Die Deutsche Post erwartet in der Weihnachtszeit eine Paketflut von mehr als zwölf Millionen Sendungen an Spitzentagen über DHL. Für eine pünktliche Zustellung bis Heiligabend nennt das Unternehmen klare Fristen und kündigt zusätzliche Aushilfskräfte an.
Deutlich mehr Sendungen als an normalen Tagen
An den Spitzentagen in der Weihnachtszeit rechnet die Deutsche Post mit mehr als zwölf Millionen Paketen, die über DHL verschickt werden. An normalen Tagen werden in Deutschland zwischen 6,3 und 7 Millionen Päckchen verschickt.
Zehntausende zusätzliche Pakete und Tausende Aushilfen
Nikola Hagleitner, Post-Vorstand, sagte der „Bild am Sonntag“, dass 11.000 Aushilfen allein für die Weihnachtszeit eingestellt würden. Bis zum 20. Dezember müsse man sein Paket aufgeben, damit es sicher bis Heiligabend ankomme. Wer Express wähle, könne bis zum 22. Dezember mit dem Versenden warten.
Forderung nach geringerer Gewichtgrenze
Hagleitner sprach sich dafür aus, dass die Gewichtgrenze für Pakete von derzeit 31,5 Kilo gesenkt werde. Sie sagte der Zeitung: „Wir würden uns 23 Kilo wünschen, denn das ist wirklich eine Belastung für die Menschen hier.“
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert, dass landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelproduzenten künftig in Ernstfall- und Katastrophenübungen der Bundeswehr einbezogen werden. Zudem dringt er auf eine Erweiterung der staatlichen Lebensmittel-Notfallreserven um verzehrfertige Konserven, um die Versorgung der Bevölkerung in Krisensituationen besser abzusichern.
Lebensmittelerzeugung als kritische Infrastruktur
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) bewertet die Landwirtschaft als zentralen Baustein der nationalen Sicherheit und verlangt, sie stärker in die Planung und Durchführung von Sicherheitsübungen einzubeziehen. „Für mich ist Lebensmittelerzeugung definitiv eine kritische Infrastruktur, die es zu schützen gilt“, sagte Rainer der „Bild am Sonntag“ (Quelle: „Bild am Sonntag“).
Rainer verwies darauf, dass die Vorbereitung der Bundeswehr auf mögliche Anschlagsszenarien zwar notwendig sei, aber andere Gefährdungen nicht außer Acht gelassen werden dürften. Es sei „völlig richtig, wenn die Bundeswehr übt für den Fall, dass es einen Anschlag auf die Berliner U-Bahn geben würde. Aber wir dürfen eins nicht vergessen: Wenn die Urproduktion, die Landwirtschaft, nicht mehr funktioniert, wenn wir nicht mehr genügend Futtermittel haben, wenn das Wasser für die Tiere nicht mehr vorhanden ist, dann hätten wir ein größeres Problem. Unsere Ernährung würde ausfallen. Deshalb muss die Landwirtschaft definitiv bei den Sicherheitsübungen mitgedacht werden“ (Quelle: „Bild am Sonntag“).
Forderung nach mehr verzehrfertigen Notfallvorräten
Neben der Einbindung der Landwirtschaft in Sicherheitsübungen richtet der Minister den Blick auf die staatlichen Lebensmittel-Notfallreserven. Er fordert, die bestehenden Bestände um Konserven mit Fertignahrung zu ergänzen. Die vorhandenen rund 150 Lager seien zwar gut gefüllt und reichten für 30 Tage, so Rainer. Aber: „Da liegen Getreide, Erbsen, Linsen, Dosenmilch – alles Produkte, die man nicht gleich verzehren kann. Das Update, an das ich denke, das betrifft Konserven“ (Quelle: „Bild am Sonntag“).
Rainer betonte, es gehe ihm darum, die Bevölkerung auch bei kurzfristigen Ausfällen der Infrastruktur mit sofort verzehrbaren Lebensmitteln versorgen zu können. Ihm sei wichtig, dass „man sich wappnet für Soforteinsätze. Wir hatten kürzlich in Berlin zwei Tage Stromausfall. Das kann auch in einer anderen Region passieren. Und mir geht es darum, dass man dann schon Konserven vor Ort hat“ (Quelle: „Bild am Sonntag“).
Sicherungsauftrag für die Ernährung
Mit Blick auf die Sicherheitslage unterstrich der Minister seinen Anspruch, Vorsorgekonzepte für die Ernährungssicherheit voranzutreiben. „Für mich als Ernährungsminister wäre es jedenfalls fahrlässig, dazu keine Überlegungen im Kopf zu haben, denn es geht darum, die Ernährung für unsere Bevölkerung zu sichern“ (Quelle: „Bild am Sonntag“).
Innenministerium (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) fordert, die Zuständigkeit für die Abwehr von Drohnen zentral beim Bund anzusiedeln. Unterstützung erhält er von der Grünen-Bundestagsfraktion, die vor einem „Kompetenzwirrwarr“ warnt und rasches Handeln von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verlangt. Hintergrund ist die geplante gemeinsame Drohnenabwehr von Bundespolizei, Länderpolizeien und Bundeswehr.
Maier kritisiert „Kompetenzwirrwarr“ bei Drohnenabwehr
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgefordert, die zentrale Zuständigkeit bei der Drohnenabwehr zu übernehmen. „Ich sehe beim Thema Drohnenabwehr ein Kompetenzwirrwarr“, sagte der SPD-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).
„Die kleinen Länder können die Drohnenabwehr im Übrigen nicht so aufstellen, wie es erforderlich wäre. Wir müssen uns deshalb fragen, wo es sinnvoll ist, Kompetenzen zu bündeln und zu erweitern. Ich habe gegen eine gewisse Konzentration dieser Kompetenz beim Bund jedenfalls keine Einwände“, erklärte Maier dem RND.
Maier rief Dobrindt insgesamt zu mehr Einsatz auf. „Wir müssen dringend auf die veränderte geopolitische Lage reagieren“, sagte er dem RND. „Hybride Bedrohungen haben ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Ich würde mir wünschen, dass auf diesem Gebiet vom Bundesinnenministerium zügiger gehandelt wird.“ So fehlten ein nationales Lagebild und ein nationaler Aktionsplan. „Die Bedrohung ist vielfältig“, so der Minister weiter gegenüber dem RND. „Russland versucht, uns zu destabilisieren. Wir haben die Aufgabe, dem zu begegnen.“
Unterstützung von Grünen-Politiker von Notz
Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, äußerte sich ähnlich. „Aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts kann der Bund die Kompetenz in dieser relevanten Sicherheitsfrage der Drohnenabwehr durch einfache Gesetzgebung an sich ziehen“, sagte er dem RND. „Er sollte das auch tun. Denn wir haben derzeit ein Kompetenzwirrwarr, und das ist schlecht für unsere Sicherheit.“
Weiter erklärte von Notz dem RND: „Die Grünen erwarteten, dass Dobrindt ‚jetzt in die Verantwortung geht und sich das Bundesinnenministerium den Hut aufsetzt. Die Bundespolizei muss sich dann mit den Ländern und der Bundeswehr natürlich vernetzen. Aber es muss diese klare Zuständigkeit geben. Denn in den nächsten Monaten wird dieses Problem eher noch virulenter.‘“
Geplante Strukturen für gemeinsame Drohnenabwehr
Bundespolizei und Länderpolizeien sollen für die Drohnenabwehr künftig gleichermaßen zuständig sein und die Bundeswehr im Notfall um Amtshilfe bitten können. Dobrindt stellt am Dienstag die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei in Dienst. Ebenfalls in diesem Jahr soll ein geplantes Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern in Betrieb gehen.
Thorsten Frei am 26.11.2025 / via dts Nachrichtenagentur
Nach dem Rentenkompromiss im Koalitionsausschuss mahnt Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) die Junge Gruppe in der Unionsfraktion zu einem verantwortlichen Umgang mit dem vereinbarten Paket. Zugleich verweist Frei auf sachliche und intensive Verhandlungen mit den Sozialdemokraten, die einem unveränderten Gesetzesbeschluss im Bundestag sowie einem begleitenden Entschließungsantrag den Weg bereitet haben.
Frei appelliert an Junge Gruppe der Union
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) ruft die Junge Gruppe in der Unionsfraktion dazu auf, ihr weiteres Vorgehen beim Rentenpaket sorgfältig abzuwägen. Frei sagte der „Rheinischen Post“: „Es liegt nun ein Paket auf dem Tisch, über das in einer Gesamtabwägung entschieden werden muss.“
Der Kanzleramtsminister betonte gegenüber der „Rheinischen Post“ zudem, die Gespräche über das Rentenpaket seien geprägt „von großer Sachlich- und Ernsthaftigkeit“ gewesen. Weiter sagte Frei: „Die Kolleginnen und Kollegen in der Jungen Gruppe sehen, dass wir in den letzten Tagen intensiv mit den Sozialdemokraten verhandelt haben.“
Kompromiss im Rentenstreit
Der Koalitionsausschuss hatte einen Kompromissvorschlag im Rentenstreit vorgelegt. Demnach soll der Gesetzentwurf wie von der SPD gefordert zwar kommende Woche unverändert im Bundestag verabschiedet werden. Den Kritikern wurde aber in einem Entschließungsantrag zugesichert, dass ihre Bedenken im Rahmen einer großen Rentenreform im kommenden Jahr berücksichtigt würden.
Linke Demonstrierende in Gießen (30.11.2025) / Foto: X
In Gießen haben am Samstag nach Polizeiangaben rund 25.000 Menschen gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation demonstriert. Die angezeigten Versammlungen verliefen laut Polizei „zum allergrößten Teil friedlich“, es kam jedoch wiederholt zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit Einsatzkräften.
Mehrere Blockaden legten Straßen und Autobahnen lahm, die Polizei setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Polizeistöcke ein. Insgesamt wurden zehn Polizisten leicht verletzt, zu möglichen verletzten Demonstrationsteilnehmern liegen der Polizei nach eigenen Angaben „keine gesicherten Informationen vor“.
Blockaden in Gießen seit den frühen Morgenstunden
Bereits gegen 06:30 Uhr kam es zu ersten Blockadeaktionen auf Landes- und Bundesstraßen sowie Autobahnen rund um Gießen. Gegen 08:00 Uhr verließen rund 500 Teilnehmer in der Gießener Innenstadt zwei angezeigte Demonstrationen und blockierten die Konrad-Adenauer-Brücke. An mehreren Einsatzorten wurden Einsatzkräfte der Polizei mit Steinen, Flaschen und pyrotechnischen Gegenständen beworfen. Die Beamten setzten sich zur Wehr und setzten dabei Pfefferspray und Polizeistöcke ein.
Ab etwa 08:30 Uhr blockierten rund 2.000 Personen die B 49 nahe Bergwerkswald. Zur Räumung des Bereichs wurden nach Polizeiangaben auch Wasserwerfer eingesetzt.
Angriff auf AfD-Bundestagsabgeordneten
Im Gebiet von Lahnau-Atzbach wurden durch bisher unbekannte Personen mehrere Fahrzeuge beschädigt. Die Polizei leitete hierzu Ermittlungen ein und eröffnete Strafverfahren. Ein weiteres Ermittlungsverfahren wurde wegen eines Angriffes auf einen Politiker der AfD eingeleitet. Der Mann, bei dem es sich um einen Abgeordneten des Deutschen Bundestages handelt, soll gegen 08:30 Uhr tätlich angegriffen und verletzt worden sein. Der Tatverdächtige wurde unmittelbar festgenommen, die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
Versuche, Absperrungen zu durchbrechen
Außerhalb der angezeigten Proteste versuchten zum Nachmittag hin einzelne Personen und Personengruppen, teilweise unter Anwendung erheblicher Gewalt, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Dies geschah nach Polizeiangaben im Bereich des Westufers, unterhalb der Konrad-Adenauer-Brücke sowie im Bereich der Schlachthofstraße, wo mehrere Personen versuchten, die Absperrungen in Richtung Messehalle zu überwinden. Diese Personen wurden teilweise unter Anwendung unmittelbaren Zwangs zurückgedrängt, auch hier setzte die Polizei erneut Wasserwerfer ein.
Im Verlauf des Einsatztages wurden insgesamt zehn Einsatzkräfte leicht verletzt. Über mögliche verletzte Teilnehmer der Protestaktionen liegen der Polizei nach eigenen Angaben „keine gesicherten Informationen vor“.
1. FC Magdeburg - 1. FC Nürnberg / via dts Nachrichtenagentur
Der 1. FC Magdeburg hat am 14. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga einen klaren 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg gefeiert, bleibt in der Tabelle aber dennoch auf dem 18. und letzten Platz. Nürnberg behauptete trotz der deutlichen Niederlage Rang neun.
Magdeburg dreht nach zäher erster Halbzeit auf
Die Partie begann schleppend und bot lange Zeit nur wenige Höhepunkte. Erst nach rund einer halben Stunde kam Nürnberg zu einem nennenswerten Abschluss: Finn Becker prüfte Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann mit dem ersten vernünftigen Schuss auf das Tor, der Keeper parierte jedoch solide.
Nach dem Seitenwechsel traten die Gastgeber deutlich entschlossener auf und erspielten sich zunehmend mehr Chancen. Der Führungstreffer durch Mateusz Zukowski in der 73. Minute war vor diesem Hintergrund hochverdient.
Gelb-Rot für Nürnberg und turbulente Nachspielzeit
In der Schlussphase deutete zunächst vieles darauf hin, dass Magdeburg die knappe Führung kontrolliert über die Zeit bringen würde. Diese Tendenz verstärkte sich, nachdem Rafael Lubach vom 1. FC Nürnberg in der 76. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde.
Doch in der Nachspielzeit nahm die Partie noch einmal deutlich Fahrt auf. Zunächst drückte Zukowski einen quergelegten Ball über die Linie und wirkte dabei selbst fast überrascht. Anschließend legte Maximilian Breunig in der zehnten und der achtzehnten Minute der Nachspielzeit noch zwei Treffer nach, von denen der letzte jedoch wegen Abseitsposition nicht anerkannt wurde.
Lange Unterbrechung wegen Pyrotechnik
Die außergewöhnlich lange Nachspielzeit ergab sich aus einer mehrminütigen Unterbrechung der Partie. Grund dafür war Pyro-Alarm von den Fantribünen, der zu einer längeren Pause geführt hatte.
Tornado-Kampfjet (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Ein Flug russischer MiG-31-Kampfjets hat am Freitag die Luftverteidigung in Polen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Polnische Streitkräfte sowie in Polen stationierte Bundeswehr-Einheiten aktivierten daraufhin ihre Luftabwehrsysteme, darunter zwei deutsche Patriot-Systeme am Flughafen Rzeszów. Nach Angaben der Nato kehrten die russischen Maschinen später wieder um.
Alarm in der polnischen Luftverteidigung
Russische MiG-31-Kampfjets haben am Freitag einen Alarm der Luftverteidigung in Polen ausgelöst. Nachdem vier MiG-31-Jets in Richtung der russischen Westgrenze flogen, versetzten polnische Streitkräfte sowie in Polen stationierte Bundeswehr-Einheiten ihre Luftverteidigungssysteme in höchste Alarmbereitschaft, schreibt die „Bild“ unter Berufung auf „Informationen aus Nato-Kreisen“.
Aktivierung deutscher Patriot-Systeme
Zwei deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme am Flughafen in Rzeszów, über den ein Großteil der westlichen Militärhilfe für die Ukraine läuft, wurden aktiviert, Soldaten der deutschen Luftwaffe waren an der Reaktion beteiligt.
Nato und Luftwaffe bestätigen Reaktion
Nach Nato-Angaben kehrten die russischen Jets später wieder um. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der „Bild“: „Es gab am Freitag Aktivitäten im russischen Luftraum, die in Polen eingesetzten Flugabwehrkräfte haben eine Reaktion gezeigt. Darunter auch die beiden Patriot-Systeme der Luftwaffe.“
Oliver Ruhnert (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält den Fußballmanager Oliver Ruhnert für geeignet, den angestrebten Posten als Generalsekretär im „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) zu übernehmen. Zugleich kritisiert er das BSW scharf und sieht es politisch nicht im Einklang mit Ruhnerts Persönlichkeit und Werdegang.
NRW-CDU-Generalsekretär lobt Ruhnerts Eignung
NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält den Fußballmanager Oliver Ruhnert für fachlich geeignet für die Aufgabe als Generalsekretär im „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW). „Ein Generalsekretär muss Trainer sein, muss Scout sein, muss sich neue Spielzüge überlegen und die Schwächen des Gegners analysieren – all das kann Oliver Ruhnert“, sagte Ziemiak dem „Spiegel“.
Das BSW bezeichnete Ziemiak im „Spiegel“ zugleich als „ein viel schwierigerer Fall als Union Berlin“. Ruhnert will sich Anfang Dezember auf dem Bundesparteitag in Magdeburg zum Generalsekretär des BSW wählen lassen. Der 54-Jährige gibt dafür seine Karriere im Sport auf: Als Manager und Chefscout hat er den Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin in den vergangenen acht Jahren aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt.
Gemeinsame Zeit in der Kommunalpolitik
Ziemiak und Ruhnert kennen und schätzen sich aus der Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen und saßen zeitweise gemeinsam im Stadtrat von Iserlohn – Ziemiak für die CDU, Ruhnert für die Linke. Ziemiak nennt Ruhnert im „Spiegel“ einen „Überzeugungstäter“. Und weiter: „Oliver Ruhnert ist kein Ideologe, sondern ein rationaler Politiker, er will die Verhältnisse verbessern.“ Prestige oder Geld spielten für ihn keine Rolle.
Während der Debatten im Stadtrat, so Ziemiak im „Spiegel“, habe er sich oft gefragt, „wer sind hier eigentlich die echten Sozialdemokraten“? Ruhnerts Linke oder die SPD? „Vom Herzen her ist er ein aufrichtiger Sozi.“ Er sei deswegen überrascht gewesen, dass Ruhnert damals ausgerechnet bei den Linken mitgemacht habe.
Kritik am BSW und politische Distanz
Zum BSW äußerte sich Ziemiak im „Spiegel“ kritisch. Das BSW, sagte Ziemiak, sei populistisch, „eine außenpolitische Geisterfahrerin mit krassem Wagenknecht-Kult“. Das passe nicht zu Ruhnert. Beim Fußball drücke er ihm die Daumen, aber nicht in der Politik – und das, obwohl er selbst Dortmund-Fan sei und Ruhnert Anhänger sowie Mitglied des Erzrivalen Schalke.
Ruhnert ist im vergangenen Jahr zum BSW gewechselt und war im Bundestagswahlkampf als Berliner Spitzenkandidat der Partei angetreten. Das BSW verfehlte den Einzug ins Parlament knapp, scheiterte an der Fünfprozenthürde.
Aarón Anselmino (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Borussia Dortmund hat am Samstagabend am 12. Spieltag der Bundesliga bei Bayer Leverkusen mit 2:1 gewonnen. Der BVB nutzte seine Chancen effizient, während Leverkusen trotz zahlreicher Gelegenheiten und mehrerer Lattentreffer nur noch zum späten Anschlusstreffer kam. Durch den Auswärtssieg schiebt sich Dortmund in der Tabelle an der Werkself vorbei auf Rang drei, Leverkusen fällt auf Platz vier zurück.
Dortmund effizient, Leverkusen mit späten Anschluss
Borussia Dortmund präsentierte sich über weite Strecken der Partie in Leverkusen in starker Verfassung. Der BVB war 83 Minuten lang „richtig gut drauf“, wie es in der Zusammenfassung hieß (Quelle: Agenturmeldung). In dieser Phase erzielte Aaron Anselmino in der 41. Minute den Führungstreffer für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Karim Adeyemi in der 65. Minute auf 2:0, womit Dortmund seine Effizienz vor dem Tor unterstrich.
Leverkusen drückt, trifft aber nur die Latte
Bayer Leverkusen zeigte sich über die gesamte Spielzeit hinweg als starker Gegner. Die Gastgeber waren „die ganze Zeit stark, hatten immer wieder gute Chancen und trafen wiederholt die Latte“ (Quelle: Agenturmeldung). Trotz des hohen Drucks und der zahlreichen Möglichkeiten gelang der Werkself lange kein Treffer.
Erst in der 83. Minute konnte Christian Kofane für Leverkusen den „hochverdienten Anschluss“ erzielen (Quelle: Agenturmeldung). Nach diesem 2:1 wurde es in der Schlussphase „nochmal richtig knapp“, doch Dortmund brachte den Vorsprung über die Zeit.
Auswirkungen auf die Tabelle
Mit dem Auswärtssieg in Leverkusen verbessert sich Borussia Dortmund in der Tabelle auf Platz drei. Der BVB verdrängt damit die Gastgeber, die als „Werkself“ bezeichnet werden, von diesem Rang. Bayer Leverkusen rutscht durch die Niederlage auf Position vier ab.
Fahrbahnmarkierung auf einer Formel-1-Rennstrecke (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Oscar Piastri hat sich nach seinem Sprint-Sieg am Samstag auch die Pole Position für den Großen Preis von Katar gesichert. Der McLaren-Pilot fuhr im Qualifying einen neuen Streckenrekord und verwies Teamkollege Lando Norris auf den zweiten Platz. Hinter dem McLaren-Duo geht Max Verstappen von Startplatz drei ins Rennen, Niko Hülkenberg startet von Rang elf.
McLaren dominiert das Qualifying
Oscar Piastri setzte am Samstag im Qualifying zum Großen Preis von Katar die Bestmarke. Der McLaren-Pilot fuhr mit neuem Streckenrekord die schnellsten Zeiten und sicherte sich damit die Pole Position für das Rennen am Sonntag. Direkt hinter ihm wird sein Teamkollege Lando Norris ins Rennen gehen.
Auf den weiteren Positionen folgen in dieser Reihenfolge Max Verstappen (3), George Russell (4), Kimi Antonelli (5), Isack Hadjar (6), Carlos Sainz jr. (7), Alonso (8), Pierre Gasly (9) und Charles Leclerc auf Platz 10. Niko Hülkenberg wird von Position 11 starten.
Titelchance für Lando Norris
Lando Norris kann am Sonntag das erste Mal in seiner Karriere Weltmeister werden. Sollte er von seinem Teamkollegen Oscar Piastri oder Max Verstappen geschlagen werden, fällt die Entscheidung erst in Abu Dhabi. In der Konstrukteurswertung steht McLaren seit dem Großen Preis von Singapur als Weltmeister fest.