Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. Der Verein und der frühere Mittelfeldspieler haben sich nach Vereinsangaben einvernehmlich auf eine Trennung verständigt. Über die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit wurde zunächst nichts bekannt. Sportlich befindet sich Real Madrid trotz eines verlorenen Finals weiterhin in Reichweite der Ligaspitze.
Einvernehmliche Trennung bestätigt
Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. Der Verein teilte am Montag mit, dass diese Entscheidung „einvernehmlich“ zwischen dem Club und Alonso getroffen worden sei. Xabi Alonso bleibe weiter eine „Legende“ Reals und habe stets die „Werte des Vereins“ repräsentiert, hieß es weiter.
Angaben zu den Gründen für die Trennung wurden nicht gemacht.
Sportliche Lage des Vereins
Zuletzt hatte Real das Finale der Supercopa gegen den Erzrivalen aus Barcelona knapp verloren. In der Liga sind die Madrilenen mit vier Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze noch in Schlagdistanz.
Der Dax ist mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Zum Xetra-Handelsschluss stand der deutsche Leitindex bei 25.405 Punkten und damit 0,6 Prozent höher als am vorherigen Handelstag. Besonders Finanz- und Konsumwerte legten zu, während Autobauer unter Druck gerieten.
Zum Wochenstart präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt freundlich. Der Dax wurde zum Ende des Xetra-Handels mit 25.405 Punkten berechnet, ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Besonders positiv lief es für die Aktien von Fresenius Medical Care, Fresenius und Beiersdorf. Abstriche verzeichneten dagegen die Papiere der Autobauer, am unteren Ende der Kursliste tummelten sich BMW, Volkswagen, die Porsche Holding sowie Mercedes-Benz.
Politische Unsicherheit in den USA stützt Dax und Gold
Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets, verwies auf politische Entwicklungen in den USA als entscheidenden Treiber. „Das Wackeln Trumps an der Unabhängigkeit der weltweit wichtigsten Notenbank treibt die Anleger in den sicheren Hafen Gold, aber auch in den deutschen Aktienmarkt“, sagte Romar laut CMC Markets. Damit könne sich der positive Trend aus der ersten Handelswoche in Frankfurt fortsetzen und der Dax weiteren Boden gegenüber der Wall Street gutmachen.
In einer weiteren Einschätzung betonte Romar, wie stark der bisherige Jahresauftakt ausgefallen ist. „Der deutsche Leitindex erreicht damit allein in den ersten sieben Handelstagen des Jahres nun schon das fünfte Allzeithoch und bläst so auch für diejenigen zum Einstieg, die nach einem eher fruchtlosen zweiten Halbjahr 2025 bereits das Handtuch geworfen hatten. Auch blieben die von vielen erwarteten Gewinnmitnahmen an der psychologischen, runden Marke 25.000 aus und zwingen damit die Anleger in den Markt, die genau darauf gesetzt hatten. In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen“, sagte Romar laut CMC Markets.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag fester. Ein Euro kostete 1,1678 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8563 Euro zu haben.
Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.622 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 2,5 Prozent. Das entspricht einem Preis von 127,26 Euro pro Gramm.
Auch der Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 63,56 US-Dollar, das waren 22 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Museumsdirektor Nils-Arne Kässens mit Buch. / Foto: Angela von Brill
Ein fotografischer Streifzug durch Kunst und Architektur: Zum Geburtstag des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum präsentiert das Felix-Nussbaum-Haus einen Bildband, der weit mehr ist als eine klassische Publikation. Unter dem Titel „Erieta Attali über das Felix-Nussbaum-Haus: Approaching Resistance“ eröffnet er eine neue Perspektive auf das Werk des Künstlers – und auf die Architektur, die seinem Gedenken gewidmet ist.
International bekannte Fotokünstlerin
Die Fotokünstlerin Erieta Attali, international für ihre sensiblen Architekturfotografien bekannt, widmet sich in diesem Band der spannungsvollen Beziehung zwischen Nussbaums Bildern und dem spektakulären Bau von Daniel Libeskind. Das 1998 eröffnete Felix-Nussbaum-Haus war das erste fertiggestellte Werk des Stararchitekten und gilt bis heute als wegweisend für eine Architektur, die Inhalt und Form untrennbar miteinander verschränkt.
Ein Haus, das Widerstand leistet
Libeskinds Bau ist alles andere als ein gewöhnliches Museum. Dunkle Gänge, sogenannte Voids, irritierende Einschnitte in der Gebäudehülle und unerwartete Durchblicke fordern Besucherinnen und Besucher heraus. Was manche als Zumutung empfinden, erleben viele als kongeniale Ergänzung zu Nussbaums eindringlichen Bildern, die von Verfolgung, Identität und existenzieller Erfahrung erzählen. Attali gelingt es, diese räumliche Widerständigkeit in poetische Bildkompositionen zu übersetzen.
Eine Perspektive voller persönlicher Nähe
Durch Attalis Blick wird das Haus zu einem Resonanzraum für Nussbaums Kunst. Die Fotografin fängt die komplexen Bezüge zwischen Architektur und Malerei aus einer sehr persönlichen Perspektive ein – und zeigt, wie beide zusammen eine besondere Form des Erinnerns ermöglichen.
Ein Geschenk an die Kunst
Möglich wurde die Publikation durch die Felix Nussbaum Foundation, die 2001 von Irmgard und Hubert Schlenke gegründet wurde. Sie unterstützt Projekte, die Leben und Werk des Künstlers sichtbar machen. Neben Attalis Fotografien enthält der Band Texte von Horst Bredekamp, Anne Sibylle Schwetter sowie ein Interview mit der Fotografin. Die Idee, Nussbaums Bilder in der Architektur Libeskinds fotografisch zusammenzuführen, entstand ebenfalls auf Initiative der Stiftung.
Der Bildband „Approaching Resistance“ ist für 68 Euro im Museumsladen sowie im Buchhandel oder per E-Mail unter bestellung@fng-os.de erhältlich.
Anti-Iran-Protest (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Das iranische Außenministerium hat im Zuge der anhaltenden Proteste im Land die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens einbestellt. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wirft Teheran den europäischen Staaten vor, die Demonstrierenden im Iran öffentlich zu unterstützen. Die Proteste hatten sich in den vergangenen zwei Wochen von wirtschaftlichen Unmutsbekundungen zu Massendemonstrationen gegen die politische Führung ausgeweitet.
Iran bestellt Botschafter mehrerer EU-Staaten ein
Das iranische Außenministerium hat nach Angaben des Staatsfernsehens die Vertreter mehrerer europäischer Staaten einbestellt. Wie das iranische Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf eine Erklärung des Ministeriums berichtet, wurden die Botschafter beziehungsweise Geschäftsträger Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens am Montagmorgen von den iranischen Behörden einbestellt.
Dem Bericht zufolge wirft das Ministerium diesen Ländern vor, die iranischen Demonstranten öffentlich zu unterstützen. Konkrete Details zu den Gesprächen oder möglichen diplomatischen Konsequenzen wurden in der vom Staatsfernsehen zitierten Erklärung nicht genannt.
Von Wirtschaftskrise zu Massendemonstrationen
Die jüngste Protestwelle im Iran dauert seit rund zwei Wochen an. Sie richtete sich zunächst gegen die prekäre wirtschaftliche Lage der Bevölkerung. Mittlerweile haben sich die Demonstrationen zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran ausgeweitet.
Hohe Zahl von Todesopfern gemeldet
Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights wurden bis Sonntag mindestens 192 Menschen bei den Protesten getötet. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher sein, so die Organisation Iran Human Rights.
Die SPD plant eine umfassende Reform der Erbschaftsteuer in Deutschland. Große Vermögen sollen künftig stärker belastet, kleine und mittlere Erbschaften dagegen entlastet werden. Kern des Konzepts ist ein hoher Lebensfreibetrag sowie besondere Regelungen für Eigenheime und Familienunternehmen.
Konzeptpapier von Parteizentrale und Bundestagsfraktion
Ein Konzeptpapier, über das das ARD-Hauptstadtstudio berichtet und das gemeinsam von Parteizentrale und Bundestagsfraktion der SPD erarbeitet wurde, sieht eine grundlegende Neugestaltung der Erbschaftsteuer vor. Ziel ist es demnach, große Vermögen künftig stärker und gerechter zu besteuern, während kleine und mittlere Erbschaften entlastet werden sollen.
Kern des Konzepts ist ein neuer Lebensfreibetrag von rund einer Million Euro pro Erben, weitgehend unabhängig vom Verwandtschaftsgrad. Selbst genutzte Eigenheime sollen weiterhin steuerfrei vererbt werden, wenn die Erben dort wohnen bleiben.
Besondere Regelungen für Unternehmen
Für Unternehmen plant die SPD einen zusätzlichen Freibetrag von fünf Millionen Euro, um die steuerfreie Weitergabe von Familienbetrieben zu ermöglichen. Erst oberhalb dieser Grenze sollen Steuern anfallen, die zudem über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren gestundet werden könnten.
Über Freibeträge hinausgehende Erbschaften sollen künftig stärker besteuert werden. Hierzu finden sich im Konzept aber noch keine konkreten Steuersätze.
Verwendung möglicher Mehreinnahmen
Mögliche Mehreinnahmen aus der Reform, laut SPD im niedrigen einstelligen Milliardenbereich, sollen demnach in Bildung investiert werden. Genannt werden etwa die Modernisierung von Schulen und Hochschulen sowie gut ausgebildetes Lehrpersonal. Damit will die SPD langfristig Innovationsfähigkeit, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken.
Nach dem jüngsten Stromausfall in Berlin kritisiert Charité-Vorstandsvorsitzender Heyo Kroemer eine mangelnde Vorbereitung Deutschlands auf Krisenlagen. Im Unterschied zu anderen Staaten fehle hierzulande eine übergreifende Health-Security-Strategie mit klaren Zuständigkeiten, vorausschauender Planung und regelmäßigen Übungen. Besonders die Bevölkerung und das medizinische Personal seien aus seiner Sicht nicht ausreichend auf Notfallsituationen vorbereitet.
Warnung vor strukturellen Defiziten
Der Vorstandsvorsitzende der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Heyo Kroemer, beklagt eine unzureichende Vorbereitung Deutschlands auf Krisenlagen. Der Stromausfall in Berlin habe gezeigt, dass es im deutschen Gesundheitssystem eine belastbare Strategie für Notfallsituationen brauche – die aber gebe es nicht. Das sei kein Berliner Phänomen, sondern „indikativ für ein Gesamtproblem“, sagte der Charité-Chef am Montag dem TV-Sender „Welt“.
In Skandinavien, Israel oder den USA gebe es eine Health-Security-Strategie mit einer vorausschauenden Planung, regelmäßigen Übungen und belastbaren Strukturen im Gesundheitssystem – in Deutschland nicht, so Kroemer in „Welt“. Die Sicherheit des Gesundheitssystems, die funktionale Sicherheit, sei die sogenannte Health Security.
Verweis auf internationale Health-Security-Modelle
„Dafür gibt es in unserem umgebenden Ausland, auch in den USA und in Israel, definierte Systeme, wie das funktionieren kann. Was sie brauchen, sind Ressourcen, Fähigkeiten, Kapazitäten, um bei negativen äußeren Einflüssen ihr Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Dafür gibt es explizite Mechanismen in anderen Ländern und explizite Systeme, die wir in dieser Form in Deutschland nicht haben. Es gibt keine nationale Health Security-Strategie wie in anderen Ländern“, sagte Kroemer dem TV-Sender „Welt“.
Rolle von Bevölkerung und Klinikpersonal
Wichtig wäre nach Kroemers Meinung vor allem eine bessere Vorbereitung der Bevölkerung und des medizinischen Personals. „Ich glaube, dass insgesamt im Bereich der Gesundheitssicherheit selbstverständlich die Bevölkerung ein erheblicher Teil ist, wenn sie letztendlich weiß, wie sie sich in einem solchen Fall zu verhalten hat. Die andere Seite, die auch zur Population gehört, sind die Menschen, die in den Krankenhäusern arbeiten. Sie müssen sich in solchen Fällen auch darauf verlassen können, dass ihre Arbeitskräfte in dem Krankenhaus verfügbar sind, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Generell geht es darum, dass sie in einer Schadenslage, bei der möglicherweise auch viele Menschen zu Schaden kommen, in der Lage sind, die Funktionalität des Systems aufrechtzuerhalten und gleichzeitig aber auch die normale Bevölkerung weiter zu versorgen“, sagte Kroemer „Welt“.
Neben der klaren Zuteilung von Verantwortlichkeiten und belastbaren Strukturen brauche es auch eine vorausschauende Planung und regelmäßige Übungen, mahnte Charité-Chef Kroemer in „Welt“: „Meines Erachtens müssen wir uns mit dem System beschäftigen und sehr klar sagen: Wir haben eine antizipierte Großschadenslage. Wir wissen nie, wann die eintritt. Aber wir können sie annehmen – und wir können letztendlich üben, was in diesem Fall passiert und wer in einem solchen Fall welche Verantwortung übernimmt. So funktioniert das in anderen Ländern, dass bestimmten Krankenhäusern in einem solchen Fall bestimmte Aufgaben zugeordnet werden, die sie dann in diesem Fall erfüllen, aber um die dann erfüllen zu können, auch entsprechend vorher üben. Es ist ja völlig klar, dass ich das nicht dann machen kann, wenn es passiert und ich es vorher nie getan habe.“
Alexander Throm (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm warnt vor einer Verharmlosung des Linksextremismus und fordert schärfere Maßnahmen. Unterstützung erhält er von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, der die Geheimdienste mit erweiterten digitalen Befugnissen ausstatten will. In der SPD werden hingegen vor allem eine bessere personelle Ausstattung der Sicherheitsbehörden und eine allgemeine Anpassung des Nachrichtendienstrechts betont.
Warnung vor Relativierung des Linksextremismus
Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm kritisiert, dass aus seiner Sicht der Linksextremismus verharmlost werde. „Sobald der Linksextremismus angegangen wird, verweisen die Linken reflexartig nach rechts. Das ist genau die Relativierung, die endlich ein Ende haben muss“, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem Nachrichtenportal T-Online. Weiter betonte Throm: „Bei der Bekämpfung von Kriminalität, Terrorismus und Extremismus gibt es keine Rangfolge – so gerne die Linken das auch hätten“. Es müsse „Schluss sein mit der Verharmlosung von Linksextremismus im links-grünen Milieu“.
Unterstützung für erweiterte Geheimdienstbefugnisse
Der CDU-Politiker unterstützt die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Geheimdienste mit mehr Befugnissen auszustatten. „Unsere Sicherheitsbehörden brauchen für eine effektive Gefahrenabwehr das Recht, Sicherungsanordnungen zu erlassen, damit die IP-Adressenabfrage dann auch tatsächlich erfolgreich sein kann“, sagte Throm. Wenn man Terrorismus effektiv bekämpfen wolle, müsse man diese Kompetenz nicht nur dem Bundeskriminalamt, sondern auch den Verfassungsschützern zugestehen.
Nach dem mutmaßlich von Linksextremisten verübten Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin hatte Bundesinnenminister Dobrindt angekündigt, die digitalen Befugnisse der Geheimdienste erweitern zu wollen.
SPD setzt auf bessere Ausstattung der Behörden
Beim Koalitionspartner SPD spricht man sich unter anderem für die personelle Aufstockung der Ermittlungsbehörden aus. „Es ist richtig, dass wir mit der Koalition sowohl die Polizeien des Bundes als auch BKA und die Bundespolizei weiterhin besser ausstatten und damit den Weg der vorherigen Regierung fortsetzen“, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler. Das Nachrichtendienstrecht müsse „tatsächlich an die faktischen Notwendigkeiten und die sehr ernste Lage angepasst werden“, forderte er. Dazu gehörten auch erweiterte digitale Befugnisse.
Fiedler fügte jedoch hinzu, dass es „selbstverständlich“ keine speziellen Befugnisse zur Bekämpfung von Linksextremisten gebe. Bei einer Befugnis gehe es ausschließlich darum, ob und inwieweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorlägen oder nicht. „Dabei wird nicht anhand von Phänomenbereichen unterschieden“, sagte Fiedler.
Reem Alabali Radovan am 12.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
Der Dachverband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen Venro wirft Bundesentwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (SPD) vor, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einseitig an geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Aus Sicht des Verbandes droht die neue Strategie des Ministeriums, den Einsatz für globale Gerechtigkeit und universelle Menschenrechte zu schwächen.
Kritik an neuer BMZ-Strategie
Der Dachverband Venro kritisiert die von Bundesentwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (SPD) vorgestellte Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mit der neuen Strategie drohe diese „zu einem geopolitischen und wirtschaftlichen Instrument zu werden“, sagte ein Sprecher am Montag der dts Nachrichtenagentur.
So ziele der verstärkte Fokus auf wirtschaftliche Zusammenarbeit nach Einschätzung des Verbandes kaum auf das Ziel einer nachhaltigen globalen Entwicklung ab, sondern scheine vornehmlich nationale Wirtschaftsinteressen zu betonen. „Die Entwicklungszusammenarbeit darf nicht zu einem Förderinstrument dieser Interessen werden, sondern muss weiterhin in erster Linie auf den Abbau globaler Ungerechtigkeiten abzielen“, sagte er der dts Nachrichtenagentur.
Warnung vor Instrumentalisierung von Frieden und Stabilität
Auch den verstärkten Fokus auf die Förderung von Frieden und Stabilität vor allem in der europäischen Nachbarschaft sieht der Verband kritisch. Die Schaffung von Frieden und Stabilität dürfe nicht als geopolitisches Instrument zur Förderung nationaler Interessen instrumentalisiert werden.
„Als Dachverband hätten wir uns ein deutlicheres Signal für den eigenständigen Wert der Entwicklungszusammenarbeit als strategisches Mittel im Einsatz für globale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und universelle Menschenrechte gewünscht“, hieß es von Venro gegenüber der dts Nachrichtenagentur.
Vorstellung der neuen Linie im BMZ
Die Ministerin hatte am Vormittag ihre neue Strategie vorgestellt, mit der sie unter anderem auf die geplanten Kürzungen im Etat ihres Hauses reagiert. Nach ihren Worten soll die deutsche Entwicklungspolitik „strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher“ werden, wie sie der dts Nachrichtenagentur sagte.
So soll künftig unter anderem stärker zwischen unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit differenziert werden, etwa indem die Kooperation mit aufstrebenden Volkswirtschaften über zurückzuzahlende Kredite erfolgt. Regional will das BMZ seine Arbeit künftig für Frieden und Stabilität auf die europäische Nachbarschaft, den Nahen Osten und Nordafrika, den Sahel und das Horn von Afrika konzentrieren, wie aus den Angaben des Ministeriums hervorgeht.
Franziska Brantner (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Grünen-Chefin Franziska Brantner hat von der Bundesregierung ein entschiedeneres Vorgehen gegen das Mullah-Regime im Iran gefordert. Die Bundesregierung müsse nach Ansicht der Politikerin mehr Druck auf die iranische Führung ausüben und konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Gewalt im Land zu beenden.
Forderung nach mehr Druck auf Teheran
Franziska Brantner</em) verlangte am Montag in Berlin ein stärkeres Engagement der Bundesregierung gegenüber der iranischen Führung. "Eine Priorität wäre, die Kommunikationswege wiederherzustellen, Druck auszuüben auf die iranische Führung, damit es endlich ein Ende der Gewalt gibt", sagte sie in Berlin.
Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe man dazu bislang zu wenig Konkretes gehört, kritisierte Brantner. „Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe man bisher dazu nur ‚warme Worte‘ gehört“, sagte sie. „Wir haben stattdessen Vorschläge, was die Bundesregierung machen könnte“, fügte Brantner hinzu.
Vorschläge für einen Iran-Gipfel und Sanktionen
Zu diesen Vorschlägen zählt nach den Worten der Grünen-Politikerin ein internationaler Austausch zur Lage im Iran. „Sie könnte zu einem Iran-Gipfel einladen, die Zivilgesellschaft zusammenbringen, sich an ihre Seite stellen“, sagte Brantner mit Blick auf die Bundesregierung.
Darüber hinaus drängte Brantner auf schärfere Sanktionen gegen Vertreter des Regimes. Zudem müssten nach ihren Worten „die Auslandsvermögen der iranischen Eliten eingefroren und eine Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrorgruppe endlich vorangebracht werden“.
Warnung vor Folgen internationalen Wegschauens
Brantner betonte die Bedeutung des gegenwärtigen Moments für das Land. „Wir wissen, dieser Punkt kann ein entscheidender Wendepunkt in der iranischen Geschichte sein“, so die Grünen-Chefin. Sie warnte zugleich vor Passivität der internationalen Gemeinschaft: „Aber wenn die Welt wegschaut, dann lernt das Regime nur eins: Es kommt mit der Gewalt durch.“
Gleich zwei Verkehrsunfälle haben die Polizei am Freitagabend (9. Januar) in Osnabrück beschäftigt. Innerhalb von 30 Minuten krachte es an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet – mit teils erheblichen Folgen. In einem Fall spielte Alkohol eine zentrale Rolle, im anderen riskante Drift-Manöver auf glatter Fahrbahn.
Betrunken von der Straße abgekommen
Gegen 22:40 Uhr verlor ein 28-jähriger Autofahrer an der Einmündung Ruwestraße / Ölweg die Kontrolle über seinen Ford Focus. Offenbar aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam der Wagen von der Fahrbahn ab, fuhr auf ein angrenzendes Grundstück und rammte dort einen geparkten BMW.
Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der Fahrer deutlich alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille, zudem besteht der Verdacht, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Eine Blutprobe wurde entnommen. Zusätzlich kam ans Licht, dass an dem Fahrzeug falsche Kennzeichen angebracht waren. Der Ford war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und stark beschädigt. Gegen den 28-Jährigen wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Drift auf Supermarktparkplatz endet im Crash
Nur wenig später, gegen 23:10 Uhr, kam es auf dem schneebedeckten Parkplatz eines Supermarktes an der Tannenburgstraße zu einem weiteren Unfall. Zwei 20-jährige Autofahrer versuchten sich dort offenbar an Drift-Manövern. Dabei verloren sie die Kontrolle über ihre Fahrzeuge, ein Opel Astra Sports Tourer und ein Audi SQ5 prallten zusammen.
Beide Autos wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Zudem gingen Bordsteine zu Bruch und ein Baum wurde beschädigt. In dem Opel erlitten beide Insassen Verletzungen und mussten medizinisch versorgt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 23.000 Euro geschätzt.