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GiroLive-Panthers behalten kühlen Kopf und bezwingen Saarlouis Royals

Panthers vs. Saarlouis Royals
Panthers vs. Saarlouis Royals / Foto: Alexander Reinhard

Die GiroLive-Panthers haben sich am Sonntag (11. Januar) in einem intensiven und zeitweise hektischen Spiel gegen die Saarlouis Royals durchgesetzt. Nach einem konzentrierten Start, einer spannenden Phase vor der Halbzeit und einem umkämpften Schlussviertel behielten die Panthers die Nerven und feierten am Ende einen verdienten 73:65-Erfolg.

Souveräner Auftakt mit viel Übersicht

Die Panthers kamen gut in die Partie und bestimmten mit sicherem Passspiel früh den Rhythmus. Saarlouis wirkte zunächst noch auf der Suche nach Ordnung, hielt das Spiel aber offen. Nach langen Ballbesitzphasen und einer ersten Auszeit der Gäste beim Stand von 11:7 entwickelte sich eine ausgeglichene Phase mit guten Angriffen und stabiler Defensive auf beiden Seiten. Punkte blieben Mangelware, zur ersten Viertelpause führten die Panthers knapp mit 13:9.

Royals kämpfen sich vor der Pause heran

Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die GiroLive-Panthers zunächst beweglich und setzten ihre Spielzüge sauber um. Die Royals agierten nervös, ließen einige Chancen liegen und fanden offensiv kaum ihren Rhythmus. Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich jedoch Fehler in der Panthers-Defensive ein, die Saarlouis konsequent nutzte. Nach einer Auszeit der Royals beim Stand von 20:18 fanden die Panthers zwar kurz zurück ins Spiel, leisteten sich anschließend aber erneut Ungenauigkeiten in Abwehr und Abschluss. Saarlouis nutzte diese Phase, verkürzte weiter und ging mit einem knappen 29:26-Rückstand in die Halbzeit.

Panthers setzen sich im dritten Viertel ab

Nach der Pause entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams punkteten im Wechsel, ehe bei den Panthers plötzlich der Knoten platzte. Eine kurze, aber wichtige Punkteserie brachte erstmals etwas Luft auf die Anzeigetafel. Saarlouis reagierte mit einer Auszeit beim Stand von 47:37. Doch einfache Ballverluste der Panthers hielten die Royals im Spiel. Nach einer weiteren Auszeit der Gastgeber kurz vor Viertelende behaupteten die Panthers ihren Vorsprung und gingen mit 56:48 in den Schlussabschnitt.

Hektisches Finish, souveräner Sieg

Der Start ins letzte Viertel misslang den Panthers. Saarlouis blieb hartnäckig, nutzte erneut Fehler und lag zeitweise sogar vorn. Das Spiel wurde zunehmend hektisch, doch die GiroLive-Panthers fanden mit gut ausgespielten Angriffen rechtzeitig zurück zu ihrer Linie. Eine Auszeit der Royals beim Stand von 69:57 brachte keine Wende mehr. Zwar ließ der Spielfluss in der Schlussphase etwas nach, doch die Panthers spielten den Vorsprung kontrolliert herunter und sicherten sich trotz einiger vermeidbarer Fehler einen insgesamt souveränen 73:65-Erfolg.

AFP

Bundesregierung fordert Ende der Gewalt gegen Irans Demonstrierende

Landkarte Iran
Iran / Foto: rot

Die Bundesregierung fordert ein sofortiges Ende der Gewalt des iranischen Regimes gegen Demonstranten. Regierungssprecher verurteilten das Vorgehen der Führung in Teheran scharf und bekundeten Solidarität mit den Protestierenden, die seit mehr als zwei Wochen im ganzen Land auf die Straße gehen. Nach Angaben von Menschenrechtlern steigt unterdessen die Zahl der Todesopfer und Festnahmen weiter deutlich an.

Bundesregierung verurteilt Vorgehen in Teheran

„Die Lage im Iran ist zutiefst besorgniserregend“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin. „Menschen aus allen Teilen des Landes demonstrieren friedlich für Freiheit und für ein besseres Leben in ihrem Land.“ Für den Mut, mit dem diese Menschen „der unverhältnismäßig brutalen Gewalt iranischer Sicherheitskräfte widerstehen“, gebühre ihnen größte Anerkennung, so Hille weiter. „Der Bundeskanzler ruft die iranische Führung auf, ihre Bevölkerung zu schützen, statt sie zu bedrohen.“

Die Gewalt, die die Führung in Teheran gegen das eigene Volk richte, verurteile man „auf das Schärfste“, sagte Hille. „Diese Gewalt ist kein Ausdruck von Stärke, sondern sie ist ein Ausdruck von Schwäche. Diese Gewalt muss enden.“ Der Regierungssprecher bekräftigte zudem, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene weiter für eine Terrorlistung der iranischen Revolutionsgarden einsetzt.

Fragen nach möglicher US-Militärrolle

Über ein mögliches Eingreifen des US-Militärs in der aktuellen Situation wollte Hille auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur nicht spekulieren. US-Medien hatten zuvor berichtet, dass US-Präsident Donald Trump derzeit offenbar eine Reihe möglicher militärischer Optionen erwägt. Bodentruppen im Iran sollen demnach aber nicht vorgesehen sein.

Deutlich gestiegene Opferzahlen

Die Zahl der Todesopfer im Zuge der nunmehr seit 15 Tagen andauernden Protestwelle im Iran ist nach Angaben von Menschenrechtlern weiter deutlich gestiegen. Nach Angaben der Gruppierung „Human Rights Activists in Iran“ (HRA) sollen mindestens 544 Todesfälle während der Proteste bestätigt worden sein. Mehr als 10.600 Personen wurden laut HRA festgenommen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

4,33 Millionen Ukrainer genießen temporären Schutz in der EU

Person, die ein Schild mit ukrainischer Schrift hält
Foto: dts

Die Zahl der Ukrainer mit temporärem Schutz in der EU ist bis Ende November 2025 auf 4,33 Millionen gestiegen. Gegenüber Ende Oktober nahm die Zahl um 30.615 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Besonders stark vertreten sind Schutzsuchende in Deutschland, Polen und Tschechien.

Deutschland mit den meisten Schutzberechtigten

Nach Angaben von Eurostat waren die EU-Länder mit den meisten Schutzberechtigten aus der Ukraine Deutschland mit 1.241.000 Personen, Polen mit 968.750 Personen und Tschechien mit 392.670 Personen. In 21 der 26 EU-Länder mit verfügbaren Daten nahm die Zahl der Personen unter temporärem Schutz zu.

Die größten absoluten Zuwächse wurden laut Eurostat in Deutschland mit 11.040 Personen, in Polen mit 3.745 Personen und in Spanien mit 2.810 Personen verzeichnet. In fünf EU-Ländern, darunter Frankreich und Litauen, ging die Zahl der Schutzberechtigten zurück.

Weniger neue Entscheidungen zum temporären Schutz

Die monatliche Zahl der neuen Entscheidungen zur Gewährung von temporärem Schutz in der EU sank im November auf 53.735. Dies entspricht einem Rückgang von 32,5 Prozent im Vergleich zu September und 27,8 Prozent im Vergleich zu Oktober, teilte Eurostat mit.

Diese Zahl näherte sich nach den Angaben von Eurostat wieder dem Niveau vor dem ukrainischen Regierungsdekret vom Ende August an, welches Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren das Verlassen der Ukraine ohne Einschränkungen erlaubte. Mitte Juni hatte der Europäische Rat beschlossen, den temporären Schutz für diese Personen bis zum 4. März 2027 zu verlängern.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Kommunen rutschen tiefer ins Rekorddefizit – Sozialkosten explodieren

Rathaus (Archiv)
Rathaus (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Städte und Gemeinden in Deutschland haben im dritten Quartal ein Rekorddefizit verzeichnet. Das Minus in den Haushalten ist nach Angaben des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ weiter gewachsen und übertrifft den bisherigen Höchststand. Besonders betroffen sind finanzschwache Kommunen, die teils nicht einmal mehr ihre laufenden Ausgaben decken können.

Rekordminus von 28,3 Milliarden Euro

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, in dem sich auch finanzschwache Kommunen zusammengeschlossen haben, teilte am Montag mit, dass das Defizit in den Haushalten der Städte und Gemeinden im dritten Quartal weiter gewachsen sei und ein Rekordminus erreicht habe. Demnach lag das Minus in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bei 28,3 Milliarden Euro – 2,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahresrekord 2024.

In vier Bundesländern können die Kommunen laut dem Bündnis nicht einmal mehr ihre laufenden Ausgaben decken. Eigenfinanzierte Investitionen oder die Rückzahlung von Liquiditätskrediten seien in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg nicht mehr möglich.

Steuereinnahmen und Sozialausgaben unter Druck

Als wesentliche Ursache für die Entwicklung werden vom Aktionsbündnis neben schwachen Steuereinnahmen explodierende Sozialausgaben genannt. Diese seien allein in den ersten drei Quartalen um vier Milliarden Euro gestiegen, so das Bündnis.

Forderungen an Bund und Länder

Das Aktionsbündnis fordert als Sofortmaßnahme eine hundertprozentige Übernahme der Kosten der Unterkunft durch den Bund. Martin Murrack, Sprecher des Aktionsbündnisses, sagte, Bund und Länder müssten sich stärker an Sozialkosten beteiligen. Das Bündnis habe in Berlin Signale wahrgenommen, dass der Bund zu einer Hilfe bereit sei. Diese sollte möglichst direkt bei den Kommunen ankommen und nicht erst bei den Ländern.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

CDU dominiert Großspenden über 35.000 Euro deutlich

CDU-Logo (Archiv)
CDU-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die CDU hat im vergangenen Jahr mit Abstand die meisten Großspenden über 35.000 Euro erhalten. Laut einer von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) veröffentlichten Bundestagsdrucksache gingen zwischen September und November 13 meldepflichtige Großspenden an die Partei, insgesamt 1.565.000 Euro. Andere Parteien wie Grüne, CSU, FDP, Volt Deutschland, der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhielten im gleichen Zeitraum deutlich geringere Summen.

CDU erhält höchste Summe an Großspenden

Laut der Bundestagsdrucksache, die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) veröffentlicht hat, lagen die Christdemokraten bei den Großspenden über 35.000 Euro mit Abstand vorn. Von September bis November letzten Jahres bekam die CDU demnach 13 meldepflichtige Spenden in Höhe von insgesamt 1.565.000 Euro.

Unter den CDU-Großspenden befand sich mit 500.000 Euro die größte Einzelspende von E-Commerce-Unternehmer Stephan Schambach (Intershop-Stiftung) aus Jena. Weitere 200.000 Euro kamen von der Neoshare-Holding aus München und 180.000 Euro von der Deutschen Vermögensberatung aus Frankfurt am Main. Jeweils 100.000 Euro spendeten ein Dürener Unternehmer und ein Unternehmen aus Hamburg, 95.000 Euro kamen vom Verband der Metall- und Elektroindustrie NRW.

Weitere Großspenden an andere Parteien

Deutlich dahinter liegen bei der Gesamtsumme die Grünen, die insgesamt 150.000 Euro erhielten. Diese Summe kam laut Bundestagsdrucksache von einer Beteiligungsgesellschaft aus Hessen und einem Solar-Unternehmer aus Bonn.

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischen und friesischen Minderheit in Deutschland, bekam rund 138.000 Euro vom Kulturministerium aus Kopenhagen. An die CSU gingen 136.000 Euro, darunter 100.000 Euro ebenfalls von der Deutschen Vermögensberatung und der Rest von einem Windkraft-Unternehmer aus Bayern.

Volt Deutschland erhielt laut der von Julia Klöckner veröffentlichten Bundestagsdrucksache 100.000 Euro von Rapper Alo Thadeus, der auch in der Vergangenheit schon erhebliche Summen an die Partei gespendet hatte. Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie NRW bedachte neben der CDU auch die FDP mit 50.000 Euro. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bekam noch einmal rund 35.000 Euro von einem Dauerspender aus Mecklenburg-Vorpommern.

Transparenzpflicht für Großspenden

Nach dem Parteiengesetz müssen Spenden, die im Einzelfall 35.000 Euro übersteigen, der Bundestagspräsidentin unverzüglich angezeigt und von dieser als Bundestagsdrucksache veröffentlicht werden. Die vorliegenden Angaben stammen aus einer solchen Bundestagsdrucksache, die von Julia Klöckner (CDU) veröffentlicht wurde.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Krankenhäuser empört über BKK-Betrugsvorwürfe zum Pflegebudget

Krankenhaus
Krankenhaus / Foto: dts

Im Streit um die Finanzierung des Gesundheitswesens haben Äußerungen des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) einen scharfen Konflikt mit den deutschen Kliniken ausgelöst. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, weist Betrugsvorwürfe entschieden zurück und fordert die Auflösung des BKK-Bundesverbands. Gleichzeitig wächst die Sorge vor weiter steigenden Gesundheitsausgaben und möglichen Beitragserhöhungen für Versicherte.

Krankenhäuser wehren sich gegen Betrugsvorwurf

Im Streit um die Finanzierung des Gesundheitswesens reagieren die deutschen Kliniken empört auf Betrugsvorwürfe des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK). Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sprach in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) von „unverschämten“ Unterstellungen und forderte die Auflösung des BKK-Bundesverbands.

Zuvor hatte die BKK-Verbandsvorsitzende Anne-Kathrin Klemm der FAZ gesagt, sie halte es für „Betrug“, dass Kliniken ihre Pflegekosten bewusst falsch abrechneten. Sie warf Krankenhäusern vor, Verwaltungsmitarbeiter nur der Form halber zu Pflegeassistenten weiterzubilden, um deren Gehälter über das Pflegebudget abzurechnen. Die stark steigenden Gesundheitsausgaben sind Klemm zufolge auch auf diese Praxis zurückzuführen.

DKG-Chef Gerald Gaß wies die Vorwürfe in der FAZ zurück. „Der Vorwurf des Betrugs im Zusammenhang mit dem Pflegebudget entbehrt jeder Grundlage“, sagte er der Zeitung. Die Budgets würden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert. „Wenn Frau Klemm es nicht wüsste, wäre es ein Zeichen von Inkompetenz. Wenn sie es weiß, will sie offenbar bewusst die Verantwortlichen in den Krankenhäusern verleumden“, so Gaß in der FAZ. Wer von Betrug spreche, müsse konkrete Belege liefern.

Gaß warf Klemm zudem vor, die Abschaffung des unbegrenzten Pflegebudgets nur zu fordern, um Gehaltserhöhungen in der Pflege zu verhindern.

Streit um ärztliche Honorare

Auch Klemms Kritik an der Entbudgetierung der ärztlichen Honorare stößt im Gesundheitswesen auf Ablehnung. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sprach in der FAZ von „reiner Polemik“. Die Aufhebung der Honorarbegrenzungen für Haus- und Kinderärzte sei „überfällig“ gewesen und habe den Zugang der Versicherten verbessert. Bei Fachärzten würden immer noch 40 Millionen Termine im Jahr nicht unvergütet.

Sorge um Krankenkassenfinanzen und Beiträge

Unterstützung erhält Klemm hingegen vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dessen Vorsitzender Oliver Blatt bezeichnete das neue Jahr in der FAZ als entscheidend für die Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen. Die bisherigen Sparbemühungen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) reichten nicht aus. Die GKV-Mehrausgaben für Honorare, steigende Medikamentenpreise und mehr Leistungen bezifferte Blatt für 2026 auf „weit mehr als 20 Milliarden Euro“.

Wie Klemm befürchtet auch Blatt Beitragssatzanhebungen möglicherweise noch im Jahresverlauf. „Ohne nachhaltige Veränderungen müssten sich viele Millionen Versicherte und deren Arbeitgebende darauf einstellen, dass die Krankenkassenbeiträge allerspätestens zum nächsten Jahreswechsel erneut steigen“, sagte Blatt der FAZ.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Mehr Widersprüche und Klagen gegen Bürgergeld-Bescheide 2025

Jobcenter (Archiv)
Jobcenter (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Im Jahr 2025 ist die Zahl der Widersprüche und Klagen im Zusammenhang mit dem Bürgergeld deutlich gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verzeichneten die Jobcenter mehr als eine halbe Million Widersprüche und über 53.000 Klagen. Besonders häufig stritten Leistungsberechtigte mit den Behörden über die Kosten der Unterkunft, Rückforderungen und die Anrechnung von Einkommen oder Vermögen.

Deutlich mehr Widersprüche und Klagen

Die Zahl der Widersprüche gegen Entscheidungen der Jobcenter im Bereich Bürgergeld ist 2025 auf 501.667 angestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Montag mit. Damit gingen 78.310 Widersprüche mehr ein als im Vorjahr. Die Zahl der Klagen erhöhte sich um 4.379 auf 53.164.

Streitpunkt Kosten der Unterkunft und Rückforderungen

Die häufigsten Widersprüche betrafen die Berechnung der Kosten der Unterkunft, die Aufhebung und Erstattung von Bürgergeld sowie die Anrechnung von Einkommen oder Vermögen. Viele Widersprüche fielen unter die Kategorie „Sonstiges“, die unter anderem das Einbehalten von Bürgergeld bei Überzahlungen oder die fehlende Mitwirkung umfasst. Bei den Klagen bezogen sich die meisten Fälle auf die Kosten der Unterkunft, die Aufhebung und Erstattung sowie die Zugangsvoraussetzungen zum SGB II.

Ausgang der Verfahren vor Jobcentern und Gerichten

Im Jahr 2025 bearbeiteten die Jobcenter 476.728 Widersprüche. Rund 61 Prozent davon wurden zurückgewiesen oder von den Leistungsberechtigten selbst zurückgezogen. In 147.213 Fällen wurde die zuvor ergangene Entscheidung revidiert. Bei knapp der Hälfte der Entscheidungen konnte erst im Widerspruch neu entschieden werden, da fehlende Unterlagen nachgereicht oder Mitwirkungspflichten nachgeholt wurden. Eine fehlerhafte Rechtsanwendung vonseiten der Jobcenter lag in 42.303 Fällen vor.

Insgesamt 52.858 Klagen konnten die Gerichte im vergangenen Jahr abschließen. Bei zwei Dritteln der Fälle wurde das Vorgehen der Jobcenter bestätigt, bei knapp einem Drittel führten die Klagen zu einer neuen Entscheidung.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Kanzleramt prüft Schröder-Akten bei Friedrich-Ebert-Stiftung

Gerhard Schröder
Gerhard Schröder (Archiv)

Das Bundeskanzleramt will in den kommenden Wochen Akten sichten, die Altbundeskanzler Gerhard Schröder bei der Auflösung seines Bundestagsbüros im Juni 2025 der Friedrich-Ebert-Stiftung übergeben ließ. Geprüft werden soll, ob sich darunter amtliche Dokumente befinden, die dem Bundesarchiv anzubieten sind.

Bundeskanzleramt plant Akteneinsicht

Gerhard Schröder hatte bei der Auflösung seines Kanzlerbüros im Bundestag im Juni 2025 seinen Aktenbestand der Friedrich-Ebert-Stiftung übergeben lassen. Das Bundeskanzleramt kündigte nun an, diese Unterlagen in den kommenden Wochen zu sichten.

„Eine Einsichtnahme des Bundeskanzleramtes bei der Friedrich-Ebert-Stiftung ist im ersten Quartal 2026 vorgesehen“, sagte ein Regierungssprecher dem Nachrichtenportal T-Online. Das Kanzleramt will demnach prüfen, ob sich amtliche Dokumente darunter befinden, die dem Bundesarchiv anzubieten sind.

Ignorierte Aufforderungen und Schriftwechsel

Einer Aufforderung, 178 konkrete Akten zu übergeben, war Schröders Büro bis zur Auflösung rund drei Jahre lang nicht gefolgt. Mit der Übergabe der Akten an die Stiftung ignorierte der Altkanzler auch jahrelange Bitten des Bundesarchivs, wie aus Schriftwechseln des Archivs mit Schröder hervorgeht, aus dem T-Online zitiert.

Zugriff nur mit Zustimmung Schröders

Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung unterliegt die Nutzung der Dokumente durch Forscher und Journalisten einem Zustimmungsvorbehalt Schröders.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Rasante Flucht von Osnabrück nach Bad Essen endet im Zaun – Fahrer in U-Haft

Die Flucht endete im Zaun. / Foto: Polizeiinspektion Osnabrück
Die Flucht endete im Zaun. / Foto: Polizeiinspektion Osnabrück

Was als routinemäßige Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich in der Nacht zu Freitag (9. Januar) zu einer spektakulären Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften im Landkreis Osnabrück. Gegen 0:30 Uhr wollte eine Polizeistreife auf dem Haster Weg in Osnabrück einen weißen Transporter anhalten. Doch der Fahrer dachte nicht daran zu stoppen. Im Bereich der Bremer Straße trat er plötzlich aufs Gas und flüchtete.

Mit Tempo 120 durch Ortschaften

Die anschließende Verfolgung führte über die Bremer Straße durch Wissingen, Westerhausen und Oldendorf bis nach Bad Essen. Dabei nahm der Fahrer erhebliche Risiken in Kauf: Er überfuhr mehrere rote Ampeln und raste mit bis zu 120 Stundenkilometern durch geschlossene Ortschaften – und das bei winterlichen Straßenverhältnissen. Mehrere Streifenwagen waren nötig, um die gefährliche Flucht zu begleiten.

Crash auf dem Biogasanlagen-Gelände

Im Ortsteil Essenerberg endete die Fahrt abrupt. Der Transporter bog auf das Gelände einer Biogasanlage ab, prallte gegen einen Metallzaun und kam dort zum Stehen. Der 35-jährige Fahrer versuchte noch, zu Fuß zu entkommen, wurde jedoch nach kurzer Verfolgung festgenommen.

Drogen, Baseballschläger und weitere Vorwürfe

Im Fahrzeug entdeckten die Einsatzkräfte einen 31-jährigen Beifahrer sowie eine erhebliche Menge Betäubungsmittel. Sichergestellt wurden unter anderem Kokain, Amphetamin, Ecstasy-Tabletten, Haschisch und Marihuana. Zudem fanden die Beamten einen Baseballschläger im Transporter. Die Funde werden dem Fahrer zugeordnet.

Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts des bewaffneten Drogenhandels in nicht geringer Menge ermittelt. Hinzu kommen weitere Vorwürfe, darunter Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Alkoholeinfluss sowie Steuerhinterziehung durch unverzollte Zigaretten. Der 35-Jährige ist bereits vorbestraft und stand zur Tatzeit unter Bewährung. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an, der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Grow-Zelte in der Wohnung

Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung stießen die Ermittler auf zwei Grow-Zelte mit insgesamt zwölf Marihuana-Pflanzen sowie auf digitale Datenträger. Wegen des Anbaus der Pflanzen wurde ein separates Ermittlungsverfahren eingeleitet, das von Behörden in Nordrhein-Westfalen geführt wird.

Beifahrer wieder auf freiem Fuß

Der 31-jährige Beifahrer hatte lediglich eine geringe Menge Kokain bei sich. Weitere belastende Erkenntnisse ergaben sich weder bei ihm noch bei der Durchsuchung seiner Wohnung. Mangels Haftgründen wurde er am Freitagmittag entlassen.

Glück im Unglück

Nach Angaben der Polizei wurden während der gefährlichen Verfolgungsfahrt keine unbeteiligten Verkehrsteilnehmer verletzt oder konkret gefährdet. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an.

AFP

Dax tritt vor Berichtssaison auf der Stelle

Börse
Foto: dts

Der Dax ist am Montag kaum verändert in den Handelstag gestartet und lag am Morgen knapp unter dem Schlussstand vom Freitag. Zugleich rückte mit dem Beginn der Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 die Entwicklung der Unternehmensgewinne in den Fokus, während Euro und Ölpreis nur leichte Bewegungen zeigten.

Verhaltener Start am Aktienmarkt

Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex Dax mit rund 25.250 Punkten berechnet und damit minimal unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Fresenius, Zalando und Gea, am Ende die Allianz, BMW und Mercedes-Benz.

„Woche der Wahrheit“ an den Börsen

Den Börsen stehe so etwas wie „die Woche der Wahrheit“ bevor, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Morgen startet die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025. Jetzt muss sich zeigen, ob die steigenden Aktienkurse auch von steigenden Gewinnen gestützt werden.“ Negative Überraschungen könnten nach dem starken Kursanstieg stark abgestraft werden.

Euro fester, Ölpreis leicht rückläufig

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1676 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8565 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,28 US-Dollar; das waren 6 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP