Auch Gemüse wird immer teurer
Osnabrücker Kunstraum hase29 sucht zwei Künstler für kommende Ausstellung
Als Plattform für Osnabrücker Kunstschaffende eröffnet der Kunstverein hase29 einen „Raum für Kooperationen“, auf den sich Interessierte noch bis zum 12. Februar mit einem künstlerischen Projekt bewerben können.
In Anknüpfung an das Jahresthema 2023 „Togetherness – Der Traum von einer neuen Gemeinschaft“ können Beiträge eingereicht werden, die bevorzugt auf Ideen von Gemeinschaft, Empathie und Fürsorge basieren, kollaborativ umgesetzt werden oder kulturelle Teilhabe befördern.
Gemeinsam mit den Ausstellungen „Ein Teehaus für Osnabrück“ (Mai bis August 2023) des Kollektivs Studio Quack sowie der Gruppenausstellung „Grounded – Eine künstlerische Materialforschung“ (September bis Dezember 2023) zum Thema Erde werden die prämierten Werke im Kunstraum nach Absprache mit den Künstlerinnen und Künstlern auf rund zehn Quadratmeter Bodenfläche beziehungsweise 20 Quadratmeter Wandfläche präsentiert. Dabei soll auch die angrenzende Vitrine eingebunden werden, die rund um die Uhr einsehbar ist.
Bewerbungen bis zum 12. Februar möglich
Die Projektskizze mit etwa fünf Skizzen und einem beschreibenden Text von rund 2.000 Anschlägen sowie einer kurzen Biografie im PDF-Format kann bis zum 12. Februar per Mail eingereicht werden. Nachdem die Entwürfe von einer fachkundigen Jury gesichtet wurden, werden zwei Beiträge ausgewählt. Zur Realisation der prämierten Arbeiten wird eine Aufwandsentschädigung von jeweils 400 Euro gezahlt, außerdem werden Materialkosten bis zu 1.000 Euro je Projekt übernommen.
38-Jähriger bewirft Polizist mit Böller in Osnabrücker Polizeiwache
Bereits in der Nacht zum Freitag (6. Januar) wurde ein Polizeibeamter von einem 38-Jährigen mit einem selbstgebauten Sprengsatz in der Dienststelle angegriffen. Der Polizist wurde dabei leicht verletzt.
Ein 38-Jähriger betrat gegen 1:25 Uhr die Dienststelle am Kollegienwall, nachdem er von einem Polizisten nach seinem Anliegen gefragt wurde. Ohne einen Kommentar holte der Osnabrücker plötzlich einen selbstgebauten Sprengsatz hinter seinem Rücken hervor, entzündete diesen und warf ihn in Richtung des Beamten.
Böllerwerfer war Polizei bekannt
Die mit Klebeband zusammengebundenen Chinaböller vom Typ D verfehlten den 38-jährigen Beamten nur knapp und explodierten schließlich neben dem Polizisten auf dem Boden der Bürgerwache. Der Beamte wurde dabei leicht verletzt und war einen Tag später zunächst nicht mehr dienstfähig. Weitere Polizisten wurden bei dem Angriff nicht verletzt.
Der amtsbekannte Böllerwerfer wurde anschließend vor dem Polizeigebäude festgenommen und schließlich in eine Osnabrücker Klinik gebracht. Ermittlungen ergaben, dass der Mann wenige Tage zuvor bereits eine ähnliche Tat in einer Osnabrücker Veranstaltungsstätte begangen hatte. Nach Rücksprache mit der Osnabrücker Staatsanwaltschaft erging ein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Die Vorführung des 38-Jährigen erfolgte noch am Tattag. Das Amtsgericht folgte dem Antrag und schickte den Böllerwerfer in Untersuchungshaft.
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe gesunken
Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im November 2022 kalender- und saisonbereinigt 1,2 Prozent niedriger gewesen als im Oktober. Der Rückgang dürfte unter anderem auf sinkende Auftragseingänge und sich zuletzt entspannende Lieferketten zurückzuführen sein, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.
Gegenüber dem Vormonat sank der Auftragsbestand um 5,3 Prozent und erreichte damit sein niedrigstes Niveau seit Juli 2020. Verminderte Lieferkettenprobleme führen dazu, dass Aufträge einfacher abgearbeitet werden können. Trotz des Rückgangs befindet sich der Auftragsbestand weiter auf einem hohen Niveau: Im Vergleich zum November 2021 war der Auftragsbestand kalenderbereinigt 3,1 Prozent höher. Während offene Aufträge aus dem Inland gegenüber Oktober 2022 um 0,6 Prozent sanken, ging der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland um 1,6 Prozent zurück. Der Rückgang des Auftragsbestands ist dabei über alle Hauptgruppen des Verarbeitenden Gewerbes hinweg zu erkennen. Bei den Herstellern von Investitionsgütern verringerte er sich um 1,4 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag er 0,6 Prozent niedriger, im Bereich der Konsumgüter sank er um 0,3 Prozent. Die Reichweite des Auftragsbestands ging im November weiter auf 7,3 Monate zurück (Oktober: 7,6 Monate).
Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug die Reichweite 10,7 Monate (Oktober: 11,3 Monate), bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb sie unverändert bei 3,7 Monaten und bei den Herstellern von Konsumgütern betrug sie 3,4 Monate (Oktober: 3,5 Monate).
Erneut deutlich weniger Baugenehmigungen für Wohnungen
Foto: Umbau einer Wohnung, über dts Nachrichtenagentur
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist erneut deutlich gesunken. Im November 2022 ging sie gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.716 oder 16,3 Prozent auf 24.304 zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.
Von Januar bis November wurden insgesamt 321.757 Wohnungen genehmigt. Dies waren 5,7 Prozent oder 19.280 weniger als im entsprechenden Zeitraum 2021. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. In neu zu errichtenden Gebäuden wurden von Januar bis November 2022 insgesamt 276.474 Wohnungen genehmigt.
Das waren 5,8 Prozent oder 16.962 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,9 Prozent (-13.710) auf 72.495 zurück, so das Bundesamt. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 10,1 Prozent (-2.930) auf 26.174. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 1,2 Prozent (+2.094) auf 171.911.
Umfrage: Jede dritte geplante Wohnung wird nicht gebaut
Foto: Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Wohnungen, die 2023 und 2024 fertig werden sollten, werden voraussichtlich nicht mehr realisiert. Das ergab eine Umfrage des Spitzenverbands der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW) unter seinen Mitgliedsunternehmen, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Von den ursprünglich geplanten 61.000 Wohnungen wollen die Mitgliedsunternehmen demnach knapp 20.000 weniger errichten. 33 Prozent der Befragten gaben an, ihre Neubaupläne komplett streichen zu wollen. Als Gründe geben mehr als drei Viertel der Wohnungsunternehmen die gestiegenen Material- und Finanzierungskosten an. An dritter Stelle wird fehlende Verlässlichkeit in der staatlichen Förderung genannt.
„Eine Verkettung von historisch schlechten Baubedingungen und eklatante Fehler der Regierung lassen den bezahlbaren Wohnungsbau aktuell dramatisch einbrechen“, sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko der FAZ. Es drohe „ein Drama für die Wohnungssuchenden“. Die Ampelkoalition hat sich zum Ziel gesetzt, dass unter ihrer Führung im Jahr 400.000 neue Wohnungen entstehen sollen, davon 100.000 Sozialwohnungen. Gedaschko hält dies für unrealistisch. „Mittelfristig werden bundesweit eher nur 200.000 statt 400.000 Wohnungen pro Jahr entstehen“, prognostiziert er.
Inflationsrate in Großbritannien sinkt auf 10,5 Prozent
Foto: Britisches Pfund, über dts Nachrichtenagentur
London (dts Nachrichtenagentur) – Der Anstieg der Verbraucherpreise in Großbritannien hat sich erneut etwas abgeschwächt. Die jährliche Inflationsrate sank im Dezember von 10,7 auf jetzt 10,5 Prozent, teilte die britische Statistikbehörde am Mittwoch in London mit.
Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im letzten Monat des Jahres um 0,4 Prozent. Steigende Preise in Restaurants und Hotels sowie bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken sorgten den Statistikern zufolge für den größten Auftrieb bei der jährlichen Inflation. Den größten Abwärtsbeitrag gab es unterdessen im Bereich Verkehr, insbesondere bei den Preisen für Kraftstoffe, sowie in den Kategorien „Bekleidung und Schuhe“ und „Freizeit und Kultur“.
BA erwartet 2023 im Schnitt 250.000 Menschen in Kurzarbeit
Foto: Agentur für Arbeit, über dts Nachrichtenagentur
Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, rechnet im laufenden Jahr mit im Durchschnitt rund 250.000 Menschen in Kurzarbeit. „Wir liegen mit derzeit 163.000 Menschen Kurzarbeit leicht über dem Niveau von 2019 vor der Coronakrise, aber wir nähern uns der 200.000er-Marke“, sagte Nahles der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).
„Für 2023 gehen wir – auf Basis der Herbsteckwerte der Bundesregierung – im Jahresdurchschnitt von etwa 250.000 Kurzarbeitenden aus. Dafür planen wir mit Ausgaben von 1,7 Milliarden Euro“, sagte die frühere Bundesarbeitsministerin. Für den Arbeitsmarkt 2023 gab sie einen optimistischen Ausblick. „Wir haben zu Beginn des Jahres 2023 eine halbe Million sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als vor einem Jahr“, so Nahles. „Wir sehen, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter auch in der Krise weiter halten, weil sie wissen, dass sie die Menschen möglicherweise nicht wiederbekommen“, sagte sie. „Wie es mittelfristig weitergeht, wird auch davon abhängen, dass sich die Perspektiven jetzt nicht verschlechtern. Im Moment spricht vieles dafür, dass sie besser werden: Die Inflation lässt nach, die Energiepreise gehen runter, die Lieferkettenprobleme werden besser. Unternehmen entlassen heute nicht mehr, sondern sie greifen bei Problemen eher zur Kurzarbeit“, sagte die Bundesagentur-Chefin. Für künftige Notlagen bekräftigte sie jedoch ihre Forderung nach einem speziellen Krisen-Kurzarbeitergeld. „Wir haben in der Pandemie Personal in einem Riesenumfang umschichten müssen – die Kurzarbeitergeld-Bearbeitung wurde von 700 auf 11.500 Personen hochgefahren. Dadurch blieben andere Aufgaben liegen, zum Beispiel die Berufsberatung“, sagte Nahles. „In der Pandemie war dies verkraftbar, weil die Schulen geschlossen waren. Aber das zeigt doch: Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld ist mit der Administration für Krisenzeiten viel zu aufwendig. Deshalb brauchen wir ein vereinfachtes Krisen-KUG mit pauschalierten Auszahlungen für den Fall einer Notlage. Wann das ausgezahlt wird, entscheidet die Regierung“, sagte Nahles.
Mittelstandsunion fordert erneute Grundsteuer-Fristverlängerung
Foto: Neubausiedlung, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) fordert, Bürgern und Betrieben erneut mehr Zeit für die Abgabe der Grundsteuererklärung einzuräumen. „Der Fiskus ist selbst nicht in der Lage, die komplizierten Grundsteuererklärungen fristgerecht abzugeben“, sagte die MIT-Bundesvorsitzende Gitta Connemann (CDU) der „Rheinischen Post“.
Bund und Länder müssten sich daher jetzt auf eine weitere Fristverlängerung einigen. „Die Abgabefrist muss noch einmal bis September verlängert werden – für öffentliche und private Immobilien gleichermaßen.“ Hintergrund ist, dass die Bundesregierung die Grundsteuererklärungen für ihre sämtlichen Liegenschaften offenbar erst Ende September abschließen will. Connemann sagte: „Es darf keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben – auch nicht bei der Grundsteuer.“ Der Staat habe eine Vorbildfunktion. „Der Bund darf sich nicht nach Gutsherrenart mehr Rechte einräumen als Bürger haben.“ Die Frist für die Abgabe der Erklärung endet für die Bürger Ende Januar. Auch viele Betriebe seien mit den komplizierten Fragen nach wie vor überfordert. „Steuerberater sind dadurch teilweise für andere Aufgaben völlig lahmgelegt und auch die Finanzämter kommen kaum noch zu anderen Aufgaben. Das muss jetzt entzerrt werden“, forderte die MIT-Vorsitzende.
Ex-Heeresinspekteur: Berlin sollte Leopard-2-Lieferung koordinieren
Foto: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Inspekteur des Heeres, Bruno Kasdorf, hat sich für eine führende Rolle Deutschlands bei der Koordination der Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern verbündeter Staaten an die Ukraine ausgesprochen. „Es ist naheliegend, dass wir das anpacken, weil wir als Produktionsland die Exportgenehmigungen geben müssen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Kasdorf verwies auf die sogenannte LeoBen-Gruppe, eine Gruppe aus 19 Leopard-2-Benutzerstaaten. Innerhalb dieses Kreises könne Deutschland die Lieferung im europäischen Verbund koordinieren. Am Freitag kommen die Verteidigungsminister der westlichen Verbündeten der Ukraine auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz zusammen. Bei dem Treffen geht es um weitere militärische Unterstützung für die Ukraine, die seit langem westliche Kampfpanzer fordert. „Ich weiß, dass es in der Truppe knirscht, wenn sie weiteres Material an die Ukraine abgeben muss“, sagte Kasdorf. „Gleichwohl halte ich es für absolut wichtig, dass die Ukraine jetzt so schnell wie möglich weiteres Großgerät bekommt, darunter auch den Kampfpanzer Leopard. Wir müssen zusehen, dass wir als Deutsche den Prozess konstruktiv nach vorne bringen, dass die Truppe aber gleichzeitig ihre Aufgaben etwa bei der schnellen Eingreiftruppe im Baltikum weiter wahrnehmen kann.“ Kasdorf sagte mit Blick auf die LeoBen-Gruppe: „Jetzt käme es darauf an, hinzugehen und zu sagen: Wer von denen verfügt zurzeit über die gleichen Baumuster, sagen wir mal den Leopard 2 A4. Das gleiche Baumuster ist aus Gründen der Ausbildung und der Logistik sehr wichtig. Das wäre dann die erste Tranche an die Ukraine.“ Parallel müsse die Instandsetzung von Leopard-2-Panzern durch die Rüstungsindustrie hochgefahren werden. „Dann müsste man sehen, wie man über die Zeitachse hinbekommt, dass die Ukrainer kontinuierlich mit den Panzern, mit Ersatzteilen und mit Munition versorgt werden.“ Der früheres Heeresinspekteur sagte weiter: „Bei uns in Deutschland sehe ich erst Anfang nächsten Jahres, dass wir in der Lage wären, Leopard 2 zu liefern.“ Möglich wäre aber die Lieferung des Vorgängermodells Leopard 1. „Der Leopard 1 ist ein verlässlicher Panzer, der durchaus auch den heutigen Anforderungen genügt.“










