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Laschet fordert Diplomatie gegen mögliche US-Annexion Grönlands

Bundeswehr-Soldaten (Archiv)
Bundeswehr-Soldaten (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet warnt vor einem möglichen militärischen Vorgehen der USA gegen Grönland und fordert eine klare diplomatische Antwort der europäischen Partner. Zugleich betont er, ein Ende der Nato könne nicht im Interesse Washingtons sein und Europa dürfe nicht in einen Krieg gegen die USA hineingezogen werden.

Laschet warnt vor militärischer Eskalation

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat dazu aufgerufen, die USA auf diplomatischem Weg von einem Griff nach Grönland abzubringen. „Wir müssen den Amerikanern in diplomatischen Gesprächen deutlich machen, dass ein militärisches Vorgehen gegen ein kleines Nato-Land das letzte Vertrauen in die Allianz zerstören würde“, sagte der frühere Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat der Union den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein Ende der Nato könne nicht im Interesse Washingtons sein. Auf die Frage, ob Dänemark auf den Beistand der europäischen Partner zählen könne, wenn es zum Äußersten komme, sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Die Europäer könnten nicht in einen Krieg gegen die USA ziehen.“ Das Weiße Haus schließt ein militärisches Vorgehen zur Annexion Grönlands ausdrücklich ein.

Geostrategische Bedeutung Grönlands

Grönland gewinne neue geostrategische Bedeutung, führte Laschet aus. Es seien dort immer mehr russische und chinesische Kriegs- und Handelsschiffe zu sehen, erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Diese Herausforderung könnte die Nato gemeinschaftlich annehmen, ohne dass die Vereinigten Staaten sich Grönland einverleiben.“

Vergleich mit früheren US-Interventionen

Laschet verwies darauf, dass Interventionen im Ausland keine Besonderheit von US-Präsident Donald Trump seien. „Die Tötung von Osama bin Laden ohne Gerichtsbeschluss auf pakistanischem Boden unter Präsident Obama war völkerrechtlich genauso kritisch“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir waren damals alle erleichtert.“

Der Außenpolitiker rechtfertigte zudem die zurückhaltende Reaktion der Europäer nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Eine offene Kritik europäischer Regierungschefs am US-Präsidenten „hätte das Ende der Ukraine-Verhandlungen bedeutet“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auf die Nachfrage, ob man Trump mit Leisetreterei bei Laune halten könne, entgegnete Laschet: „Was hätten wir denn tun sollen? Den Geschäftsträger in der amerikanischen Botschaft einbestellen? Sanktionen gegen die USA verhängen? Amerikanische Vermögenswerte einfrieren? Maduros Freilassung fordern? Die wichtigste Aufgabe ist, den Ukraine-Krieg bald zu beenden und die Ukraine zu schützen. Und das geht nur mit den Amerikanern.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

14. bis 20. Januar: Ersatzverkehr der Linie R18 zwischen Wilhelmshaven und Osnabrück Hbf

Zug der Nordwestbahn
Zug der Nordwestbahn / dts

Aufgrund von Instandhaltungsarbeiten an der Infrastruktur und Strecke der Deutschen Bahn weichen einige Zugverbindungen der NordWestBahn-Linie RE 18 Mitte Januar vom gewohnten Fahrplan ab.

Verschiedene Einschränkungen zu beachten

In den späten Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden von Mittwoch, 14. Januar, bis Sonntag, 18. Januar, wird auf verschiedenen Streckenabschnitten zwischen Wilhelmshaven und Osnabrück Hbf ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die reguläre Zugverbindung um 23:36 Uhr ab Oldenburg (Oldb) fährt am Samstag, 17. Januar, 30 Minuten später. Zudem entfällt bei einigen Zugverbindungen von Montagabend, 19. Januar, bis Dienstagmorgen, 20. Januar, der Halt in Sande. Hierfür ist ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Wilhelmshaven und Varel (Oldb) eingerichtet.

Keine Fahrradmitnahme im Ersatzverkehr

Die Fahrgäste werden gebeten, die veränderten Fahrzeiten bei ihrer Reiseplanung zu beachten. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den SEV-Bussen leider nicht möglich.

Weitere Infos online

Die Änderungen sind im Ersatzfahrplan unter nordwestbahn.de zu finden und in den digitalen Auskunftsmedien bahn.de und fahrplaner.de einsehbar. Zudem gibt es auf der Webseite auch die Möglichkeit zum Abonnieren eines Newsletters mit individueller Streckenauswahl zur Information über geplante Baustellen.

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Umfrage: Deutsche sehen größte Gefahr in inneren Problemen

Menschen am
Menschen am 01.05.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Viele Menschen in Deutschland sehen die größten Gefahren für das Land derzeit in inneren Problemen wie dem Bildungswesen, gesellschaftlichen Spannungen und der wachsenden sozialen Ungleichheit. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Beamtenbunds, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Demnach werden Bedrohungen von außen wie Kriege, Klimawandel und Flucht deutlich seltener als vorrangige Gefährdungen genannt.

Innere Probleme dominieren Gefährdungswahrnehmung

Auf die Frage, wodurch Deutschland derzeit am meisten gefährdet sei, wurden in der Forsa-Umfrage für den Deutschen Beamtenbund laut „Rheinischer Post“ vor allem Missstände im Innern genannt. Am häufigsten verwiesen die Befragten auf Probleme im Bildungssystem: 90 Prozent der Bürger sehen hier starke bis sehr starke Probleme.

An zweiter Stelle folgen mit 88 Prozent gesellschaftliche Spannungen und Konflikte. Dahinter rangieren wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich, die 85 Prozent der Befragten als starkes bis sehr starkes Problem bewerten, sowie die verfallende Infrastruktur mit 83 Prozent. Ebenfalls 83 Prozent sehen in Hackerangriffen und Cyberkriminalität ein erhebliches Gefährdungspotenzial.

Beamtenbund-Chef kritisiert Debatte über Berufsbeamtentum

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbunds, Volker Geyer, sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den wahrgenommenen Gefahren und der Leistungsfähigkeit des Staates. Er sagte der „Rheinischen Post“, all dies sei unmittelbar mit der Handlungsfähigkeit des Staates verknüpft: „Wir wissen doch, dass uns zum Beispiel allein über 100.000 Lehrer fehlen. Deswegen halte ich es für skandalös, dass wir unnötige Debatten über das Berufsbeamtentum führen. Das ist die komplett falsche Diskussion. Wir müssen Antworten darauf finden, dass der Unterricht zu oft ausfällt und die Klassen zu groß sind.“

Blick auf „lösbare Dinge vor Ort“

Geyer äußerte gegenüber der „Rheinischen Post“ auch eine Einschätzung dazu, warum äußere Bedrohungen wie Kriege, Klimawandel und Flucht in der Umfrage weniger gravierend bewertet werden. „Die Menschen richten ganz natürlich den Blick weg von den Multikrisen, von denen sie sich überfordert und umzingelt fühlen, hin zu den lösbaren Dingen vor Ort. Das halte ich für eine verständliche Reaktion. Gerade jetzt brauchen die Menschen Verlässlichkeit.“

Es sei fatal, wenn die Bürger zugleich den Eindruck hätten, der Staat lasse sie im Stich, so Geyer weiter in der „Rheinischen Post“: „Wir müssen wieder dahinkommen, dass er sich kümmert, dass er schützt. Das ist zuletzt gut in der Bankenkrise gelungen, als Angela Merkel und Peer Steinbrück den Sparern Sicherheit zugesagt und auch geliefert haben. Vergleichbares gilt für den Beginn der Corona-Pandemie.“

Für die Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Beamtenbunds wurden laut „Rheinischer Post“ am 18. und 19. Dezember 1.004 Bürger befragt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Bauern sehen Frost und Schnee als Chance für Ernte

Schneebedecktes Feld
Schneebedecktes Feld / Foto: dts

Bauernverbände in Deutschland sehen die Landwirtschaft gut auf den aktuellen Kälteeinbruch und den Schneesturm vorbereitet. Vertreter der Branche berichten von geringen Kälteproblemen bei Aussaat und Pflanzen und erwarten sogar positive Effekte für die Ernte. Gleichzeitig verweisen die Verbände auf praktische Schwierigkeiten durch eingefrorene Leitungen, glatte Straßen und höhere Kosten im Stall.

Frost als Chance für die Ernte

Kälteprobleme gebe es weder bei der derzeitigen Aussaat des Wintergetreides noch für die Nutzpflanzen, sagte Konrad Westphale, Vizechef beim Landvolk Niedersachsen, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). „Der frühe Frost Ende November hat eine Art Winterruhe bei den Pflanzen hervorgerufen und auch den Befall mit Läusen gestoppt.“ Den aktuellen Schnee und Frost bewerte er daher als „grundsätzlich erst einmal gut“. Niedersachsen gilt als eine der Speisekammern Deutschlands und war stark vom Sturmtief „Elli“ betroffen.

Positive Effekte durch „Frostgare“

„Die Ernte kann sogar vom Frost profitieren“, betonte auch Peter Röhrig, Biobauer und geschäftsführender Vorstand des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, gegenüber dem RND. Durch die sogenannte „Frostgare“ – ein Prozess, bei dem Eiskristalle das Wasser im Erdreich dehnen und es so auflockern – könnten die Böden mehr Luft, Wasser und Nährstoffe speichern. Dies erleichtere die anstehende Aussaat im Frühjahr, so Röhrig. Zudem könne der aktuelle Frost Schädlinge abtöten.

Mehr Aufwand durch Kälte und Schnee

Zu den Problemen, die das Extremwetter der Landwirtschaft bereitet, zählen laut den Verbänden eingefrorene Leitungen, spiegelglatte Straßen für Lieferwagen und dass Schnee die Böden weniger wässere als Regen. Bei lang anhaltender Kälte verlängere sich zudem die Stallsaison und damit die Kosten für Einstreu, Futter und Energie, erklärten sie auf RND-Anfrage.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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DGB-Chefin warnt vor sozialem Kahlschlag und Spaltung

Stahlarbeiter
Stahlarbeiter / dts

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, warnt vor einem verlorenen Jahr für Arbeitnehmer und kritisiert Forderungen nach Einschnitten bei sozialen Leistungen. In der aktuellen politischen Debatte sieht sie die Gefahr, dass soziale Spaltung und gesellschaftliche Unzufriedenheit zunehmen und warnt vor Folgen für die Demokratie.

Warnung vor „verlorenem Jahr“ für Beschäftigte

Yasmin Fahimi</em) bezeichnet die anhaltende Diskussion über Kürzungen im Sozialsystem als realitätsfern für die Interessen der Beschäftigten. „Die permanent von Arbeitgeberseite und auch vom Kanzler aufgegriffene Debatte um Einschnitte bei sozialen Errungenschaften geht völlig an den Interessen der Beschäftigten vorbei, und sie wird auch kein Wachstum erzeugen“, sagte Fahimi der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Derzeit gebe es nahezu im Wochentakt Forderungen nach Leistungskürzungen. „Dabei ist völlig klar: Menschen krank zur Arbeit zu schicken oder von ihnen zu verlangen, später in Rente zu gehen, das bringt keinen einzigen neuen Auftrag in unser Land“, sagte Fahimi der „NOZ“. Den Fokus auf sozialen Kahlschlag anstelle auf Wachstums- und Innovationspolitik zu legen, sei allenfalls „Öl ins Feuer wachsender gesellschaftlicher Unzufriedenheit“.

Soziale Spaltung und politische Folgen

Aktuell sehe sie die „Gefahr einer zunehmenden sozialen Spaltung“, sagte Fahimi der „NOZ“. „Wir müssen also dringend toxische Debatten wie eben die über den sozialen Kahlschlag beenden und alles tun, um den Standort zu sichern und Wachstum zu generieren. Ansonsten werden wir die AfD nur schwer eindämmen können“, warnte die DGB-Chefin in der „NOZ“.

Das Jahr 2026 dürfe „kein verlorenes Jahr für die Arbeitnehmer werden, das sollte die Koalition beherzigen“, sagte Fahimi der „NOZ“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Union erhöht Druck: Iranische Revolutionsgarden als Terrorgruppe einstufen

Anti-Iran-Protest (Archiv)
Anti-Iran-Protest (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In der Unionsfraktion wächst angesichts der Massenproteste im Iran der Druck auf die Bundesregierung, sich für eine Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzusetzen. Führende Außenpolitiker von CDU und CSU fordern von Bundesregierung und EU ein entschiedeneres Vorgehen gegen die Islamischen Revolutionsgarden und verweisen dabei vor allem auf die Lage der Protestierenden im Iran.

Unionsfraktion fordert Einstufung als Terrororganisation

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Norbert Röttgen sagte der „Bild“: „Die Islamischen Revolutionsgarden des Iran gehören längst auf die Terrorliste der EU. Sich dafür massiv einzusetzen, haben CDU und CSU in der Opposition vehement von der damaligen Außenministerin Baerbock verlangt, und das ist auch unsere Erwartung an die heutige Bundesregierung und den Außenminister.“

Röttgen betonte, ein Regimewechsel könne nur von innen heraus erfolgen durch die iranische Bevölkerung. „Das iranische Volk in seinem mutigen Kampf mit allen Möglichkeiten zu unterstützen, sollte auch für die europäischen Regierungen selbstverständlich sein“, erklärte Röttgen der „Bild“.

Appell an Bundesregierung und EU

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Peter Beyer sagte der „Bild“: „Viele von uns haben das immer gefordert, deshalb muss jetzt auch für unsere Bundesregierung gelten: Wir müssen diese Paramilitärs, die auf das eigene Volk losgehen, es drangsalieren und terrorisieren unverzüglich auf die Terrorliste setzen. Dafür müssen sich Innenminister und Außenminister in Deutschland und bei der EU jetzt unverzüglich stark machen. Das ist das Mindeste, was wir vor allem den mutigen Frauen und auch den Männern im Iran schuldig sind.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Wetterbedingte Absage: VfL-Testspiel gegen Schalke fällt aus – Auch Bundesligapartien fallen Schnee zum Opfer [Update]

Symbolbild: VfL Osnabrück
Symbolbild: VfL Osnabrück / Pohlmann

Das für den heutigen Samstag geplante Testspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC Schalke 04 ist kurzfristig abgesagt worden. Die Partie sollte um 14.00 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke angepfiffen werden, kann aufgrund der aktuellen Witterungs- und Platzverhältnisse jedoch nicht stattfinden.

Platz an der Bremer Brücke trotz Maßnahmen nicht bespielbar

Anhaltende Niederschläge in Form von Regen und Schnee sowie die niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage haben den Rasen stark in Mitleidenschaft gezogen. Trotz eingeschalteter Rasenheizung und umfangreicher Räumarbeiten sei das Spielfeld nicht bespielbar, teilte der VfL Osnabrück in einem Pressestatement mit. Die Verantwortlichen bewerteten die Verletzungsgefahr für Spieler und Schiedsrichter als zu hoch und entschieden sich daher für eine Absage.

Auch mit Blick auf die Anreise zahlreicher Fans aus dem Umfeld beider Vereine über schneebedeckte oder vereister Straßen galt eine Austragung als nicht vertretbar. Alle Inhaberinnen und Inhaber von Eintrittskarten für das Testspiel erhalten in den kommenden Tagen weitere Informationen, so der Verein. Den fleißigen Helfern, die sich bis zuletzt für eine Spielaustragung eingesetzt hatten, dankten die Lila-Weißen.

Auch Bundesligapartien betroffen

Ersatz für den VfL-Ausfall finden Fußballfans derweil in der Bundesliga, die am Freitagabend mit einem spektakulären 3:3 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund aus der Winterpause zurückgekehrt ist. Allerdings fallen auch hier zwei der fünf für den Samstagnachmittag angesetzten Partien dem Schneetreiben in Deutschland zum Opfer. So wurden die Spiele zwischen Bremen und Hoffenheim sowie St. Pauli und Leipzig bereits abgesagt.

Update von 14:15 Uhr

Kurzfristig entschieden sich Schalke und der VfL, die Partie doch auszutragen: ohne Zuschauer auf dem Trainingsgelände des FC Schalke 04 in Gelsenkirchen.

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Deutsches Handelsdefizit mit China erreicht neues Rekordhoch

Frachthafen
Frachthafen / Foto: dts

Das deutsche Handelsdefizit mit China steuert nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) für die „Welt am Sonntag“ auf ein Rekordniveau zu. In den ersten drei Quartalen 2025 erreichte es bereits 63,1 Milliarden Euro und damit den bisherigen Höchststand von 2022. Während die Exporte deutlich zurückgingen, legten die Importe aus China kräftig zu.

Handelsbilanz erreicht Rekordniveau

Das Defizit der deutschen Wirtschaft im Außenhandel mit China nähert sich einem neuen Höchststand. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) für die „Welt am Sonntag“ wuchs das Handelsdefizit in den ersten drei Quartalen 2025 auf 63,1 Milliarden Euro. Das entspricht dem bisherigen Rekordwert von 2022, der durch einen Sondereffekt beim Import zustande gekommen war.

Im vergangenen Jahr sind die deutschen Exporte nach China deutlich gesunken. In den ersten drei Quartalen beliefen sie sich auf 61,4 Milliarden Euro und erreichten damit den tiefsten Stand seit mindestens sieben Jahren. Zugleich stieg der Wert der Importe aus China kräftig auf 124,5 Milliarden Euro.

Sinkende Exporte, steigende Importe

Im vierten Quartal dürfte sich der Trend nach Einschätzung des IW Köln fortsetzen. „Es besteht kaum Hoffnung, dass die Exporte nach China wieder über eine längere Zeit steigen könnten“, sagte IW-Handelsexperte Jürgen Matthes der „Welt am Sonntag“.

Matthes plädierte laut „Welt am Sonntag“ dafür, dass die EU die bedrohte Produktion auf dem heimischen Markt und ihre Exporte konsequenter und umfassender schützt, „um die chinesischen Wettbewerbsverzerrungen auszugleichen“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Schneider fordert Freileitungen statt Erdkabel für schnellere Energiewende

Strommast
Foto: dts

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) fordert, beim Ausbau der Stromnetze künftig auf neue Erdkabel zu verzichten und stattdessen ausschließlich auf oberirdische Freileitungen zu setzen. Damit sollen nach seinen Worten sowohl das Tempo der Energiewende erhöht als auch die Kosten deutlich gesenkt werden.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, bei neuen Projekten für den Netzausbau nur noch auf Freileitungen statt auf Erdkabel zu setzen. Ziel sei es, erneuerbare Energien schneller ins Netz zu bringen. Schneider sagte der „Rheinischen Post“: „Alle in der Koalition haben sich zu den Klimazielen bekannt. Und was die Energiewende angeht, unterstütze ich das Anliegen, die Kosten zu senken. Ein großer Kostentreiber ist das aufwendige Verbuddeln von Übertragungsnetzen unter die Erde.“

Forderung nach Priorität für Freileitungen

Mit Blick auf die künftige Ausgestaltung des Netzausbaus plädierte Schneider dafür, nur bereits geplante und genehmigte Leitungen unterirdisch zu verlegen. „Deswegen bin ich dafür, dass nur noch die Überlandleitungen unterirdisch verlegt werden, die bereits geplant und genehmigt wurden. Alle weiteren sollten als oberirdische Freileitungen ausgebaut werden, um das Tempo zu erhöhen und die Kosten zu senken“, forderte Schneider der „Rheinischen Post“ zufolge.

Elektromobilität und Klimaziele

Mit Blick auf jüngste Studien, wonach der Verkehrs- und der Gebäudesektor bei den Klimazielen hinterherhinken, verwies Schneider auf positive Entwicklungen bei Elektroautos. „Ich will, dass im nächsten Schritt auch mehr Privatleute die Chance auf den Umstieg nutzen. Darum werde ich schon bald das neue Zuschussprogramm für die E-Mobilität vorstellen. Das wird der Elektromobilität nochmal einen großen Schub geben“, so der Minister in der „Rheinischen Post“.

Schneider betonte zugleich die Bedeutung der bestehenden Klimaschutzregelungen im Zuge der geplanten Reform des Heizungsgesetzes. Das bisherige Gebäudeenergiegesetz sei der entscheidende Faktor, um CO2 einzusparen, sagte er der „Rheinischen Post“. „Die Klimaschutzwirkung des Gesetzes muss erhalten bleiben. Das ist die SPD-Position. Wie man das am Ende macht, klären wir intern“, so der Minister.

Förderung für Wärmepumpen

Zur Frage des Heizens und der Umrüstung von Heizsystemen erklärte Schneider, Wärmepumpen würden sich langfristig für die meisten lohnen. „Aber gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen brauchen die Zuschüsse, um sich die Anschaffung überhaupt erstmal leisten zu können. Sparpotenzial sehe ich eher bei den Gutverdienern, die sich die Wärmepumpe auch ohne staatliche Förderung leisten können“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Städte fordern nationale Blackout-Reserve nach Berliner Stromanschlag

Rathaus (Archiv)
Rathaus (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin fordern Vertreter der Kommunen vom Bund eine „nationale Blackout-Reserve“ mit mobilen Kraftwerken. Der Deutsche Städtetag sieht darin eine notwendige Vorsorge für großflächige und mehrtägige Stromausfälle, von denen binnen kurzer Zeit Zehntausende Menschen betroffen sein könnten.

Städtetag fordert mobile Kraftwerke für ganze Quartiere

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Christian Schuchardt, sagte der „Rheinischen Post“: „Für großflächige und mehrtägige Stromausfälle, wie jetzt in Berlin, müssen wir größer denken als bisher. Wir brauchen eine nationale Blackout-Reserve für solche Fälle.“

Einzelne Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime mit Notstrom-Aggregaten zu versorgen, sei zwar wichtig und gut. „Noch besser wäre, wenn wir mit mobilen Kraftwerken gleich ganze Quartiere mit Wärme und Strom versorgen könnten“, so Schuchardt laut „Rheinischer Post“. Vorhalten müsse diese „nationale Blackout-Reserve“ dann der Bund.

Mehr Geld für Bevölkerungsschutz in Kommunen gefordert

Der Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin habe überdies gezeigt, „wie schnell Zehntausende Menschen von einem Katastrophenfall betroffen sein können“, ergänzte der Hauptgeschäftsführer gegenüber der „Rheinischen Post“. Deshalb müssten auch im Bundes- und in den Landeshaushalten die Mittel für den Bevölkerungsschutz in den Kommunen deutlich erhöht werden. „Und zwar nicht als temporäre Förderprogramme, sondern planbar und dauerhaft“, forderte Schuchardt in der „Rheinischen Post“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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