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Wirtschaftliche Schieflage: Wie es nach dem Insolvenzantrag und Rausschmiss des Geschäftsführers beim DRK in Osnabrück weitergeht

DRK (Symbolbild)
DRK (Symbolbild) / Foto: dts

Nach turbulenten Wochen steht das Deutsche Rote Kreuz Osnabrück-Stadt vor einer entscheidenden Phase. Ein Insolvenzantrag, ein entlassener Geschäftsführer und schwere Vorwürfe aus der Vergangenheit werfen Fragen auf. Gleichzeitig soll der Betrieb für Hilfesuchende und Kursteilnehmende möglichst reibungslos weiterlaufen.

Insolvenzantrag und Strafanzeige gegen früheren Geschäftsführer

Am 17. Dezember 2025 hat das Präsidium des DRK Osnabrück-Stadt beim Amtsgericht Osnabrück die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Hintergrund ist eine massive wirtschaftliche Schieflage, die nach Angaben aus Vereinskreisen unter der Verantwortung des früheren Geschäftsführers Mike Reil entstanden sein soll. Der Vorstand hat inzwischen Strafanzeige gegen ihn gestellt.

Reil war bereits Ende November zunächst freigestellt worden. Im Dezember folgten die Kündigung und Anzeige. Er soll dem Verein ein wirtschaftliches Desaster hinterlassen haben. Schon in der Vergangenheit war der damalige Geschäftsführer in die Kritik geraten: Ehemalige Mitarbeitende des „DRK-Markt für alle“ hatten Mobbing-Vorwürfe gegen ihn erhoben, einige zogen sogar vor das Arbeitsgericht. Unsere Redaktion hatte darüber berichtet.

DRK Markt für alle in Osnabrück / Foto: Dominik Lapp
Der DRK-Shop am Hauptbahnhof soll weiterhin geöffnet bleiben. / Foto: Dominik Lapp

Vorläufiger Insolvenzverwalter verschafft sich Überblick

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Osnabrücker Rechtsanwalt Stephan Michels. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet er nun daran, die tatsächliche finanzielle Lage des Vereins aufzuarbeiten. Erste Gespräche mit dem ehrenamtlichen Präsidium haben bereits stattgefunden.

„Zu diesem Zeitpunkt geht es darum, Ordnung in die Abläufe zu bringen“, erklärt Michels. „In Abstimmung mit dem Präsidium sortieren wir das bisherige Geschehen.“ Vorrangig sei die Prüfung der Finanzen, um nachvollziehen zu können, wie es zu der aktuellen Situation kommen konnte. Dabei werde auch geprüft, ob und wie sich das Insolvenzverfahren auf den Status der Gemeinnützigkeit auswirken könnte.

Stabilisierung des Betriebs hat Priorität

Parallel zur Ursachenforschung steht für den vorläufigen Insolvenzverwalter die Sicherung des laufenden Betriebs im Mittelpunkt. Bestehende Verträge werden geprüft, Vermögenswerte gesichert und die Interessen der Gläubiger berücksichtigt. Ziel ist es, Strukturen zu stabilisieren und eine Grundlage für mögliche nächste Schritte zu schaffen. Auch die Mitarbeitenden seien eingebunden worden. Bereits vor Weihnachten soll dazu eine Versammlung mit den derzeit 34 Beschäftigten stattgefunden habe.

Angebote laufen vorerst wie gewohnt weiter

Für Kundinnen und Kunden sowie Hilfesuchende gibt es zunächst Entwarnung. Die Angebote des DRK Osnabrück-Stadt bleiben vorerst in vollem Umfang bestehen. Dazu zählen die Erste-Hilfe-Kurse in der Geschäftsstelle ebenso wie der soziale Dienst, der Menschen im häuslichen Umfeld unterstützt. Auch die Kreisbereitschaft ist weiterhin bei Veranstaltungen und in Notsituationen im Einsatz.

Der „DRK-Markt für alle“ in der Nähe des Osnabrücker Hauptbahnhofs bleibt ebenfalls geöffnet. Dort werden gespendete Kleidung, Deko-Artikel und Spielwaren zu günstigen Preisen angeboten. Bereits vor dem Insolvenzantrag geschlossen wurde hingegen die DRK-Tagespflege im Wissenschaftspark.

Wie geht es weiter?

Wie sich das Insolvenzverfahren konkret entwickeln wird, ist derzeit noch offen. Der vorläufige Insolvenzverwalter will zu gegebener Zeit über den Fortgang informieren. Klar ist jedoch: In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, ob und in welcher Form das DRK Osnabrück-Stadt langfristig neu aufgestellt werden kann – und welche Konsequenzen die Vorgänge rund um den früheren Geschäftsführer noch haben werden.

AFP

„Über 12.000 Bürokratie-Beschwerden überfordern neues Regierungportal“

Karsten Wildberger
Karsten Wildberger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das neue Onlineportal „Einfach machen“ der Bundesregierung stößt gut vier Wochen nach dem Start auf reges Interesse. Nach Angaben des Digitalministeriums sind seit dem 12. Dezember 2025 mehr als 12.400 Meldungen von Bürgern und Unternehmen zu aus ihrer Sicht überflüssiger Bürokratie eingegangen. Ein Schwerpunkt der Hinweise betrifft Behördenprozesse, Digitalisierung und Steuern.

Tausende Meldungen in wenigen Wochen

Wie eine Sprecherin des Digitalministeriums der „Rheinischen Post“ mitteilte, sind vom 12. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026 insgesamt 12.423 Meldungen über das Portal eingegangen. Etwas mehr als jede zweite Eingabe stammte demnach von Privatpersonen, hinter knapp jeder vierten Rückmeldung steckte ein Unternehmen.

Mehr als 5.200 Meldungen betrafen nach Auswertungen des Ministeriums Behördenprozesse wie etwa Anträge und Bescheide. Mehr als 1.000 Anträge bezogen sich auf das Thema Digitalisierung, rund 850 Hinweise behandelten den Komplex Steuern.

Minister sieht klaren Auftrag

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Über 12.000 eingereichte Vorschläge sind ein klarer Auftrag. Wir machen mehr Tempo bei dringend notwendigen Entlastungen – gerade dort, wo der Schuh am meisten drückt. Das Feedback der Menschen in Deutschland ist für uns eine wertvolle Grundlage, um gezielt und wirksam Bürokratie zurückzubauen.“

Portal für Hinweise auf Bürokratie

Seit knapp einem Monat können Bürger auf der extra eingerichteten Onlineplattform „Einfach machen“ Fälle ihrer Meinung nach unsinniger oder übermäßiger Bürokratie melden. Die Hinweise sollen dabei helfen, zu priorisieren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Deutschland vor Milliarden-U-Boot-Deal mit indischer Marine

U-Boot (Archiv)
U-Boot (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) steht offenbar kurz vor einem Großauftrag der indischen Marine zum Bau von sechs modernen U-Booten. Parallel dazu sollen beim Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Indien kommende Woche weitere wirtschaftliche Kooperationen, unter anderem im Energiesektor, vorangetrieben werden.

Fortschritte bei U-Boot-Deal mit Indien

Der deutsche U-Boot- und Fregattenbauer Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) soll die indische Marine mit sechs modernen U-Booten ausstatten. Bei dem Großauftrag, über den seit Jahren verhandelt wird, gibt es Fortschritte, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Insider. Es wird damit gerechnet, dass der Deal bald abgeschlossen werden kann.

Das Geschäft soll mit einer Vereinbarung zwischen der indischen und der deutschen Regierung flankiert werden, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf „Regierungskreise“. Damit wollten die Inder unter anderem sicherstellen, dass Ersatzteile in Zukunft reibungslos geliefert werden können, heißt es. Über die Einzelheiten soll beim Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Indien kommende Woche gesprochen werden.

Regierungsabkommen und Wirtschaftsdelegation

Der Bundeskanzler wird am Montag vom indischen Premierminister Narendra Modi in Ahmedabad in seinem Heimatbundesstaat Gujarat empfangen. Anschließend wird Merz, der von einer Wirtschaftsdelegation aus zwölf Unternehmen begleitet wird, zum Technologie-Hub Bangalore weiterreisen.

Ausbau der Kooperation im Energiesektor

Auch im Energiesektor soll die Kooperation ausgebaut werden. Wie das „Handelsblatt“ schreibt, wird der deutsche Konzern Uniper eine Vereinbarung für den Kauf von grünem Ammoniak aus Indien abschließen. Die Details sollen kommende Woche bekannt werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Extremwetter legt kompletten Bahnverkehr im Großraum Hannover lahm

Winter bei
Winter bei der Deutschen Bahn (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover ist aufgrund der aktuellen Wetterlage bis mindestens Freitagmittag eingestellt. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist damit eines der wichtigsten Drehkreuze Deutschlands betroffen, der Fernverkehr im Norden Deutschlands sei nicht mehr möglich.

Schienenverkehr bis mindestens Freitagmittag gestoppt

Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover ist bis mindestens Freitagmittag eingestellt. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Damit sei „eines der wichtigsten Drehkreuze Deutschlands betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich“, hieß es weiter von der Deutschen Bahn.

Schutz von Fahrgästen, Mitarbeitern und Fahrzeugen

Die Maßnahme sei notwendig, „um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen“, erklärte die Deutsche Bahn. Die Züge würden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten, „um die Sicherheit zu gewährleisten“. Nach Angaben der Deutschen Bahn versorge sie die Fahrgäste vor Ort und setze zusätzliches Personal ein.

Aufenthaltszüge in Hannover und Arbeit an Wiederaufnahme

In Hannover stelle man Aufenthaltszüge bereit, „um den betroffenen Reisenden eine Möglichkeit zum Verweilen zu bieten“, so die Deutsche Bahn. Der Konzern arbeite daran, „den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, sobald es die Wetterbedingungen erlaubten“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Dax tritt vor US-Zolleurteil und Jobdaten auf der Stelle

Börse
Foto: dts

Der Dax ist am Freitag verhalten in den Handel gestartet und lag am Morgen nur geringfügig über dem Vortagesschluss. Marktbeobachter verweisen auf einen „doppelten Belastungstest“ durch mögliche Entscheidungen in den USA sowie auf anstehende Konjunkturdaten, die für Zurückhaltung bei Anlegern sorgen.

Rekord-Rally im Dax verliert an Schwung

Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.130 Punkten berechnet, minimal über dem Schlussniveau vom Vortag.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sagte laut Consorsbank: „Dem Dax steht am Nachmittag ein doppelter Belastungstest ins Haus: ein mögliches Urteil des Obersten Gerichts zu den reziproken Zöllen von US-Präsident Trump sowie US-Jobdaten, die eng mit Zinshoffnungen verknüpft sind.“ Weiter erklärte er: „Die Rekord-Rally im Dax hat aus Respekt vor diesen Ereignissen an Schwung verloren. Nachdem seit Jahresanfang eilig Positionen aufgebaut wurden, wollen Anleger jetzt zunächst eine klare Bestätigung sehen.“

Mit Blick auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sagte Stanzl der Consorsbank zufolge: „Die Börsen dürften dazu tendieren, zu schwache US-Arbeitsmarktdaten auf Spätfolgen der Haushaltssperre zurückzuführen, während zu starke Daten die Zinshoffnungen dämpfen würden. Der Sweet Spot liegt bei den Stellenschaffungen irgendwo in der Mitte.“ Die Arbeitsmarktdaten der letzten beiden Tage deuteten seinen Worten nach auf nichts hin, worüber man sich wirklich Sorgen machen müsste. Eine Überraschung sei bei diesen wichtigen Daten aber nie auszuschließen. Schon die erwartbare kurzfristige Volatilität motiviere einige Anleger, zunächst abzuwarten.

Spannung vor möglichem Urteil zu US-Zöllen

Zu den erwarteten Entscheidungen in den USA sagte Stanzl laut Consorsbank: „Heute könnte es zu einem politischen Showdown in Washington kommen. Das Oberste Gericht könnte um 16 Uhr ein Urteil über Trumps reziproke Zölle verkünden. Hunderte Unternehmen warten gebannt darauf, ob sie noch eine Chance haben, bereits gezahlte Zölle auf dem Rechtsweg zurückzufordern.“

Für die Börsen wäre ein solches Urteil nach Einschätzung des Analysten kurzfristig richtungsweisend: „Für den Aktienmarkt wäre es kurzfristig ein positives Signal, wenn das Gericht die Zölle kippt. Anleger versprechen sich davon höhere Gewinnspannen der Unternehmen und geringere Belastungen für Konsumenten. Mittelfristig dürfte die Unsicherheit bei den Zöllen jedoch wieder zunehmen, weil die US-Regierung versuchen würde, die Zölle auf anderen Wegen erneut zu aktivieren.“

Iran-Proteste belasten Öl- und Aktienmärkte

Auch die Entwicklung an den Energiemärkten spielt aus Sicht des Consorsbank-Analysten eine wichtige Rolle. „Die Energiemärkte blicken sorgenvoll auf die Proteste im Iran und darauf, wie die Führung in Teheran damit umgehen wird. Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden“, sagte Stanzl laut Consorsbank.

Gleichzeitig sieht er derzeit keinen unmittelbaren Angebotsengpass: „Selbst wenn der Iran als Exporteur wegfiele, wäre wegen einer weltweiten Ölschwemme kein unmittelbarer Versorgungsengpass zu erwarten. Die Proteste und ihre möglichen Folgen sind aber zu bedeutend, um am Ölmarkt ignoriert zu werden. Der Anstieg des Ölpreises bremst daher die Rally im Dax“, sagte Stanzl.

Am Devisenmarkt zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1644 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8588 Euro zu haben.

Der Goldpreis gab leicht nach. Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.474 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entsprach einem Preis von 123,52 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 62,48 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Sturmtief „Elli“ sorgt für mehrere Glätteunfälle in Stadt und Landkreis Osnabrück

Symbolbild: Eisglätte
Symbolbild Eisglätte

Das Sturmtief „Elli“ hat seit Donnerstagabend (8. Januar) zu winterlichen Straßenverhältnissen in Stadt und Landkreis Osnabrück geführt. Die Polizei Osnabrück zählt bis Freitagvormittag insgesamt 13 Verkehrsunfälle und mehrere Gefahrenstellen, die auf Glätte, Schneefall und Schneeverwehungen zurückzuführen sind. 

Unfall mit zwei Verletzten in Bramsche

Der schwerste Unfall ereignete sich am Donnerstagabend gegen 22:00 Uhr in Bramsche.
Auf der Malgartener Straße kam eine 22-jährige Autofahrerin aufgrund der
Glätte von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Leitpfosten und blieb mit ihrem
Fahrzeug seitlich in der Berme liegen. Die Fahrerin wurde glücklicherweise nur leicht verletzt, doch ihre Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Radfahrer stürzt wegen Glätte

Am frühen Freitagmorgen, gegen 5:20 Uhr, stürzte ein Radfahrer im Osnabrücker
Ortsteil Atter auf der glatten Fahrbahn. Dabei erlitt er leichte Verletzungen zu, bei denen ein aufmerksamer Autofahrer Erste Hilfe leistete.  Anschließend wurde der Radfahrer zur
weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Unfall auf Autobahn 1-Parkplatz

Auf der Autobahn 1 in Richtung Hamburg kam es auf dem Parkplatz Hasetal-Ost
zu einem weiteren Unfall. Eine Autofahrerin geriet mit ihrem Fahrzeug auf den zugeschneiten linken Fahrstreifen, schleuderte zunächst
gegen die Außenschutzplanke, prallte im Bereich der Ausfahrt erneut gegen die
Schutzplanke und kam schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand. An dem Unfall war kein weiteres Fahrzeug beteiligt. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

Gleich zwei Lkw mit Unfall auf A30

Auf der A30 kam es zu gleich zwei wetterbedingten Unfällen von Lkws: Auf dem Parkplatz Rottkamp Süd verunfallte ein Lkw aufgrund der Glätte. In Belm kam ein weiterer Lkw auf der Icker Landstraße nicht mehr voran und blockierte zeitweise die Fahrbahn.

Weitere Unfälle ohne Personenschäden

In Hagen a.T.W. stürzte ein Baum infolge des Sturms auf die Fahrbahn. Personen
oder Fahrzeuge wurden dabei nicht beschädigt. In Bersenbrück wiederum landete
ein Auto auf einem angrenzenden Acker. Die Polizei konnte an der Unfallstelle jedoch keinen Verantwortlichen antreffen.

Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden

Die Polizei appelliert angesichts der weiterhin winterlichen Wetterlage, die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden.

AFP

Lkw-Maut-Fahrleistung steigt kräftig – Signal für Konjunkturaufschwung

LKW-Rastplatz
LKW-Rastplatz / Foto: dts

Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im Dezember 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben der Behörden markiert der Zuwachs den stärksten Anstieg gegenüber einem Vormonat seit fast vier Jahren. Der entsprechende Index lag zudem über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Deutlicher Zuwachs im Dezember 2025

Im Dezember 2025 erhöhte sich die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen kalender- und saisonbereinigt um 3,2 Prozent im Vergleich zum November 2025. Wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilten, war dies der höchste Anstieg gegenüber einem Vormonat seit März 2021. Der kalenderbereinigte Lkw-Maut-Fahrleistungsindex lag 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats Dezember 2024.

Frühindikator für die Konjunkturentwicklung

Wirtschaftliche Aktivität erzeugt und benötigt Verkehrsleistungen. Daher besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Lkw-Maut-Fahrleistungsindex und Indizes zur wirtschaftlichen Aktivität, insbesondere der Industrieproduktion. Da der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex etwa einen Monat früher verfügbar ist als der Produktionsindex, eignet er sich als Frühindikator für die Konjunkturentwicklung. Eine Untergliederung nach Wirtschaftszweigen ist aber nicht möglich.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Deutschlands Exportüberschuss schrumpft: Exporte fallen, Importe steigen

Container Schiff
Foto: dts

Die deutschen Exporte sind im November 2025 im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen, während die Importe leicht zulegten. Gleichzeitig verringerte sich der Überschuss in der Außenhandelsbilanz sowohl gegenüber Oktober 2025 als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 deutlich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte.

Im November 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent gesunken und die Importe um 0,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 Prozent ab und die Importe um 5,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Freitag mitteilte.

Außenhandelsbilanz mit geringerem Überschuss

Im November 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,1 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November 2025 mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +17,2 Milliarden Euro betragen. Im November 2024 hatte er bei +20,0 Milliarden Euro gelegen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2025 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,2 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 4,0 Prozent.

Handel mit EU-Staaten und Drittstaaten

In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro (-3,9 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro (-3,7 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro (-4,8 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,7 Milliarden Euro (-4,7 Prozent) von dort importiert.

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 55,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Oktober 2025 sanken die Exporte in die Drittstaaten um 0,2 Prozent, die Importe von dort stiegen um 6,3 Prozent.

Wichtigste Handelspartner und Entwicklung nach Ländern

Die meisten deutschen Exporte gingen im November 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 4,2 Prozent weniger als im Oktober 2025. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2024 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 22,9 Prozent geringer. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im November 2025 im Vergleich zum Oktober 2025 um 3,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 8,1 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro ab.

Die meisten Importe kamen im November 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,9 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 8,0 Prozent mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,9 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 10,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im November 2025 gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber November 2024 nahmen sie um 22,5 Prozent ab. Die Importe aus Russland stiegen im November 2025 gegenüber Oktober 2025 um 22,5 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber November 2024 nahmen sie um 2,7 Prozent ab.

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im November 2025 Waren im Wert von 130,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 117,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 sanken die Exporte damit um 1,7 Prozent und die Importe stiegen um 4,4 Prozent an. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im November 2025 mit einem Überschuss von 13,7 Milliarden Euro ab. Im November 2024 hatte der Saldo +20,9 Milliarden Euro betragen, so Destatis.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Industrieproduktion im November 2025 legt erneut deutlich zu

PKW-Produktion
Foto: dts

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im November 2025 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber Oktober 2025 gestiegen. Maßgeblich trugen dazu Zuwächse in der Automobilindustrie sowie im Maschinenbau bei, während die Energieerzeugung deutlich nachgab. Im Dreimonatsvergleich von September bis November 2025 lag die Produktion insgesamt höher als in den drei Monaten zuvor.

Produktion legt zu, Dreimonatstrend positiv

Die preisbereinigte Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im November 2025 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von September 2025 bis November 2025 um 0,7 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Im Oktober 2025 stieg die Produktion gegenüber September 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 2,0 Prozent (vorläufiger Wert: +1,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 war die Produktion im November 2025 kalenderbereinigt 0,8 Prozent höher.

Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +7,8 Prozent zum Vormonat). Auch die Anstiege im Maschinenbau (+3,2 Prozent) und in der Maschinenwartung und -montage (+10,5 Prozent) beeinflussten das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Energieerzeugung (-7,8 Prozent) aus.

Industrie und energieintensive Branchen im Vergleich

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 Prozent. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 4,9 Prozent. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,8 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 0,3 Prozent. Außerhalb der Industrie sank die Bauproduktion um 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 stieg die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 1,3 Prozent.

In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von September 2025 bis November 2025 um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat November 2024 war die energieintensive Produktion im November 2025 kalenderbereinigt um 3,3 Prozent niedriger.

In den Monaten Januar bis November des Jahres 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,2 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insbesondere in der Industrie (-1,3 Prozent) und im Baugewerbe (-1,7 Prozent) ging die Produktion zurück. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 2,0 Prozent. In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-2,4 Prozent), in den energieintensiven Industriezweigen (-2,6 Prozent) und im Maschinenbau (-2,3 Prozent) zurückzuführen.

Längerfristige Entwicklung und Indikatoren

Betrachtet man die längerfristige Entwicklung in der Industrie, so war die Produktion in den Jahren 2023 und 2024 überwiegend einem Abwärtstrend gefolgt. Ausgehend von einem Tiefpunkt im Dezember 2024 war im Verlauf des Jahres 2025 zunächst eine leichte Erholung zu beobachten, die Produktion lag im 1. Halbjahr 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent höher als im Halbjahr davor. Nach einem Einbruch im August blieb die Produktion auch im September auf einem niedrigen Niveau, maßgeblich beeinflusst von geringen Produktionswerten in der Automobilindustrie. Im Oktober begann in der Industrieproduktion ein verhaltener Erholungskurs, der sich im November fortsetzte.

Für die Einschätzung der Entwicklung der Produktion im Dezember könnten positive Signale anderer Industrieindikatoren relevant sein. So ist der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember 2025 mit +3,2 Prozent deutlich angestiegen (kalender- und saisonbereinigte Vormonatsrate). Weiterhin haben sich die Auftragseingänge in der Industrie zuletzt positiv entwickelt. Der Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe lag im November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 Prozent höher als im Vormonat. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der Auftragseingang im weniger volatilen Dreimonatsvergleich von September 2025 bis November 2025 um 2,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Die vorläufigen Ergebnisse zum Produktionsindex im Dezember 2025 erscheinen am 6. Februar 2026.

In den energieintensiven Industriezweigen ist für die Jahre 2024 und 2025 überwiegend eine Stagnation der Produktion zu beobachten, nachdem sie in den Jahren 2022 und 2023 stark zurückgegangen war. Im Durchschnitt der Monate Januar 2025 bis November 2025 lag die Produktion hier kalender- und saisonbereinigt um 17,7 Prozent niedriger als im Jahr 2021, so das Bundesamt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Deutscher Dienstleistungssektor schwächelt im Oktober, Jahresvergleich positiv

Bürogebäude
Foto: dts

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im Oktober 2025 weniger Umsatz erzielt als im Vormonat. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die kalender- und saisonbereinigten Umsätze real um 0,4 Prozent und nominal um 0,1 Prozent unter dem Niveau von September 2025, während im Vergleich zum Oktober 2024 ein leichter Zuwachs verzeichnet wurde.

Leichter Rückgang gegenüber September, Zuwachs zum Vorjahr

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erwirtschaftete der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) im Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 0,4 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 0,1 Prozent weniger Umsatz als im September 2025. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Oktober 2024 verzeichnete der Umsatz laut Destatis einen Anstieg von real 0,3 Prozent und nominal von 2,3 Prozent.

Deutliche Einbußen bei Information, Kommunikation, Verkehr und Lagerei

Den größten realen Umsatzrückgang im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat verzeichnete nach den vorläufigen Ergebnissen von Destatis der Bereich Information und Kommunikation mit einem Minus von 2,3 Prozent. Es folgte der Bereich Verkehr und Lagerei mit einem Rückgang von 1,3 Prozent. Im Grundstücks- und Wohnungswesen waren die Umsätze mit einem Minus von 0,4 Prozent leicht rückläufig, wie Destatis weiter mitteilte.

Zuwächse bei freiberuflichen und sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen

Im Gegensatz hierzu stiegen die Umsätze im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen um 0,3 Prozent. In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen – zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften – nahmen die Umsätze laut Destatis um 1,9 Prozent zu.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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