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84-Jährige in Lebensgefahr: Radfahrer erfasst Fußgängerin in der Johannisstraße und flüchtet

Johannisstraße Osnabrück.
Johannisstraße Osnabrück. / Archivfoto: Pohlmann

Am Montagnachmittag (28. August) ereignete sich in der Johannisstraße ein schwerer Unfall zwischen einem Radfahrer und einer Fußgängerin. Eine 84-Jährige schwebt in Lebensgefahr, der Täter entfernte sich vom Ort des Geschehens.

Die Seniorin aus Osnabrück begab sich gegen 16 Uhr nach dem Verlassen des Edeka-Marktes auf den angrenzenden Bussteig D1. Dort wurde sie von einem Radfahrer getroffen, der von der Richtung Neumarkt kommend den Gehweg und dann den Bussteig befuhr. Infolge des Zusammenstoßes erlitt die Seniorin ernsthafte Kopfverletzungen und befindet sich in kritischem Zustand. Passanten leisteten Erste Hilfe, bis Rettungskräfte und Notarzt eintrafen.

Täter auf der Flucht

Nach dem Unfall verweilte der Fahrradfahrer kurz an der Unfallstelle, sicherte sein Fahrrad und entfernte sich dann vom Ort des Geschehens. Er wird wie folgt beschrieben:

– männlich
– 25 bis 30 Jahre alt
– ca. 170 cm groß
– dunkle Hautfarbe
– schwarze, gekräuselte, wenige Zentimeter lange Haare
– Bart (etwas länger als 3-Tage-Bart)
– weiße Jacke
– blauer Rucksack

Fahrrad des Unfallverursachers / Foto: Polizei Osnabrück
Fahrrad des Unfallverursachers / Foto: Polizei Osnabrück

Zum Unfallzeitpunkt war die Johannisstraße stark frequentiert, weshalb die Polizei Zeugen des Vorfalls oder Personen, die Angaben zum beteiligten Fahrradfahrer machen können, bittet, sich beim Verkehrsunfalldienst der Polizei unter der Telefonnummer 0541/327-2515 zu melden.

AFP

Schirdewan bezeichnet SPD-Vorstoß für Mietenstopp als ’skurril‘

Linken-Chef Martin Schirdewan äußert Verwirrung über die Forderung der SPD nach einem bundesweiten Mietenstopp und kritisiert dabei die Handlungen der aktuellen Regierung.

Skepsis gegenüber der SPD

Berliner Linken-Chef Martin Schirdewan reagierte irritiert auf die Forderung der SPD nach einem bundesweiten Mietenstopp. Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen das Verhalten der SPD innerhalb ihrer Regierungsfunktionen. „Dass die SPD „Forderungen an sich selbst richtet, obwohl sie die Bauministerin stellt und den Bundeskanzler, das halte ich für eine Skurrilität der heutigen Regierung“, sagte Schirdewan den Sendern RTL und ntv.

Notwendige Maßnahmen

„Es reicht nicht, Forderungen an sich selbst zu stellen, sondern man muss endlich auch handeln. Von daher sollten den Worten auch Taten folgen.“ betonte der Linken-Politiker. Laut Schirdewan, fordert seine Partei explizit einen bundesweiten Mietenstopp und einen Mietendeckel. Der Linken-Chef unterstreicht die Notwendigkeit dieser Maßnahmen mit der Aussage: „Das ist auch richtig, weil die Mieten in den letzten Jahren um 64 Prozent in den großen Städten in Deutschland gestiegen sind.“

Dramatische Entwicklung

Des Weiteren macht Schirdewan auf die dramatische Entwicklung aufmerksam, dass jede zwölfte Minute eine Wohnung in Deutschland aus der Sozialbindung fällt. Er schlussfolgert, dass die Situation für die Mieter katastrophal ist. Mit dieser Äußerung lenkt der Linken-Chef den Fokus auf den Ernst der aktuellen Lage und unterstreicht die Dringlichkeit umfassender Veränderungen.

AFP

Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße lädt zum Familienflohmarkt ein

Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße (Archivbild). / Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße (Archivbild). / Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Zeit zum Ausmisten! Das Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße lädt für Freitag (8. September) von 16 bis 19 Uhr, zum Familienflohmarkt ein.

Zahlreiche alte, oder nicht so alte Schätze suchen ein neues Zuhause. Für Musik und den Snack zwischendurch wird gesorgt. Verkaufsstände müssen im Büro angemeldet werden. Kosten: fünf Euro pro Tisch, zwei Euro pro mitgebrachtem Garderobenständer.

Zu erreichen ist Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße per Telefon ( 0541 / 323 – 7530) oder per Mail (gz-lerchenstr@osnabrueck.de).

AFP

Institut der deutschen Wirtschaft senkt Prognose für künftige Konjunkturentwicklung

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) senkt seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr drastisch, ausgehend von einem voraussichtlichen Schrumpfen der deutschen Wirtschaftsleistung um fast 0,5 Prozent.

Wirtschaft in „Schockstarre“

Die vorherige Prognose des IW hatte noch ein Wachstum von 0,25 Prozent erwartet, jetzt kommt der Schock: Die deutsche Wirtschaft könne aktuell die globalen Schwankungen kaum abfedern und leide unter den weltweiten Problemen vor allem durch knappe und teure Rohstoffe und Energie sowie einem lahmen Welthandel. Die weiterhin hohe Inflation, die das IW für den Jahresschnitt bei rund 6,5 Prozent sieht, wirkt sich ebenfalls negativ aus.

Zurückhaltung bei Verbrauchern und Unternehmen

Die steigenden Preise und die unsichere wirtschaftliche Lage führen dazu, dass die Deutschen weniger Geld ausgeben, trotz beachtlicher Lohnsteigerungen. Aber auch Unternehmen seien zurückhaltend: Aufgrund gestiegener Produktionskosten und hoher Zinsen seien Investitionen unattraktiver geworden. Besonders betroffen von dieser Entwicklung seien die Industrie und die Bauwirtschaft.

Arbeitsmarkt und Baubranche betroffen

Die Investitionen im Bausektor gehen laut IW 2023 voraussichtlich um drei Prozent zurück. Auch der Arbeitsmarkt bleibt nicht verschont: Obwohl das IW größere Entlassungswellen für unwahrscheinlich hält, wird erwartet, dass Unternehmen bei Stellenausschreibungen zurückhaltender agieren. Das führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent, was rund 160.000 Arbeitslose mehr bedeutet.

AFP

Dax beginnt mit positiven Zahlen; Anleger erwarten weitere Wachstumsimpulse

Dax legt vor Fed-Entscheid leicht zu – Bankenwerte wieder hinten
Dax legt vor Fed-Entscheid leicht zu – Bankenwerte wieder hinten

Die Börse in Frankfurt startete am Dienstag mit Kursgewinnen und hofft auf neue Impulse durch die deutsche und französische Inflationsrate.

Positive Stimmung an der Börse

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) eröffnete am Dienstag den Handel mit einem Plus von 0,5 Prozent. Der Dax wurde gegen 09:30 Uhr mit rund 15.875 Punkten berechnet, was im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag einem Anstieg entspricht. Auffallend waren die Aktien von Zalando, Vonovia und Siemens Energy, die sich an der Spitze der Kursliste befanden.

Bemerkenswerte Abschläge entgegen dem allgemeinen Trend wurden hingegen bei Hannover Rück, Airbus und MTU festgestellt. Trotz positiver Tendenzen bleibt laut Thomas Altmann von QC Partners der Weg bis zur 16.000 Punkte Marke allerdings weit. Er betont: „Um in den Bereich um die 16.000 vorzurücken, fehlen die Langzeit orientierten überzeugten Käufer.“

Marktverfassung und zukünftige Impulse

Altmann beschreibt die gegenwärtigen Käufer als „handelsorientiert“, die fallende Märkte für Käufe und steigende Märkte für Verkäufe nutzen. Die Aufwärtspotenziale bleiben daher begrenzt, so der Marktexperte. Doch neue Impulse könnten in den nächsten Tagen die deutsche und die französische Inflationsrate liefern.

„Dann könnte klarer werden, ob die EZB ebenfalls auf eine Zinspause zusteuert oder ob die EZB ein weiteres mal an der Zinsschraube drehen wird“, erklärt Altmann. Zudem hebt er hervor, dass die jüngsten Maßnahmen der Regierung dazu beigetragen haben, die Sorgen um die chinesische Wirtschaft vorerst zu lindern und die Stimmung auf dem Parkett zu verbessern.

AFP

Der Kinderspielplatz in der Tannenburgstraße (Schinkel) ist wieder eröffnet

Spielplatz Tannenburgstraße / Foto: OSB, Marion Niemeyer
Spielplatz Tannenburgstraße / Foto: OSB, Marion Niemeyer

Endlich hört man wieder lautes Kinderlachen auf dem Kinderspielplatz an der Tannenburgstraße im Osnabrücker Schinkel, etwas versteckt hinter den Häusern an der Bahnlinie. 

Zu erreichen ist der Kinderspielplatz in der Tannenburgstraße über einen Weg zwischen den Hausnummern 116 und 118 – jetzt ist er nach der Umgestaltung wieder bespielbar. Geplant und umgebaut wurde der Spielplatz vom Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB), der die Anlieger und Nutzer zuvor nach ihren Vorstellungen und Wünschen zur Gestaltung befragt hat.

Spielplatzumbau kostete 110.000 Euro – wurde jedoch umfangreich gefördert

Auf dem Platz befindet sich ein Buddelbereich mit Wipptier, Balanciermöglichkeiten für die Kleinen, eine Schaukel, eine Spielkombination mit Rutsche und Kletterelementen für die größeren Kinder, eine rotierende Wippe und ein rollstuhlgerechtes Trampolin sowie eine Tischtennisplatte.

Der Spielplatz wurde mit Städtebauförderungsmitteln aus dem Bund- und Länderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ umgestaltet. Die Kosten für den Ausbau beliefen sich auf rund 110.000 Euro, wobei die Förderquote für dieses Projekt 90 Prozent betrug.

AFP

Studie: „Babyboomer“ arbeiten im Alter länger

Linke mit Renten-Anstieg unzufrieden
Linke mit Renten-Anstieg unzufrieden

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die sogenannten „Babyboomer“ verbringen in der Altersspanne zwischen 55 und 64 Jahren deutlich mehr Zeit in bezahlten Jobs als dies in früheren Generationen der Fall war. Das ist das Ergebnis einer Studie aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR), die im Fachjournal „Demography“ veröffentlicht wurde.

Bei einer für diese Altersgruppe rechnerisch maximal möglichen Erwerbsdauer von zehn Jahren in durchgehender Vollzeitbeschäftigung waren 1941 geborene Männer demnach im Durchschnitt 5,3 Jahre erwerbstätig. Beim Geburtsjahrgang 1955, der zu den „Babyboomern“ gehört, lag der entsprechende Wert mit 7,3 Jahren bereits zwei Jahre höher. Bei Frauen gab es fast eine Verdopplung von 2,6 auf 4,8 Jahre. In der ebenfalls betrachteten Altersspanne 65 bis 74 Jahre wurden ausgehend von einem niedrigen Niveau ebenfalls Anstiege verzeichnet.

„Ein Großteil der in den letzten Jahrzehnten erfolgten Zuwächse konzentriert sich allerdings in den Altern 55 bis 63 Jahre“, sagte Sebastian Klüsener, Forschungsdirektor am BiB. „Ab 64 Jahren sind die Anstiege deutlich geringer gewesen.“ Wie aus der Studie weiter hervorgeht, ist die Erwerbslebensdauer bei allen untersuchten Gruppen gestiegen: bei Männern und Frauen, über alle Bildungs- und Berufsgruppen hinweg sowie für Erwerbstätige in Ost- und in Westdeutschland. Die geringsten Zuwächse wurden bei niedrigen Bildungs- und Berufsgruppen verzeichnet, die stärksten bei Fachkräften und gehobenen Fachkräften. Vor allem bei Menschen, die nach 1946 geboren wurden, hat sich die Erwerbslebensdauer kräftig verlängert.

„Diese Entwicklung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst“, so Klüsener. „Hierzu zählen politische Reformen im Bereich von Arbeitsmarkt und Rente. Ein weiterer Faktor ist, dass die Babyboomer als Profiteure der nach 1970 erfolgten Bildungsexpansion ein höheres Bildungsniveau aufweisen und gesünder altern als vorherige Generationen.“ Bei einem Ost-West-Vergleich fallen deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf: Bei den 1955 geborenen Personen hatten westdeutsche Männer mit 7,4 Jahren die höchste Erwerbslebensdauer im Alter zwischen 55 und 64 Jahren; dagegen war diese bei westdeutschen Frauen mit 4,6 Jahren am niedrigsten.

Zwischen den beiden Extremen lagen ostdeutsche Männer mit 6,8 Jahren und ostdeutsche Frauen mit 5,5 Jahren. „Die Unterschiede zwischen west- und ostdeutschen Männern gehen hauptsächlich auf abweichende Erwerbstätigenquoten zurück“, sagte Elke Loichinger, Forschungsgruppenleiterin am BiB. „Die Differenzen bei den Frauen erklären sich hingegen vorrangig durch Unterschiede bei den geleisteten Arbeitsstunden.“ So haben ältere westdeutsche Frauen zwar ähnlich hohe Erwerbstätigenquoten wie ältere ostdeutsche Frauen, letztgenannte absolvieren aber durchschnittlich deutlich mehr Stunden pro Woche. Hier scheint sich positiv auszuwirken, dass in den betrachteten Generationen ostdeutsche Frauen schon von einer gut ausgebauten Kinderbetreuung profitieren konnten, während viele westdeutsche Frauen mit der Mutterschaft ihre Arbeitszeit erheblich reduzierten, so das Institut.

Die ermittelten Werte zur durchschnittlichen Erwerbslebensdauer zeigen laut BiB aber auch, dass weitere Potenziale für die Ausdehnung der Erwerbslebensdauer bestehen: Dies gilt allgemein für Erwerbstätigkeit im Alter von 63 und mehr Jahren und besonders für Frauen, gerade in Westdeutschland. „Ob diese Potenziale erschlossen werden können, hängt davon ab, inwieweit ein Verbleib im Arbeitsmarkt attraktiv und möglich ist“, so Loichinger. „Dabei spielt eine Vielzahl an Faktoren eine Rolle. Hierzu zählen beispielsweise arbeitsmarktpolitische Anreize, die Art der Tätigkeit oder die Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung. Auch die Ausübung unbezahlter Sorgearbeiten innerhalb der Familie kann bezahlter Erwerbsarbeit entgegenstehen.“


Foto: Senioren in einer Fußgängerzone (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

AFP

Grüne Jugend mit Kompromiss zur Kindergrundsicherung unzufrieden

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesvorsitzende der Grünen Jugend, Timon Dzienus, ist mit dem in der Ampel-Regierung ausgehandelten Kompromiss zur Kindergrundsicherung nicht zufrieden. Die 2,4 Milliarden Euro, die ab 2025 als Mehrausgaben vorgesehen sind, seien zu wenig, sagte Dzienus dem Sender ntv.

Bei bedürftigen Kindern komme zu wenig Geld an. Die Verantwortung dafür trägt aus Sicht des Nachwuchspolitikers die FDP: „Dass die Leistung steigt – und das ist das Zentrale, um Kinder aus der Armut zu holen, da muss man sagen, hat die FDP sich durchgesetzt mit ihrer Ignoranz gegenüber Armut.“ Manch einem in der FDP seien „arme Menschen, Kinder in Armut offensichtlich scheißegal“. Deswegen habe sich die FDP „stur gestellt, da keinen Cent mehr klarzumachen“. Und das sei ein „Armutszeugnis für die Bundesregierung“.


Foto: Frau mit Kind im August 2023, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Reallöhne im zweiten Quartal leicht gestiegen

Heil erwartet Entspannung des Personalmangels an Flughäfen
Heil erwartet Entspannung des Personalmangels an Flughäfen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal leicht gestiegen. Sie lagen um 0,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Damit legten sie zum ersten Mal seit insgesamt zwei Jahren wieder leicht zu (Zweites Quartal 2021: +3,2 Prozent). Die Nominallöhne in Deutschland waren im zweiten Quartal 2023 um 6,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal, der höchste Nominallohnanstieg für ein Berichtsquartal seit Beginn der Zeitreihe 2008. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 6,5 Prozent. Die starke Steigerung der Nominallöhne und die im Vergleich etwas gedämpfte Inflationsentwicklung führten im zweiten Quartal 2023 zu diesem leichten Reallohnwachstum. Dazu haben auch die Auszahlungen der Inflationsausgleichsprämie beigetragen.

Diese kann bis zu 3.000 Euro betragen (steuer- und abgabefrei) und ist eine freiwillige Leistung der Arbeitgeber. Auch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde im Oktober 2022 hatte einen positiven Effekt auf das gesamtwirtschaftliche Lohnwachstum im zweiten Quartal 2023. Betrachtet man die Arbeitnehmer nach ihrer Beschäftigungsart, wiesen geringfügig Beschäftigte mit 9,7 Prozent den stärksten Nominallohnanstieg im zweiten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Dies ist vor allem auf die seit dem 1. Oktober 2022 gültige Erhöhung der Minijob-Verdienstgrenze von monatlich 450 Euro auf 520 Euro sowie auf die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro zurückzuführen.

Für Teilzeitkräfte (+7,2 Prozent) und Auszubildende (+8,4 Prozent) ist ebenfalls ein starker Lohnanstieg zu verzeichnen. Die Nominallöhne von Beschäftigten in Vollzeit stiegen im zweiten Quartal 2023 leicht unterdurchschnittlich um 6,3 Prozent. Innerhalb der Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten mit +11,8 Prozent im Durchschnitt die stärksten Verdienststeigerungen. Im Gastgewerbe stiegen die Nominallöhne mit +12,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 besonders deutlich.

Gleiches gilt für den Wirtschaftsabschnitt Kunst, Unterhaltung und Erholung (+11,9 Prozent). Auch die Beschäftigten in den Bereichen Verkehr und Lagerei profitierten von einem überdurchschnittlichen Lohnanstieg (+10,0 Prozent) im zweiten Quartal 2023, hierzu zählt beispielsweise auch die Luftfahrt. Bei diesen Anstiegen handelt es sich auch um Aufholeffekte, da die Sektoren in der Coronakrise besonders stark vom Lockdown und Kurzarbeit betroffen waren, so die Statistiker. In der detaillierten Betrachtung aller Branchen lässt sich feststellen, dass das Vorkrisenniveau – gemessen am Nominallohnindex im 2. Quartal 2019 – fast überall wieder erreicht wurde, abgesehen von den Wirtschaftsabteilungen Herstellung von Kraftwagen, sonstiger Fahrzeugbau und Luftfahrt.


Foto: Flughafenarbeiter (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

AFP

Trend zu wärmeliebenden Rebsorten im Weinanbau ungebrochen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Trend zu wärmeliebenden Rebsorten im deutschen Weinanbau ist ungebrochen. Die hiesigen Winzer setzen vermehrt auf ursprünglich südländische Sorten, die mittlerweile auch in Deutschland gut gedeihen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

So vergrößerte sich die Rebfläche für Sauvignon blanc in Deutschland im Zeitraum von 2012 bis 2022 um knapp 162 Prozent von gut 700 auf zuletzt gut 1.900 Hektar. Auch andere international bedeutende Rebsorten werden hierzulande zunehmend angebaut: Die Rebfläche für Chardonnay nahm in den Jahren von 2012 bis 2022 um 83 Prozent auf gut 2.700 Hektar zu. Die Rotweinsorten Merlot (886 Hektar, +59 Prozent) und Cabernet Sauvignon (483 Hektar, +43 Prozent) werden inzwischen in Deutschland ebenfalls auf deutlich größeren Flächen angebaut als zehn Jahre zuvor. Idealerweise sollen die Reben nicht nur ans Klima angepasst, sondern auch robust gegenüber Krankheiten sein: Um den Pestizideinsatz reduzieren zu können, erproben die Winzer immer wieder neue Rebsorten, die eine besonders starke Widerstandskraft gegen die Rebkrankheiten Echter und Falscher Mehltau aufweisen.

2022 wurden solche pilzwiderstandsfähigen Rebsorten auf insgesamt knapp 2.800 Hektar angebaut – das waren 3,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Anbaufläche für die weiße Traubensorte Cabernet blanc wurde 2022 gegenüber dem Vorjahr um knapp 15 Prozent auf 260 Hektar vergrößert. Die Anbaufläche für Solaris nahm binnen Jahresfrist um drei Prozent auf 207 Hektar zu. Die Rebsorte Souvignier gris wurde auf 205 Hektar angebaut, das waren 57 Prozent mehr als im Jahr 2021.

Eine Ausnahme bildet die rote Keltertraubensorte Regent, die schon länger etabliert ist. Sie wurde 2022 auf 1.600 Hektar angebaut, was einen Rückgang um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 21 Prozent gegenüber 2012 bedeutet. Diese Entwicklung entspricht dem allgemeinen Markttrend, wonach die meisten Rotweinsorten eine rückläufige Anbaufläche aufweisen. Insgesamt blieb die Weinanbaufläche 2022 in Deutschland gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei rund 103.400 Hektar, so die Statistiker weiter.

2012 hatte sie noch bei 102.200 Hektar gelegen. Die größte Rebfläche wies im Jahr 2022 Rheinland-Pfalz mit rund 65.000 Hektar auf. Damit wurde mehr als die Hälfte (knapp 63 Prozent) des deutschen Weines in diesem Bundesland angebaut. Danach folgen Baden-Württemberg mit 26 Prozent und Bayern mit sechs Prozent.

Die kleinsten Rebflächen gab es in Nordrhein-Westfalen (20 Hektar), Schleswig-Holstein (22 Hektar), Mecklenburg-Vorpommern (23 Hektar) und Niedersachsen (25 Hektar). In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg wurde gewerbsmäßig kein Weinanbau betrieben.


Foto: Weinstock (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

AFP