bei Bedarf Kinder auf ihrem Schul- oder Nachhauseweg, hilft bei Durchführung von Veranstaltungen, sammelte 30 Jahre lang Preise für Tombolas und Laternenfeste, war 50 Jahre lang ehrenamtlich Schwimmaufsicht im damaligen Pottgrabenbad und hat Sportgruppen beim Turnen in der Schule beaufsichtigt. „Ihr Engagement ist enorm. Durch ihre Zugewandtheit und Zuverlässigkeit sind Sie eine beständige Ansprechpartnerin, die insbesondere viel für die Kinder im Stadtteil Dodesheide getan hat“, würdigte Katharina Pötter das Engagement.

Seit 1984 verleiht der Ministerpräsident die Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten an Bürgerinnen und Bürger für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem oder ehrenamtlichem Gebiet sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um das Land Niedersachsen.

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