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Inflationsrate im Februar bei 8,7 Prozent

Hasepost Breaking
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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Inflationsrate in Deutschland liegt im Februar 2023 voraussichtlich bei 8,7 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

AFP

Umfrage: Mehr Menschen nutzen CO2-Kompensationen im Internet

Foto: Frau mit Tablet, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Deutsche nutzen CO2-Rechner und Möglichkeiten zur CO2-Kompensation im Internet – wenngleich auf weiterhin relativ niedrigem Niveau. So habe unter den Internetnutzern mit 9 Prozent fast jeder Zehnte schon einmal CO2-Emissionen kompensiert, im Jahr 2021 seien es erst 5 Prozent gewesen, meldet der Digitalverband Bitkom am Mittwoch.

38 Prozent könnten sich dies künftig vorstellen. Demnach nutzten vor allem junge Internetnutzer zwischen 16 und 29 Jahren die Möglichkeit, online CO2 zu kompensieren. Dort seien es 17 Prozent der Befragten. Unter den 30- bis 49-Jährigen seien es 9 Prozent, 8 Prozent unter den 50- bis 64-Jährigen und 5 Prozent der Über-65-Jährigen. Auch der Anteil derjenigen, die sich schon einmal den eigenen CO2-Ausstoß online über Webseiten oder Apps ausrechnen haben lassen, sei von 3 Prozent im Jahr 2021 auf 7 Prozent gestiegen, so Bitkom. Für die Erhebung wurden 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt, so der Branchenverband.

AFP

Ramelow warnt Giffey vor Bündnis mit CDU

Foto: Bodo Ramelow, über dts Nachrichtenagentur

Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Berliner SPD vor einer Koalition mit der CDU gewarnt und dabei auch bundespolitische Gründe geltend gemacht. „Die SPD schmälert ihr Gewicht durch das eigene Verhalten“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Das nehme er „mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis“. Und dass „ausgerechnet“ die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey den „Sargnagel“ zur Beendigung des Bündnisses mit Grünen und Linken einschlagen wolle, sei „bitter“. Ramelow fügte hinzu: „Das geht auch an die Substanz meiner Partei.“ Immerhin stelle sie mit Klaus Lederer und Katja Kipping in Berlin zwei Senatoren, die bewiesen hätten, dass sie es könnten. Der Linken-Politiker beklagte ferner, dass es dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz bereits zuletzt mehrfach gelungen sei, durch Opposition im Bundesrat den Vermittlungsausschuss anzurufen, unter anderem beim Streit um das Bürgergeld – und dabei Veränderungen durchzusetzen. Dies könne sich beim Tauziehen um die Kindergrundsicherung wiederholen und dann ähnlich erfolgreich sein. So verliere die Ampelkoalition im Bund mit SPD und Grünen Gestaltungsmöglichkeiten. „Das geht über Berliner Lokalpolitik weit hinaus. In dem Moment, in dem Berlin preisgegeben wird, können wir nichts mehr in die Waagschale werfen“, sagte er dem RND. „Die SPD begibt sich in eine Falle. Das ist nicht zu Ende gedacht.“

Nötig sei stattdessen ein Bekenntnis zum „progressiven Lager“.

AFP

Rockband Måneskin beklagt hohe Zahl an Nichtwählern in Italien

Foto: Italienisches Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Rom (dts Nachrichtenagentur) – Die Rockband Måneskin, Sieger des Eurovision Song Contest 2021, kritisiert die aktuelle Politik in ihrem Heimatland Italien, für die die Musiker auch die jungen Italiener verantwortlich machen. Schließlich sind 40 Prozent der Menschen zwischen 18 und 25 nicht zur Wahl gegangen, was“ verdammt viele“ seien, sagte Bassistin Victoria De Angelis dem „Zeitmagazin“.

Gitarrist Thomas Raggi ergänzt: „Wenn es mich nicht juckt und ich keine Lust habe, von meinem gemütlichen Sofa aufzustehen, um mich vor irgendeinem Wahllokal in die Schlange zu stellen, dann kommt es zu so einem Wahlergebnis.“ Ein weiterer Grund für den Wahlsieg von Georgia Meloni sei eine Verklärung der guten alten Zeit: „Italien hat ein kurzes historisches Gedächtnis. Wir haben die letzte rechte Regierung vergessen, wir haben vergessen, was passiert ist. Und zum Zweiten gibt es diese Vintage-Wehmut: Alles, was alt ist, ist schön. Kochen wie anno dazumal, Ferien machen wie anno dazumal, die Musik von anno dazumal …“, sagte Sänger Damiano David. „Es gibt tatsächlich noch immer Leute, die behaupten, zu Kriegszeiten sei alles besser gewesen“, so Ethan Torchio, Schlagzeuger der Band. In Italien sei auch der Einfluss der Kirche immer noch sehr groß, sagte Bassistin De Angelis: „Als unsere Plakate in Rom geklebt werden sollten, hat uns die Kirche Schwierigkeiten gemacht. Auf dem Foto war ich mit verdrehten Augen zu sehen, man sah nur das Weiße, das war denen zu dämonisch. Deshalb wurde uns die Plakatierung in der Nähe des Vatikans untersagt.“ Trotzdem sei Italien ein wunderbares Land: „Es ist mit keinem anderen Land vergleichbar. Und es tut weh, dass es so viele Leute gibt, die es mit ihrer Scheißmentalität kaputtmachen wollen.“

AFP

Globus Baumarkt an der Rheiner Landstraße: Bauplan geht in Öffentlichkeitsbeteiligung

Der Bauplan Nr. 643 Rheiner Landstraße/Große Schulstraße. / Foto: Rykov
Der Bauplan Nr. 643 Rheiner Landstraße/Große Schulstraße. / Foto: Rykov

An der Kreuzung zwischen Rheiner Landstraße und der Großen Schulstraße sollen ein Baumarkt sowie eine Park+Ride Anlage entstehen. Der Flächennutzungsplan und der Bauplan für das große Projekt gehen jetzt in die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung.

Konkret geht es um eine Grünfläche an der Rheiner Landstraße, die ehemals als Deponie genutzt wurde. 2019 beschloss der Rat der Stadt Osnabrück auf Anfrage der Globus Fachmärkte GmbH & Co. KG, einen Baufachmarkt mit Gartencenter auf der Fläche zu errichten. Insgesamt soll der Baumarkt eine Verkaufsfläche von circa 13.700 Quadratmetern und etwa 380 PKW-Stellplätze haben. Hintergrund der Planungen seien zum einen der Ausbau der Stadtattraktivität und zum anderen der Wunsch der Helleraner Bevölkerung, wieder einen Baumarkt in Reichweite zu wissen. Seit der Schließung von Max Bahr im Jahr 2014 müssen Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils für bauliche Projekte entweder bis an die Hannoversche Straße oder die Hansastraße fahren.

Konfliktbereich Kreisverkehr

Konfliktpotenzial sieht der Fachbereich Städtebau vor allem in Hinblick auf den Kreisverkehr Rheiner Landstraße/Große Schulstraße. Die Kundenströme zum Garten- und Bauzentrum werden nach Berechnungen des Fachbereichs für eine stärkere Frequentierung beider Straßen sorgen; vor allem sei allerdings die Rheiner Landstraße betroffen. Die Entwicklung an der Großen Schulstraße sei „vertretbar“: Pro Tag würden nach Kalkulationen des Fachbereichs insgesamt 436 PKW mehr durch die Straße fahren. Eine Verkehrsentlastung sei demnach eher für die Ost-West-Achse erforderlich. „Nach langen Absprachen haben wir uns zunächst dafür entschieden, den Kreisverkehr zu behalten. Sollte der aktuelle Kreisel den Verkehr zu sehr ausbremsen, haben wir auch andere Wege bedacht“, berichtet der Leiter des Fachbereichs Städtebau Holger Clodius. Eine Möglichkeit wäre, den Kreisverkehr in eine normale Kreuzung umzuwandeln und eine Ampelanlage zu installieren. Die andere Option wäre ein „Turbokreisel“ mit separaten Rechtsabbiegestreifen. Letzteres würde den Verkehr zwar beträchtlich entlasten, würde jedoch für weniger Radsicherheit sorgen.

Klimatische Auswirkungen noch nicht untersucht

Neben dem Baumarkt soll auch eine Park+Ride Anlage entstehen. „Damit wollen wir die Pendlerströme in die Innenstadt reduzieren“, so Clodius. In direkter Umgebung der geplanten Anlage befindet sich bereits eine Metrobus-Haltestelle, von der aus Pendlerinnen und Pendler in die Stadt fahren können. Die klimatischen Auswirkungen des Bauvorhabens wurden noch nicht untersucht; diese liegen erst im zweiten Schritt der Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Klar ist allerdings jetzt schon, dass es zu negativen Effekten kommen wird: „Immer wenn gebaut wird, gibt es klimatische Abstriche. Es ist letztlich eine Kosten-Nutzen-Abwägung“, informiert der Fachbereichsleiter. Eine mögliche Konsequenz wäre die Beeinträchtigung des nach Westen gerichteten Kaltluftstroms.

Die Planunterlagen können bis zum 24. März im Dominikanerkloster an der Hasemauer 1 eingesehen werden. Hier können die Flächennutzungs- und Baupläne genauer erörtert und kommentiert werden.

AFP

Für die Tattoofans: Atelier ParaИoir aus Osnabrück eröffnet

Inhaber Robert Mielke. / Foto: Hirsch
Inhaber Robert Mielke. / Foto: Hirsch

Der Osnabrücker Robert Mielke eröffnete Mitte Januar sein kleines Atelier für Tattookunst und Piercings. Die Besonderheit dabei: Internationale und nationale Gasttattoowierende kommen in das Studio und stechen in verschiedenen Stilrichtungen.

Das Motto „Masse statt Klasse“ möchte der Tattooartist aufbrechen und einen sicheren Ort für interessierte Tattoofans schaffen. „Durch den Standort außerhalb der Innenstadt an der Frankenstraße und dem geschlossenen Konzept soll es keine Abfertigung werden, sondern der Tattoowierte soll sich wohl und wie zuhause fühlen“, erzählt Inhaber Robert Mielke. Er möchte das Großstadtfeeling zurück in seine geliebte Heimat, die Hasestadt Osnabrück, bringen.

Künstlerinnen und Künstler aus Los Angeles, Madrid und Italien

Ziel des Tattowierers sei es, hochkarätige Künstlerinnen und Künstler nach Osnabrück zu holen, die einen eigenen Stil haben. Damit will er herkömmliche Standards aufbrechen. Mielke erzählt: „Für spezielle Tattoos bin ich immer in andere Städte gefahren, weil die Tattoowierer auf die Stilrichtungen spezialisiert sind. Da habe ich mich gefragt, warum das nicht nach Osnabrück holen?“. Das Konzept ist, Tattoowiererinnen und Tattoowierern national und international einen temporären Raum zum Arbeiten zu geben. „Es entsteht kein Konkurrenzdenken und durch den geringen Platz, kann sich voll auf die Arbeit fokussiert werden. Man wird nicht abgelenkt“, so Mielke.

Atelier Paranoir in Osnabrück. / Foto: Hirsch
Atelier Paranoir in Osnabrück. / Foto: Hirsch

Piercingworkshops und kommende Aktionstage

Neben den Tattooterminen sticht Mielke auch Piercings, oder gibt eintägige Workshops um dies zu lernen. Zudem bietet das Studio Aktionstage an, damit Kundinnen und Kunden günstig aber hochwertig den beliebten Körperschmuck bekommen. Egal ob große oder kleine Motive, durch die vielen Stilrichtungen ist für jeden Tattoofan etwas dabei.

Anfragen von Interessierten oder Tattoowiererinnen und Tattoowierern, können bei Instagram versendet werden. Das Profil mit weiteren Informationen und einer Telefonnummer finden sie hier.

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AFP

Studie: Internetversorgung im Westen deutlich besser als im Osten

Foto: Kabelschacht, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Ostdeutschland ist deutlich schlechter mit schnellem Internet versorgt als Westdeutschland. Das zeigt eine bisher unveröffentlichte Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, über die die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet.

Demnach verfügen 44 Prozent der Haushalte in den ostdeutschen Flächenländern über Gigabit-Netze, während es in den westdeutschen Flächenländern 70 Prozent sind. Ganz vorne im bundesweiten Vergleich liegen der Studie zufolge die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin mit jeweils 97 Prozent.

AFP

Berliner Jusos rebellieren gegen Giffeys GroKo-Pläne

Foto: Franziska Giffey am 12.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der mutmaßliche Plan von Franziska Giffey, in Berlin Koalitionsgespräche mit der CDU zu führen, stößt parteiintern auf massiven Widerstand. „Die CDU passt nicht zu Berlin und nicht zur SPD“, sagte die Berliner Juso-Chefin Sinem Taşan-Funke dem „Spiegel“.

Man sei enttäuscht von dem sich abzeichnenden Sondierungsergebnis. „Wir werden uns jeder Bestrebung, eine Koalition mit der CDU zu bilden, entgegenstellen.“ Am Nachmittag trifft sich der SPD-Landesvorstand, um über die Koalitionsverhandlungen zu sprechen. Giffey und ihr Co-Vorsitzender Raed Saleh sprechen sich für ein Bündnis mit der CDU um Kai Wegner aus.

Unterstützung des Parteinachwuchses wird dies kaum finden. Taşan-Funke fällt ein vernichtendes Urteil über die CDU: Wer gegen migrantisierte Gruppen hetze, gegen bezahlbaren Wohnraum sei und die Verkehrswende belächle, disqualifiziere sich als Koalitionspartner für die Sozialdemokratie. „Die Erfahrungen auf Bundesebene zeigen, dass eine Koalition mit der CDU, besonders unter CDU-Führung, im besten Fall Stillstand und im schlimmsten Fall den Rückwärtsgang bedeutet.“ Das könne sich Berlin nicht leisten.

Die Juso-Chefin spielt auch darauf an, dass bei der Wahl am 12. Februar CDU und SPD vor allem bei älteren Wählern erfolgreich waren, während die jüngeren Generationen eher zur politischen Konkurrenz tendierten. Eine Koalition, die nur bei der Gruppe Ü60 eine Mehrheit habe, lasse den Willen der Jüngeren unberücksichtigt und könne keine Zukunftskoalition sein. Man wolle eine SPD, die „für ein solidarisches Berlin einsteht, statt den Spaltern von der CDU den Weg ins Rote Rathaus zu ebnen“. Die CDU hatte die Wahl mit 28,2 Prozent klar gewonnen.

Die SPD kam mit Giffey als Spitzenkandidatin nur auf 18,4 Prozent auf Platz zwei, mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 53 Stimmen vor den Grünen. Ein Bündnis der SPD mit der CDU und Giffeys Verzicht auf das Amt der Regierungschefin wäre bemerkenswert, weil die SPD trotz des schlechten Wahlergebnisses gemeinsam mit den bisherigen Koalitionspartnern Grüne und Linke eine komfortable Mehrheit im Abgeordnetenhaus hätte.

AFP

Dax baut Gewinne am Mittag etwas aus – Inflationsdaten erwartet

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat seine anfänglichen Gewinne am Mittwoch bis zum Mittag etwas ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 15.470 Punkten berechnet und damit 0,7 Prozent über Vortagesschluss.

Für den frühen Nachmittag werden neue Inflationsdaten des Statistischen Bundesamtes erwartet, wobei erste Zahlen aus den Bundesländern schon darauf hindeuten, dass es vom bisherigen bundesweiten Niveau von 8,7 Prozent Teuerung aus keine große Bewegung geben dürfte. Einige Anleger setzen aber offenbar dennoch auf eine insgesamt rückläufige Inflation. „Der Markt geht davon aus, dass sich in der ersten vorläufigen Schätzung der Inflation in Deutschland ein erneuter Rückgang zeigen wird“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets. Solange die Teuerung im Rückwärtsgang sei, befinde sich der Dax im Vorwärtsgang. „In den vergangenen drei Monaten stieg die Inflation mit 0,2 bis 0,5 Prozentpunkten weniger stark als im Schnitt erwartet.“ Die Investoren setzten auf eine Fortsetzung der guten Nachrichten, so Stanzl. „Der Aufwärtstrend im Dax ist weiterhin intakt.“ Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0662 US-Dollar (+0,80 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9379 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 82,85 US-Dollar. Das waren 60 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Tschechiens künftiger Präsident fordert Kampfjets für Ukraine

Foto: Tschechien, über dts Nachrichtenagentur

Prag (dts Nachrichtenagentur) – Schnelle Waffenlieferungen können laut dem früheren Nato-General und neu gewählten Präsidenten der Tschechischen Republik Petr Pavel den Krieg zugunsten der Ukraine entscheiden. „Auf längere Sicht sollten auch Kampfjets an die Ukraine geliefert werden“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Das solle aber erst in einem halben Jahr oder später der Fall sein. „Denn es braucht die Vorbereitung von Spezialisten, Flug- und Bodenpersonal, Logistik, Bodensicherung.“ Pavel war Ende Januar zum Staatsoberhaupt Tschechiens gewählt worden. Er war von 2015 bis 2018 Vorsitzender des Nato-Militärausschusses und somit der höchste General des Verteidigungsbündnisses. Am 9. März soll Pavel als Präsident in Prag vereidigt werden. In der „Zeit“ spricht er auch darüber, dass er die Ukraine-Politik der deutschen Bundesregierung anfangs für zu vorsichtig hielt. Nun aber lobt Pavel Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): „Für seine aktuelle Herangehensweise kann man Olaf Scholz nur loben.“ Als Präsident will Pavel für eine entschlossene Haltung gegenüber Peking eintreten. „Je mehr wir gegenüber China nachgeben, desto stärker wird es Druck auf uns ausüben“, sagte er und reagiert damit auf Kritik an seinem Telefonat mit der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen. Er wolle sich, so der künftige Präsident, „nicht diktieren lassen, mit wem wir telefonieren und wen wir treffen“. Das Gespräch zwischen Prag und Taipeh hat international für Aufsehen gesorgt, da China den Inselstaat als Teil der Volksrepublik begreift. Pavel stellt zudem die sogenannte Visegrád-Gruppe, also das Bündnis der Länder Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn, infrage. Dies begründet er insbesondere mit der Haltung Viktor Orbáns gegenüber Russland. „Wir sprechen nicht mehr mit einer Stimme“, sagte Pavel und kündigte an, Tschechien werde eine Diskussion darüber in Gang setzen, „ob und in welcher Form die Zusammenarbeit dieser vier Länder noch Sinn ergibt.“

AFP