SPD-Abgeordnete wollen die steuerliche Behandlung von Dienstwagen neu ausrichten und stärker an Klimazielen orientieren. Ein Konzeptpapier sieht vor, den pauschalen Steuersatz für Dienstwagen mit Verbrennungsmotor je nach CO2-Ausstoß deutlich zu erhöhen und Privilegien für Plug-in-Hybride einzuschränken. Ziel ist es, die Elektrifizierung der Unternehmensflotten voranzutreiben.
SPD-Konzept für neue Dienstwagenbesteuerung
Mehrere SPD-Abgeordnete planen eine Neuregelung der Besteuerung von Dienstwagen. Das geht aus einem Papier hervor, über das das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet.
Geplant ist demnach, den pauschalen Steuersatz für Dienstwagen mit Verbrennungsmotor je nach CO2-Ausstoß auf bis zu 1,5 Prozent anzuheben. Derzeit beträgt dieser Satz ein Prozent des Listenpreises.
Strengere Kriterien für Plug-in-Hybride
Der ermäßigte Steuersatz von 0,5 Prozent für Plug-in-Hybride soll laut dem Papier künftig nur noch gelten, wenn die Fahrzeuge überwiegend elektrisch fahren. Plug-in-Fahrzeuge können Teilstrecken batterieelektrisch zurücklegen, sofern sie aufgeladen werden, verbrauchen Studien zufolge in der Praxis dennoch im Schnitt drei Liter Benzin pro 100 Kilometer.
Fokus auf CO2-Flottenziele und E-Mobilität
„Die Zukunft der Automobilindustrie ist elektrisch“, schreiben die SPD-Abgeordneten Isabel Cademartori, Sebastian Roloff und Jakob Blankenburg in ihrem gemeinsamen Papier, aus dem das „Handelsblatt“ zitiert. Die CO2-Flottengrenzwertregulierung sei „das zentrale Instrument der europäischen Klimapolitik im Verkehrssektor“. Ihre Wirkung werde „durch die Einbeziehung der Unternehmensflotten ergänzt und verstärkt“, heißt es in dem Papier weiter.
Bundestag im Winter am 12.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
Der Bundestag hat in der laufenden Wahlperiode deutlich mehr Mitarbeitern der AfD den Zugang zum Parlament verwehrt als bisher bekannt. Nach einem Bericht des „Spiegel“ wurde sieben Personen der Hausausweis für den Bundestag verweigert, in zwei weiteren Fällen wurde der Zugang zu den IT-Systemen abgelehnt. Mehrere Betroffene sollen Verbindungen zu Rechtsextremen, verurteilten Straftätern oder vertiefte Russlandkontakte haben. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kündigte an, das Abgeordnetengesetz zu ändern, um eine aus ihrer Sicht bestehende Regelungslücke zu schließen.
Neun AfD-Mitarbeiter von Zugangsbeschränkungen betroffen
In der aktuellen Wahlperiode verweigerte die Verwaltung sieben Personen den Hausausweis für den Bundestag, berichtet der „Spiegel“. In zwei weiteren Fällen lehnte sie den Zugang zu den IT-Systemen ab. Bei allen gesperrten Personen handelt es sich laut „Spiegel“ um Mitarbeiter der AfD. Die Bundestagsverwaltung macht dazu keine Angaben.
Mehreren Betroffenen wird offenbar vorgeworfen, Rechtsextreme oder verurteilte Straftäter zu sein, andere sollen durch vertiefte Russlandkontakte aufgefallen sein, hieß es in dem Bericht des „Spiegel“.
AfD-Fraktion bestätigt Vorgang
Die AfD-Bundestagsfraktion bestätigte dem Nachrichtenmagazin den Vorgang auf Nachfrage. Über die konkreten Vorwürfe gab sie demnach keine Auskunft, wie der „Spiegel“ berichtet.
Mitarbeiter, die durch die Sicherheitsprüfung des Parlaments fallen, werden bislang weiter aus Steuergeldern bezahlt. Sie können zwar den Bundestag nicht betreten, aber weiter für Abgeordnete arbeiten.
Klöckner kündigt Gesetzesänderung an
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will nun das Abgeordnetengesetz ändern, um das zu verhindern. In einem Brief an die Fraktionen schreibt sie von einer „Regelungslücke“, die es zu schließen gelte, so der „Spiegel“. „Kein Zutritt wegen gravierender Sicherheitsbedenken, aber gleichzeitig ein Arbeitsvertrag im Bundestag bei einem Abgeordneten, bezahlt aus Steuergeld – das ist ein Widerspruch, der für mich nicht zu erklären ist“, sagte Klöckner dem „Spiegel“.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellt die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) grundsätzlich in Frage. Sie unterstützt das Ziel, mehr Anreize für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu schaffen, insbesondere für Frauen, und spricht von einem möglichen „Paradigmenwechsel“ bei der Familienversicherung. Reformen müssten jedoch nach ihren Worten sozialverträglich gestaltet werden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Zweifel an der bisherigen Praxis der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung geäußert. „Ich teile das Ziel, Anreize zu setzen, damit vor allem mehr Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen – auch für die Altersvorsorge“, antwortete die Ministerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) auf die Frage, ob die kostenlose Mitversicherung abgeschafft werden soll.
Warken spricht von „Paradigmenwechsel“
Das Vorhaben, die Familienversicherung zu reformieren, bezeichnete Warken, die auch Vorsitzende der Frauen-Union der CDU ist, als „Paradigmenwechsel“. Dieser müsse aber „sozialverträglich passieren“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
In Deutschland ist der Anteil von Ehepartnern, meist Frauen, die nur in Teilzeit oder gar nicht berufstätig sind, im internationalen Vergleich besonders hoch. Ökonomen fordern daher schon seit längerer Zeit Reformen, die Anreize zur Mehrarbeit setzen. Dies könne der Wirtschaft neuen Schwung geben.
Millionen Ehepartner aktuell beitragsfrei mitversichert
Knapp 2,5 Millionen Ehepartner sind nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aktuell kostenlos mitversichert. Müssten sie einzahlen, würde der Mindestbeitrag für nicht-erwerbstätige Ehegatten nach GKV-Berechnung rund 220 Euro im Monat betragen.
Arbeitgeber fordern Ende der Beitragsfreiheit
Ende Oktober hatte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) das Ende der Beitragsfreiheit mitversicherter Ehepartner gefordert. Das bringe den Kassen Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro im Jahr, hieß es in einem Positionspapier der BDA.
Wirtschafts- und Arbeitnehmerflügel der CDU fordern in einem gemeinsamen Antrag für den CDU-Bundesparteitag eine Abschwächung der Klimaziele. Mittelstandsunion (MIT) und Christliche Arbeitnehmerschaft (CDA) wollen die klima- und energiepolitischen Vorgaben für Industrie, Gebäudesektor und Verkehr flexibilisieren und den Begriff der Klimaneutralität neu definieren. Hintergrund sind laut einem Bericht des „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) Sorgen um Unternehmen, Verbraucher und gesellschaftliche Akzeptanz.
Gemeinsamer Antrag von MIT und CDA
In einem gemeinsamen Antrag für den CDU-Bundesparteitag werben Mittelstandsunion (MIT) und Christliche Arbeitnehmerschaft (CDA) dafür, die klima- und energiepolitischen Vorgaben für Industrie, Gebäudesektor und Verkehr „zugunsten von Unternehmen, Verbrauchern und gesellschaftlicher Akzeptanz“ zu flexibilisieren, berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf den Antrag. Darin fordern MIT und CDA dem Bericht zufolge auch, den Begriff „Klimaneutralität“ neu zu definieren.
Abkehr von bisheriger Definition der Klimaneutralität
Die Forscher des Weltklimarats (IPCC) verstehen unter Klimaneutralität, dass ein Zustand erreicht wird, in dem menschliche Aktivitäten keine Nettoauswirkungen mehr auf das Klimasystem haben. Um einen solchen Zustand zu erreichen, müssen den Wissenschaftlern zufolge die Emissionen drastisch gesenkt werden und alle Restemissionen durch die Entfernung von Emissionen aus der Atmosphäre ausgeglichen werden – etwa mithilfe von wiedervernässten Mooren oder von wiederaufgeforsteten Wäldern. Im Pariser Klimaabkommen haben sich 195 Staaten entsprechend dazu verpflichtet, „in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken“ herzustellen. Auch das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Klimabeschluss 2021 aus Artikel 20a des Grundgesetzes eine Pflicht zur Herstellung von Klimaneutralität abgeleitet.
In dem Antrag der CDU-Flügel heißt es nun, anstatt die Emissionen weitgehend zu eliminieren, sei auf EU-Ebene „eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 90 Prozent bis 2050 zur Grundlage des Europäischen Klimaschutzes als Ziel vorzusehen und weitere Reduktionen nach 2050 an die globale Treibhausgasemissionsentwicklung zu koppeln“. „Klimaneutralität muss heißen: 90 Prozent weniger Emissionen bis 2050 – europäisch gedacht, global eingebettet. Alles Weitere hängt von der Welt ab“, sagte die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).
Kritik an bisheriger Klimapolitik
„Der Antrag fordert keine Rolle rückwärts, sondern eine Kurskorrektur mit Augenmaß: europäische Harmonisierung statt nationaler Alleingänge, flexible Ziele statt starrer Pfade, Technologieoffenheit statt Ideologie“, sagte der Vorsitzende der CDA, Dennis Radtke, der Zeitung. „Wir müssen uns ehrlich machen: Die bisherige Klimapolitik ist auf Crashkurs mit der Realität vieler Industrieunternehmen.“
Die CDU will am 21. Februar zu ihrem Bundesparteitag in Stuttgart zusammenkommen, wenige Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Wie die Partei bestätigte, sind rund 260 Anträge aus den Parteigliederungen eingereicht worden.
Friedrich Merz am 14.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Auftritt vor Unternehmern in Halle (Saale) erneut eine höhere Arbeitsleistung in Deutschland gefordert. Er wandte sich gegen Vorstellungen von einer ausgeprägten Work-Life-Balance und einer Vier-Tage-Woche und sprach sich für mehr Arbeitsstunden und niedrigere Steuern aus.
Merz kritisiert Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erneuerte am Mittwoch vor Unternehmern in Halle (Saale) seine Forderung nach einer stärkeren Arbeitsleistung der Deutschen. „Mit Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche lässt sich der Wohlstand in unserer Gesellschaft nicht erhalten“, sagte Merz laut Mitteilung vor den Unternehmern.
Unter Bezug auf ein höheres Renteneintrittsalter betonte der Kanzler, nicht das ganze Land bestehe „aus Dachdeckern und Fliesenlegern“. Es gebe genügend junge und gesunde Menschen, die mehr arbeiten könnten. Deutschland müsse mit mehr Arbeit zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistung kommen.
Vergleich mit der Schweiz und Kritik an hohen Steuern
Merz verwies in seiner Rede zudem auf einen Vergleich mit der Schweiz. Die Schweizer würden eine höhere Arbeitsleistung ebenfalls erreichen, und er könne „keine tiefgreifenden genetischen Unterschiede“ erkennen. Deutschland sei im Übrigen ein „Hochsteuerland“ und die Steuern müssten gesenkt werden, sagte der Kanzler. Zugleich seien auch die Arbeitskosten zu hoch.
Verhaltene Hoffnung für die wirtschaftliche Entwicklung
In Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage zeigte sich der Kanzler nach mehreren Jahren Rezession verhalten hoffnungsvoll für das Jahr 2026. Die Inflationsrate sei unter zwei Prozent gesunken und es würden neue Arbeitsplätze in neuen Unternehmen entstehen, auch wenn anderswo Jobs verschwänden, so der Kanzler. Jetzt müsse man das Land „wieder fit machen, wieder wettbewerbsfähig machen“, sagte Merz.
Spielschein für Lotto 6 aus 49 / via dts Nachrichtenagentur
In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks sind am Mittwochabend neue Gewinnzahlen gezogen worden. Neben den Lottozahlen wurden auch die Gewinnzahlen im „Spiel77“ und im Spiel „Super 6“ ermittelt. Zudem warnte der Deutsche Lotto- und Totoblock vor den Risiken von Glücksspielen und verwies auf die geringe Gewinnchance.
Gezogene Zahlen bei „6 aus 49“
In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden die Zahlen 18, 21, 23, 25, 26 und 48 gezogen. Die Superzahl ist die 1.
Der Deutsche Lotto- und Totoblock wies darauf hin, dass diese Angaben ohne Gewähr seien.
Ergebnisse bei „Spiel77“ und „Super 6“
Im Zusatzspiel „Spiel77“ lautet der Gewinnzahlenblock 8070306.
Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 483974 gezogen.
Auch hier gelten die Angaben nach Mitteilung des Deutschen Lotto- und Totoblocks als ohne Gewähr.
Gewinnchancen und Jackpot-Höhe
Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege. Zudem warnte der Deutsche Lotto- und Totoblock davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.
Blick von Israel in den Gazastreifen am 14.05.2025 / via dts Nachrichtenagentur
Die US-Regierung will die zweite Phase ihres 20-Punkte-Plans zur Beendigung des Gaza-Konflikts einleiten. Sonderbeauftragter Steve Witkoff kündigte im Namen von US-Präsident Donald Trump den Übergang von einem Waffenstillstand zu Entmilitarisierung, technokratischer Regierungsführung und Wiederaufbau an. Die Lage im Gazastreifen bleibt trotz Waffenstillstand angespannt, Hilfsorganisationen berichten von weiteren zivilen Opfern und erschwertem Zugang für Hilfslieferungen.
Zweite Phase des Gaza-Plans startet
US-Sonderbeauftragter Steve Witkoff teilte am Mittwoch mit, dass die zweite Phase des Gaza-Plans nun starten soll. „Heute geben wir im Namen von Präsident Trump den Start der zweiten Phase des 20-Punkte-Plans des Präsidenten zur Beendigung des Gaza-Konflikts bekannt, die von einem Waffenstillstand zu Entmilitarisierung, technokratischer Regierungsführung und Wiederaufbau übergeht“, schrieb er auf der Plattform X.
Die zweite Phase sehe die Einrichtung einer technokratischen Übergangsverwaltung der Palästinenser im Gazastreifen sowie die Errichtung des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) vor und leite die „vollständige Entmilitarisierung“ und den Wiederaufbau des Gazastreifens ein. „Die USA erwarten von der Hamas die uneingeschränkte Erfüllung ihrer Verpflichtungen, einschließlich der unverzüglichen Rückführung der letzten getöteten Geisel“, so Witkoff. „Andernfalls drohen schwerwiegende Konsequenzen.“
Brüchiger Waffenstillstand und Tote unter Kindern
Der Waffenstillstand aus der ersten Phase des Plans ist bislang brüchig. Unicef zählt seit Beginn des Waffenstillstands rund hundert getötete palästinensische Kinder.
Forderungen nach besserem Zugang für Hilfslieferungen
Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, und das Rote Kreuz haben zuletzt Israel aufgefordert, den Zugang für Hilfslieferungen nach Gaza zu verbessern. Israel hatte dagegen zum Jahresstart 37 internationalen Organisationen die Lizenz für Hilfslieferungen entzogen.
Erstmals in der Geschichte der Klinik sind innerhalb eines Jahres erstmals mehr als 600 Babys zur Welt gekommen. Der 600. Erdenbürger im Jahr 2025 in Damme heißt Esther Baun aus Ostercappeln.
Über das 600. Baby
Sie wurde am 29. Dezember geboren mit einem Geburtsgewicht von 3470 Gramm und einer Größe von 51 Zentimetern. Sie ist ebenso wie ihre Mutter Diana Baun wohlauf. Esther ist das fünfte Kind der Familie. Die vier Geschwister freuen sich bereits auf die neue Spielgefährtin.
Die Eltern dankten dem gesamten geburtshilflichen Team um Chefarzt Dr. Bernd Holthaus. Dass sie diese Punktlandung schaffen und damit einen Meilenstein in der Geschichte des Dammer Krankenhauses setzen würden, damit hätten die Eltern nicht gerechnet.
Hebammen und Chefarzt sehr erfreut
Auch die Hebammen freuen sich über diese schönen Fakten: „600 kleine Wunder, 600 große Geschichten, 600 Mal Vertrauen. Mit 1:1 Betreuung, Zeit, Nähe und ganz viel Herz. Was uns ausmacht: Ein Team, das zusammenhält. Ein Haus, das sich familiär anfühlt. Eine Geburtshilfe, die den Menschen sieht – nicht nur die Zahl.“
Chefarzt Dr. Holthaus unterstreicht die Bedeutung der geburtshilflichen Abteilung für die Region, gerade in Zeiten, in denen viele Krankenhäuser die Kreissäle auf Grund wirtschaftlicher Zwänge schlössen.
Der Dax hat am Mittwoch nach einer wochenlangen Rally eine Verschnaufpause eingelegt. Der Leitindex schloss schwächer, während einzelne Werte wie Bayer positiv hervorstachen. Gleichzeitig zogen Energiepreise sowie der Eurokurs leicht an.
Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Dax am Mittwoch mit 25.286 Punkten berechnet, ein Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf Vortagesniveau verzeichnete der Index im Tagesverlauf zunehmend stärkere Verluste.
„Ganz normale und vollkommen gesunde Gegenbewegung“
„Nach vier Wochen Rally über den Jahreswechsel und einem Plus von 1.600 Punkten war es nur eine Frage der Zeit, wann der Dax mal eine Pause einlegt“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Und so wie der Markt ohne wirklich positive Nachrichten zuvor gestiegen ist, fällt er heute ohne negative Impulse. Damit handelt es sich um eine ganz normale und vollkommen gesunde Gegenbewegung in einem weiterhin intakten Aufwärtstrend“, sagte sie der Mitteilung zufolge.
Wichtig sei nun, dass der Dax die 25.000er-Marke hält, um kein Fehl- und damit weiteres Verkaufssignal auszusenden, so Romar. „Eine Konsolidierung zurück auf diese Barriere würde den bislang skeptischen und abwartenden Anlegern auch die Chance geben, auf dem vermeintlich billigeren Niveau noch auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen.“
Belastungsfaktoren aus den USA
An der Wall Street mehrten sich Romar zufolge die Anzeichen für eine stärkere Korrektur, auch weil die Favoriten des jüngsten Bullenmarktes, die Technologieaktien, nicht mehr so richtig in Schwung kämen. „Allen voran scheint das Schwergewicht Nvidia in eine Konsolidierung eingebogen zu sein, die noch eine Weile andauern dürfte“, erklärte sie. „US-Big-Tech scheint so langsam doch über die Bewertungssorgen zu stolpern und Investoren schichten ihr Kapital in andere Sektoren um. Aufgrund ihrer hohen Gewichtung in den Indizes ist der Nettoeffekt allerdings aktuell noch negativ.“
Bayer im Dax vorn – Energiepreise steigen
Positiv steche im Dax der Chemie- und Pharmakonzern Bayer heraus, so Romar. „Die Aktie springt erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder über die Marke von 40 Euro. Neben den sich möglicherweise reduzierenden Risiken in der Causa Glyphosat, wo noch in dieser Woche eine Entscheidung in den USA erwartet wird, sieht das Management in Leverkusen auch operativ wieder ein schon lange in Vergessenheit geratenes Wachstum. Dank einiger Blockbuster-Medikamente soll die operative Marge, also das Verhältnis zwischen operativem Ergebnis und Umsatz, bis 2030 auf etwa 30 Prozent steigen.“
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Bayer-Aktien an der Spitze der Kursliste in Frankfurt, am Tabellenende fanden sich die Papiere von Fresenius Medical Care wieder.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 32 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 65,89 US-Dollar, das waren 42 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1656 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8579 Euro zu haben.
Die Verbraucherzentrale Bundesverband bewertet den von der SPD vorgeschlagenen „Deutschlandkorb“ grundsätzlich positiv, mahnt aber präzisere Schritte an. Während die Organisation vor allem steuerliche Entlastungen für gesunde Lebensmittel ins Spiel bringt, sehen Fachleute aus der Ernährungssoziologie in dem Konzept ein wichtiges Signal mit sozialer Wirkung.
Verbraucherschützer loben Initiative, fordern aber konkrete Maßnahmen
Lisa Völkel, Lebensmittel-Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, begrüßt den Vorstoß der SPD zur Entlastung beim Einkauf. „Der Vorstoß zum `Deutschlandkorb` freut uns grundsätzlich“, sagte sie dem „Spiegel“. „Es ist sehr gut, dass jetzt überhaupt mal eine Maßnahme vorgeschlagen wird, um die Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken.“ In den vergangenen fünf Jahren sei da sehr wenig gekommen. Wenn der „Deutschlandkorb“ in der Form wie in Griechenland umgesetzt werden könnte, wäre das ihrer Ansicht nach für Verbraucher tatsächlich hilfreich.
Zugleich kritisierte Völkel, der Vorschlag der SPD bleibe bislang zu unkonkret. „Die SPD sei in ihrem Vorschlag aber sehr vage geblieben. „Pragmatischer wäre es, die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen“, sagte Völkel dem „Spiegel“. Derzeit liegt sie bei sieben Prozent. Damit könnten Verbraucher Geld sparen und gleichzeitig würde die Maßnahme gesunde Ernährung fördern, erklärte sie.
SPD-Konzept orientiert sich an Griechenland
Der Vorschlag zum „Deutschlandkorb“ stammt von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. „Nach dem Vorbild Griechenlands könnten Handelsketten freiwillig günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel anbieten – produziert in Deutschland, leicht erkennbar im Regal“, schreibt er bei Instagram. Der „Deutschlandkorb“ soll demnach aus besonders gekennzeichneten Produkten bestehen, die zu stabilen und niedrigeren Preisen angeboten werden.
Ernährungssoziologin betont Bedeutung gesunder Auswahl
Die Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität Hamburg bewertet den Vorstoß als grundsätzlich positiv. „Die Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität Hamburg hält das für ein gutes Signal“, heißt es in der Einschätzung. „Wichtig wäre, dass für den `Deutschlandkorb` auch gesunde Produkte ausgewählt würden, nicht so etwas wie billiges Schweinefleisch oder billiger Aufschnitt“, sagte sie. Gemüse und frische Kräuter seien wichtig.
Aus Sicht von Kerschke-Risch könnte der „Deutschlandkorb“ zudem mit einem praktischen Zusatznutzen verknüpft werden. Sinnvoll wäre es ihrer Meinung nach, einfache Kochrezepte zur Verfügung zu stellen. „Dann würden nicht nur die Produkte günstig angeboten, sondern die Schwelle, damit etwas Sinnvolles anzufangen, würde herabgesetzt.“ Das könne auch ein verbindendes Element sein, sodass nicht nur Menschen mit wenig Geld zum „Deutschlandkorb“ greifen. „Dann hätte der Korb kein Arme-Leute-Image, sondern könnte sehr cool werden.“