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Diese Installation am Café Felka macht alltäglichen Rassismus in Osnabrück sichtbar

Banner des Projekts im Museumsgarten. / Foto: Sara Josef
Banner des Projekts im Museumsgarten. / Foto: Sara Josef

Wer vom Katharinenviertel in Richtung Innenstadt schlendert, dem fallen vor dem Café Felka seit Kurzem große Banner ins Auge. Sie lassen sich kaum übersehen – und genau das ist beabsichtigt: Die Installation ist Teil des Projekts „Spaltung der Realitäten“ von Exil, das auf unterschiedliche Lebenswirklichkeiten in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft aufmerksam macht.

Drei großflächige Banner

„Der gesellschaftliche Rechtsruck der vergangenen Jahre prägt das Leben aller Menschen in Deutschland – jedoch auf sehr unterschiedliche Weise. Während viele weiße Menschen ihren Alltag weitgehend unbeeinträchtigt fortsetzen können, erleben andere zunehmende Ausgrenzung, Anfeindungen und reale Existenzängste“, erklärt Exil-Geschäftsführerin Marlene Schriever. „Im Mittelpunkt stehen deshalb die Erfahrungen von Menschen, die als Migrant*innen gelesen werden – Menschen, die hier zu Hause sind und dennoch immer wieder hören müssen, sie gehörten nicht hierher.“

Die drei großformatigen Banner zeigen persönliche Zitate von Betroffenen. Sie berichten von rassistischen Beleidigungen nach einem Verkehrsunfall, von Benachteiligung am Arbeitsplatz oder davon, auch nach Jahrzehnten in Deutschland noch als „fremd“ markiert zu werden. Die Aussagen machen sichtbar, wie tiefgreifend Diskriminierung das Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe beeinflusst – Erfahrungen, die für viele andere im Alltag unsichtbar bleiben. Entstanden ist das Projekt in einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe von Exil e. V., die Gespräche mit Betroffenen geführt und deren Perspektiven dokumentiert hat.

„In den Interviews wurde deutlich, dass bei vielen Befragten auch die Sorge vor der Zukunft gewachsen ist – vor einer weiteren Zunahme rechter Einstellungen, vor neuen Dammbrüchen und vor dem Verlust des Rechtsstaats“, sagt Yasaman Vieregge, die als Mitglied der Arbeitsgruppe Gespräche mit Betroffenen führte. „Viele fragen sich, ob sie und ihre Familien langfristig in Deutschland leben können.“

Platzierung ganz bewusst im Stadtraum

Bewusst im Stadtraum platziert, unterbrechen die Banner gewohnte Wege und Routinen. „Sie sollen den Menschen wortwörtlich in die Quere kommen – auf dem Weg ins Café oder in die Stadt“, so Yasaman Vieregge. „Und sie sollen dazu einladen, kurz stehen zu bleiben und sich mit den unbequemen Realitäten von Menschen auseinanderzusetzen, die von Rassismus betroffen sind.“ Zugleich versteht sich das Bannerprojekt als Appell an die Zivilgesellschaft, Rassismus nicht unwidersprochen stehenzulassen, Betroffene solidarisch zu unterstützen und das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren.

Die Installation ist im Museumsgarten vor der Villa_ an einem Ort des Erinnerns und der historischen Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus verortet. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und mahnt, rassistische Diskriminierung und Gewalt nicht als Randphänomene zu betrachten, sondern als aktuelle gesellschaftliche Herausforderung, der entschieden entgegenzutreten ist.

AFP

Bundestag drängt auf härtere Sanktionen gegen Irans Regime

Anti-Iran-Protest (Archiv)
Anti-Iran-Protest (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Im Bundestag werden die Forderungen nach weiteren Sanktionen gegen die iranische Führung lauter. Außenpolitikerinnen und Außenpolitiker von Grünen und SPD dringen auf schärfere Maßnahmen und einen besseren Schutz der iranischen Zivilbevölkerung sowie der Diaspora. Im Zentrum steht dabei die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation.

Forderung nach Einstufung der Revolutionsgarden

Luise Amtsberg (Grüne), Außenpolitikerin und frühere Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, bezeichnete in der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) die „Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation“ als „wichtig und politisch überfällig“. Wörtlich sagte sie der Zeitung: „Die Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation ist wichtig und politisch überfällig.“ Sie erinnerte daran, dass dieser Schritt „von der Vorgängerregierung auf den Weg gebracht“ worden sei und „aktuell von anderen europäischen Staaten blockiert“ werde. „Die Bundesregierung steht daher in der Verantwortung, diese Blockade aufzulösen“, erklärte Amtsberg der „Rheinischen Post“.

Die Bundesregierung könne „viel aktiver beim Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und Diaspora sein“, erklärte sie weiter in der „Rheinischen Post“. Amtsberg forderte unter anderem, dass die Regierung Menschenrechtsverteidiger „verstärkt aufnimmt“ und „einen sofortigen Abschiebestopp nach Iran erlässt“.

Skepsis gegenüber militärischen Drohungen

Ralf Stegner, SPD-Außenpolitiker, zeigte sich für Sanktionen grundsätzlich offen. „Weitere Sanktionen können Sinn machen, um Druck auf das Regime zu machen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Zugleich warnte er davor, militärische Optionen in den Vordergrund zu stellen. „Militärische Drohungen oder gar Angriffe sind dagegen brandgefährlich und nützen der bedrängten Zivilbevölkerung gar nichts – im Gegenteil“, mahnte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump in der „Rheinischen Post“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Kartellamtschef verlangt schärfere Macht gegen Preisabsprachen und Deals

Der Präsident des Bundeskartellamts dringt auf schärfere Mittel im Kampf gegen Preisabsprachen und Wettbewerbsbeschränkungen. In der laufenden Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen fordert er mehr Eingriffsrechte bei Fusionen unterhalb der bisherigen Umsatzschwellen und besseren Zugang zu Daten. Zugleich mahnt er Reformen im Vergaberecht sowie Vorsicht beim geplanten Industriestrompreis an.

Mehr Eingriffsrechte bei Fusionen unterhalb der Umsatzschwellen

Andreas Mundt</em, Präsident des Bundeskartellamts, fordert von der Bundesregierung schärfere Instrumente gegen Preisabsprachen und Beschränkungen des Wettbewerbs. Seine Behörde benötige das Recht, in besonderen Fällen Fusionen auch unterhalb der gesetzlichen Umsatzschwellen prüfen zu können, sagte Mundt dem Newsletter "Industrie und Handel" des "Politico". Um faire Preise sichern zu können, benötige das Kartellamt in bestimmten Fällen zudem besseren Zugriff auf Preis- und Kostendaten.

Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) vor. Dabei werden regelmäßig die Umsatzschwellen angepasst, ab denen Fusionen gemeldet werden müssen. Mundt gab dazu zu bedenken, dass es „zunehmend wirtschaftlich bedeutende Zusammenschlüsse“ gebe, die man nicht erfasse, „weil die beteiligten Unternehmen die Umsatzschwellen nicht erreichen“. Das betreffe vor allem digitale Märkte, „wenn große Unternehmen kleinere Firmen mit sogenannten Killer Acquisitions übernehmen, integrieren oder stilllegen“, sagte er im Newsletter „Industrie und Handel“ von „Politico“. „Hier besteht ein Prüfbedarf, den wir mit den derzeitigen Instrumenten nur schwer abdecken können.“

Ein Ansatz wären nach den Worten von Mundt sogenannte Call-In-Modelle. „Sie geben der Wettbewerbsbehörde die Möglichkeit, einzelne problematische Fälle auf eigene Initiative auch dann aufzugreifen, wenn die gesetzlichen Umsatzschwellen nicht erreicht werden“, so Mundt gegenüber dem Newsletter „Industrie und Handel“ von „Politico“.

Forderungen zur Reform des Vergaberechts

Bei der geplanten Reform des Vergaberechts forderte Mundt mehr Mut. „Der Bund sollte die Regelungen zur beschleunigten Beschaffung für die Bundeswehr auf das allgemeine Vergaberecht übertragen. Schnellere Verfahren brauchen wir nicht nur bei der Wehrtechnik, sondern bei der gesamten öffentlichen Infrastruktur“, sagte er dem Newsletter „Industrie und Handel“ von „Politico“.

Auch hier müsse seine Behörde gegen Kartellabsprachen gestärkt werden. „Um das wirksam überwachen zu können, benötigen wir als Wettbewerbsbehörde Zugang zu den Angebotsdaten aus den Vergabeverfahren“, forderte Mundt im Gespräch mit dem Newsletter „Industrie und Handel“ von „Politico“. „Kartellabsprachen sind schwer zu entdecken“, sagte der Behördenleiter. „Aber mithilfe von KI lassen sich Muster finden, etwa wie Angebote aufeinander abgestimmt werden. Voraussetzung dafür ist der Zugang zu den relevanten Vergabedaten.“

Zweifel am subventionierten Industriestrompreis

Den geplanten subventionierten Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen sieht Mundt skeptisch. „Entlastungen dürfen nicht einseitig großen Unternehmen zugutekommen, während kleinere Unternehmen auf der Strecke bleiben“, mahnte er im Newsletter „Industrie und Handel“ von „Politico“. „Hier besteht schlicht die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Gute Nachricht des Tages: Kirmesspende unterstützt Holzhauser Messdiener

Im Rahmen einer Gruppenstunde der Messdiener Holzhausen haben Katrin Eckart und Bürgermeisterin Dagmar Bahlo die Spende an die beiden Gruppenleiterinnen Lena Klöcker und Emma Langer (von links) übergeben. / Foto: Niklas Otten
Spendenübergabe / Foto: Niklas Otten

Große Freude bei den Messdienern in Holzhausen: Mit insgesamt 255 Euro wird die Kinder- und Jugendarbeit der Messdiener in Holzhausen unterstützt. Das Spendengeld stammt von der Holzhauser Kirmes im vergangenen Jahr und damit von den Schaustellerinnen und Schaustellern, die jedes Jahr im Rahmen der Kirmeseröffnung Geld für einen guten Zweck im Veranstaltungsort einsammeln.

Umschlag vor Weihnachten übergeben

Den gut gefüllten Umschlag übergaben kurz vor Weihnachten Bürgermeisterin Dagmar Bahlo und die Spendenorganisatorin Katrin Eckart stellvertretend an die beiden Gruppenleiterin Emma Langer und Lena Klöcker. Dazu waren Bahlo und Eckart extra in das Pfarrheim gekommen, wo gerade eine Gruppenstunde abgehalten wurde.

Unterstützung kommt gerade richtig

Die Freude über den Spendenbetrag war auf jeden Fall groß und die beiden Gruppenleiterinnen konnten sich auch bereits vorstellen, wie das Geld eingesetzt wird: „Neben unseren regelmäßigen Gruppenstunden haben wir über das Jahr verteilt auch einige Veranstaltungshighlights für die Kinder und Jugendliche, wie zum Beispiel unser Pfingstlager. Und da können wir eigentlich immer Unterstützung gebrauchen“, so Langer und Klöcker.

AFP

Umfrage: AfD vorn, Ampel-Parteien bleiben im Stimmungstief

Lars Klingbeil
Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die politische Stimmung in Deutschland bleibt auch zum Jahresbeginn 2026 für die Regierungsparteien schwierig. In der von Forsa erhobenen Umfrage für RTL und ntv liegt die AfD weiter vorn, während SPD und Grüne auf einem Allzeittief feststecken. Auch die Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fällt überwiegend negativ aus, trotz seiner Ankündigung, sich 2026 verstärkt um wirtschaftliche Fragen zu kümmern.

AfD führt, SPD und Grüne auf Allzeittief

Auch zum Start in das neue Jahr zeigt sich in der von Forsa gemessenen politischen Stimmung keine Verbesserung für die Regierungsparteien. Laut der jüngsten Erhebung für die Sender RTL und ntv bleibt die AfD weiterhin ganz vorne und hält ihr Niveau von 26 Prozent. Mit zwei Prozentpunkten dahinter bleibt die CDU/CSU ebenfalls unverändert bei 24 Prozent.

Die SPD bleibt weiterhin auf einem Allzeittief von 13 Prozent stehen und liegt damit weiterhin gleichauf mit den Grünen. Auch die Werte für die Linke (11 Prozent), das BSW (3 Prozent) und die FDP (3 Prozent) verändern sich ebenso wenig zum neuen Jahr wie der Anteil der sonstigen Parteien (7 Prozent).

Niedrige Zufriedenheit mit Kanzler Merz

Überwiegend negativ fällt auch zu Beginn des neuen Jahres das Urteil der Bundesbürger über den Bundeskanzler aus. Nur noch 23 Prozent der Befragten (-2 Prozentpunkte) zeigen sich mit der Arbeit von Friedrich Merz (CDU) zufrieden, während 75 Prozent (+2 Prozentpunkte) unzufrieden sind. Damit verschärft sich das ohnehin kritische Meinungsbild weiter und der Kanzler liegt nur einen Punkt über dem Allzeittief aus dem November 2025.

Zu Beginn des neuen Jahres hat Merz deutlich gemacht, dass die wirtschaftliche Lage in einigen Bereichen sehr kritisch sei und sich die Regierung 2026 besonders auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland konzentrieren müsse. Eine Mehrheit von 57 Prozent glaubt, dass Merz diese Ankündigung nicht wahrmachen wird. Nur 40 Prozent glauben hingegen, dass sich der Bundeskanzler in diesem Jahr stärker um die Lösung der wirtschaftlichen Probleme in Deutschland kümmern wird.

Umfragezeitraum und Stichprobe

Für die Erhebung von Forsa für die Sender RTL und ntv wurden im Zeitraum 5. bis 12. Januar 2026 insgesamt 3.004 Personen befragt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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US-Inflation im Dezember stagniert bei 2,7 Prozent

Preise in
Preise in einem US-Supermarkt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Inflationsrate in den USA hat im Dezember wie im Vormonat bei 2,7 Prozent gelegen. Das teilte die US-Statistikbehörde am Dienstag mit. Die Entwicklung der Teuerung gilt als wichtiger Indikator für die Zinspolitik der Notenbank Fed, auf die Anleger mit großer Aufmerksamkeit blicken.

Teuerung stabil, Preise steigen leicht

Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise im Dezember um 0,3 Prozent. Die oft als „Kerninflation“ bezeichnete Teuerung ohne Energie und Nahrungsmittel lag im Dezember bei 2,6 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im November.

Die Energiepreise stiegen im Jahresvergleich um 2,3 Prozent, nach einem Zuwachs um 4,2 Prozent im Vormonat. Nahrungsmittel verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 3,1 Prozent, nachdem sie im November um 2,6 Prozent zugelegt hatten.

Bedeutung für Zinspolitik und Märkte

Anleger schauen in der Regel mit Argusaugen auf die US-Inflation, da die Teuerungsraten ein wichtiger Indikator für die Zinspolitik der Notenbank Fed ist. Hohe Zinsen gelten als nachteilig für die Börse wie auch für den Immobilienmarkt, unter anderem weil das Bankkonto als Anlagealternative attraktiv bleibt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Zwei Ukrainer wegen russischer Sabotagepläne in Deutschland angeklagt

Statue Justitia
Foto: dts

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Ukrainer wegen mutmaßlicher geheimdienstlicher Agententätigkeit und Sabotageplänen erhoben. Nach Angaben des Generalbundesanwalts sollen sie im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes Paketversandwege ausgespäht haben, um spätere Anschläge mit Brandsätzen vorzubereiten. Die Männer sitzen seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.

Anklage vor Staatsschutzsenat in Stuttgart

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Ukrainer vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart erhoben. Wie der Generalbundesanwalt am Dienstag mitteilte, sind die beiden Männer der geheimdienstlichen Agententätigkeit, der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und der Verabredung zur schweren Brandstiftung hinreichend verdächtig.

Laut Anklageschrift versendeten beide und ein dritter Mann Ende März 2025 von Köln aus zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern in Richtung Ukraine.

Verdacht der Ausspähung von Paketversandwegen

Nach den Angaben in der Anklageschrift soll ein russischer Nachrichtendienst den Auftrag über Mittelsmänner in Mariupol erteilt haben. Ziel war es demnach, Versandrouten und Transportabläufe bei einem Paketdienstleister auszuspionieren, um später Pakete mit Brandsätzen aufzugeben, die in Deutschland oder auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine Schaden anrichten sollten.

Festnahmen in Deutschland und der Schweiz

Beide Beschuldigte wurden im Mai 2025 festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der dritte Mann wurde im Mai 2025 in der Schweiz festgenommen und im Dezember 2025 nach Deutschland ausgeliefert. Gegen ihn soll ebenfalls zeitnah Anklage erhoben werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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So fühlt sich das Nour Concept Studio am Domhof Osnabrück an – und das soll noch kommen

Nour Concept Studio
Swetlana Grebener eröffnete das Nour Concept Studio im Dezember 2025. / Foto: Hannah Meiners

Mit ihrem Nour Concept Studio will Swetlana Grebener am Domhof 4A einen Ort voll Ruhe mitten in der Stadt für Pilates, Yoga, Meditation und Miteinander erschaffen. Am 20. Dezember fand der erste Kurs und die offizielle Eröffnung statt. Die HASEPOST hat sich nach knapp einem Monat Betrieb umgesehen.

Schuhe aus: Willkommen bei Nour!

Inhaberin Swetlana Grebener legt Wert darauf, dass die Kursteilnehmenden sich sofort wohlfühlen und in Ruhe den Alltag hinter sich lassen können. Deshalb heißt es erstmal: Schuhe aus – das ganze Studio ist schuh-freie Zone! Bereits vor der Eröffnung berichtete Grebener im Gespräch mit der HASEPOST, dass sie ein Retreat für Körper, Geist und Seele mitten in der City erschaffen will – und das hat sie geschafft! Mitte Dezember lebte der Raum noch von ihrer Vision, nur einen Monat später ist die Vision Realität geworden und bei Nour ist Leben eingekehrt. Morgens, abends und an den Wochenenden finden Kurse statt und Grebener lädt mit ihrem Team vorher und nachher ein. In der offenen Küche gibt es Tee und Snacks, bei denen die Kursteilnehmenden zur Ruhe kommen, den Alltag hinter sich lassen und allein oder miteinander den Kurs wirken lassen können.

Nicht „Nour“ Bewegung

Trotz Krankheit hat Grebener schon viele schöne Momente im eigenen Studio erlebt. „Es war toll, dass mein Team und mein Mann hier alles weiter am Laufen halten konnten, als ich ausgefallenen bin“, sagt Grebener. Im Nour-Alltag liebt sie vor allem die Momente nach den Kursen: „Für mich ist das Allerschönste, wenn die Leute nach den Kursen hier verweilen, ob für sich oder miteinander. Ich finde es schön zu sehen, dass manche allein kommen und miteinander gehen und wiederkommen. Nour soll genau das: Verbinden und eine Community schaffen!“ Anfangs mussten sich die Teilnehmenden allerdings auch an das Konzept gewöhnen, das so viel Freiraum bietet. „Für viele war es ein komisches Gefühl sich einfach zu bedienen, sich einfach einen Ort zu suchen und ganz frei sein zu dürfen“, sagt Grebener lächelnd.

Was kommt noch?

Das Nour Concept Studio ist seit dem 20. Dezember eröffnet, ganz fertig sind jedoch nicht alle Details. „Es soll noch mehr Rückzugsecken geben und der Meditationsraum ist eine komplette Baustelle“, sagt Grebener. Außerdem soll auch das Kursangebot nach und nach wachsen und neue Kurse wie ReformerPulse mit Trampolinen angeboten werden. Ein großes Highlight wartet am Domhof: Events und Workshops sollen das Nour Concept Studio vervollständigen. „Nour heißt Nähren – in unserer Küche können wir diesem Aspekt noch eine Bedeutung geben und Ernährung mit einbeziehen.“ Außerdem sind Angebote für Kinder und Mütter, sowie Jugendliche in Überlegung.

Team und Teilnahme

Das Team besteht neben Grebener schon jetzt aus vier weiteren Pilates-Trainerinnen und Moni mit Soundbathing-Kursen. In Zukunft wird das Team noch wachsen, um ein noch breiteres Angebot zu realisieren. Interessierte können sich auf Instagram informieren und auf dem Laufenden bleiben. Buchungen können in der App oder im Browser nach Registrierung zu unterschiedlichen Tarifen vorgenommen werden. Das Nour Concept Studio ist Hansefit-Partner und bietet Abos, Credit-Pakete und Einzelstunden zur Buchung an. Dabei gilt: Mehr Flexibilität, kostet auch etwas mehr. Im Abo ist man am wenigsten flexibel, daher aber auch am günstigsten unterwegs.

So sieht es im Nour Concept Studio aus

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Deutschland und Indien vereinfachen Anwerbung qualifizierter Pflegekräfte

Medizinisches Personal
Medizinisches Personal in einem Krankenhaus am 28.01.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung will die Anwerbung von Pflegekräften aus Indien erleichtern und hat dazu mit der indischen Regierung eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, einheitliche Standards für Ausbildung und Rekrutierung festzulegen, um die Fachkräftesicherung in der Pflege zu stärken und Verfahren zu vereinfachen.

Gemeinsame Standards mit Indien vereinbart

Bundeskanzler Friedrich Merz und der indische Premierminister Narendra Modi haben im Rahmen eines Treffens eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Darin einigen sich Deutschland und Indien auf Standards für die Anwerbung indischer Pflegekräfte. Verhandelt wurde das Papier zwischen dem deutschen und dem indischen Gesundheitsministerium. Ziel der Vereinbarung ist es, die Fachkräftesicherung in der Pflege zu stärken und gleichzeitig „faire und transparente Anwerbeverfahren“ sicherzustellen.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erklärte dazu, mit der Absichtserklärung habe man sich mit dem bevölkerungsreichsten Land der Welt auf gemeinsame Empfehlungen zur Gewinnung qualifizierter Pflegekräfte aus Drittstaaten geeinigt. Warken sagte: „Durch die angestrebte Etablierung gemeinsamer Standards bei der Ausbildung in Indien können langwierige und bürokratische Anerkennungsverfahren in Zukunft vermieden und gut ausgebildete Fachkräfte schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert.“

„Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ als Maßstab

Beide Länder verständigten sich darauf, internationale Standards zur Anwerbung von Pflegefachpersonen zu fördern, wie sie etwa das Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ vorsieht. Dieses schreibt unter anderem vor, dass Anwerbeverfahren transparent, nachhaltig und für Bewerber kostenfrei erfolgen.

Zudem sollen sogenannte Global Skills Partnerships (GSP) etabliert werden. Dabei werden angehende Pflegefachkräfte nach deutschen und indischen Anforderungsprofilen ausgebildet.

Ausbildung im Herkunftsland und Sprachförderung

Im Rahmen der GSP sollen Ausbildungsgänge im Herkunftsland geschaffen werden, die sowohl den nationalen Anforderungen als auch den Standards für Pflegefachkräfte in Deutschland entsprechen. Die Auszubildenden erhalten zusätzlich Deutschunterricht bis zum Sprachniveau B2 sowie interkulturelle Schulungen. Fertig ausgebildete Pflegekräfte sollen dabei nicht abgeworben werden. Stattdessen zielt das Modell auf den Ausbau von Ausbildungskapazitäten und einen nachhaltigen Wissenstransfer ab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Wenn der Strom wegbleibt: AfD-Ratsherr Garder verlangt Notfallplan für Osnabrück

Strom (Symbolbild) / Foto: dts Nachrichtenagentur
Strom (Symbolbild) / Foto: dts Nachrichtenagentur

Die jüngsten Anschläge auf die Strominfrastruktur in Berlin haben bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt – und werfen auch in Osnabrück bei der AfD Fragen auf. Tagelange Stromausfälle in der Hauptstadt hatten gravierende Folgen für die Bevölkerung. Krankenhäuser mussten evakuiert werden, die Versorgung brach stellenweise zusammen. Vor diesem Hintergrund fordert der Osnabrücker AfD-Ratsherr Alexander Garder Auskunft darüber, wie gut die Stadt auf ein vergleichbares Szenario vorbereitet ist.

Berlin als Warnsignal – Fragen zur Vorbereitung Osnabrücks

In Berlin führten die Ausfälle nicht nur zu Strommangel, sondern zu einer Kettenreaktion mit weitreichenden Konsequenzen. Die alltägliche Versorgung der Bevölkerung war über Tage massiv beeinträchtigt.

Diese Ereignisse haben auch den Arbeitskreis der AfD in Osnabrück beschäftigt. Nach Angaben von Alexander Garder wurde dort diskutiert, wie widerstandsfähig die Stadt bei einem längerfristigen Stromausfall wäre. Dabei gehe es insbesondere um den Schutz kritischer Infrastruktur, die Versorgung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie um die Unterstützung besonders schutzbedürftiger Menschen.

„Ein längerfristiger Stromausfall ist kein theoretisches Risiko mehr. Er kann durch Sabotage, Extremismus oder technische Defekte auftreten – im konkreten Fall in Berlin mutmaßlich durch die linksextreme Gruppe ‚Vulkan‘ verübt“, heißt es aus dem Arbeitskreis. „Es ist entscheidend, dass die Stadt über belastbare Notfallpläne verfügt, um Menschenleben zu schützen und die Versorgung sicherzustellen.“

Forderung an die Stadtverwaltung

Vor diesem Hintergrund hat Garder eine Anfrage an die Stadt Osnabrück gestellt. Darin fordert er Auskunft über bestehende Notfall- und Krisenpläne für längerfristige Stromausfälle. Sollte es solche Konzepte noch nicht oder nur unzureichend geben, müsse aus seiner Sicht umgehend nachgebessert werden.

Ziel sei es, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um im Ernstfall chaotische Zustände wie in Berlin zu vermeiden. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, dass ihre Stadt für solche Situationen vorbereitet ist“, so Garder abschließend.

AFP