Busfahrer befreien Haltestelle von Schnee. (Archivbild) / Foto: Alina Rapp
Schnee und Unsicherheit – das anhaltende Winterwetter sorgt im Raum Osnabrück für angespannte Blicke auf die Wetterkarten. Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) bereitet sich auf mögliche Einschränkungen im Busverkehr vor und will die Lage am Freitagabend (9. Januar) sowie in der Nacht zu Samstag (10. Januar) genau im Auge behalten.
Einschränkungen, Verspätungen oder Ausfälle möglich
Ob und in welchem Umfang Busse in Stadt und Landkreis Osnabrück fahren können, hängt von den jeweiligen Verkehrsunternehmen und den örtlichen Gegebenheiten ab, teilte die VOS auf ihrem WhatsApp-Kanal mit. Die Situation kann sich kurzfristig ändern, denn Wind, Regen und winterliche Witterung stellen den Fahrbetrieb vor besondere Herausforderungen. Fahrgäste müssen deshalb damit rechnen, dass es ab Freitagabend und auch am Wochenende erneut zu Einschränkungen, Verspätungen oder sogar Ausfällen kommen kann.
Sicherheit geht vor
Die Sicherheit der Fahrgäste sowie der Fahrerinnen und Fahrer hat für die VOS oberste Priorität. Sollte das Wetter die Bedingungen auf den Straßen verschärfen, werden notwendige Maßnahmen konsequent umgesetzt – auch wenn das eine erneute Aussetzung des Fahrbetriebs bedeutet.
Aktuelle Infos per App und WhatsApp
Wer auf Busse angewiesen ist, sollte sich regelmäßig informieren. Aktuelle Hinweise zu möglichen Ausfällen oder Änderungen im Busverkehr veröffentlicht die VOS laufend über ihren WhatsApp-Kanal sowie in der VOSpilot-App.
Guthaben-Karten für Streaming-Dienste (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Taylor Swift behauptet mit ihrem Album „The Life Of A Showgirl“ sowie der Single „The Fate Of Ophelia“ weiterhin die Spitzenpositionen in den offiziellen deutschen Charts. In den Single-Charts machen sich zudem vor allem Titel bemerkbar, die mit Produktionen des Streaminganbieters Netflix verknüpft sind.
Taylor Swift dominiert Album- und Single-Charts
Taylor Swift steht mit „The Life Of A Showgirl“ weiterhin an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts sowie mit „The Fate Of Ophelia“ an der Spitze der Single-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit.
In den Album-Charts landet Daniela Alfinito mit „Wer liebt gewinnt“ an zweiter Stelle. Der wiedererstarkte David Gilmour („Luck And Strange“, drei) komplettiert die Führungsriege.
Netflix-Titel prägen die Single-Charts
Der Streaminganbieter Netflix prägt unterdessen die Single-Charts. „Golden“ von Audrey Nuna, Ejae und Rei Ami aus dem Netflix-Film „KPop Demon Hunters“ bleibt auf Platz zwei. Darüber hinaus sind gleich sieben mit der Netflix-Serie „Stranger Things“ assoziierte Songs in der aktuellen Hitliste vertreten.
Darsteller Joe Keery alias Djo etwa stürmt mit seinem Lied „End Of Beginning“ von Rang 14 auf drei. Die in früheren Staffeln vorkommenden Evergreens „Every Breath You Take“ (The Police, 15), „Running Up That Hill“ (Kate Bush, 24), „Africa“ (Toto, 51) und „Should I Stay Or Should I Go“ (The Clash, 93) sind ebenso dabei wie die in der fünften und zugleich letzten Staffel eingesetzten „Purple Rain“ (Prince und The Revolution, 61) und „Upside Down“ (Diana Ross, 70).
Ermittlung der offiziellen Charts
Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.
Omid Nouripour (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat erhebliche bauliche Mängel an den Parlamentsgebäuden in Berlin kritisiert. Diese führten unter anderem zu Geruchsbelästigungen im Plenarsaal und im Jakob-Kaiser-Haus. Zudem bestehe ein umfassender Sanierungsbedarf bei den Bundestagsbauten, der sich über die kommenden Jahrzehnte erstrecken werde.
Geruchsbelästigung durch korrodierte Abflussrohre
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat Probleme mit der Bausubstanz im Bundestag öffentlich gemacht. Er verwies darauf, dass in den Parlamentsgebäuden sogenannte SML-Rohre für den Abfluss verbaut wurden, die zu erheblichen Geruchsbelästigungen im Plenarbereich und im Jakob-Kaiser-Haus führen. „Hier wurden einst sogenannte SML-Rohre für den Abfluss eingesetzt – leider auch waagrecht. Das führt dazu, dass sie schneller korrodieren, Abwasser sammelt sich, Schwefelsäure entsteht, beschädigt die Rohre und es stinkt“, sagte Nouripour dem „Spiegel“.
Der Grünen-Politiker kritisierte den Einbau der Rohre deutlich. „Der waagrechte Einbau war nicht sonderlich schlau. Das weiß jeder Fachmann. Der Austausch der Rohre wird nun Teil der nötigen Sanierung“, fügte er hinzu („Spiegel“).
Mängel an Dächern und Fehler beim ursprünglichen Bau
Der Grünen-Politiker, seit März 2025 im Amt des Bundestagsvizepräsidenten, ist auch Vorsitzender der Kommission des Ältestenrats für Bau- und Raumangelegenheiten des Parlaments. Er verwies darauf, dass weitere Mängel wie etwa undichte Stellen auf den Dächern der Bundestagsbauten überwiegend behoben werden konnten. „Aber das ist leider nicht auf Dauer.“ Auch hier zeige sich jetzt, mehr als 20 Jahre nach Inbetriebnahme des Bundestags in Berlin, dass damals beim Bauen Fehler gemacht worden seien.
Mit Blick auf die Dachkonstruktionen der Gebäude sprach Nouripour von einer problematischen Prioritätensetzung in der Bauphase. „Da wurde zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet. Das rächt sich jetzt. Vor allem die flachen Dächer sind anfällig, gerade bei Starkregen. Mit der Zeit geht da jede Dichtung flöten. Es fehlt der Ablaufwinkel“, so Nouripour („Spiegel“).
Enormer Sanierungsbedarf in den nächsten Jahrzehnten
Nouripour verwies darauf, dass insgesamt ein enormer Sanierungsbedarf beim Bundestag und den Büros für Abgeordnete und Mitarbeiter bestehe. „Zwei Drittel der Gebäude müssen in den nächsten 20 Jahren saniert werden. Das heißt: 800 bis 1.000 Büros sind in den nächsten zwei Jahrzehnten dauerhaft in Sanierung“, sagte er dem „Spiegel“.
Sternsinger im CKO. / Foto: Nadja Holtmann, Drei-Religionen Schule
Festlicher Gesang hallte am Mittwoch (7. Januar) durch die Flure des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO). 13 Mädchen und Jungen der Osnabrücker Drei-Religionen-Schule waren als die Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar unterwegs. Als Sternsinger zogen sie von Station zu Station, verteilten den Segen und sorgten für leuchtende Augen bei kleinen und größeren Patientinnen und Patienten ebenso wie beim Pflegepersonal. Viele ließen sich von den Liedern aus den Krankenzimmern locken und blieben einen Moment stehen, um zuzuhören.
Singen für eine gerechte Zukunft
Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ sammelten die Kinder in diesem Jahr Spenden für ein selbst gewähltes Projekt. Anders als bei der bundesweiten Aktion, die sich aktuell auf Kinderarbeit in Bangladesch konzentriert, richten die Osnabrücker Sternsinger ihren Blick nach Madagaskar. Dort unterstützt Caritas International den Bau und Betrieb von Schulen in ländlichen Regionen, um Kindern eine echte Alternative zur Arbeit zu geben. Mit den gesammelten Spenden sollen Unterrichtsmaterialien angeschafft und die Schulspeisung finanziert werden.
Abwechslung vom Klinikalltag – und vom Unterricht
Der Besuch der Sternsinger hat im Christlichen Kinderhospital eine lange Tradition. „Die Sternsinger sind bei uns in der Klinik immer gern gesehen. Wir freuen uns jedes Jahr auf ihren Besuch“, sagt Michael Richter, Geschäftsführer des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück. Auch für die Schülerinnen und Schüler selbst war der Vormittag eine willkommene Abwechslung – nicht nur für die Patientinnen und Patienten, sondern auch für sie selbst, denn statt Matheunterricht standen Singen und Begegnungen auf dem Stundenplan. Als Dankeschön gab es nach den Auftritten Kekse, belegte Brötchen und heißen Apfelpunsch.
Eine Aktion mit starkem Rückhalt
Hinter der Sternsinger-Aktion stehen in Deutschland das Kindermissionswerk und der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ). Jahr für Jahr engagieren sich hunderttausende Kinder für Gleichaltrige in aller Welt – und zeigen, dass ein wenig Gesang und Engagement viel bewirken können. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.kindermissionswerk.de.
Baustelle vor Deutschem Bundestag (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Der geplante Neubau Luisenblock Ost 1 im Berliner Parlamentsviertel könnte deutlich teurer werden als bislang veranschlagt. Nach Angaben von Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) drohen die Kosten statt knapp 900 Millionen Euro die Marke von einer Milliarde Euro zu überschreiten. Trotz der finanziellen Mehrbelastung hält Nouripour das Projekt für entscheidend für die Arbeitsfähigkeit des Bundestags.
Neubau im Parlamentsviertel vor deutlicher Verteuerung
Beim Luisenblock Ost 1 handelt es sich um eines der größten Neubauprojekte des Bundestags im Berliner Parlamentsviertel an der Spree unweit des Bundestags. „Hier laufen wir auf ein großes Kostenproblem zu. Statt der bisher veranschlagten knapp 900 Millionen können die Kosten die Milliarde übersteigen“, sagte Omid Nouripour (Grüne) dem „Spiegel“.
Der Neubau sei nach seinen Worten relevant für die Arbeitsfähigkeit des Parlaments. Gleichzeitig räumte Nouripour ein, dass die erhebliche Kostensteigerung schwer zu vermitteln sei. „Gleichzeitig würde jede weitere Verzögerung alles nur teurer machen. Ohne Abstriche bei der Funktionsfähigkeit und der Sicherheit muss jede sich bietende Einsparmöglichkeit umgesetzt werden“, sagte er dem „Spiegel“.
Zweiter Bauabschnitt und Architektenwettbewerb
Neben dem Luisenblock Ost 1 soll auch der Luisenblock Ost 2 auf einer Brache nahe dem Bundestag gebaut werden. „Aktuell läuft der Architektenwettbewerb. Das Preisgericht wird dieses Jahr noch entscheiden“, so Nouripour gegenüber dem „Spiegel“.
Appell zu Stopp weiterer Großprojekte
Nouripour sprach sich zugleich dafür aus, über die beiden Luisenblöcke hinaus keine weiteren Großprojekte des Parlaments anzugehen. „Der zweite Teil des Luisenblocks Ost wird das letzte große Neubauprojekt sein. Danach ist Schluss. Dann kann es nur noch um die dringende, überfällige Sanierung gehen“, so Nouripour laut „Spiegel“.
Der Grünenpolitiker ist Vorsitzender der Kommission des Ältestenrats für Bau- und Raumangelegenheiten des Parlaments.
Obdachlose in den USA am Times Square / via dts Nachrichtenagentur
Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Dezember auf 4,4 Prozent gesunken und lag damit unter dem Niveau des Vormonats. Gleichzeitig wurden deutlich weniger neue Stellen geschaffen als zuvor, was auf eine gemischte Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hindeutet.
Rückgang der Arbeitslosenquote und Zahl der Arbeitslosen
Das US-Arbeitsministerium teilte am Freitag in Washington mit, dass die Arbeitslosenquote im Dezember 4,4 Prozent betragen habe. Im November habe sie noch bei 4,6 Prozent gelegen, so das Ministerium. Die Zahl der Arbeitslosen sank im gleichen Zeitraum von 7,8 auf 7,5 Millionen, wie es weiter hieß.
Wenige neue Stellen, Verschiebungen zwischen Branchen
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums schufen die Unternehmen in den USA im Dezember nur rund 50.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Die Beschäftigung stieg dem Ministerium zufolge vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie, während es im Einzelhandel einen Rückgang gab. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag bei 1,9 Millionen Menschen (November: 1,9 Millionen), wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
Bedeutung für Investoren und Zinsentwicklung
Die US-Arbeitsmarktdaten werden von Investoren auf der ganzen Welt mit Argusaugen beachtet. Ist der Arbeitsmarkt robust und die Inflation hoch, werden Zinssenkungen nach Einschätzung von Marktteilnehmern unwahrscheinlicher. Über die würden sich Börsianer aber freuen, „unter anderem weil das Sparbuch als Alternative zur Aktie damit wieder unattraktiver werden würde und Unternehmen und andere Akteure billiger an Kredite kämen“, hieß es in Marktkommentaren.
RB Leipzig - St. Pauli / via dts Nachrichtenagentur
Der FC St. Pauli hat das für Samstag angesetzte Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig abgesagt. Grund dafür sind laut Vereinsangaben extreme Witterungsbedingungen mit starkem Schneefall und Schneeverwehungen, die die Sicherheit im Millerntorstadion nicht mehr gewährleisten. Die Entscheidung fiel nach intensiven Beratungen mit der Deutschen Fußball Liga, dem Gegner, den Behörden und weiteren Beteiligten.
Sicherheit im Millerntorstadion nicht gewährleistet
Der FC St. Pauli teilte am Freitag mit, dass das Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig aufgrund der Wetterlage nicht stattfinden kann. Ausschlaggebend seien extreme Witterungsbedingungen mit starkem Schneefall und Schneeverwehungen, die zu erheblichen Beeinträchtigungen im Stadion geführt hätten.
Wie der Verein mitteilte, sei die Sicherheit im Millerntorstadion unter diesen Umständen nicht mehr gewährleistet. Betroffen seien neben dem Spielfeld auch die Tribünen und die Verkehrsflächen rund um das Stadion.
Empfehlung der Behörden und gescheiterte Räumversuche
Nach Angaben des FC St. Pauli sei die Absage „nach intensiven Abwägungen und Abstimmungen mit der Deutschen Fußball Liga, dem Gegner, den Behörden und weiteren Beteiligten“ erfolgt. Mitarbeiter und Dienstleister hätten über Tage versucht, Spielfeld, Tribünen und Verkehrsflächen von Schnee und Eis zu befreien. Diese Arbeiten hätten sich jedoch insbesondere auf den Dachflächen als „nahezu unmöglich“ erwiesen.
Zudem hätten die zuständigen Behörden eine Absage empfohlen. Zur Begründung wurden unter anderem die zusätzliche Belastung für Einsatzkräfte sowie „erhebliche Risiken im Verkehrsraum“ genannt.
Dank an Mitarbeiter und offener Nachholtermin
Der Verein dankte nach eigener Mitteilung allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und den Mitarbeitern für ihren Einsatz in den vergangenen Tagen. Ein Nachholtermin für die Begegnung soll dem FC St. Pauli zufolge „so zeitnah wie möglich“ bekanntgegeben werden. Das Spiel war ursprünglich für 15:30 Uhr angesetzt.
Sitzung des Brandenburger Landtags (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Ein Antrag der AfD auf Auflösung des Brandenburger Landtags ist im Parlament gescheitert. SPD und CDU, die als mögliche künftige Koalitionspartner gelten, lehnten den Vorstoß gemeinsam ab, während die BSW-Fraktion zusammen mit der AfD dafür stimmte. Hintergrund sind der Bruch der bisherigen Koalition sowie Fraktionswechsel einzelner Abgeordneter, die zu veränderten Mehrheitsverhältnissen geführt haben.
AfD-Antrag zur Landtagsauflösung abgelehnt
Ein Antrag der AfD zur Auflösung des Brandenburger Landtags ist gescheitert. Die möglichen künftigen Koalitionspartner SPD und CDU lehnten den Antrag am Freitag ab, während die BSW-Fraktion zusammen mit der AfD dafür stimmte. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Hans-Christoph Berndt kritisierte, dass der Wechsel von drei BSW-Abgeordneten, von denen sich zwei der SPD anschlossen, den Wählerwillen missachte.
Bruch der Koalition mit dem BSW
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte die Koalition mit dem BSW am Dienstag beendet. Er nannte als Gründe den Zerfall der Landtagsfraktion nach Austritten und ein fehlendes Bekenntnis zur Koalition. Woidke lehnt Neuwahlen ab und plant, mit einer Minderheitsregierung weiterzuarbeiten. Er strebt eine Koalition mit der CDU an, die nun eine knappe Mehrheit hätte.
Abwahlversuch gegen Landtagsvizepräsidentin gescheitert
In der Sondersitzung des Landtags stimmte die BSW-Fraktion erstmals geschlossen für einen AfD-Antrag, der die Abwahl der Landtagsvizepräsidentin Jouleen Gruhn forderte. Der Antrag scheiterte jedoch, und Gruhn bleibt im Amt. Sie war zuvor aus der BSW-Fraktion ausgetreten und der SPD beigetreten. Die AfD argumentierte, dass mit ihrem Fraktionswechsel die Grundlage für ihre Wahl in das Präsidium entfallen sei.
Schnee in Berlin am 09.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
Angesichts der derzeitigen Kältewelle fordert Die Linke, obdachlose Menschen kurzfristig in leerstehenden Bürogebäuden und in U-Bahnhöfen unterzubringen. Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling dringt auf schnelle politische Entscheidungen und kritisiert Sicherheitsbedenken der Berliner Verkehrsbetriebe scharf.
Linke fordert sofortige Schutzräume für Obdachlose
Die Linke fordert angesichts der derzeitigen Kältewelle die Unterbringung von Obdachlosen in leerstehenden Bürogebäuden und in U-Bahnhöfen. „Die aktuellen Kältenächte machen unmissverständlich klar: Deutschland braucht sofort wirksame Schutzräume für obdachlose Menschen“, sagte Janis Ehling, Linken-Bundesgeschäftsführer, dem Nachrichtenportal T-Online.
Es brauche nun „schnelle politische Entscheidungen und rechtliche Schritte, um leerstehende Büroflächen kurzfristig für obdachlose Menschen nutzen zu können“, so Ehling weiter gegenüber T-Online. Er verweist dabei auf die Situation in Berlin: „Allein dort stehen über 1,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, während Menschen keinen warmen Ort zum Schlafen finden.“
Nutzung von U-Bahnhöfen als nächtliche Schutzräume
Auch U-Bahnhöfe sollten nach den Vorstellungen von Ehling als nächtliche Schutzräume zur Verfügung gestellt werden. Die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) hatte das bereits mit Verweis auf Sicherheitsbedenken abgelehnt. Ehling kritisiert diese Haltung scharf: „Wer bei Minusgraden auf Sicherheitsbedenken verweist, nimmt in Kauf, dass Menschen erfrieren“, sagte er T-Online.
Tanzkurs bei Hull (Symbolbild) / Foto: Tanzschule Hull
Manche Orte gehören so selbstverständlich zum Stadtbild, dass man sich kaum vorstellen kann, wie es ohne sie wäre. Die Tanzschule Hull ist so ein Ort. Seit sechs Jahrzehnten steht sie für Rhythmus, Begegnung und Lebensfreude – und für eine Familiengeschichte, die weit vor Osnabrück begann.
Der Ursprung liegt im Jahr 1948, als sich die tanzbegeisterte Maureen und der Royal-Air-Force-Flieger Pat Hull kennen lernten. Aus ihrer Verbindung wuchs nicht nur eine Familie mit drei Kindern, sondern auch eine gemeinsame Vision: Tanzen nicht nur zu leben, sondern weiterzugeben.
Der Anfang im Lortzinghaus
1966 zog die Familie Hull nach Osnabrück. Im traditionsreichen Lortzinghaus, wo heute die Freimaurerloge „Zum Goldenen Rade“ beheimatet ist, eröffneten sie ihre erste Tanzschule – bescheiden, aber voller Enthusiasmus. Zwei Stunden Saalmiete, zwei Tanzpaare, viel Idealismus. Doch schnell zeigte sich: Das Interesse war größer als der Raum. Tanzen traf einen Nerv.
Maureen und Pat Hull gründeten die Tanzschule in Osnabrück. / Foto: Tanzschule Hull
1974 folgte der Umzug in die Hasestraße, in das ehemalige Bäckereihaus Blanke. Ein Schritt, der prägend werden sollte. Bis heute ist dieser Ort ein Zentrum für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft – und ein fester Bestandteil der Osnabrücker Kulturlandschaft.
Weltmeister auf dem Parkett
Die Tanzschule Hull ist untrennbar mit den Namen Patsy und Michael Hull verbunden. Michael Hull, geboren in Bückeburg und seit vielen Jahren in Osnabrück zuhause, gewann 1980 seinen ersten Weltmeistertitel im Discotanz. Gemeinsam mit seiner Schwester Patsy Hull-Krogull entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Tanzpaare der Welt.
Zwischen 1980 und 1991 sammelten die beiden nationale Titel und vier Weltmeisterschaften in den Bereichen Standard, Latein und den zehn Turniertänzen. Diese umfassen die fünf Standardtänze Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep sowie die fünf lateinamerikanischen Tänze Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. Der internationale Erfolg brachte Osnabrück in die Tanzwelt – und umgekehrt.
Das „Dance to the World Festival“ der Hull-Foundation bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. / Foto: Patsy & Michael Hull Foundation
Tanzen als Türöffner für Teilhabe
Doch die Geschichte der Tanzschule Hull endet nicht bei Medaillen und Titeln. Seit über zwanzig Jahren engagieren sich Patsy und Michael Hull intensiv für Menschen mit Behinderung. Inklusive Tanzstunden, Musicalprojekte und Wettbewerbe gehören ebenso zur Arbeit wie der Gedanke, dass Tanzen allen offenstehen muss.
Um dieses Engagement dauerhaft zu verankern, gründeten sie 2003 den Verein Hull Vision Inklusion, der Menschen mit Behinderung durch Tanz mehr Teilhabe ermöglicht. Für die Familie Hull ist Tanzen Identität und ein kraftvolles Werkzeug für gesellschaftliche Teilhabe.
Die dritte Generation übernimmt
Seit 2025 wird die Tanzschule Hull in dritter Generation geführt. Jenny Krogull-Grüter, Tochter von Patsy Hull-Krogull, hat die Geschäftsführung übernommen. Sie verbindet das Erbe der Gründerfamilie mit neuen Ideen, modernen Unterrichtskonzepten und einem klaren Blick auf die Zukunft des Tanzens in Osnabrück. Dabei bleibt der Kern unverändert. Oder wie es ein Leitsatz der Familie auf den Punkt bringt: „Wer tanzt, findet Freunde.“
Ein Jubiläum mit offenen Türen
Zum 60-jährigen Bestehen lädt die Tanzschule Hull noch bis zum 11. Januar ein, alle Kurse kostenlos zu testen, Tanzstile zu entdecken und Leute kennen zu lernen sowie in Grund- und Aufbaukurse reinzuschnuppern. Ohne Anmeldung und Verpflichtung können alle interessierten einfach in der Hasestraße 6-7 in Osnabrück vorbeischauen.