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Russische Mondsonde ‚Luna-25‘ erleidet Absturz auf dem Mond

Die russische Mondsonde „Luna-25“ stürzte auf dem Mond ab, nachdem sie sich auf eine unberechnete Umlaufbahn begeben hatte; die genauen Ursachen sind bisher unklar.

Russische Mondsonde abgestürzt

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos teilte am Sonntag mit, dass die Sonde „Luna-25“ auf dem Mond abgestürzt ist. Die Sonde habe sich auf eine nicht berechnete Umlaufbahn begeben und sei deshalb auf der Oberfläche des Mondes aufgeschlagen.

Ursachenforschung und Hintergründe

Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Fragen zur Klärung der Gründe für den Verlust des Raumfahrzeugs sollen in einer eigens dafür gebildeten „interministeriellen Kommission“ besprochen werden.

Sondermission „Luna-25“

„Luna-25“ war am 10. August 2023 mit einer Trägerrakete gestartet und sollte am Montag beim Boguslawsky-Krater im äußersten Süden der Mondvorderseite landen. Zweck des Vorhabens war unter anderem die Erprobung von Landemethoden.

AFP

Hubschrauber der Polizei jagt Diebe in Georgsmarienhütte

Polizeihubschrauber Symbolbild
Symbolbild Polizeihubschrauber

In der Nacht zu Samstag wurden Anwohner der Straße Unterbauerschaft in Malbergen (Georgsmarienhütte) durch Diebe geweckt, mit einer Flex Fahrradschlösser knackten. Bei der Festnahme der Täter half auch ein Polizeihubschrauber.

Auf der Straße konnten sie mehrere dunkel gekleidete Personen beobachten, die sich offenbar an fremdem Eigentum zu schaffen machten. Gegen 02:30 Uhr wurde daraufhin ein größerer Polizeieinsatz eingeleitet.

Beim Eintreffen der ersten Funkstreifenwagen konnte ein 28-jähriger Mann aus Lohne festgenommen werden.

Die Fahndung nach den Flüchtigen lief an, Diensthunde und ein Polizeihubschrauber wurden eingesetzt. Ein zweiter Täter, ein 39-Jähriger aus Georgsmarienhütte, hatte sich auf einem Fahrzeuganhänger versteckt und wurde ebenfalls festgenommen.

Täter nach Identifizierung und Sicherstellung von Diebesgut wieder frei

Beide Festgenommenen wurden zu Polizeidienststellen gebracht und zweifelsfrei identifiziert. Die Staatsanwaltschaft stellte keine weiteren Anträge, die Männer wurden später aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Als Diebesgut konnten insgesamt sechs Fahrräder und Pedelecs sowie alkoholische Getränke sichergestellt werden.
Die Flex war zum Auftrennen von Fahrradschlössern eingesetzt worden.

Polizei sucht Zeugen

Wer Hinweise zu der Tat, insbesondere zu den geflohenen Tätern, geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Georgsmarienhütte unter 05401/83160.

AFP

Bundesländer zeigen Zurückhaltung bei Gender-Verbot an Schulen

Gendersprache
Symbolbild: Gendersprache / über dts

Die Frage der Gendersprache in Schulen spaltet die Bildungsministerien der Bundesländer, während einige ein Verbot befürworten, betonen andere in einer Abfrage der dts Nachrichtenagentur die Bedeutung von Flexibilität und Bewusstseinsbildung.

Unterschiedliche Ansätze in den Bundesländern

Zwei Bildungsministerien in Deutschland haben die sogenannte „Gendersprache“ an Schulen verboten, während die anderen 14 Bundesländer sich eher zurückhaltend zeigen. Ein Großteil der Ministerien bezieht sich auf das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung, empfiehlt aber eine gewisse Flexibilität. „Im schulischen Alltag geht es darum, auszuloten, welche Entscheidungsspielräume Schulen in der Diskussion um gendergerechte Sprache haben und wie der Bildungs- und Erziehungsauftrag umzusetzen ist“, sagte ein Sprecher des mecklenburg-vorpommerischen Bildungsministeriums.

Die Rolle der Gendersprache

„Sprache ist lebendig, Sprache schafft Bewusstsein und Sprache verändert sich“, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Mainz. Sie betonte, dass das Ziel geschlechtergerechter Sprache es ist, alle Geschlechter auf respektvolle Art und Weise anzusprechen und dies sichtbar zu machen. Ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums stimmte zu und fügte hinzu, dass der Schule insbesondere durch die Verwendung geschlechtsspezifischer Einzelformen, Paarformeln oder geschlechtsneutraler Ausdrücke Rechnung getragen wird.

Verbot der Gendersprache

Zuletzt hatte das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt als zweites Bundesland nach Sachsen die Nutzung sogenannter Gendersternchen und anderer Arten der Gender-Schreibweise an Schulen untersagt. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter verwies dagegen darauf, dass der Rat die Genderzeichen in einen neuen Sonderzeichenkatalog aufgenommen habe und betrachtet dies als „einen ersten Schritt des Wandels“.

Gendersprache in der Praxis

In Rheinland-Pfalz erhalten Schüler keinen Punktabzug oder eine schlechtere Note, „wenn sie in einer schriftlichen Ausarbeitung Genderzeichen nutzen oder nicht gendern“, hieß es aus Mainz. In Brandenburg hingegen stellte eine Sprecherin klar, dass keine Verwendung von Gendersternchen, Binnen-I, Schrägstrich oder Auslassungen zugelassen sind.

Die Hauptstadt gibt sich tolerant

Die Hauptstadt selbst gibt sich besonders tolerant: „Gendergerechte Schreibweise, die nicht vom Amtlichen Regelwerk anerkannt wird, darf nicht als falsch bewertet werden, wenn sie in sich schlüssig angewendet wird“, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung. Laut Umfragen wird die sogenannte Gendersprache von einer Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt, aber für die harten Befürworter dürfte auch die nun vielfach empfohlene Verwendung der Paarform keine gute Lösung sein.

AFP

Tödlicher Unfall im Nordkreis Osnabrück: 18-jähriger SUV-Fahrer nimmt Radfahrer (76) die Vorfahrt

Symbolfoto Fahrradunfall
Symbolfoto Fahrradunfall

Am Samstag gegen 11:35 Uhr befuhr ein 18-jähriger Mann aus Berge mit einem Mercedes ML die Bruchstraße von Kettenkamp in Richtung Renslage und verwickelte einen älteren Mann in einen tödlichen Unfall.

An der Einmündung zur Straße Im Bruch übersah der Heranwachsende (18) nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück die Bevorrechtigung eines 76-jährigen Ankumers, der mit seinem Fahrrad nach links in Richtung Kettenkamp abbog. Der Radfahrer wurde frontal von dem Pkw erfasst und getötet.

Die Polizei Bersenbrück wurde bei der Unfallaufnahme vom Zentralen Verkehrsdienst der Polizeiinspektion aus Osnabrück unterstützt. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ordnete die Beschlagnahme des Leichnams, des Pkw und des Trekkingrads an.

Der Unfallverursacher erlitt einen Schock. Die Bruchstraße blieb für die Unfallaufnahme mehrere Stunden voll gesperrt.

AFP

Bündnis drängt FDP zur Unterstützung des Gesetzes gegen Süßigkeiten-Werbung

Ein breites Bündnis von Wissenschaftlern, Verbraucher- und Kinderschützern fordert die FDP in einem offenen Brief dazu auf, das geplante Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel zu unterstützen.

Kritik an FDP Ablehnung

Die FDP stelle sich mit ihrer Ablehnung „gegen den einhelligen Konsens in der Wissenschaft und unter Fachorganisationen“, lautet ein zentraler Vorwurf in dem an FDP-Chef Christian Lindner gerichteten Schreiben, über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Die Partei liefere damit „eine klare Absage an den Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen“. Unter den Unterzeichnern des Briefs sind prominente Institutionen wie der AOK-Bundesverband, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Diabetes Gesellschaft, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Deutsche Kinderhilfswerk.

Bundesregierung und WHO für Werbeverbot

Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, dass es „in Zukunft bei Sendungen und Formaten für unter 14-Jährige“ keine an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt mehr geben soll. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt verpflichtende Werbeverbote zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Reaktionen der FDP

Von der FDP gibt es keine offizielle Stellungnahme zum geplanten Verbot, doch führten liberale Politiker wie FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Gero Hocker, ihre Ablehnung an. Sie bezeichnen umfassende Beschränkungen als „politischen Aktionismus“ und sehen sie als überzogen an. Im offenen Brief äußern die Unterzeichner ihre „große Sorge“ über solche Äußerungen.

Argumente der Unterstützer

Verbote, die lediglich für reine Kinderformate gelten, wie sie die FDP vorgeschlagen hat, würden ihr Ziel verfehlen. Denn etwa jede dritte TV-Sendung, die Kinder unter 14 Jahren sehen, sei keine klassische Kindersendung, sondern beispielsweise eine Castingshow, eine Fußballübertragung oder ein Familienfilm. Werbeeinschränkungen würden zudem nicht die Freiheit der Konsumenten beschneiden, sondern Familien stärken, frei über die Ernährung ihrer Kinder zu entscheiden.

AFP

Grünen-Chef interveniert aktiv in aktuellen Koalitionsstreitigkeiten

Die Blockade des Wachstumschancengesetzes und die Debatte um die Kindergrundsicherung führen zu einem Koalitionsstreit in der Bundesregierung, in dem verschiedene Parteien ihre Positionen und Kritikpunkte äußern.

Koalitionsstreit um Wachstumschancengesetz

Grünen-Chef Omid Nouripour kommentierte den Streit mit den Worten: „Es gibt keine Blockade, sondern ein paar Details zu klären“. Er fügte hinzu: „Das Wachstumschancengesetz wird gebraucht und bald im Kabinett verabschiedet. Alles andere würde Shakespeare viel Lärm um nichts nennen.“ Trotz der Abstimmung mit dem Kanzleramt und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) wurde das Gesetz von Familienministerin Lisa Paus (Grüne) überraschend blockiert, was zu Kritik innerhalb der FDP führte.

Debatte um Kindergrundsicherung

In Bezug auf die Kindergrundsicherung äußerte Bundestagsfraktionschef Christian Dürr: „Ich wundere mich in der Debatte um die Kindergrundsicherung, dass teilweise der Eindruck erweckt wird, dass mehr Geld vom Staat und weniger Arbeitsanreize für Eltern einen Beitrag zu Wachstum und Wohlstand leisten würden.“

Kritik an Führungsrolle

FDP-Finanzexperte Christoph Meyer stellte die Führungsrolle von Habeck infrage: „Da Vizekanzler Habeck dazu offenbar nicht mehr in der Lage ist, muss nun endlich Annalena Baerbock Farbe bekennen. Wer Kanzlerkandidatin werden will, darf sich nicht wegducken, sondern muss bereit sein, in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen.“

Blockade mit Konsequenzen

Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) kritisierte die Blockade und die damit verbundenen Auswirkungen: „Die Blockade des Wachstumschancengesetzes ist auch deshalb schädlich, weil wir damit die steuerliche Forschungsförderung um eine Milliarde Euro pro Jahr massiv ausweiten wollen. Wer das aufs Spiel setzt, gefährdet nicht nur Forschung in Deutschland, sondern auch unsere Zukunft.“ FDP-Wirtschaftsexperte Frank Schäffler droht gar, das vor der Sommerpause koalitionsintern beschlossene Heizungsgesetz von Wirtschaftsminister Habeck wieder komplett neu aufzuschnüren. Schäffler: „Wir sollten jetzt prüfen, ob es nicht sinnvoll wäre, das Heizungsgesetz nochmals zu schieben und gemeinsam mit dem Wärmeplanungsgesetz im Herbst zu beraten. Solange die konkreten Förderprogramme aus Habecks Wirtschaftsministerium nicht vorliegen, ist eine schnelle Verabschiedung im Bundestag nicht sinnvoll.“

AFP

Union fordert eine ‚Belastungsbremse‘ zur Begrenzung von Sozialabgaben

DRV gegen Beitragsverwendung für “Generationenkapital”
DRV gegen Beitragsverwendung für “Generationenkapital”

Unionsfraktionsvize Jens Spahn fordert eine im Grundgesetz verankerte Belastungsbremse bei den Sozialabgaben und warnt vor einem zunehmenden Wohlstandsverlust durch steigende Sozialabgaben und Rekordinflation.

Belastungsbremse bei Sozialabgaben gefordert

„Diese Bremse sollten die Ampel-Parteien gemeinsam mit der Union beschließen und – ähnlich wie die Schuldenbremse – im Grundgesetz verankern. Damit diese Netto-Garantie für Gehälter auch dauerhaft eingehalten wird“, sagte Spahn in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“. Er verwies auf die steigenden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und die zunehmenden Kosten der Rente und betonte, dass mittlerweile für 3.000 Euro Gehalt insgesamt mehr als 1.200 Euro Sozialabgaben zu zahlen seien.

Kritik an der Höhe der Sozialabgaben

Spahn bezeichnete die aktuelle Höhe der Sozialabgaben als leistungsfeindlich und warnte: „Sie verhindert Wachstum und belastet Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“ Er forderte zudem eine Entlastung der Bürger bei der Einkommenssteuer: „Leistung muss sich wieder mehr lohnen. Überstunden sollten steuerfrei sein. Zudem zahlt ein Facharbeiter mit 62.000 Euro Jahresgehalt schon den Spitzensteuersatz. Der sollte künftig erst ab 80.000 Euro greifen.“

Forderung nach wirtschaftspolitischer Wende

Zusätzlich verlangte der frühere Bundesgesundheitsminister „eine wirtschaftspolitische Wende“. Wachstum müsse Vorfahrt haben und „alles andere muss zurückstehen.“ Er kritisierte die aktuelle Regierung scharf: „Aktuell werden jeden Tag Entscheidungen gegen den Standort Deutschland getroffen. Ein Durchschnittsverdiener hat durch die Rekordinflation faktisch 400 bis 500 Euro weniger netto im Monat. So einen Wohlstandsverlust haben wir in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht erlebt. Die Ampel macht arm.“

AFP

Metro prognostiziert massenhafte Insolvenzen in der Gastronomiebranche

Metro Cash & Carry
Metro Cash & Carry (über dts)

Der Vorstandsvorsitzende der Metro AG, Steffen Greubel, warnt vor einer bevorstehenden Pleitewelle in der Gastronomie, sollten die Mehrwertsteuerabsenkungen zum Jahresende aufgehoben werden.

Potentielle Pleitewelle in der Gastronomie

Steffen Greubel äußerte sich kürzlich in der „Bild am Sonntag“ zur aktuellen Situation der Gastronomie: „Wenn es so kommt, stehen bis zu 20.000 kleine bis mittlere Unternehmen vor der Pleite – jeder zehnte Betrieb“. Er betont, dass viele Betriebe sich gerade erst von den Auswirkungen der Coronakrise erholen und nun ein weiterer Schlag droht. „Vielleicht betrifft das nicht so sehr Restaurants in Berlin-Mitte, wo die Politik sich gerne trifft, auch nicht die guten Lagen in Düsseldorf oder München. Aber ich fürchte wirklich, dass es gerade in kleineren Städten oder auf dem Land bald keine Wirtshäuser und Kneipen mehr geben wird.“

Die Rolle der Gastronomie im Arbeitsmarkt

Greubel unterstrich die Bedeutung der Gastronomie für den Arbeitsmarkt: „Wir haben in Deutschland rund 200.000 gastronomische Betriebe mit rund zwei Millionen Beschäftigten. Das sind fast dreimal so viele wie in der Auto-Industrie – Gastronomie hat aber keine so starke Lobby. Zudem bietet sie auch Arbeit für Menschen, die woanders nur schwer einen Job finden.“

Appell an die Ampel-Koalition

Abschließend appellierte Greubel an die Ampel-Koalition, die Anhebung der Mehrwertsteuer zu überdenken: „Zu erkennen, dass der Schaden durch geschlossene Betriebe längerfristig höher ist als die Mehreinnahmen durch die erhöhte Mehrwertsteuer, ist keine Raketenwissenschaft. Das muss auch die Ampel-Koalition erkennen.“

AFP

SPD befürchtet negative Auswirkungen der geplanten Reform des Unterhaltsrechts

Kritik an Vorstoß zur Absenkung des steuerlichen Kinderfreibetrags
Kritik an Vorstoß zur Absenkung des steuerlichen Kinderfreibetrags

Die von Bundesjustizminister Marco Buschmann geplante Reform des Unterhaltsrechts steht unter Kritik von der SPD-Chefin Saskia Esken, die vor potenziellen negativen Auswirkungen auf Kinder und hauptbetreuende Mütter warnt.

Warnung vor negativen Folgen der Unterhaltsrechtsreform

SPD-Chefin Saskia Esken warnt vor negativen Folgen der von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) geplanten Reform des Unterhaltsrechts. „Das Existenzminimum des Kindes muss klar geschützt werden, und die Reform darf auch nicht zulasten der zumeist in der Hauptsache erziehenden Mütter gehen“, sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Reformpläne im Einklang mit familienpolitischen Zielen

„Es ist völlig klar, dass ihre finanziellen Aufwände für das Kind durch die geteilte Sorge nur geringfügig sinken.“ Esken sieht die Reformpläne aber grundsätzlich im Einklang mit den familienpolitischen Zielen der Ampel. Dazu gehöre, dass Männer und Frauen in der Familienarbeit gleichermaßen Verantwortung übernehmen, auch bei getrennt lebenden Eltern.

Unterhaltsreform soll mitbetreuende Eltern entlasten

Die Parteichefin betonte, dass die partnerschaftliche Sorge den Kindern diene und daher besser im Unterhaltsrecht berücksichtigt werden solle. Buschmann plant mit der Reform des Unterhaltsrechts, mitbetreuende Elternteile zu entlasten. „Wir werden die Unterhaltslasten fairer verteilen“, sagte der Justizminister den Funke-Zeitungen.

Reform betrifft insbesondere Trennungsfamilien

Die Reform werde insbesondere Trennungsfamilien betreffen, in denen ein Elternteil die Hauptbetreuung leiste, der andere Elternteil sich aber zu 30 oder 40 Prozent einbringe. „Wir wollen klare und faire Regeln dafür schaffen, wie diese Leistung des mitbetreuenden Elternteils beim Kindesunterhalt zu berücksichtigen ist“, sagte Buschmann.

Keine Gefährdung des Kindeswohls

Buschmann versicherte, dass die Reform nicht zum Nachteil von hauptbetreuenden Müttern sei und das Kindeswohl nicht gefährdet werde. Esken hob zudem die Bedeutung der in der Ampelkoalition umstrittenen Kindergrundsicherung hervor, die „Kinder aus der Armut ihrer Eltern befreit“. Die Unterstützung solle unabhängig erfolgen, ob die Eltern erwerbslos seien oder ein zu geringes Einkommen erzielten.

AFP

Arbeitsminister NRW fordert Initiative zur Verbesserung des Arbeitsmarktes

Minderungen bei Grundsicherung weiter zurückgegangen
Minderungen bei Grundsicherung weiter zurückgegangen

NRW-Arbeitsminister Laumann fordert eine bundesweite Kampagne zur Integration von Bürgergeldempfängern in den Arbeitsmarkt und kritisiert geplante Kürzungen der Eingliederungsmittel.

Arbeitsmarktoffensive gefordert

Karl-Josef Laumann, NRW-Arbeitsminister und CDU-Mitglied, betont die Notwendigkeit einer Arbeitsmarktoffensive in Deutschland. In einer Mitteilung an das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ erklärt er: „Wir brauchen eine Arbeitsmarktoffensive in Deutschland.“ Diese sollte sich insbesondere auf die Integration von Bürgergeldempfängern in den Arbeitsmarkt konzentrieren.

Arbeitsagenturen in der Pflicht

Laumann macht deutlich, dass Bürgergeldempfänger, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, auch arbeiten sollten. Hierbei sieht er die Arbeitsagenturen in der Pflicht: „Die Arbeitsagenturen müssen genauer hinschauen und die Menschen viel mehr an die Hand nehmen, damit sie schnell in sozialversicherungspflichtige Jobs kommen.“

Mehr Kapazitäten für Arbeitsverwaltung

Zur Umsetzung seiner Vorschläge ruft der CDU-Politiker nach mehr Kapazitäten in der Arbeitsverwaltung. Jeder Langzeitarbeitslose sollte zu Gesprächen eingeladen werden, um eine erfolgreiche Vermittlung in Jobs zu ermöglichen.

Kritik an geplanten Kürzungen

Abschließend kritisiert Laumann die geplante Kürzung der Eingliederungsmittel um 500 Millionen Euro: „Die Ampel muss die geplante Kürzung der Eingliederungsmittel um 500 Millionen Euro zurücknehmen.“ Er sieht in diesen Mitteln eine wesentliche Ressource zur Umsetzung seiner Forderungen und zur Förderung der Arbeitsmarktintegration.

AFP