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Deutschland und Indien vereinfachen Anwerbung qualifizierter Pflegekräfte

Medizinisches Personal
Medizinisches Personal in einem Krankenhaus am 28.01.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung will die Anwerbung von Pflegekräften aus Indien erleichtern und hat dazu mit der indischen Regierung eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, einheitliche Standards für Ausbildung und Rekrutierung festzulegen, um die Fachkräftesicherung in der Pflege zu stärken und Verfahren zu vereinfachen.

Gemeinsame Standards mit Indien vereinbart

Bundeskanzler Friedrich Merz und der indische Premierminister Narendra Modi haben im Rahmen eines Treffens eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Darin einigen sich Deutschland und Indien auf Standards für die Anwerbung indischer Pflegekräfte. Verhandelt wurde das Papier zwischen dem deutschen und dem indischen Gesundheitsministerium. Ziel der Vereinbarung ist es, die Fachkräftesicherung in der Pflege zu stärken und gleichzeitig „faire und transparente Anwerbeverfahren“ sicherzustellen.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erklärte dazu, mit der Absichtserklärung habe man sich mit dem bevölkerungsreichsten Land der Welt auf gemeinsame Empfehlungen zur Gewinnung qualifizierter Pflegekräfte aus Drittstaaten geeinigt. Warken sagte: „Durch die angestrebte Etablierung gemeinsamer Standards bei der Ausbildung in Indien können langwierige und bürokratische Anerkennungsverfahren in Zukunft vermieden und gut ausgebildete Fachkräfte schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert.“

„Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ als Maßstab

Beide Länder verständigten sich darauf, internationale Standards zur Anwerbung von Pflegefachpersonen zu fördern, wie sie etwa das Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ vorsieht. Dieses schreibt unter anderem vor, dass Anwerbeverfahren transparent, nachhaltig und für Bewerber kostenfrei erfolgen.

Zudem sollen sogenannte Global Skills Partnerships (GSP) etabliert werden. Dabei werden angehende Pflegefachkräfte nach deutschen und indischen Anforderungsprofilen ausgebildet.

Ausbildung im Herkunftsland und Sprachförderung

Im Rahmen der GSP sollen Ausbildungsgänge im Herkunftsland geschaffen werden, die sowohl den nationalen Anforderungen als auch den Standards für Pflegefachkräfte in Deutschland entsprechen. Die Auszubildenden erhalten zusätzlich Deutschunterricht bis zum Sprachniveau B2 sowie interkulturelle Schulungen. Fertig ausgebildete Pflegekräfte sollen dabei nicht abgeworben werden. Stattdessen zielt das Modell auf den Ausbau von Ausbildungskapazitäten und einen nachhaltigen Wissenstransfer ab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Wenn der Strom wegbleibt: AfD-Ratsherr Garder verlangt Notfallplan für Osnabrück

Strom (Symbolbild) / Foto: dts Nachrichtenagentur
Strom (Symbolbild) / Foto: dts Nachrichtenagentur

Die jüngsten Anschläge auf die Strominfrastruktur in Berlin haben bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt – und werfen auch in Osnabrück bei der AfD Fragen auf. Tagelange Stromausfälle in der Hauptstadt hatten gravierende Folgen für die Bevölkerung. Krankenhäuser mussten evakuiert werden, die Versorgung brach stellenweise zusammen. Vor diesem Hintergrund fordert der Osnabrücker AfD-Ratsherr Alexander Garder Auskunft darüber, wie gut die Stadt auf ein vergleichbares Szenario vorbereitet ist.

Berlin als Warnsignal – Fragen zur Vorbereitung Osnabrücks

In Berlin führten die Ausfälle nicht nur zu Strommangel, sondern zu einer Kettenreaktion mit weitreichenden Konsequenzen. Die alltägliche Versorgung der Bevölkerung war über Tage massiv beeinträchtigt.

Diese Ereignisse haben auch den Arbeitskreis der AfD in Osnabrück beschäftigt. Nach Angaben von Alexander Garder wurde dort diskutiert, wie widerstandsfähig die Stadt bei einem längerfristigen Stromausfall wäre. Dabei gehe es insbesondere um den Schutz kritischer Infrastruktur, die Versorgung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie um die Unterstützung besonders schutzbedürftiger Menschen.

„Ein längerfristiger Stromausfall ist kein theoretisches Risiko mehr. Er kann durch Sabotage, Extremismus oder technische Defekte auftreten – im konkreten Fall in Berlin mutmaßlich durch die linksextreme Gruppe ‚Vulkan‘ verübt“, heißt es aus dem Arbeitskreis. „Es ist entscheidend, dass die Stadt über belastbare Notfallpläne verfügt, um Menschenleben zu schützen und die Versorgung sicherzustellen.“

Forderung an die Stadtverwaltung

Vor diesem Hintergrund hat Garder eine Anfrage an die Stadt Osnabrück gestellt. Darin fordert er Auskunft über bestehende Notfall- und Krisenpläne für längerfristige Stromausfälle. Sollte es solche Konzepte noch nicht oder nur unzureichend geben, müsse aus seiner Sicht umgehend nachgebessert werden.

Ziel sei es, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um im Ernstfall chaotische Zustände wie in Berlin zu vermeiden. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, dass ihre Stadt für solche Situationen vorbereitet ist“, so Garder abschließend.

AFP

Winterwetter sorgt für zahlreiche Flugausfälle am Flughafen Frankfurt

Fluganzeige am Frankfurter Flughafen
Frankfurter Flughafen / Foto: dts

Winterwetter hat an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt in den vergangenen Tagen für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen gesorgt. Vor allem am Montagvormittag kam es laut Flughafen zu erheblichen Einschränkungen im Betrieb. Inzwischen habe sich die Lage mit steigenden Temperaturen entspannt, hieß es.

Knapp 100 Flüge zu Wochenbeginn gestrichen

Insbesondere am Montagvormittag sei es zu Einschränkungen „aufgrund des Schneefalls und der überfrierenden Nässe“ gekommen, sagte eine Sprecherin des Frankfurter Flughafens der „Rheinischen Post“. So seien zum Wochenstart „knapp 100 Flüge von geplanten etwa 1.050 Flugbewegungen gestrichen“ worden, zudem sei auch die Landerate niedriger gewesen.

Bereits am Freitag Ausfälle im Flugplan

Bereits am Freitag seien von rund 1.130 geplanten Flügen knapp 80 gestrichen worden, erklärte die Sprecherin des Frankfurter Flughafens der „Rheinischen Post“. „Mit steigenden Temperaturen“ habe sich die Lage mittlerweile aber entspannt, so die Sprecherin.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Röttgen fordert härtere EU-Sanktionen zur Unterstützung iranischer Opposition

Norbert Röttgen
Norbert Röttgen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen fordert eine deutlich stärkere Unterstützung der Opposition im Iran durch Europa. Er dringt auf härtere Sanktionen und die Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation, um ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der iranischen Bevölkerung zu setzen.

Forderung nach entschlossenerem Vorgehen Europas

Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen verlangt mehr Unterstützung für die Opposition im Iran. „Wir müssen den mutigen Menschen im Iran klar und sichtbar unsere Solidarität signalisieren“, sagte Röttgen dem Nachrichtenportal T-Online.

Als mögliche Schritte nannte Röttgen gegenüber T-Online eine Verschärfung der EU-Maßnahmen gegen Teheran. „Präsident Trump hat mit Strafzöllen reagiert – Europa kann und muss mehr tun. Härtere Sanktionen und die Listung der Revolutionsgarden als Terrororganisation wären ein klares Zeichen der Unterstützung für die iranische Bevölkerung“, sagte er dem Nachrichtenportal.

Einschätzung der Lage im Iran

Röttgen äußerte sich in dem Interview mit T-Online auch zur innenpolitischen Situation im Iran. Röttgen sagte: „Das Regime im Iran ist am Ende. Es hält sich nur noch durch Brutalität und Gewalt an der Macht.“ Für die Iraner sei dies nach seinen Worten ein historischer Moment, sich vom Mullah-Regime zu befreien.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Diese Rolle spielen die Stadtwerke Osnabrück in einem neuen Kinderbuch

Wasserbuch der Stadtwerke Osnabrück
Wasserbuch der Stadtwerke Osnabrück / Foto: Sebastian Philipp
Wo kommt unser Trinkwasser her? Wie gelangt es zu den Menschen? Und wie kann jeder ressourcenschonend mit dem kostbaren Gut Wasser umgehen? Diese und andere Fragen beantwortet jetzt ein neues Kindersachbuch aus dem Ravensburger Verlag. Illustrator des Werks ist ein Osnabrücker – und auch ein Stück Stadtwerke Osnabrück steckt drin.

Kindersachbuchreihe beantwortet Fragen

Viele Kinder und Eltern kennen die beliebte Kindersachbuch-Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ aus dem Ravensburger Verlag. Die Bücher mit der blauen Ecke beantworten kindgerecht und auf Augenhöhe Kinderfragen und sind auch und vor allem durch die überraschenden Klappen charakterisiert, die den Lesenden spannende Einblicke in Gebäude oder Fahrzeuge gewähren. Egal ob Sterne und Planeten, Flugzeuge oder Ritterburgen: Die thematische Bandbreite der Sachbuchreihe ist groß. Nun erscheint mit „Alles über Wasser“ ein Band, der nicht nur ein wichtiges Thema unserer Zeit aufgreift, sondern auch viel Osnabrück in sich trägt. Der Grund: Mit Markus Humbach hat ein Osnabrücker Illustrator das Buch gestaltet.

Stadtwerke als erster Ansprechpartner

Humbach hat zwar schon einige weitere Bücher des Ravensburger Verlags gestaltet. „Wie die Wasserversorgung genau funktioniert und alle Anlagen aussehen, war mir jedoch nicht ganz klar. Als Osnabrücker waren für mich die Stadtwerke daher der erste Ansprechpartner“, sagt Humbach. Der Illustrator landete daher schnell bei Alex Jost und seinem Team. Jost leitet das Betriebsmanagement in den Wasserwerken und Kläranlagen bei der SWO Netz. „Dass die Wasserver- und -entsorgung 24/7 gewährleistet ist, ist für unsere Kundinnen und Kunden eine Selbstverständlichkeit. Aber wie genau sie funktioniert, wissen nicht viele. Daher freuen wir uns einen Beitrag zu leisten, dass auch schon bei den Kleinsten Interesse am Thema geweckt wird“, so Jost.

Einblicke in Düstrup und Eversburg

Im Wasserwerk Düstrup und der Kläranlage in Eversburg öffneten Jost und seine Kolleginnen und Kollegen Humbach sprichwörtlich jede Tür, erklärten Funktionsweisen von Filteranlagen und den Kreislauf des Wassers vom Wasserwerk über den Hochbehälter bis in die Haushalte, zurück ins Klärwerk und wieder in die Natur. „Die professionelle Unterstützung hat mir definitiv bei der Gestaltung geholfen und war darüber hinaus auch für mich wirklich interessant. Als Illustrator ist es jedenfalls nicht von Nachteil, sich eine gewisse kindliche Neugierde zu bewahren“, sagt Humbach.

Buch erhältlich ab 15. Januar

Das Buch „Alles über Wasser“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ des Ravensburger Verlags ist ab 15. Januar erhältlich (ISBN 978-3-473-60091-5). Neben dem Thema Wasserkreislauf legt Autorin Andrea Erne den Fokus auch auf Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und Naturkatastrophen. Kinder erfahren, wie Regen und Schnee entstehen, warum wir die Meere brauchen und wie Wassersparen geht.

Zur Wasserver- und -entsorgung

Die SWO Netz, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Osnabrück, plant, baut und betreibt die Ver- und Entsorgungsnetze in der Stadt Osnabrück. Die rund 12 Millionen Kubikmeter Wasser, die jedes Jahr in Osnabrück verbraucht werden, stammen aus den vier Wasserwerken in Thiene, Wittefeld, Düstrup und am Hunteburger Weg und werden in fünf Hochbehältern zwischengespeichert. Das Osnabrücker Verteilnetz umfasst rund 650 Kilometer Leitung und bringt das Wasser über rund 34.000 Hausanschlüsse an die Kundinnen und Kunden. Über das rund 1200 Kilometer lange Abwassernetz gelangt das Abwasser in die beiden Osnabrücker Klärwerke und von dort gereinigt wieder in die Natur.
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Dax rutscht leicht ins Minus, Anleger bleiben zurückhoudend

DAX
DAX / Foto: dts

Der Dax hat am Dienstag nach einem zunächst freundlichen Start bis zur Mittagszeit ins Minus gedreht. Der Leitindex blieb dabei in einer engen Handelsspanne, während Anleger vor wichtigen Terminen in den USA überwiegend abwartend agierten.

Gegen 12:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.365 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Montag. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Zalando und Infineon, am Ende Continental, FMC und Heidelberg Materials.

Anleger warten auf Impulse aus den USA

„Wie es sich bereits zum Handelsstart abgezeichnet hatte, stehen viele Investoren heute lieber an der Seitenlinie und warten den Beginn der US-Berichtssaison und das makroökonomische Datenfeuerwerk aus den USA ab“, sagte der Marktexperte Andreas Lipkow. Der Dax halte sich vorerst weiter in einer engen Handelsspanne auf und pendele um die Kursmarke von 25.400 Punkten, so der Analyst. „Es komme kein Verkaufsdruck, aber auch die Kaufseite halte sich vorerst zurück“, ergänzte Lipkow.

Euro gibt leicht nach

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1666 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8572 Euro zu haben.

Ölpreis deutlich im Plus

Der Ölpreis legte im Verlauf des Vormittags spürbar zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,70 US-Dollar; das waren 83 Cent oder 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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USA und Dänemark beraten in Washington über Grönland-Konflikt

Im Streit um Grönland treffen sich am Mittwoch in Washington Vertreter Dänemarks und der USA zu politischen Gesprächen im Weißen Haus. An dem Treffen nehmen nach dänischen Medienberichten hochrangige Regierungsmitglieder beider Länder teil, um unter anderem die künftige militärische Präsenz in Grönland zu erörtern.

Hochrangige Gesprächsrunde im Weißen Haus

Wie dänische Medien am Dienstag berichten, nehmen an dem Treffen US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio sowie der dänische Außenminister Lars Lokke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt teil. Laut Rasmussen findet das Treffen im Weißen Haus statt. Ziel sei es, dass sich die Parteien „in die Augen sehen können“, heißt es in den Berichten dänischer Medien.

Militärische Präsenz in Grönland Thema

Nach dänischen Angaben soll auch die Frage einer dauerhafteren militärischen Präsenz in Grönland weiterverfolgt werden. Hintergrund der Spannungen sind vor allem Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der zuletzt mit Blick auf Grönland auch einen militärischen Einsatz nicht ausgeschlossen hatte.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Deutsche Berufstätige kämpfen mit rasant wachsender E-Mail-Flut

Junge Frau
Junge Frau mit Laptop (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Berufstätige in Deutschland erhalten im Arbeitsalltag deutlich mehr E-Mails als noch vor wenigen Jahren. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom. Demnach bekommen Internetnutzer im Job im Schnitt 53 berufliche E-Mails pro Tag, vor zwei Jahren waren es noch 40, im Jahr 2021 lediglich 26.

Deutlich steigende Mailflut im Arbeitsalltag

Berufstätige in Deutschland werden im Arbeitsalltag mit immer mehr E-Mails konfrontiert. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor. Wer im Job das Internet nutzt, erhält demnach durchschnittlich 53 berufliche E-Mails pro Tag.

Damit hat das Mailaufkommen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zugenommen. Vor zwei Jahren lag die Zahl der täglichen beruflichen E-Mails noch bei durchschnittlich 40, im Jahr 2021 bei 26.

Große Unterschiede bei der Anzahl der Mails

Ein erheblicher Teil der Beschäftigten sieht sich mit sehr hohen Mailmengen konfrontiert. Rund 14 Prozent der Befragten gaben an, täglich 100 oder mehr berufliche E-Mails zu erhalten. Weitere 22 Prozent bekommen zwischen 50 und 100 Mails pro Tag.

Knapp die Hälfte der Berufstätigen (46 Prozent) erhält täglich zwischen zehn und 50 E-Mails. Lediglich ein Prozent kommt mit weniger als zehn beruflichen Mails am Tag aus.

Grundlage der Erhebung

Befragt wurden im Auftrag von Bitkom 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 532 berufstätige Internetnutzer.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Studie: Mehrheit unterstützt klimaneutralen Industrietransformations-Umbau vor Ort

Ruhrgebiet (Archiv)
Ruhrgebiet (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Knapp die Hälfte der Deutschen befürwortet den Umbau der Industrie hin zur Klimaneutralität, auch wenn dieser direkt in ihrer Nachbarschaft umgesetzt wird. Nur eine Minderheit lehnt entsprechende Maßnahmen ab, viele Menschen sind jedoch noch unentschlossen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt zudem, dass transparente Informationen die Akzeptanz für den industriellen Wandel stärken können.

Breite Zustimmung, aber viele Unentschlossene

Knapp die Hälfte der Deutschen (47,5 Prozent) befürwortet den Umbau der Industrie hin zur Klimaneutralität, auch wenn er direkt in ihrer Nachbarschaft umgesetzt wird. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Demnach lehnt nur jeder Siebte (14 Prozent) die Maßnahmen ab, 38 Prozent sind unentschlossen.

Eine frühzeitige und transparente Information über infrastrukturelle Veränderungen stärkt laut Studie die Akzeptanz, besonders bei Unentschlossenen. Grundlage für die Auswertung ist eine deutschlandweite Befragung des IW unter 2.180 Personen.

Umfang des industriellen Wandels

Zum industriellen Wandel gehören unter anderem der Ausbau von Stromtrassen, Wasserstoff- und CO2-Netzen, neue Windräder und Solarparks sowie Anpassungen bestehender Industrieanlagen. Trotz der erwartbar weitreichenden Eingriffe bewertet laut Studie nur ein kleiner Teil der Bevölkerung diese Entwicklungen kritisch.

Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt laut der Analyse in Regionen, in denen größere infrastrukturelle Veränderungen anstehen. Doch auch in diesen Gebieten lehnen demnach nur etwa 18 Prozent die geplanten Maßnahmen ab. Gleichzeitig unterschätzten fast 70 Prozent der Menschen, wie stark ihre eigene Region betroffen ist.

Rolle von Information und politischem Dialog

Auch bei klarer Information über anstehende Umbauten steigt laut Studie die Ablehnung nicht. In wenig betroffenen Regionen erhöhe eine transparente Information über die geringe oder fehlende Betroffenheit sogar die Zustimmung. Eine Ausnahme bilden AfD-Sympathisanten: Zusätzliche Informationen zeige bei ihnen keinen messbaren Effekt, weder in die eine noch in die andere Richtung.

„Die Politik darf keine Angst haben, in den Dialog zu gehen und das Ausmaß der infrastrukturellen Veränderung transparent zu kommunizieren“, sagte IW-Experte Matthias Diermeier laut Funke-Mediengruppe. „So lässt sich der Gefahr entgegenwirken, dass kritische Minderheiten lokale Meinungsführerschaften erringen und die notwendigen Anstrengungen zur Klimaneutralität torpedieren.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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DIW-Chef Fratzscher warnt Ampel vor gefährlichem Verteilungskampf

Marcel Fratzscher
Marcel Fratzscher (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt vor zunehmenden Verteilungskonflikten in der Bundesregierung. Auslöser ist eine Debatte um höhere Renten für Handwerker, die nach seiner Einschätzung den Streit um Sozial- und Rentenfragen verschärft. Fratzscher fordert die Ampelparteien auf, den Konflikt beizulegen und rasch tragfähige Lösungen vorzulegen.

Fratzscher mahnt Ende des Verteilungskampfs an

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert ein Ende der Auseinandersetzungen innerhalb der Bundesregierung über Sozial- und Rentenpolitik. „Die Bundesregierung und alle drei Regierungsparteien sollten den Verteilungskampf beilegen und nun zügig faire und wirtschaftlich kluge Lösungen vorlegen“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“.

Hintergrund seiner Warnung ist ein Vorschlag des CDU-Bundestagsabgeordneten und Haushaltspolitikers Andreas Mattfeldt, der in der „Bild“-Zeitung für eine höhere Rente für Handwerker plädiert hatte.

„Gürtel werden enger schnallen müssen“

Mit Blick auf die aktuelle Debatte sagte Fratzscher laut „Rheinischer Post“: „Es entbrennt zunehmend ein Verteilungskampf in der deutschen Politik, da alle nun realisieren, dass wir in Deutschland in den kommenden Jahren den Gürtel werden enger schnallen müssen. Jede der drei Regierungsparteien möchte im Verteilungskampf das eigene Klientel unterstützen.“

Der Ökonom beobachtet eine Verschärfung der Konflikte innerhalb der Regierung. Der Streit scheine auch innerhalb der Bundesregierung „weiter zu eskalieren“, so Fratzscher gegenüber der „Rheinischen Post“.

Warnung vor Vertrauensverlust

Fratzscher sieht durch die innerkoalitionären Auseinandersetzungen die Handlungsfähigkeit der Regierung gefährdet. Er warnte: „Die Bundesregierung schadet sich selbst mit diesem Verteilungskampf am meisten, da sie handlungsunfähig wird und weiter Vertrauen verspielt.“ Dieses Zitat gab er ebenfalls gegenüber der „Rheinischen Post“ ab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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