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Wirtschaftsverbände laufen Sturm gegen geplante SPD-Erbschaftsteuerreform

SPD-Logo (Archiv)
SPD-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Mehrere Wirtschaftsverbände haben die geplante Reform der Erbschaftsteuer durch die SPD scharf kritisiert. Sie sehen darin eine Gefahr für Familienunternehmen, Investitionen und Arbeitsplätze und werfen der Partei vor, in einer wirtschaftlich schwierigen Lage falsche Signale zu senden.

Empörung über geplante SPD-Reformpläne

Mehrere Wirtschaftsverbände haben mit Empörung und Unverständnis auf die SPD-Pläne zur Reform der Erbschaftsteuer reagiert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) kritisierte, die angedachte Reform sei ein „falsches Signal zur falschen Zeit“: „Während in Sonntagsreden das hohe Lied des Mittelstands und der Familienunternehmen angestimmt wird, drohen im politischen Alltag überflüssige Belastungen“, sagte Berthold Welling, VCI-Geschäftsführer Recht und Steuern, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).

Das Kapital der Familienunternehmer stecke im Betrieb. Jede zusätzliche Abgabe schmälere Investitionen, gefährde Arbeitsplätze, so Welling weiter. „Die Familienunternehmerinnen und -unternehmer brauchen jetzt Planungssicherheit, aber keine Debatte über Steuererhöhungen.“

Scharfe Kritik von Familienunternehmer-Stiftung

Auch die Stiftung „Familienunternehmen und Politik“ griff die Sozialdemokraten scharf an. „Das Modell der SPD wird am Ende uns alle schädigen und wir alle werden uns auf einem geringeren Wohlstandslevel wiederfinden“, sagte Vorstand Rainer Kirchdörfer dem RND.

Stiftungs-Chef Kirchdörfer sprach von „drastischen Steuererhöhungen“, die mittlere und große Familienunternehmen betreffe. „Wenn das so kommt, würden mitten in der längsten Rezession Unternehmen noch weniger wettbewerbsfähig und private Investitionen müssten zurückgefahren werden“, sagte er dem RND. Die Möglichkeit der Steuerstundung helfe den Betrieben nicht weiter, „da sich deren Bonität und deren Finanzierungsmöglichkeiten wegen der anfallenden Steuern rapide verschlechterten“. Kirchdörfer warf der SPD vor, mit ihrem „Steuererhöhungskonzept aus der Mottenkiste“ die Strukturkrise weiter zu verschärfen und viele Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu schwächen. „Das geht zu Lasten von Betrieben und Arbeitnehmern.“

Geplante Änderungen bei Freibeträgen und Zehn-Jahres-Regel

Laut einem ARD-Bericht will die SPD zwar einerseits den Freibetrag bei Erbschaften erhöhen. Das geht demnach allerdings einher mit der Abschaffung der Zehn-Jahres-Regel, nach der alle zehn Jahre in Höhe des bisherigen Freibetrags verschenkt oder vererbt werden konnte. Die SPD will ihre Reformpläne am Dienstag in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Reservistenchef fordert deutsche Soldaten zum Schutz Grönlands

Bundeswehr-Soldaten
Bundeswehr-Soldaten / Foto: dts

Der Präsident des Verbands der Reservisten der Bundeswehr, Patrick Sensburg, hat vorgeschlagen, deutsche Soldaten auf Grönland zu stationieren. Hintergrund ist nach seinen Worten die Befürchtung, die USA könnten ihre Pläne für einen Erwerb der Insel konkretisieren. Europa müsse darauf mit stärkerer militärischer Präsenz reagieren, sagte Sensburg der „Bild“ (Dienstagsausgabe).

„Europa muss stärker Präsenz auf Grönland zeigen“

Patrick Sensburg</em, Präsident des Verbands der Reservisten der Bundeswehr, warnt vor möglichen Übernahmeplänen der USA für Grönland. Der „Bild“ (Dienstagsausgabe) sagte Sensburg: "Wir müssen davon ausgehen, dass US-Präsident Trump mit Grönland Ernst macht. Europa muss daher viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen. Wir müssen in kurzer Zeit zwei europäische Brigaden unter der Führung von Dänemark dorthin verlegen. Auch Deutschland wird hier besonders in der Pflicht stehen."

Ausbildungschancen für die Bundeswehr

Sensburg verwies zugleich auf mögliche Vorteile einer solchen Verlegung. So könnte die Bundeswehr Soldaten „neben der Gebirgs- und Winterkampfschule in Mittenwald auch in Grönland trainieren und ausbilden. Das wird Europa stärker zusammenschweißen“, erklärte Sensburg gegenüber „Bild“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Trump plant 25-Prozent-Sonderzoll für Irans Handelspartner

Industrieanlagen in
Industrieanlagen in den USA (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

US-Präsident Donald Trump hat eine Sondersteuer von 25 Prozent für alle Länder angekündigt, die mit dem Iran Geschäfte machen. Der Zoll soll nach seinen Angaben „mit sofortiger Wirkung“ gelten und alle Geschäfte dieser Länder mit den Vereinigten Staaten von Amerika betreffen. Zuvor hatten Menschenrechtler über Hunderte Tote bei einer neuen Protestwelle im Iran berichtet.

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ eine neue Zollabgabe für Staaten angekündigt, die wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran unterhalten. Demnach soll der entsprechende Zoll 25 Prozent betragen und „mit sofortiger Wirkung“ gelten. Der Zoll werde „auf alle Geschäfte erhoben, die diese Länder mit den Vereinigten Staaten von Amerika betrieben“, schrieb Trump am Montag. „Diese Anordnung ist endgültig und unanfechtbar“, erklärte Trump weiter auf „Truth Social“.

Menschenrechtler melden Hunderte Tote im Iran

Zuvor hatten Menschenrechtler neue Zahlen zu den seit mehr als zwei Wochen anhaltenden Protesten im Iran veröffentlicht. Sechzehn Tage nach Beginn der neuen landesweiten Protestwelle gegen die Regierung im Iran seien mindestens rund 650 Demonstranten getötet worden, teilten sie mit. Tausende seien verletzt worden, meldete die Organisation „Iran Human Rights“ (IHRNGO) mit Sitz in Oslo.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

US-Börsen legen leicht zu trotz eskalierendem Zinskonflikt

Straßenschild Wall Street
Wall Street / Foto: dts

Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenauftakt am Montag leicht im Plus geschlossen. Gleichzeitig sorgte ein eskalierender Konflikt zwischen US-Präsident Trump und Fed-Chef Powell nach Angaben von Marktbeobachtern für Verunsicherung an den Finanzmärkten. Auch Währungs-, Gold- und Ölpreise zeigten zum Wochenbeginn deutliche Bewegungen.

Leichte Kursgewinne an den US-Börsen

Die US-Börsen haben am Montag leichte Zugewinne verzeichnet. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.590 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.975 Punkten 0,2 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.789 Punkten 0,1 Prozent im Plus.

Konflikt zwischen Trump und Powell verunsichert Märkte

„US-Präsident Trump hat zu einem Zeitpunkt den Kampf gegen Fed-Chef Powell wieder aufgenommen, als nach der monatelangen Pause die Mehrheit an der Börse das Thema bereits abgehakt hatte“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets, CMC Markets. „Die US-Staatsanwaltschaft leitet gegen den obersten Geldpolitiker eine strafrechtliche Untersuchung ein und der Beklagte schlägt zurück. Der Kampf um die Zinsen eskaliert auf Kosten der Unabhängigkeit der Notenbank. Mehr als je zuvor steht die Frage im Raum, ob die Geldpolitik in den kommenden Monaten und Jahren eher von Fakten und konjunkturellen Bedingungen bestimmt wird oder doch die Politik darüber entscheidet, wie hoch die Leitzinsen sind“, so Romar laut CMC Markets.

„Möglichen Erleichterungen bei den Finanzierungskosten steht damit eine Willkür und ein Außerkontrollgeraten der Inflation gegenüber. Wofür die meisten Investoren plädieren, zeigen sie heute durch ihre Verkäufe von amerikanischen Aktien, aber auch Staatsanleihen. Sie fordern höhere Zahlungen als Ausgleich für das zusätzliche Risiko eines Landes, dessen Regierung und Zentralbank in offenem Konflikt stehen. Die steigenden Zinsen verdeutlichen auch die Sorge, wie weit das Weiße Haus gehen würde, um die Notenbank zur Senkung der Kreditkosten zu zwingen, während die Inflation weiter hartnäckig über dem Zielwert der Zentralbank von zwei Prozent liegt“, sagte Romar weiter, CMC Markets.

Bewegung bei Devisen, Gold und Öl

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1665 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8573 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.596 US-Dollar gezahlt (+1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 126,67 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,91 US-Dollar, das waren 57 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU-Politiker Sven Schulze soll Ministerpräsident Sachsen-Anhalts werden

CDU-Plakat mit
CDU-Plakat mit Sven Schulze und Reiner Haseloff (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt haben den Wechsel an der Regierungsspitze vor den Landtagswahlen auf den Weg gebracht. CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister Sven Schulze soll Reiner Haseloff als Ministerpräsident im Amt nachfolgen. Die Wahl im Magdeburger Landtag ist für Ende Januar vorgesehen.

Koalitionsparteien stimmen geschlossen für Wechsel

Die Gremien der drei an der Landesregierung beteiligten Parteien stimmten am Montag dem geplanten Wechsel an der Spitze der Landesregierung zu. Zuerst votierte die CDU: Der Landesvorstand sprach sich einstimmig für Sven Schulze als neuen Ministerpräsidenten aus. Auch die CDU-Landtagsfraktion hatte zuvor ihre Zustimmung gegeben.

Einstimmige Beschlüsse für den geplanten Wechsel fassten zudem der SPD-Landesvorstand und die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten. Am Abend folgte die Zustimmung des FDP-Landesvorstands.

Rückzug von Haseloff an Bedingungen geknüpft

Reiner Haseloff (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, sein Amt noch vor der anstehenden Landtagswahl im September abgeben zu wollen. Er machte seinen Rückzug davon abhängig, dass die Koalition fortgeführt und der Koalitionsvertrag übernommen wird.

Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und der dienstälteste in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr hatte er erklärt, bei der Landtagswahl 2026 nicht mehr antreten zu wollen, und Schulze als Nachfolger vorgeschlagen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Menschenrechtler: Hunderte Tote bei landesweiten Protesten im Iran

Von Regierung
Von Regierung organisierter Gegenprotest am 12.01.26 in Teheran / Fatemeh Bahrami/AA/Abaca/ddp, via dts Nachrichtenagentur

Bei den landesweiten Protesten gegen die Regierung im Iran sind nach Angaben von Menschenrechtlern seit dem 28. Dezember mindestens 648 Demonstranten getötet worden. Die Organisation „Iran Human Rights“ (IHRNGO) mit Sitz in Oslo berichtet zudem von Tausenden Verletzten und schätzt die Zahl der Festnahmen auf mehr als 10.000. Wegen einer seit Anfang Januar bestehenden Internetsperre sind die Angaben jedoch nur schwer unabhängig zu überprüfen.

Menschenrechtler melden Hunderte Tote und Tausende Verletzte

Sechzehn Tage nach Beginn der neuen landesweiten Protestwelle gegen die Regierung im Iran sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 648 Demonstranten getötet worden. Tausende seien verletzt worden, meldete die Organisation „Iran Human Rights“ (IHRNGO) mit Sitz in Oslo am Montag. Es gebe außerdem unbestätigte Berichte, dass die Zahl der Toten noch weitaus höher sein kann, die Zahl von über 6.000 wurde genannt.

Aufgrund der Internetsperre seit dem 8. Januar und starken Einschränkungen des Zugangs zu Informationen sei es äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen, hieß es aus Norwegen. Die Zahl der bei den jüngsten Protesten festgenommenen Personen wird auf über 10.000 geschätzt.

Warnungen vor Massenhinrichtungen

„IHRNGO“-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam sagte am Montag: „Die weit verbreitete Ermordung ziviler Demonstranten durch die Islamische Republik in den letzten Tagen erinnert an die Verbrechen des Regimes in den 1980er Jahren, die als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt wurden“. Die Gefahr von Massenhinrichtungen und außergerichtlichen Hinrichtungen von Demonstranten sei äußerst ernst, eine erste Hinrichtung in Zusammenhang mit den Demonstrationen sei bereits für die nächsten Tage angekündigt.

Die internationale Gemeinschaft habe nun die Pflicht, zivile Demonstranten vor Massentötungen durch die Islamische Republik und ihr Korps der Islamischen Revolutionsgarde zu schützen. „Wir rufen die Menschen und die Zivilgesellschaft in demokratischen Ländern auf, ihre Regierungen an diese Verantwortung zu erinnern“, sagte Amiry-Moghaddam.

Ausweitung der Proteste und organisierte Gegendemos

Die neue Protestwelle, die am 28. Dezember auf dem Teheraner Basar wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage begann, weitete sich laut Beobachtern schnell auf andere Teile des Iran aus, begleitet von regierungskritischen Parolen. Bis zum Internet-Blackout hatten sich die Proteste nach Angaben von Beobachtern auf alle 31 Provinzen und rund 120 Städte ausgeweitet.

Mittlerweile werden offensichtlich auch Gegendemos organisiert. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Protesten können hier auch Medienvertreter relativ gefahrlos Bilder aufnehmen und verbreiten – darauf waren beispielsweise am Enqelab-Platz in Teheran mehrere Hundert Menschen mit den offiziellen Fahnen der Islamischen Republik zu sehen, begleitet von starken Sicherheitskräften.

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Xabi Alonso und Real Madrid trennen sich überraschend

Xabi Alonso
Xabi Alonso (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. Der Verein und der frühere Mittelfeldspieler haben sich nach Vereinsangaben einvernehmlich auf eine Trennung verständigt. Über die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit wurde zunächst nichts bekannt. Sportlich befindet sich Real Madrid trotz eines verlorenen Finals weiterhin in Reichweite der Ligaspitze.

Einvernehmliche Trennung bestätigt

Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. Der Verein teilte am Montag mit, dass diese Entscheidung „einvernehmlich“ zwischen dem Club und Alonso getroffen worden sei. Xabi Alonso bleibe weiter eine „Legende“ Reals und habe stets die „Werte des Vereins“ repräsentiert, hieß es weiter.

Angaben zu den Gründen für die Trennung wurden nicht gemacht.

Sportliche Lage des Vereins

Zuletzt hatte Real das Finale der Supercopa gegen den Erzrivalen aus Barcelona knapp verloren. In der Liga sind die Madrilenen mit vier Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze noch in Schlagdistanz.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Dax markiert fünftes Allzeithoch – Trump treibt Anleger

Börsenverlauf
Börsenverlauf / Foto: dts

Der Dax ist mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Zum Xetra-Handelsschluss stand der deutsche Leitindex bei 25.405 Punkten und damit 0,6 Prozent höher als am vorherigen Handelstag. Besonders Finanz- und Konsumwerte legten zu, während Autobauer unter Druck gerieten.

Zum Wochenstart präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt freundlich. Der Dax wurde zum Ende des Xetra-Handels mit 25.405 Punkten berechnet, ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Besonders positiv lief es für die Aktien von Fresenius Medical Care, Fresenius und Beiersdorf. Abstriche verzeichneten dagegen die Papiere der Autobauer, am unteren Ende der Kursliste tummelten sich BMW, Volkswagen, die Porsche Holding sowie Mercedes-Benz.

Politische Unsicherheit in den USA stützt Dax und Gold

Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets, verwies auf politische Entwicklungen in den USA als entscheidenden Treiber. „Das Wackeln Trumps an der Unabhängigkeit der weltweit wichtigsten Notenbank treibt die Anleger in den sicheren Hafen Gold, aber auch in den deutschen Aktienmarkt“, sagte Romar laut CMC Markets. Damit könne sich der positive Trend aus der ersten Handelswoche in Frankfurt fortsetzen und der Dax weiteren Boden gegenüber der Wall Street gutmachen.

In einer weiteren Einschätzung betonte Romar, wie stark der bisherige Jahresauftakt ausgefallen ist. „Der deutsche Leitindex erreicht damit allein in den ersten sieben Handelstagen des Jahres nun schon das fünfte Allzeithoch und bläst so auch für diejenigen zum Einstieg, die nach einem eher fruchtlosen zweiten Halbjahr 2025 bereits das Handtuch geworfen hatten. Auch blieben die von vielen erwarteten Gewinnmitnahmen an der psychologischen, runden Marke 25.000 aus und zwingen damit die Anleger in den Markt, die genau darauf gesetzt hatten. In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen“, sagte Romar laut CMC Markets.

Starke Währung, kräftiger Goldpreis, fester Ölmarkt

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag fester. Ein Euro kostete 1,1678 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8563 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.622 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 2,5 Prozent. Das entspricht einem Preis von 127,26 Euro pro Gramm.

Auch der Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 63,56 US-Dollar, das waren 22 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Neuer Bildband zeigt Felix Nussbaum und Daniel Libeskind in überraschender Nähe

Museumsdirektor Nils-Arne Kässens / Foto: Angela von Brill
Museumsdirektor Nils-Arne Kässens mit Buch. / Foto: Angela von Brill

Ein fotografischer Streifzug durch Kunst und Architektur: Zum Geburtstag des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum präsentiert das Felix-Nussbaum-Haus einen Bildband, der weit mehr ist als eine klassische Publikation. Unter dem Titel „Erieta Attali über das Felix-Nussbaum-Haus: Approaching Resistance“ eröffnet er eine neue Perspektive auf das Werk des Künstlers – und auf die Architektur, die seinem Gedenken gewidmet ist.

International bekannte Fotokünstlerin

Die Fotokünstlerin Erieta Attali, international für ihre sensiblen Architekturfotografien bekannt, widmet sich in diesem Band der spannungsvollen Beziehung zwischen Nussbaums Bildern und dem spektakulären Bau von Daniel Libeskind. Das 1998 eröffnete Felix-Nussbaum-Haus war das erste fertiggestellte Werk des Stararchitekten und gilt bis heute als wegweisend für eine Architektur, die Inhalt und Form untrennbar miteinander verschränkt.

Ein Haus, das Widerstand leistet

Libeskinds Bau ist alles andere als ein gewöhnliches Museum. Dunkle Gänge, sogenannte Voids, irritierende Einschnitte in der Gebäudehülle und unerwartete Durchblicke fordern Besucherinnen und Besucher heraus. Was manche als Zumutung empfinden, erleben viele als kongeniale Ergänzung zu Nussbaums eindringlichen Bildern, die von Verfolgung, Identität und existenzieller Erfahrung erzählen. Attali gelingt es, diese räumliche Widerständigkeit in poetische Bildkompositionen zu übersetzen.

Eine Perspektive voller persönlicher Nähe

Durch Attalis Blick wird das Haus zu einem Resonanzraum für Nussbaums Kunst. Die Fotografin fängt die komplexen Bezüge zwischen Architektur und Malerei aus einer sehr persönlichen Perspektive ein – und zeigt, wie beide zusammen eine besondere Form des Erinnerns ermöglichen.

Ein Geschenk an die Kunst

Möglich wurde die Publikation durch die Felix Nussbaum Foundation, die 2001 von Irmgard und Hubert Schlenke gegründet wurde. Sie unterstützt Projekte, die Leben und Werk des Künstlers sichtbar machen. Neben Attalis Fotografien enthält der Band Texte von Horst Bredekamp, Anne Sibylle Schwetter sowie ein Interview mit der Fotografin. Die Idee, Nussbaums Bilder in der Architektur Libeskinds fotografisch zusammenzuführen, entstand ebenfalls auf Initiative der Stiftung.

Der Bildband „Approaching Resistance“ ist für 68 Euro im Museumsladen sowie im Buchhandel oder per E-Mail unter bestellung@fng-os.de erhältlich.

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Iran bestellt Botschafter mehrerer EU-Staaten wegen Protesten ein

Anti-Iran-Protest (Archiv)
Anti-Iran-Protest (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das iranische Außenministerium hat im Zuge der anhaltenden Proteste im Land die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens einbestellt. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wirft Teheran den europäischen Staaten vor, die Demonstrierenden im Iran öffentlich zu unterstützen. Die Proteste hatten sich in den vergangenen zwei Wochen von wirtschaftlichen Unmutsbekundungen zu Massendemonstrationen gegen die politische Führung ausgeweitet.

Iran bestellt Botschafter mehrerer EU-Staaten ein

Das iranische Außenministerium hat nach Angaben des Staatsfernsehens die Vertreter mehrerer europäischer Staaten einbestellt. Wie das iranische Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf eine Erklärung des Ministeriums berichtet, wurden die Botschafter beziehungsweise Geschäftsträger Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens am Montagmorgen von den iranischen Behörden einbestellt.

Dem Bericht zufolge wirft das Ministerium diesen Ländern vor, die iranischen Demonstranten öffentlich zu unterstützen. Konkrete Details zu den Gesprächen oder möglichen diplomatischen Konsequenzen wurden in der vom Staatsfernsehen zitierten Erklärung nicht genannt.

Von Wirtschaftskrise zu Massendemonstrationen

Die jüngste Protestwelle im Iran dauert seit rund zwei Wochen an. Sie richtete sich zunächst gegen die prekäre wirtschaftliche Lage der Bevölkerung. Mittlerweile haben sich die Demonstrationen zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran ausgeweitet.

Hohe Zahl von Todesopfern gemeldet

Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights wurden bis Sonntag mindestens 192 Menschen bei den Protesten getötet. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher sein, so die Organisation Iran Human Rights.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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