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Chefvolkswirt warnt: AfD-Kurs gefährdet Deutschlands Wirtschaftsstandort

AfD-Logo (Archiv)
AfD-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, warnt vor wirtschaftlichen Folgen einer stärkeren politischen Annäherung der deutschen Wirtschaft an die AfD. Er sieht das internationale Ansehen Deutschlands als Investitionsstandort, die europäische Integration, den Umgang mit dem Fachkräftemangel sowie die Energiepolitik gefährdet. Schmieding verweist dabei auf negative Beispiele aus dem Ausland und auf potenziell gravierende Konsequenzen für Unternehmen und Beschäftigte.

Warnung vor Imageschaden und europapolitischen Risiken

Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, sieht die deutsche Wirtschaft im Falle einer Annäherung an die AfD in Gefahr. „Deutschlands Image als Investitionsstandort würde unter AfD-Einfluss weiter leiden“, sagte Schmieding dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Er verwies auf Ungarn, wo Premier Viktor Orbán den Rechtsstaat geschwächt habe. „Das ungarische Beispiel zeigt, wie Rechtspopulisten mit dem Aushöhlen der Rechtssicherheit auch das Wachstumspotenzial eines Landes einschränken“, erklärte Schmieding dem „Handelsblatt“.

Darüber hinaus kritisierte der Ökonom die europapolitischen Vorstellungen der AfD scharf. Schmieding bezeichnete sie im „Handelsblatt“ als „fatal“. „Aus den USA und China bläst unserer Industrie bereits der Gegenwind hart ins Gesicht“, sagte er. „Würden wir auch noch den Zugang zu unseren wichtigsten Märkten, also denen in Europa, einschränken, würde das vielen Unternehmen den Garaus bereiten, darunter sicher auch vielen Familienunternehmen“, warnte Schmieding im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

Fachkräftemangel und Rolle ausländischer Arbeitskräfte

Kritisch äußerte sich Schmieding im „Handelsblatt“ auch zu den Plänen der AfD zur Eindämmung des Fachkräftemangels, die vor allem auf Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit abzielten. Die deutsche Wirtschaft könne ohne ausländische Fachkräfte nicht lange bestehen, betonte der Volkswirt. „Das einheimische Potenzial an Arbeitskräften ist bereits besser ausgeschöpft als in nahezu allen anderen Ländern Europas“, sagte Schmieding dem „Handelsblatt“.

Mit Blick auf ländlichere Regionen Deutschlands richtete er einen Appell an die Anhänger der Partei: „AfD-Wähler gerade in den etwas abgelegeneren Gebieten Deutschlands sollten sich einmal fragen, wer sie eigentlich im Alter pflegen soll.“ Eigene Kinder seien oftmals in die liberaleren Großstädte gezogen: „Ohne ausländische Pflegekräfte geht es nicht“, sagte Schmieding laut „Handelsblatt“.

Kritik an energiepolitischen Forderungen der AfD

Auch die Forderungen der AfD nach einem Ende der Energiewende und einem Wiedereinstieg in die Kernkraft hält Schmieding für kontraproduktiv. Zwar seien in der Energiepolitik Fehler gemacht worden und Korrekturen notwendig, räumte er im „Handelsblatt“ ein. Eine komplette Kehrtwende könne jedoch bedeuten, „dass viele der bereits getätigten Investitionen in den Klimaschutz und in neue Energien zu teuren Fehlinvestitionen würden“, sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank der Zeitung.

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Commerzbank-Mitarbeiter trotz Unicredit-Übernahmekampf so zufrieden wie nie

Commerzbank-Tower (Archiv)
Commerzbank-Tower (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Beschäftigten der Commerzbank zeigen sich trotz des Übernahmekampfes mit dem italienischen Konkurrenten Unicredit zufrieden. Eine aktuelle Mitarbeiterbefragung weist eine gestiegene Bindung der Belegschaft an das Institut aus. Gleichzeitig meldet die Bank steigende Bewerberzahlen und nach eigenen Angaben kaum Fluktuation.

Mitarbeiterzufriedenheit steigt

Die Beschäftigten der Commerzbank sind trotz des Übernahmekampfes mit dem italienischen Konkurrenten Unicredit zufriedener. Das zeigen die Ergebnisse einer Mitarbeiterumfrage, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Bei einer vom 21. Oktober bis 4. November erhobenen Umfrage erreichte die Bank beim sogenannten „Employee Engagement Index“ einen Wert von 76 Punkten. Das sind ein Punkt mehr als bei der letzten Befragung im November 2024 und sechs Punkte mehr als bei der vorletzten Erhebung im Februar 2024. Auf einer Skala von null bis 100 wird ein Wert ab 70 als gut angesehen. In diesem Jahr liegt die Commerzbank erstmals knapp über der durchschnittlichen Mitarbeiterzufriedenheit in einer Vergleichsgruppe von führenden deutschen Konzernen, die bei 75 Punkten liegt.

Neue Strategie als Erklärung

Personalvorständin Sabine Mlnarsky führt die gute Stimmung vor allem auf die neue Strategie des Geldhauses zurück, bei der erstmals seit vielen Jahren nicht die Restrukturierung des Instituts im Vordergrund steht, sondern Wachstum. Das motiviere die Kollegen ungemein, besonders im Vertrieb, sagte Mlnarsky dem „Handelsblatt“.

Der Übernahmekampf mit Unicredit wirkt sich laut Mlnarsky bisher nicht negativ auf die Belegschaft aus. „Nur ein kleiner Teil der Bank beschäftigt sich konkret mit diesem Thema. Die große Mehrheit der Mitarbeitenden informieren wir über die Situation mit unserem Aktionär Unicredit transparent, aber sie beschäftigt sich damit nicht in ihrem Alltag.“

Hohe Zahl an Bewerbungen, geringe Fluktuation

Die Zahl der Bewerbungen steige sogar. „Im vergangenen Jahr hatten wir über 100.000 Bewerbungen“, so Mlnarsky. „Zudem haben wir in Deutschland so gut wie keine Fluktuation.“

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Dax startet mit Gewinnen, niedrige Umsätze wegen Thanksgiving

Börse
Foto: dts

Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex lag am Morgen über dem Vortagesschluss, während die US-Börsen wegen des Feiertags Thanksgiving geschlossen blieben. An den Devisen- und Rohstoffmärkten waren zum Handelsbeginn ebenfalls moderate Bewegungen zu verzeichnen.

Freundlicher Handelsstart im Dax

Gegen 9:30 Uhr stand der Dax bei rund 23.815 Punkten und damit 0,4 Prozent über dem Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Börse, Rheinmetall und Infineon, am Ende Henkel, Eon und die Deutsche Bank.

Feiertag in den USA dämpft Umsätze

Aus den Vereinigten Staaten wird es im Laufe des Tages keine Impulse geben: Die US-Börsen bleiben an Thanksgiving geschlossen. „Thomas Altmann von QC Partners sagte: „Durch den heutigen US-Feiertag Thanksgiving werden die Umsätze auch in Europa unterdurchschnittlich niedrig bleiben“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Impulse von der Wall Street bleiben heute aus.“

„Dafür reichen an solchen Tagen bereits deutlich weniger und deutlich kleinere Transaktionen, um den Markt nachhaltig zu bewegen“, so der Analyst weiter. „Von daher sollten niedrige Umsätze nicht automatisch mit geringer Bewegung gleichgesetzt werden.“

Leichte Bewegungen bei Euro und Ölpreis

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1589 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8629 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,03 US-Dollar; das waren 10 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Verdi startet bundesweite Tarifrunde für kommunalen Nahverkehr

Schild Bushaltestelle
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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in allen 16 Bundesländern ihre Forderungen für die Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr übergeben. Betroffen sind knapp 150 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Im Kern geht es um bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Arbeitszeiten und höhere Zuschläge für Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr.

Flächentarifverträge in fast allen Ländern gekündigt

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Donnerstag in allen 16 Bundesländern ihre Forderungen für die Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr übergeben. Betroffen sind knapp 150 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, teilte die Gewerkschaft mit.

Um neu verhandeln zu können, wurden in 15 Bundesländern die Flächentarifverträge über die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gekündigt. Zusätzlich wurden die Haustarifverträge der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) aufgekündigt. In Brandenburg, Thüringen und dem Saarland werden darüber hinaus die Löhne und Gehälter der Beschäftigten verhandelt.

Verdi setzt auf attraktivere Arbeitsbedingungen

„Attraktive Arbeitsbedingungen sind ein Schlüsselthema für den ÖPNV“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle am Donnerstag. „Nur mit guter Arbeit in den Betrieben lassen sich die Fachkräfte finden und halten, die wir für einen funktionierenden Nahverkehr dringend brauchen.“ Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, der Schichtzeiten sowie eine Verlängerung der Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Struktur der Tarifverträge im Nahverkehr

Die meisten kommunalen ÖPNV-Unternehmen fallen unter die Tarifverträge Nahverkehr (TV-N), die landesweit gelten und von Verdi mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband verhandelt werden. Die Entgeltentwicklung in acht dieser TV-N ist bereits an den TVöD gekoppelt. Die Laufzeiten der Manteltarifverträge wurden synchronisiert, sodass alle gleichzeitig kündbar und verhandelbar sind. Die konkreten Forderungen legen die jeweiligen Tarifkommissionen für jeden Landestarifvertrag eigenständig fest.

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Neueröffnung am Domhof Osnabrück: Das verbirgt sich hinter dem Nour Concept Studio

Swetlana Grebener eröffnet das Nour Concept Studio am Domhof.
Swetlana Grebener eröffnet das Nour Concept Studio am Domhof. / Foto: Hannah Meiners

Seit den 1980er Jahren war der Raumausstatter Schmieding Mieter der zwei Etagen am Domhof. Im Februar 2025 zog das Osnabrücker Traditionsunternehmen an den Johannistorwall 65 und macht Platz für eine ganz neue Nutzung: Swetlana Grebener eröffnet mit Nour Concept Studio ihr eigenes Yoga und Pilates-Studio am Domhof. Die HASEPOST hat nachgefragt, worauf sich Osnabrücker und Osnabrückerinnen freuen dürfen!

Eröffnung am Domhof ist Schicksal

Der Gedanke ihr eigenes Studio zu eröffnen hat sich bei Swetlana Grebener über Jahre entwickelt. „Ich war mehrere Jahre mit meinem Mann im Ausland und habe in Sri Lanka die Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht“, erzählt sie im Gespräch. Seit 2022 lebt das Paar wieder in Osnabrück und Grebener geht ihrer Passion im Studio Morgentau in der Heger Straße nach. Jetzt baut sie hier ihr Zelte ab und startet neu in den eigenen vier Wänden am Domhof 4a.

Dass die großzügige Ladenfläche direkt am Domhof freisteht, entdeckte Grebener zufällig. „Es war Schicksal“, sagt sie selbst und so wuchs aus der Idee ein Plan, hier das Nour Concept Studio zu eröffnen.

Nour Concept Studio bietet Raum für Vieles

In ihrem Studio will Grebener einerseits in Tradition an das Studio Morgentau Kleingruppen-Yoga mit nur vier bis sechs Teilnehmenden anbieten, doch sie hat Platz für mehr. Neben Yoga soll auch Pilates auf der Matte, mit dem Reformer und Barre angeboten werden. „Es können zwei Kurse parallel stattfinden und ich habe auch schon Trainerinnen, die mich unterstützen“, sagt Grebener. Sie selbst sieht sich auch als Teilnehmerin und möchte offen mit allen kommunizieren und selbst immer weiter dazulernen, damit sich alle im Nour Concept Studio wohl fühlen.

Nour steht für Nourishment

Besonders wichtig ist ihr, dass in ihrem Studio Zeit füreinander, für sich selbst und für Ruhe ist. So entstand auch der Name: „Nour steht für Nourishment. Bewegung, die dich stärkt. Ruhe, die dich füllt. Zeit für dich, die gut tut.“ Um einen Ort zu schaffen, an dem Platz für genau diese Auszeit ist, soll der Eingangsbereich des Nour Concept Studio Platz zum Ankommen bieten. „Ich will ein Retreat mitten in der City schaffen – hier gibt es Ruhe vom Alltag, Bewegung, Tee, Kerzen und Räucherstäbchen“, verspricht Grebener.

Eröffnung Mitte Dezember

Schon Mitte Dezember soll das Nour Concept Studio seine Türen öffnen. Auf Instagram hält Grebener alle Interessierten auf dem Laufenden, wann es los geht. „Jeder ist willkommen, der Interesse an Yoga und Pilates hat“, sagt sie. Daher wird es auch unterschiedliche Möglichkeiten zur Teilnahme geben – ob im Abo, einmalig oder mit Packages.

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Grünen-Chef Banaszak fordert Digitalsteuer für KI-Gewinnunternehmen

Felix Banaszak
Felix Banaszak am 17.03.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Grünen-Chef Felix Banaszak dringt auf eine Digitalsteuer für Unternehmen, die mit Hilfe von KI hohe Gewinne bei geringer Beschäftigung erzielen. Zugleich fordert er eine stärkere Regulierung und Besteuerung sozialer Medien, um Rechtsextremismus im Netz entgegenzuwirken und den demokratischen Diskurs zu sichern.

Forderung nach Digitalsteuer und mehr Regulierung

Grünen-Chef Felix Banaszak fordert eine Digitalsteuer für Unternehmen, die mit geringer Beschäftigung hohe Gewinne durch den Einsatz von KI erzielen. „Das wäre ein wichtiger Schritt“, sagte Banaszak der „Rheinischen Post“.

„Das Traurige ist, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimar dafür bisher allein kämpft – ohne die Rückendeckung des Bundeskanzlers.“ Dabei gehe es auch um europäische Innovationskraft und digitale Souveränität. Mit einer stärkeren Regulierung sozialer Medien schaffe man nach den Worten von Banaszak zudem ein Mittel gegen den Rechtsextremismus im Netz.

„Polarisierungsmaschine“ soziale Medien

„Die AfD profitiert davon, dass soziale Medien politische Debatten verzerrt darstellen. Wir brauchen eine stärkere Regulierung und Besteuerung dieser Plattformen, um gegen diese Polarisierungsmaschine anzukommen und einen demokratischen Diskurs zu erhalten“, sagte Banaszak der „Rheinischen Post“.

Strategie gegen die AfD

Die Grünen setzten im Kampf gegen die AfD laut Banaszak auf eine Mischung aus Optimismus und Attacke. „Es braucht beides, Hoffnung und Attacke. Wenn eine Bundesregierung verspricht, ganz viel Geld für Zukunftsinvestitionen auszugeben, und dann fließt das Geld in Wahlgeschenke für die CSU, legen wir natürlich den Finger in die Wunde. Aber das allein reicht nicht aus, wir bieten den Menschen auch einen Gegenentwurf an“, sagte Banaszak vor dem Grünen-Parteitag ab Freitag in Hannover der „Rheinischen Post“.

Vorbild sei nach seinen Worten der erfolgreiche Wahlkampf der Demokraten in New York.

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Moderna-Chef verkündet Trendwende nach Umsatzeinbruch bei Impfstoffen

Impfampulle von
Impfampulle von Moderna (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der US-Pharmakonzern Moderna sieht sich nach einer schwierigen Phase wieder auf Kurs. Vorstandschef Stéphane Bancel spricht von einer erfolgreichen Trendwende und stellt für die kommenden Jahre Wachstum in Aussicht. Zugleich warnt er vor den Folgen impfskeptischer Politik in den USA, die aus seiner Sicht weit über Moderna hinausreiche.

Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärte Stéphane Bancel, Vorstandschef des US-Impfstoffherstellers Moderna: „Wir haben die Wende geschafft.“ Er ergänzte mit Blick auf die vergangenen Jahre: „Die vergangenen zwei Jahre waren nicht lustig. Aber dafür werden die nächsten drei Jahre sehr lustig.“

Umsatzrückgang nach Corona-Boom

Im kommenden Jahr erwartet Moderna, der Biontech-Konkurrent, den ersten Umsatzanstieg seit dem Jahr 2022. Während der Corona-Pandemie zählte das Unternehmen mit seinen Impfstoffen zu den größten Gewinnern. Seither ist der Konzern jedoch in einer nüchterneren Realität angekommen, der Umsatz ist nach Unternehmensangaben dramatisch gefallen, derzeit weist Moderna einen Verlust aus.

Warnung vor impfskeptischer Politik

Bancel äußerte sich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auch kritisch zur impfskeptischen Politik unter US-Präsident Donald Trump und dessen Gesundheitsminister. „Das sorgt für Unsicherheit. Es verändert, wie die Menschen Impfstoffe wahrnehmen, und das hat nicht nur Auswirkungen auf uns, sondern auch auf andere Hersteller wie Pfizer, Biontech oder Sanofi.“ Mit Blick auf einige tödliche Fälle von Masern in den USA in diesem Jahr fügte er hinzu: „Es ist traurig, dass das besonders Impfungen für Kinder betrifft.“

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Verkehrskontrolle auf Iburger Straße in Osnabrück deckt Drogen, Messer und Haftbefehl auf

Iburger Straße in Osnabrück
Iburger Straße in Osnabrück. / Foto: Pohlmann

Eine eigentlich routinemäßige Kontrolle an einer Tankstelle an der Iburger Straße in Osnabrück hat am Samstagabend (22. November) zur Festnahme eines gesuchten Mannes geführt.

Autofahrer ergreift Flucht

Der Autofahrer hatte seinen Wagen dort abgestellt und sich vor Beginn der Kontrolle entfernt. Kurz darauf kehrte er zurück – und ergriff beim Erblicken der Polizisten sofort zu Fuß die Flucht.

Die Beamten stellten ihn wenig später in der Straße Am Wulfekamp hinter einem Bulli. In der Nähe fanden sie eine Tasche mit rund 170 Gramm Haschisch, einem Messer sowie Bargeld.

Haftbefehl vollstreckt

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Mann bereits ein Untersuchungshaftbefehl bestand. Zudem besitzt er keine gültige Fahrerlaubnis und könnte laut Polizeiangaben unter dem Einfluss von Cannabis gestanden haben. Der Haftbefehl wurde vollstreckt, die Ermittlungen dauern an.

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Immer mehr Deutsche erleben Hatespeech und Fake News online

Frau am Smarphone
Foto: dts

Gut ein Drittel der Internetnutzer in Deutschland ist im ersten Quartal 2025 nach eigener Einschätzung mit Hassrede im Netz konfrontiert worden. Besonders stark betroffen sind Jüngere, die deutlich häufiger feindselige oder erniedrigende Beiträge wahrnehmen als ältere Nutzer. Zugleich berichtet das Statistische Bundesamt von einem Anstieg bei der Wahrnehmung sogenannter Fake News gegenüber 2023.

Mehr Internetnutzer berichten von Hassrede

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) haben im ersten Quartal 2025 rund 19,6 Millionen Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren auf Webseiten oder in den sozialen Medien Beiträge im Zusammenhang mit sogenannter Hassrede wahrgenommen. Dies entspricht 34 Prozent der Internetnutzer in Deutschland. Als Hassrede oder „Hatespeech“ gelten laut Destatis Informationen oder Kommentare, die feindselig oder erniedrigend gegenüber Personengruppen oder Einzelpersonen sind – unabhängig davon, ob die als Hassrede wahrgenommenen Beiträge gegen die eigene Person oder andere gerichtet sind.

Der Anteil der Personen, die Hassrede wahrgenommen haben, ist gegenüber 2023 gestiegen. Damals betraf dies 28 Prozent der Internetnutzer. Die Frage nach Hassrede wurde im Rahmen der Erhebung erstmals 2023 gestellt.

Jüngere Nutzer besonders häufig betroffen

Jüngere Internetnutzer nahmen im ersten Quartal 2025 häufiger Hatespeech im Netz wahr als ältere. Fast die Hälfte (43 Prozent) der Internetnutzer im Alter von 16 bis 44 Jahren beobachtete Hatespeech-Beiträge, wie Destatis mitteilte. 2023 waren es in dieser Altersgruppe 36 Prozent.

Von den Personen im Alter von 45 bis 64 Jahren stieß dagegen lediglich jeder Vierte (27 Prozent) auf Hassrede im Netz, nach 20 Prozent im Jahr 2023. In der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren lag der Anteil mit 20 Prozent bei einem Fünftel; 2023 hatte er bei 14 Prozent gelegen.

Häufigste Angriffsflächen und Zunahme von Fake News

Feindselige oder erniedrigende Beiträge und Kommentare können laut Destatis aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften oder Ansichten der angegriffenen Person oder Personengruppe verfasst werden. Politische oder gesellschaftliche Ansichten waren – wie bereits 2023 – für die Internetnutzer auch 2025 der häufigste Angriffspunkt für Hatespeech. 85 Prozent der Befragten, die Hatespeech wahrgenommen haben, gaben dies als Angriffspunkt an. Gegenüber 2023 mit 79 Prozent gab es in diesem Bereich mit einem Plus von sechs Prozentpunkten den größten Zuwachs.

62 Prozent der Befragten beobachteten Angriffe wegen der ethnischen Herkunft beziehungsweise rassistische Äußerungen (2023: 58 Prozent). 53 Prozent nahmen Angriffe wegen der sexuellen Orientierung von Personen oder Personengruppen wahr, nach 54 Prozent im Jahr 2023. 52 Prozent ordneten Hassrede der Religion oder Weltanschauung zu; im Vergleich zu 2023 mit 47 Prozent bedeutete dies einen Zuwachs um fünf Prozentpunkte. Angriffe aufgrund des Geschlechts (39 Prozent) oder einer Behinderung (25 Prozent) waren anteilsmäßig nahezu gleichgeblieben. Mehrfachnennungen waren dabei möglich, wie Destatis erläuterte.

Nicht nur Hassrede, sondern auch Desinformation wird von Internetnutzern stärker wahrgenommen als noch vor zwei Jahren, so das Bundesamt weiter. Im ersten Quartal 2025 fanden 54 Prozent der Internetnutzer – 31,2 Millionen Personen von 16 bis 74 Jahren – auf Webseiten oder Social-Media-Plattformen sogenannte Fake News vor. Dabei handelt es sich laut Destatis um Informationen, die nach eigener Einschätzung unwahr oder unglaubwürdig waren. Dieser Anteil hat gegenüber 2023 um sechs Prozentpunkte zugenommen.

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Verbraucherstimmung stabilisiert sich – Konsumklima hellt zum Jahresende auf

Passanten auf der Straße
Foto: dts

Die Verbraucherstimmung in Deutschland stabilisiert sich zum Jahresende leicht, bleibt aber insgesamt verhalten. Während Anschaffungsneigung und Sparneigung für ein etwas freundlicheres Konsumklima sorgen, trüben sinkende Einkommens- und Konjunkturerwartungen die Aussichten. Nach Angaben der GfK liegt der Konsumklima-Indikator damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Leichte Verbesserung des Konsumklimas

Die seit Monaten angeknackste Verbraucherstimmung in Deutschland stabilisiert sich zum Jahresende etwas. Laut der am Donnerstag von der GfK veröffentlichten Analyse gibt es jedoch in den verschiedenen Kategorien keinen ganz einheitlichen Trend.

Während die „Anschaffungsneigung“ zum zweiten Mal in Folge zulegt und die „Sparneigung“ zurückgeht, müssen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen Einbußen hinnehmen. Die GfK prognostiziert für den Konsumklima-Indikator für Dezember im Vergleich zum Vormonat einen leichten Anstieg um 0,9 Zähler auf -23,2 Punkte.

Der Anstieg der Anschaffungsneigung um 3,3 Zähler auf -6,0 Punkte und der erneute Rückgang der Sparneigung um 2,1 Zähler auf 13,7 Punkte sorgen für eine leichte Verbesserung des Konsumklimas zum Jahresende. Allerdings verhindere die Verschlechterung der Einkommensaussichten eine stärkere Erholung. „Mit der Stabilisierung liegt das Konsumklima aktuell fast exakt auf Vorjahresniveau„, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), das an der Analyse beteiligt ist, laut GfK. „Dies ist auch für den Einzelhandel mit Blick auf das Jahresendgeschäft eine gute Nachricht: Die Daten deuten auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft hin. Denn die Verbraucher sind in einer vergleichbaren Konsumlaune wie im letzten Jahr.“ (Quelle: GfK)

Einkommens- und Anschaffungsneigung im Detail

Die Erwartungen der Konsumenten hinsichtlich ihrer finanziellen Lage in den kommenden Monaten gehen im November zum zweiten Mal in Folge zurück. Mit einem Minus von 2,4 Zählern fällt der Rückgang jedoch wesentlich schwächer aus als im Oktober – damals sank der Indikator um knapp 13 Punkte. Aktuell weist der Indikator für die Einkommenerwartungen einen Wert von -0,1 Punkten auf. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt vor acht Monaten – im März – mit -3,1 Zählern gemessen.

Der Indikator für die Anschaffungsneigung legt im November zum zweiten Mal in Folge zu, gewinnt 3,3 Zähler, klettert damit auf 6,0 Punkte und erreicht damit exakt das Niveau vom November 2024. Es ist der zweithöchste Wert des Jahres: Nur im April 2025 lag die Anschaffungsneigung mit -4,9 Punkten etwas höher.

Verhaltene Konjunkturerwartungen

Die deutschen Verbraucher beurteilen die Konjunkturaussichten für die kommenden zwölf Monate zurückhaltend. Der entsprechende Indikator muss mit einem Minus von 1,9 Zählern leichte Verluste gegenüber dem Vormonat hinnehmen und sinkt damit auf -1,1 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres weist der Konjunkturindikator allerdings noch immer ein leichtes Plus von 2,5 Zählern auf. Die Verbraucher bleiben damit auch in diesem Monat bei ihrer Einschätzung, wonach für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten keine durchgreifende Erholung zu erwarten ist.

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