HASEPOST
 
HASEPOST

Infratest-Umfrage: Union klar vorn, SPD fällt auf 13 Prozent

Bärbel Bas,
Bärbel Bas, Lars Klingbeil, Matthias Miersch am 08.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur

Die SPD verliert in der Wählergunst weiter und fällt in einer neuen Infratest-Umfrage zur Bundestagswahl auf 13 Prozent. Stärkste Kraft bliebe die Union mit 28 Prozent, gefolgt von der AfD mit 25 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD bleibt niedrig, nur jeder Fünfte ist mit ihrer Arbeit zufrieden. Im Bundeskabinett erzielt weiterhin nur Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine mehrheitliche Zustimmung.

Union vorne, SPD schwächer, AfD stabil

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD laut neuer Infratest-Umfrage nur noch auf 13 Prozent (-1 im Vergleich zum Dezember). Schwächer war die Partei in der Erhebung für den „Deutschlandtrend“ der ARD zuletzt im August 2019 gewesen (damals 12 Prozent).

Die Union käme der Umfrage zufolge derzeit auf 28 Prozent – das ist ein Punkt mehr als im Dezember. Die AfD hätte unverändert 25 Prozent in Aussicht, die Grünen bleiben bei 12 Prozent und die Linke bei 10 Prozent.

Das BSW verschlechtert sich in der Sonntagsfrage leicht auf 3 Prozent (-1) und bliebe damit wie die FDP (3 Prozent, +/-0) unterhalb der Mandatsschwelle. Alle anderen Parteien kommen derzeit zusammen auf 6 Prozent (+1).

Niedrige Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Mit der Arbeit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ist laut Umfrage wie bereits zum Jahresende 2025 jeder fünfte Deutsche (20 Prozent) sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Mit 78 Prozent überwiegt weiterhin die Unzufriedenheit mit dem Regierungshandeln. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) hält es für eher wahrscheinlich, dass die Bundesregierung 2026 bestehen bleibt, 45 Prozent halten das hingegen für eher unwahrscheinlich.

Aus dem Bundeskabinett überzeugt wie in den vergangenen Monaten nur Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Mehrheit der Deutschen. 57 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden (-1 im Vergleich zu Dezember). Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) kommt auf 26 Prozent Zufriedenheit (-4); 56 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind 24 Prozent sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (+1); 73 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erreicht ebenfalls einen Zufriedenheitswert von 24 Prozent (-4); 52 Prozent sind mit ihm unzufrieden. Mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind 14 Prozent zufrieden und 43 Prozent unzufrieden; ebenfalls 43 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu.

Bewertungen prominenter Köpfe aus Bund und Opposition

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommt aktuell auf 33 Prozent Zufriedenheit bei den Deutschen (-5 im Vergleich zu August 2025); 58 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Von den Oppositionspolitikern überzeugt Alice Weidel (AfD-Fraktionsvorsitzende) 25 Prozent der Deutschen (-1 im Vergleich zu Oktober 2025); 64 Prozent sind mit ihr unzufrieden.

Der Linken-Vorsitzende Jan van Aken erreicht aktuell 13 Prozent Zufriedenheit (+/-0); 29 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden und 58 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner kommt auf 9 Prozent Zufriedenheit; 26 Prozent sind mit ihr unzufrieden; knapp zwei Drittel (65 Prozent) kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Für sie war es die erste Abfrage im „Deutschlandtrend“ der ARD.

Befragt wurden von Infratest 1.323 Wahlberechtigten von Montag bis Mittwoch dieser Woche.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Dax behauptet Rekordniveau dank starker deutscher Industrieaufträge

Börse Frankfurt
Börse Frankfurt / Foto: dts

Der Dax hat am Donnerstag nach wechselhaftem Verlauf mit einem knappen Plus geschlossen. Positive Signale von den Auftragseingängen der Industrie sorgten zeitweise für Zuversicht bei den Anlegern, während sich an den Energie- und Devisenmärkten unterschiedliche Tendenzen zeigten.

Dax schließt knapp im Plus

Am Donnerstag beendete der Dax den Handel mit einem leichten Zugewinn gegenüber dem Vortagesschluss. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Leitindex mit 25.127 Punkten berechnet, was einem Plus von wenigen Punkten entspricht. Nach einem freundlichen Start drehte der Dax bis zum Mittag ins Minus, bevor er am Nachmittag in den grünen Bereich zurückkehrte.

Industrie-Aufträge nähren Konjunkturhoffnungen

„Die Hoffnungen auf den lang ersehnten konjunkturellen Aufschwung in Deutschland haben heute durch den überraschend starken Aufwärtstrend in den Auftragseingängen der Industrie neue Nahrung erhalten“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Die Geduld der Anleger im Hinblick auf das Rüstungs- und Infrastrukturpaket und Fiskalanreize durch die Bundesregierung könnte sich langsam auszahlen. Mit weiteren 5,9 Prozent Plus im November stiegen die Auftragseingänge bereits den dritten Monat in Folge und sorgten so für ein Dreimonatsplus von knapp zehn Prozent, das fast schon als Auftragsboom bezeichnet werden könnte“, so Romar weiter.

So komme die aktuelle Nachfragedynamik aus dem Inland und nicht wie so oft in der Vergangenheit aus dem Ausland, erklärte Romar. „Besonders gefragt sind Rüstungsgüter, aber auch Produkte und Großprojekte aus der Metallverarbeitung und dem Technologiesektor. Hält dieser Trend an, könnte die Konjunktur in Deutschland in diesem Jahr positiv überraschen und die vielen verteilten Vorschusslorbeeren im Dax bestätigen. Die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei einem rekordverdächtigen Indexstand von über 25.000 Punkten könnte sich schließen und Bewertungssorgen vom Tisch fegen“, sagte Romar laut CMC Markets.

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Deutscher Telekom, Adidas und Bayer an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Infineon und Siemens Energy.

Rohstoff- und Devisenmärkte in Bewegung

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 28 Euro und damit vier Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 61,19 US-Dollar, das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1653 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8581 Euro zu haben.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Über eine Million Langzeitarbeitslose in Deutschland – Ausländeranteil steigt

Jobcenter (Archiv)
Jobcenter (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Deutschland hat wieder mehr als eine Million Langzeitarbeitslose. Das meldet die „Bild“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Feser. Demnach ist der Anteil ausländischer Langzeitarbeitsloser deutlich gestiegen und macht inzwischen knapp ein Drittel aller Betroffenen aus.

Mehr als eine Million Menschen länger als ein Jahr ohne Arbeit

Nach Informationen der „Bild“ (Freitagausgabe) waren zum Stichtag November 2025 insgesamt 1.042.517 Menschen seit mindestens einem Jahr ohne Job. Das entspricht 36,1 Prozent aller Arbeitslosen.

Hoher Anteil ausländischer Langzeitarbeitsloser

Besonders stark gestiegen ist laut „Bild“ der Anteil ausländischer Langzeitarbeitsloser. 32,7 Prozent der Betroffenen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Bürgergeld-Zahlungen nach SGB II

2024 zahlte der Staat laut „Bild“ 3,26 Milliarden Euro Bürgergeld an ausländische Langzeitarbeitslose, ohne Kosten für Wohnung, Gesundheitsversorgung oder spätere Rentenfolgen. Insgesamt beliefen sich die Zahlungsansprüche langzeitarbeitsloser erwerbsfähiger Leistungsberechtigter nach dem SGB II in dem Jahr auf 9,91 Milliarden Euro.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Verkehrsminister ruft wegen Extremwetter zu Reiseverzicht auf

Straßenverkehr unter
Straßenverkehr unter winterlichen Bedingungen in Berlin (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat angesichts der erwarteten extremen Wetterlage die Bürger zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Er mahnte, bei angekündigten starken Schneefällen und möglichem Glatteis auf nicht zwingend notwendige Fahrten zu verzichten. Zugleich warnte er vor übertriebener Reaktion und Panik.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat die Bevölkerung mit Blick auf die aufkommende Wetterlage zur Umsicht im Straßen- und Bahnverkehr ermahnt. „Sicherheit geht immer vor und nicht alles ist vorhersehbar, gerade nicht im Bereich des Wetters“, sagte er dem TV-Sender „Welt“ am Donnerstag. „Deshalb sage ich: Vorsicht ist immer ein guter Ratgeber“, so Schnieder weiter.

Appell zu Verzicht auf unnötige Fahrten

Schnieder bat darum, angesichts der zu erwartenden „enormen Schneemengen“ und drohenden Glätte „auf alles zu verzichten, was nicht unbedingt nötig ist“. Grund zur Panik sehe er allerdings nicht. „Man sollte es auf der anderen Seite nicht übertreiben, aber ich glaube, die Anzeichen sind schon so, dass es in Bereichen wirklich sehr gefährlich sein kann. Das sollte man wissen und es deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber man sollte eben auch nicht übertrieben reagieren“, sagte der Minister dem Sender „Welt“.

Vorbereitungen bei Straße und Schiene

Der Minister berichtete, er habe sich mit der Autobahn GmbH und der Bahn zur Lage abgestimmt. „Jetzt müssen wir abwarten, was passiert.“ Tausende Mitarbeiter seien im Verkehrsbereich im Einsatz, um die Sicherheit so gut wie möglich zu gewährleisten. „Alle Verkehrsträger haben sich darauf vorbereitet, dass es zu enormen Schneemengen, zu Glatteis kommen kann. Im Bereich der Straße sind über 6.000 Straßenwärter unterwegs, bei der Bahn über 14.000 Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass die Bahnhöfe, die Bahnsteige, die die Weichen freigeräumt sind und dass der Verkehr fließen kann“, sagte der CDU-Politiker dem TV-Sender „Welt“.

Schnieder erinnerte zugleich an die Grenzen der Planbarkeit. „Eines muss man natürlich immer sagen: Wir sind nicht gefeit vor allen Wetterkapriolen. Das muss man einräumen. Also, wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zuhause bleiben.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Linke fordert EU-Sanktionen gegen US-Einwanderungsbehörde ICE

Jan van
Jan van Aken (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach den tödlichen Schüssen auf eine 37-jährige Frau in Minneapolis durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE fordert die Linke harte EU-Sanktionen gegen die Behörde. Linken-Parteichef Jan van Aken verlangt Einreiseverbote und Vermögensbeschlagnahmungen für die Führung der US-Behörde und wirft ICE schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vor.

Forderung nach EU-Sanktionen gegen ICE

Nach dem Tod einer 37-jährigen Frau, die am Mittwoch in Minneapolis von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen worden ist, verlangt Jan van Aken (Linke) Konsequenzen auf europäischer Ebene. „Wer sich am Terror gegen unbescholtene Bürger beteiligt oder diesen organisiert, hat in der EU nichts zu suchen“, sagte der Linken-Parteichef der „Welt“ (Freitagausgabe).

Als Reaktion auf die von ihm beschriebene „andauernde ungerechtfertigte und grundlose Aggression“ gegen Bürger in den USA fordert van Aken, die Führung der Behörde auf eine Sanktionsliste der Europäischen Union zu setzen. Nach seinen Worten „gehören die Chefs der Einwanderungsbehörde ICE auf die Sanktionsliste der EU“, zitiert ihn die „Welt“.

Einreiseverbot und Vermögensbeschlagnahme gefordert

Van Aken verbindet seine Forderung mit einem klaren Auftrag an die Bundesregierung. Diese solle sich in der Europäischen Union für ein „Einreiseverbot und die Beschlagnahmung der Vermögen der ICE-Chefs“ einsetzen, erklärte der Linken-Politiker gegenüber der „Welt“.

Vorwurf der inländischen Terrororganisation

Spätestens nach den tödlichen Schüssen von Minneapolis sei deutlich geworden, dass die US-Einwanderungsbehörde ICE eine „inländische Terrororganisation“ sei, sagte van Aken laut „Welt“. Er wirft der Behörde tiefgreifende Rechtsverstöße und Gewalt vor: „Sie entführt unbescholtene Menschen, sperrt sie ohne Rechtsgrundlage ein und geht mit unfassbarer Brutalität gegen aktive Bürger vor, die sich gegen diesen Terror zur Wehr setzen.“

Deutschland und die Europäische Union stünden nach Ansicht des Linken-Parteichefs in der Verantwortung, auf diese Entwicklungen zu reagieren. Sie müssten die Verantwortlichen für diese „furchtbaren Menschenrechtsverletzungen“ zur Rechenschaft ziehen, betonte van Aken gegenüber der „Welt“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Wegen Schneefall: Schule in Stadt und Landkreis Osnabrück fällt am 9. Januar aus

Symbolfoto: Fahrradfahrer im Schnee.
Symbolfoto: Fahrradfahrer im Schnee

Angesichts der aktuellen Wetterlage und der Vorhersagen für die kommenden Stunden fällt am Freitag (9. Januar) der Unterricht an allen allgemeinbildenden Schulen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück aus. Die Entscheidung wurde am frühen Donnerstagnachmittag bekannt gegeben, um Eltern sowie Schülerinnen und Schülern möglichst früh Planungssicherheit zu geben.

Distanzunterricht an den Berufsbildenden Schulen

Während der Präsenzunterricht an Grundschulen, weiterführenden Schulen und Förderschulen komplett entfällt, setzen die Berufsbildenden Schulen in Stadt und Landkreis auf Distanzunterricht. Der Unterricht soll dort wie geplant stattfinden, allerdings digital von zu Hause aus.

Betreuung in den Schulen gewährleistet

Für Familien, die keine Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, gibt es dennoch ein Angebot: Schülerinnen und Schüler, die trotz Unterrichtsausfalls in die Schulen kommen, werden dort betreut. Die Verantwortlichen stellen sicher, dass niemand unversorgt bleibt.

AFP

Nach brutaler Attacke in Osnabrück: Polizei sucht weiterhin Passantin

(Symbolbild) Polizei / Foto: Dieter Reinhard
(Symbolbild) Polizei / Foto: Dieter Reinhard

Nach dem versuchten Tötungsdelikt in der Osnabrücker Ellerstraße am Dienstagabend (6. Januar) laufen die Ermittlungen der Polizei weiterhin auf Hochtouren. Ein 48 Jahre alter Mann war gegen 22:45 Uhr Opfer eines schweren Gewaltverbrechens geworden.

Tatverdächtiger dem Haftrichter vorgeführt

Im Zuge der weiteren Ermittlungen nahm die Polizei einen 31 Jahre alten Mann als Tatverdächtigen fest. Am Mittwoch wurde dieser einer Haftrichterin vorgeführt. Sie erließ einen Untersuchungshaftbefehl, so dass sich der Mann nun in Haft befindet.

Hintergründe noch unklar

Zu den genauen Umständen der Tat und den Hintergründen machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit noch keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen zum Tatablauf dauern an, ebenso die Auswertung von Zeugenaussagen und Spuren.

Unbekannte Passantin könnte entscheidend sein

Besondere Bedeutung kommt einer bislang unbekannten Passantin zu. Nach Angaben der Polizei hat diese Frau die Tat beobachtet und einen anderen Zeugen auf die Situation aufmerksam gemacht, der schließlich die Polizei verständigte. Die Ermittler hoffen, durch ihre Aussage wichtige Hinweise zu erhalten.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei Osnabrück bittet die gesuchte Passantin sowie weitere mögliche Zeugen, sich zu melden. Hinweise werden unter den Telefonnummern 0541/327-2215 oder 0541/327-3103 entgegengenommen.

AFP

Kretschmer fordert Lockerung der EU-Klimaziele und CO2-Preise

Michael Kretschmer
Michael Kretschmer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert eine grundsätzliche Überprüfung der Klimaziele der EU und warnt vor negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort Europa. Die derzeitigen Vorgaben seien in der vorgesehenen Zeit nicht zu erreichen und hätten aus seiner Sicht gravierende Auswirkungen auf Industrie und Energiepreise.

Kritik an EU-Klimazielen und Warnung vor Deindustrialisierung

Michael Kretschmer (CDU) hält die aktuellen Klimavorgaben der Europäischen Union für unrealistisch. „Die Klimaziele sind in der verkürzten Frist nicht erreichbar“, sagte er dem Sender ntv. Zugleich warnte der sächsische Regierungschef vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der bisherigen Linie: „Sie führen zu einer Deindustrialisierung“, warnte der CDU-Politiker.

Aus Kretschmers Sicht sollte die EU ihre langfristigen Zielmarken anpassen. „Und die EU muss ebenfalls überprüfen, ob es nicht notwendig ist, bis 2050 80 statt 100 Prozent CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dann hätten wir eine ganze Menge Luft gewonnen und die Kosten für den Umbau wären wesentlich niedriger“, erklärte er bei ntv.

Im Dezember hatte die EU vereinbart, bis 2040 bereits 90 Prozent CO2 im Vergleich zu 1990 einzusparen. Mit Blick auf diese Vorgabe sagte Kretschmer: „Wenn wir schon bis 2040 bei 90 Prozent Einsparung im Vergleich zu 1990 sein wollen, haben wir keine Möglichkeiten, bei Wohnungsbau, Industrie und Energie flexibel zu sein“, warnte Kretschmer gegenüber ntv.

Forderung nach Überprüfung von CO2-Preis und Zertifikatehandel

Konkret verlangte Kretschmer, den CO2-Preis neu zu bewerten. „Die CO2-Abgabe kann so nicht funktionieren. Der Zertifikate-Handel muss schnell überprüft werden, weil jetzt Investitionsentscheidungen getroffen werden“, sagte er ntv. Anpassungen hält er für notwendig, ohne das System grundsätzlich infrage zu stellen: „Ich spreche von anpassen. Zwischen null und eins gibt es ja noch Spielraum.“

Gleichzeitig betonte der CDU-Politiker seine Unterstützung für den grundsätzlichen Kurs beim Klimaschutz. „Klimaschutz ist wichtig und das Ziel 2050 bleibt richtig“, stellte er klar. Energie dürfe dabei jedoch kein „knappes, teures Gut“ sein, wie er im Gespräch mit ntv sagte.

Kritik am geplanten Industriestrompreis der Bundesregierung

Über die Klimaziele hinaus äußerte sich Kretschmer kritisch zum geplanten Industriestrompreis der Bundesregierung. „Wenn wir jetzt einen Industriestrompreis von fünf Cent anstreben, aber allein die Netzkosten deutlich höher liegen, haben wir eine Schere. Wie lange wollen wir das wegsubventionieren?“, fragte der Regierungschef im Interview mit ntv.

Zur Frage möglicher künftiger Energieimporte aus Russland nahm Kretschmer ebenfalls Stellung. Die Frage nach einer Wiederaufnahme russischer Gasimporte stelle sich derzeit nicht, sagte der Regierungschef dem Sender ntv.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Feuerwehr warnt nach Wintereinbruch vor Wäldern und Eisflächen

Verschneiter Park
Verschneiter Park / Foto: dts

Nach dem heftigen Wintereinbruch in Deutschland warnt der Feuerwehrverband vor Spaziergängen in Wäldern und Alleen sowie vor Leichtsinn auf zugefrorenen Gewässern. Zugleich spricht sich der Deutsche Lehrerverband gegen eine pauschale bundesweite Aussetzung des Präsenzunterrichts aus und verweist auf regionale Entscheidungen und die Verantwortung der Eltern.

Warnungen vor instabilen Bäumen und gefährlichen Eisflächen

Nach den starken Schneefällen in Deutschland rät Vizepräsident Hermann Schreck vom Deutschen Feuerwehrverband dringend davon ab, Wälder und Alleen zu betreten. „Jeder sollte bei hohem Schneefall Wälder und Alleen meiden“, sagte Schreck der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). Aufgrund der Schneemassen seien die Gefahren durch instabile Bäume und herabfallende Äste sehr groß, so der Experte.

Schreck mahnte zudem zu besonderer Vorsicht beim Betreten von zugefrorenen Seen. Trotz der anhaltenden Eiseskälte sei nicht automatisch von einer sicheren Eisdecke auszugehen. „Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt, bedeutet das: nicht betreten“, sagte der Vizepräsident der „Rheinischen Post“. Dies gelte insbesondere, wenn die Eisfläche durch Schnee bedeckt sei und mögliche Schwachstellen kaum sichtbar seien.

Der Feuerwehrverband empfiehlt nach den Worten von Schreck, ausschließlich freigegebene Flächen zu nutzen. Betreten werden sollten daher auch nur „von den Behörden freigegebene Eisflächen“, so Schreck gegenüber der „Rheinischen Post“.

Präsenzunterricht soll Ausnahme bleiben

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Stefan Düll, spricht sich angesichts der winterlichen Lage gegen eine bundesweite Aussetzung des Präsenzunterrichts aus. „Distanzunterricht sollte auf die entsprechenden Notfälle beschränkt bleiben“, sagte Düll der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

Nach Einschätzung von Düll ist die Situation in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. „Die Lage stellt sich für die einzelnen Landesteile verschieden dar.“ Die Entscheidung über Schulschließungen liege bei den Kommunen und den jeweiligen Kultusministerien der Länder. Zudem hätten Schulleitungen die Möglichkeit, Schulschließungen eigenständig anzuordnen.

Auch Eltern hätten Spielraum für eigene Entscheidungen, betonte Düll. „Darüber hinaus können Eltern entscheiden, ihr Kind zu Hause zu behalten und die Schule entsprechend zu informieren, wenn sie den Schulweg als ein ernsthaftes Risiko ansehen“, sagte Düll der „Rheinischen Post“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Gute Nachricht des Tages: Osnabrücks Mensen bieten wieder Niedersachsen-Menü für 2,50 Euro an

Das Studentenwerk Osnabrück betreibt unter anderem die Mensa am Campus Westerberg. / Foto: Köster
Mensa am Campus Westerberg. / Foto: Köster

Studierende in Niedersachsen können sich freuen: Seit Jahresbeginn gibt es in den Hochschul- und Universitätsmensen wieder das Niedersachsen-Menü für 2,50 Euro. Das günstige Angebot steht täglich auf dem Speiseplan – auch in Osnabrück.

Politik bringt günstiges Essen zurück

Durchgesetzt wurde die Rückkehr des Menüs von der Grünen-Landtagsfraktion gemeinsam mit der SPD. „Gute Bildung braucht auch eine bezahlbare Verpflegung. Wer gut isst, kann besser studieren“, sagt die Osnabrücker Grünen-Abgeordnete Anne Kura.

Breite Auswahl in den Mensen

Das Niedersachsen-Menü war bereits in der Corona-Zeit eingeführt worden. Nun bieten die Studierendenwerke es wieder flächendeckend an. Seit dem 5. Januar 2026 gibt es täglich ein warmes Essen – vegan, vegetarisch oder mit Fleisch und Fisch.

Soziales Signal für Studierende

Für Volker Bajus, ebenfalls Landtagsabgeordneter der Grünen aus Osnabrück, ist klar: „Das Niedersachsen-Menü ist mehr als eine kurzfristige Entlastung. Es zeigt, dass Politik einen Unterschied im Alltag von Menschen machen kann.“

AFP