HASEPOST
 

Zu Weihnachten hat Osnabrück einen 24. Stadtteil: Weihnachtszirkus Roncalli bleibt Tradition

Stadtteil Roncalli
OB Pötter und Roncallis Zirkusdirektor Bernhard Paul. / Foto: Hannah Meiners

Bereits zum 10. Mal gastiert der Zirkus Roncalli in diesem Dezember an der Halle Gartlage in Osnabrück. Anlässlich des Jubiläums lud Oberbürgermeisterin Katharina Pötter Zirkusdirektor Bernhard Paul ins Rathaus Osnabrück ein. Beide betonten zu diesem Anlass die Tradition, die Osnabrück und Zirkus Roncalli verbindet.

OB Pötter überrascht mit einzigartigem Geschenk

Alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsen in Osnabrück kennen den Weihnachtszirkus Roncalli, denn er ist seit 2014 Tradition. „Erst wenn Roncalli da ist, beginnt Weihnachten für viele Osnabrücker und Osnabrückerinnen“, weiß Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Bei dem Empfang am Dienstag, 25. November, wird die gegenseitige Bedeutung von Osnabrück und Roncalli deutlich. Pötter hat auch ein besonderes Geschenk für den Zirkusdirektor Bernhard Paul. „Immer zu Weihnachten entsteht in Osnabrück mit dem wunderbaren Zirkusdorf ein gefühlter 24. Stadtteil in unserer Stadt“, mit den Worten überreicht sie Paul ein Ortsschild mit dem Schriftzug „Friedensstadt Osnabrück – Stadtteil Roncalli“. Paul ist offensichtlich gerührt: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man als Zirkus so herzlich aufgenommen wird wie in Osnabrück.“

Roncalli kommt für immer

Nicht nur Pötter hat ein Geschenk – das Geschenk des Zirkusdirektors ist ein Versprechen an die ganze Stadt: „Solange es uns gibt, solange Osnabrück uns haben will, werden wir jedes Jahr zu Weihnachten in Osnabrück sein.“

Osnabrücker Zirkustradition hat Bedeutung für Stadt und Roncalli

Die Oberbürgermeisterin weiß, in den Osnabrücker Adern fließt Zirkusblut. Denn lange bevor Roncalli zur Identität der Stadt gehörte, war Zirkus Althoff Tradition. Auch Pauls erste Erinnerungen an Osnabrück hängen mit Zirkus Althoff und Direktor Carl Althoff zusammen. Er erinnert sich: „Bei unserem allerersten Zirkus Roncalli 1976 in Bonn war Karl Althoff da und er sagt damals ‚Naja mal schauen, wie lange es euch gibt‘“. Im nächsten Jahr wird Zirkus Roncalli 50 Jahre alt – und die Zeiten waren nicht immer leicht. „Daher ist es wie Balsam für die Seele so empfangen und wertgeschätzt zu werden, wie wir hier in Osnabrück“, schließt Paul.

Zirkus Roncalli ab 13. Dezember in Osnabrück

43 Vorstellungen wird es im Weihnachtszirkus Roncalli an der Halle Gartlage vom 13. Dezember bis 5. Januar geben. Der Vorverkauf ist bereits erfolgreich angelaufen, Tickets können weiterhin auf der Website erworben werden.

AFP

H&M expandiert wieder: Neue Filialen und Investitionen in Deutschland

H&M (Archiv)
H&M (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der schwedische Modekonzern H&M will nach einer Phase von Standortschließungen in Deutschland wieder expandieren. Deutschland bleibe für das Unternehmen der wichtigste Markt, in dem es nach eigenen Angaben noch unerschlossene Regionen gibt. Zentraleuropa-Chefin Oldouz Mirzaie betonte zudem die Bedeutung fairer Wettbewerbsbedingungen im Onlinehandel und begrüßte geplante Änderungen der EU-Zollregeln.

H&M plant neue Filialen und setzt auf Nähe zu Kundinnen und Kunden

Zentraleuropa-Chefin Oldouz Mirzaie sagte dem Nachrichtenmagazin Focus, H&M habe in den vergangenen Jahren einige Standorte geschlossen, aber die Phase sei vorbei. „Aktuell haben wir 361 Läden in Deutschland, und wir eröffnen auch neue Geschäfte“, sagte Mirzaie dem Magazin. Deutschland sei der wichtigste Markt für H&M und selbst hier gebe es noch Städte, die man sich anschaue: „Wir sehen noch einige weiße Flecken auf unserer Landkarte, wo wir noch Geschäfte eröffnen könnten.“ Das Ziel sei es, „dass niemand länger als 15 Minuten bis zum nächsten H&M-Store braucht“.

Investitionen in Modernisierung der Läden

H&M glaube weiterhin sehr stark an den physischen Handel und investiere stark in seine Geschäfte. „Allein in diesem Jahr haben wir 70 Stores modernisiert, 32 davon waren richtig große Umbauten“, sagte Mirzaie dem Magazin.

Forderung nach fairen Regeln im Onlinehandel

In der Diskussion um Regeln für den Onlinehandel mahnt Mirzaie unterdessen „gleiche und faire Bedingungen im Markt für alle Marktbegleiter“ an. Es sei wichtig, dass alle Unternehmen denselben Regeln folgen. „Daher sollten alle innerhalb der EU verkauften Produkte von rechtlichen Rahmenbedingungen abgedeckt sein.“

Aktuell plant Brüssel, die Zollfreigrenze für Päckchen aus Drittländern abzuschaffen, um die große Menge billiger, oft nicht EU-konformer Waren, die etwa von Temu und Shein stammen, zu reduzieren. Mirzaie begrüßte die Entscheidung und sagte: „Nun kommt es auch darauf an, sie so schnell es geht umzusetzen.“ Es gehe um „etwa 400.000 Pakete allein in Deutschland, jeden Tag“, so Mirzaie.

durch KI bearbeitet, .

AFP

Landesrechnungshof NRW fordert DFB-Beteiligung an Polizeikosten

Der nordrhein-westfälische Landesrechnungshof (LRH) fordert, dass sich DFB und DFL an den Polizeikosten für Hochrisikospiele im Fußball beteiligen. Ein Prüfbericht an das Düsseldorfer Innenministerium beziffert mögliche Einsparungen in der vergangenen Saison auf bis zu 15 Millionen Euro. Der „Spiegel“ berichtet über das bislang unveröffentlichte Papier.

Landesrechnungshof kritisiert Belastung der Steuerzahlenden

Dem rund 40-seitigen Prüfbericht zufolge hätten in der vergangenen Spielzeit in Nordrhein-Westfalen rund acht Millionen Euro eingespart werden können, wenn die Kosten für Hochrisikospiele in den ersten drei Ligen den Veranstaltern in Rechnung gestellt worden wären. Bei einer Ausweitung des Modells auf Spiele mit mittlerem Risiko sei sogar ein Einsparvolumen von 15 Millionen Euro zu erwarten, heißt es in dem Papier, aus dem der „Spiegel“ zitiert.

Laut Landesrechnungshof ist es „nicht nachvollziehbar, dass die öffentliche Hand – und damit die Steuerzahlenden – regelmäßig mit erheblichen finanziellen Aufwendungen belastet wird“, um die Sicherheit von Spielen zu gewährleisten, deren Ertrag „weit überwiegend privatwirtschaftlichen Akteuren zufließt“. So schreibt es der LRH in einer frühen Fassung des Berichts und verweist dabei ausdrücklich auf das „bremische Modell“. Bremen erhebt bei Hochrisikospielen entsprechende Gebühren.

Verweis auf bestehendes Gebührenmodell in Bremen

Der Landesrechnungshof argumentiert, dass sich NRW an Bremen orientieren könne, wo bei Hochrisikospielen im Profifußball bereits Gebühren für zusätzliche Polizeieinsätze erhoben werden. Das „bremische Modell“ wird im Bericht als Beispiel genannt, wie die finanzielle Beteiligung privater Akteure an den Sicherheitskosten ausgestaltet werden kann.

Innenministerium unter Spardruck

Die NRW-Polizei sucht derzeit nach Einsparpotenzialen, weil sie Kosten reduzieren muss. Innenminister Herbert Reul (CDU) gilt aber als eingefleischter Fan von Bayer 04 Leverkusen.

durch KI bearbeitet, .

AFP

Bundeswehr verschiebt wichtiges SAP-Digitalprojekt wegen Softwaremängeln

Uniform deutscher Berufssoldaten
Foto: dts

Bei der Bundeswehr verzögert sich die Einführung neuer SAP-Software für zentrale Verwaltungs-, Material- und Logistikprozesse deutlich. Nach jahrelanger Vorbereitung musste der ursprünglich für den 27. Oktober geplante Start eines Großteils der IT-Anwendungen auf das zweite Quartal 2026 verschoben werden. Parallel stockt auch die Umstellung der Truppe auf Digitalfunk, was bei internen Tests als unzureichend bewertet wurde.

Start von S/4Hana auf 2026 verschoben

Bei der Bundeswehr verzögert sich ein weiteres zentrales Digitalprojekt. Dabei geht es um neue Software des SAP-Konzerns, die nötig wurde, weil die Walldorfer die Wartung für die bisherigen Anwendungen einstellen, berichtet der „Spiegel“. Betroffen sind den Angaben zufolge die zentralen Programme der Bundeswehr für Verwaltung, Material und Logistik.

Nach jahrelanger Vorbereitung sollte das neue cloudbasierte S/4Hana am 27. Oktober live gehen. Der Start für einen Großteil der IT-Anwendungen musste allerdings auf das zweite Quartal 2026 verschoben werden, da es „abnahmeverhindernde Probleme“ gegeben habe, so eine vertrauliche Vorlage aus dem Ministerium, aus der der „Spiegel“ zitiert.

„Mangelhafte Funktionalität“ und „mangelnde Softwarequalität“

In einem internen Sachstandsbericht vom September ist laut „Spiegel“ von „mangelhafter Funktionalität“ und „nicht ausreichender Einsatzreife“ die Rede. Der SAP-Vorstand habe bereits im August eine „mangelnde Softwarequalität“ eingeräumt und die Verschiebung des Starts auf Frühjahr 2026 empfohlen, berichtet das Magazin weiter.

Zweite Digital-Großbaustelle bei der Bundeswehr

Der Fall ist laut „Spiegel“ bereits die zweite Digital-Großbaustelle der Bundeswehr, die sich verzögert. Auch die Umstellung der Truppe auf Digitalfunk erweist sich demnach als hochkomplex. Nachdem der neue Chef des Heeres diese Woche einen Systemtest auf dem Truppenübungsplatz Munster inspiziert hatte, nannte er die Fortschritte „nicht zufriedenstellend“.

Das Wehrressort bestätigte nach Angaben des „Spiegel“ die Verzögerungen beim Betriebssystem S/4Hana. Da das alte System aber noch laufe, sei die Einsatzbereitschaft der Truppe nicht gefährdet, sagte eine Sprecherin.

durch KI bearbeitet, .

AFP

Dax behauptet sich im Plus, Handel bleibt impulslos ruhig

Frankfurter Börse
Frankfurter Börse / Foto: dts

Der Dax hat sich am Donnerstag bis zum Mittag leicht im Plus gehalten. Unterstützung kam vor allem von Titeln aus defensiven Branchen und dem Technologiesektor, während die Kursausschläge insgesamt gering blieben. Auch am Devisen- und Ölmarkt zeigte sich zur Mittagszeit nur wenig Bewegung.

Leichte Kursgewinne im Dax

Am Donnerstagmittag notierte der Dax im grünen Bereich. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.775 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entsprach. An der Spitze der Kursliste rangierten Deutsche Börse, Siemens Energy und Infineon, am Ende Eon, Commerzbank und Allianz.

Andreas Lipkow</em] ordnete die Entwicklung wie folgt ein: „Wie es zu erwarten war, notiert der Dax nach der Handelseröffnung in dem Kursbereich von 23.700 bis 23.800 Punkten“, sagte der Marktexperte. Die Investoren fokussierten sich am heutigen US-Feiertag auf die defensiven Branchen. Auch die Technologietitel stünden durch die Handelsvorgaben aus den USA im Interesse der Marktteilnehmer. „Der Handel dürfte heute weiter in ruhigen, impulslosen Kursbahnen verlaufen und kaum größere Kursausschläge vollziehen“, so Lipkow.

Euro leicht schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1580 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8636 Euro zu haben.

Geringe Bewegung am Ölmarkt

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 63,20 US-Dollar; das waren 7 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

durch KI bearbeitet, .

AFP

NRW: Weniger Ermittlungen wegen mutmaßlicher Polizeigewalt

Polizisten (Archiv)
Polizisten (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren gesunken. Gleichzeitig enden die meisten Verfahren ohne Anklage oder Strafbefehl, weil nach Angaben des NRW-Justizministeriums nicht genügend Beweise für eine Verurteilung vorliegen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW sieht in den Ermittlungen keinen Nachweis für Fehlverhalten, sondern verweist auf ein konsequentes Deeskalationskonzept der Polizei.

Weniger neue Verfahren, wenige Anklagen

Nach Informationen der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein-Zeitung“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf die Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage wurde wegen Gewalt durch Polizisten im Jahr 2024 in 656 neuen Fällen ermittelt. 2022 waren es noch 781 Fälle, 2023 wurden 709 Verfahren neu registriert. Die Zeitung berichtet weiter, dass die Mehrheit dieser Verfahren eingestellt werde, weil es nicht genügend Beweise für eine Verurteilung gab. Nur sehr selten komme es zu einer Anklage oder einem Strafbefehl.

Auch die Zahl der Anklagen und Strafbefehlsanträge ist der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein-Zeitung“ zufolge in den vergangenen Jahren gesunken. Nach fünfzehn Anklagen und Strafbefehlsanträgen im Jahr 2022 und sechzehn im Jahr 2023 sank die Zahl 2024 auf zwölf.

Gewerkschaft betont fehlenden Schuldnachweis

Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der GdP in NRW, sieht in den Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte keinen Beleg für Fehlverhalten. „Viele Anzeigen enden ohne Schuldvorwurf, weil sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt“, sagte der Landesvorsitzende der GDP, Patrick Schlüter.

Deeskalation als Leitlinie

Schlüter betonte laut „Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung“, in NRW setze die Polizei bei Demonstrationen konsequent auf Deeskalation. Die Beamten würden von Anfang an geschult, Konflikte früh zu erkennen, offen zu kommunizieren und immer erst auf Gespräche und mehrmalige klare Ansprache zu setzen, bevor Zwang zur Option wird. „Das Deeskalationsmodell der Polizei NRW sorgt dafür, dass wir die Versammlungsfreiheit schützen und Gewalt so weit wie möglich verhindern, ohne bei konkreten Gefahren wegzuschauen“, so Schlüter.

Laut Schlüter darf die NRW-Polizei Gewalt nur anwenden, wenn eine gegenwärtige Gefahr abgewehrt werden muss oder eine rechtmäßige Maßnahme sonst nicht umsetzbar wäre. „Das Gesetz verpflichtet uns, immer das mildeste geeignete Mittel zu wählen. Kommunikation, Ansprachen und deeskalierende Maßnahmen stehen immer zuerst.“ Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder nicht erfolgversprechend sind, „dürfen Kollegen körperlichen Zwang einsetzen“. Jede Anwendung werde dokumentiert. „Das ist gesetzliche Pflicht und gelebte Praxis“, so Schlüter.

durch KI bearbeitet, .

AFP

Ex-Grünen-Jugendchefin bereut Löschung umstrittener Silvester-Posts

Jette Nietzard
Jette Nietzard (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die ehemalige Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat eine deutliche und selbstkritische Bilanz ihrer einjährigen Amtszeit gezogen. In einem Gespräch mit der „Zeit“ schildert sie persönliche Folgen ihrer öffentlichen Auftritte und der Reaktionen darauf. Trotz wiederholter Shitstorms bereut sie nach eigener Darstellung kaum etwas, zweifelt aber an der Entscheidung, bestimmte Aussagen zurückgenommen zu haben.

„Für viele Medien und die Partei verbrannt“

Zu ihrer Amtszeit sagte Jette Nietzard der „Zeit“: „Für mich persönlich hat das ganze Jahr überhaupt nichts gebracht. Ich bin für viele Medien und die Partei verbrannt.“ Die frühere Vorsitzende der Grünen Jugend beschreibt damit, wie stark sie sich durch die öffentliche Debatte und die innerparteiliche Wahrnehmung beschädigt sieht.

Trotz der heftigen Shitstorms, die sie auslöste, bereue sie nach eigenen Worten kaum etwas. Vielmehr störe sie, dass sie auf öffentlichen Druck hin einzelne Äußerungen zurückgenommen habe: „Das fuckt mich krass ab, weil ich das nicht löschen wollte. Ich hätte all die Sachen stehenlassen sollen, weil das meine Überzeugungen sind“, sagte sie der „Zeit“.

Umstrittener Silvester-Post

Besonders umstritten war ein sogenannter Silvester-Post vom letzten Jahreswechsel. In dem Tweet hatte Nietzard resümiert, dass Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, zumindest keine Frauen mehr schlagen können. Diesen Beitrag bewertet sie nach wie vor positiv: Sie finde den Tweet bis heute „einfach lustig und völlig in Ordnung, und ich habe überlegt, ob ich ihn am kommenden Silvesterabend wieder tweete“, sagte sie der „Zeit“.

Im Rückblick stellt Nietzard die Löschung des Tweets und ihre Entschuldigung dafür infrage. Zu den damaligen Vorgängen sagte sie der „Zeit“: „Es gab Menschen, die auf eine krasse Art auf mich eingeredet haben, da dachte ich halt: Fuck, am Ende führt das zu großen Konsequenzen, lösche ich ihn halt.“

durch KI bearbeitet, .

AFP

Deutsche setzen beim Lebensmitteleinkauf wieder stärker auf Preis

Teller mit Essen
Ernährung / Foto: dts

Deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher achten beim Lebensmitteleinkauf wieder stärker auf den Preis. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach regionalen Produkten hoch, und der Geschmack ist weiterhin das wichtigste Kriterium beim Essen. Das geht aus dem Ernährungsreport 2025 hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) am Donnerstag vorgestellt hat.

Preisbewusstsein steigt wieder

Laut dem Ernährungsreport 2025 hat sich das Preisbewusstsein beim Lebensmitteleinkauf in den vergangenen Jahren deutlich verändert. 2015 achteten 58 Prozent der Befragten darauf, dass Lebensmittel preiswert sind. Dieser Wert sank kontinuierlich und lag 2020 bei 46 Prozent. Seitdem steigt er wieder und liegt heute mit 59 Prozent noch etwas höher als vor zehn Jahren.

Regionale Produkte weiter gefragt

Regionale Produkte bleiben weiterhin beliebt. 77 Prozent aller Befragten achten beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus ihrer Region kommen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer betonte bei der Vorstellung des Berichts: „Mir ist wichtig, dass Lebensmittel für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich bleiben.“ Zudem warnte er vor zusätzlichen Belastungen: „Wir dürfen also nicht noch mit zusätzlichen staatlichen Aufschlägen das Angebot künstlich verteuern.“ In der großen Wertschätzung für regionale Produkte stecke eine „echte Chance“ für die Betriebe im Land, sagte Rainer.

Geschmack bleibt wichtigstes Kriterium

Der Report zeigt außerdem, dass der Geschmack weiterhin der mit Abstand wichtigste Aspekt beim Essen ist. Nahezu alle Befragten (98 Prozent) gaben an, dass der Geschmack sehr wichtig oder wichtig ist. Veränderungen ergaben sich auch bei der Nachfrage nach Produkten mit weniger Zucker, Fetten oder Salz: Der bewusste Kauf solcher Produkte stieg in den letzten Jahren an.

Der Ernährungsreport „Deutschland, wie es isst“ wird seit 2015 vom Bundeslandwirtschaftsministerium herausgegeben. Für die aktuelle Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa circa 1.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland.

durch KI bearbeitet, .

AFP

Fritz-Kola verlässt Familienunternehmer-Verband wegen AfD-Kurs

fritz-kola (Archiv)
fritz-kola (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Getränkehersteller Fritz-Kola hat nach eigenen Angaben seine Mitgliedschaft im Verband „Die Familienunternehmer“ beendet. Hintergrund ist die Diskussion um den Umgang des Verbandes mit der AfD und die Entscheidung der Verbandsführung, die bisherige Distanz zu der Partei aufzugeben. Mehrere Politiker fordern weitere Unternehmen auf, dem Beispiel anderer austretender Firmen zu folgen und ihre Haltung deutlich zu machen.

Fritz-Kola begründet Austritt mit Haltung zur AfD

Der Getränkehersteller Fritz-Kola bestätigte den Sendern RTL und ntv, dass das Unternehmen seine Mitgliedschaft bei „Die Familienunternehmer“ beendet habe. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte das Unternehmen: „Die Entscheidung der Verbandsführung, die bisherige Distanz gegenüber der AfD aufzugeben, steht nicht im Einklang mit den Grundsätzen, die Fritz-Kola als Unternehmen vertritt“, schreibt das Unternehmen. Weiter heißt es: „Eine offene, demokratische Gesellschaft bildet für uns die Grundlage wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns.“

Politische Kritik am Kurs des Verbandes

Georg Maier</em) (SPD) kritisiert den Kurs der Verbandsspitze scharf. "Ich kann jedes Unternehmen verstehen, das diesen schädlichen Kurs der Verbandsspitze nicht mehr mitträgt und die Konsequenzen zieht", sagte der Thüringer Innenminister dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Die Politik der AfD stehe "im krassen Widerspruch" zu den Werten des deutschen Mittelstands. "Warum ein Wirtschaftsverband diese Partei hofiert, und dadurch normalisiert, ist absolut unverständlich."

Auch Roderich Kiesewetter</em) sieht für Unternehmen kaum Spielraum, weiter Mitglied bei "Die Familienunternehmer" zu bleiben. Der CDU-Außenpolitiker sagte der Zeitung "Handelsblatt", die Unternehmen machten sich "unglaubwürdig, wenn sie in dem Verband bleiben". Zur Begründung führte er an: "Denn gerade die AfD steht gegen alles, was wirtschaftliche Stärke sichert: Das Bekenntnis zu Freiheit und zur EU, zum Euro und zur regelbasierten Ordnung."

Forderungen an weitere Unternehmen

Unterstützung für die Austritte von Unternehmen aus dem Verband kommt auch von Dennis Radtke. Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels sagte dem „Handelsblatt“: „Ich finde die Reaktion von Rossmann und Vorwerk angemessen und konsequent, und man kann nur hoffen, dass weitere Mitgliedsunternehmen ihre Haltung deutlich machen.“ Letztlich schade das Programm der AfD der mittelständischen und exportorientierten Wirtschaft massiv, sagte Radtke weiter. „Warum ein aufrechter Unternehmer offen sein kann für einen Cocktail aus Protektionismus, Hetze, Spaltung und einer Rückkehr zur D-Mark will nicht in meinen Kopf.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner erinnerte gegenüber dem „Handelsblatt“ daran, dass auch Unternehmen Verantwortung für die Demokratie in Deutschland hätten. „Deshalb sollte der Verband seine Pflicht tun“, sagte er. „Andernfalls sollten die Verbandsmitglieder ihre Mitgliedschaft kündigen“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Ähnlich äußerte sich Grünen-Politikerin Irene Mihalic. Sie sagte dem „Handelsblatt“, sie könne sehr gut nachvollziehen, dass sich Unternehmen vom Verband der Familienunternehmer „nicht mehr vertreten fühlen, wenn dessen Präsidentin mal eben eine rechtsextreme Partei zum Ansprechpartner erklärt“. Weiter erklärte sie: „Ich bin mir sicher, dass sich dieser Sichtweise noch weitere Unternehmen anschließen werden, denn die Mehrheit in der Wirtschaft ist sich bewusst, dass die Einbeziehung der rechtsextremen AfD keine Geschmacksfrage ist.“

durch KI bearbeitet, .

AFP

Letzte strenge Schweinepest-Sperrzone in Sachsen aufgehoben

Wildschwein (Archiv)
Wildschwein (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die EU-Kommission hat die letzte verbliebene Sperrzone II für die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Norden des Landkreises Bautzen aufgehoben. Fünf Jahre nach dem ersten bestätigten ASP-Fall gibt es damit in Sachsen keine Gebiete mit den strengsten Maßnahmen mehr, wie das sächsische Sozialministerium am Donnerstag mitteilte.

Letzte Sperrzone II aufgehoben

Die EU-Kommission hat die bisher letzte Sperrzone II im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen im Norden des Landkreises Bautzen vollständig aufgehoben. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums gibt es damit fünf Jahre nach dem ersten bestätigten ASP-Fall in Sachsen keine Gebiete mit den strengsten Maßnahmen mehr.

Lediglich zwei als Pufferzone bezeichnete Sperrzonen I bleiben bestehen: im Landkreis Bautzen um den letzten aktiven ASP-Fall und im Landkreis Görlitz entlang der polnischen Grenze.

Verkleinerte Pufferzonen und weitere Überwachung

Die Fläche der Sperrzone I hat sich nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums von bisher 1.487 Quadratkilometer auf jetzt 1.056 Quadratkilometer verkleinert. Im parallel zur polnischen Grenze verlaufenden Schutzkorridor bleiben Überwachungsmaßnahmen bis zur vollständigen Tilgung der Tierseuche erhalten.

Für erlegte oder verendet gefundene Wildschweine muss dort weiterhin ein negatives ASP-Untersuchungsergebnis abgewartet werden.

Appell an Jäger und Wildschweinmonitoring

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte laut sächsischem Sozialministerium: „Die völlige Aufhebung der Gebiete mit den strengsten Auflagen ist ein weiterer großer Erfolg.“ Die Seuchensituation werde in ganz Sachsen weiter intensiv beobachtet.

Jäger sind nach Angaben des Ministeriums aufgefordert, Fallwildsuchen durchzuführen, und der Rückbau der Wildschweinzäune wird vorangetrieben. Verendete Wildschweine sollen weiterhin gemeldet werden.

durch KI bearbeitet, .

AFP