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Hubig plant schärferes Strafrecht gegen sexualisierte KI-Deepfakes

Stefanie Hubig
Stefanie Hubig (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) plant schärfere Regeln gegen mit Künstlicher Intelligenz erzeugte sexualisierte Bilder und digitale Bildmanipulationen. Ziel ist ein besserer Schutz von Persönlichkeitsrechten, insbesondere bei sogenannten Deepfakes und KI-generierten Darstellungen von Frauen, Kindern und Jugendlichen. Hubig kündigte gesetzliche Verschärfungen sowie ein digitales Gewaltschutzgesetz an, das gezielt gegen solche Inhalte vorgehen soll.

Hubig fordert besseren Schutz vor KI-Bildmanipulationen

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will das Erstellen und Verbreiten von mit Künstlicher Intelligenz erzeugten sexualisierten Bildern eindämmen. „Wir müssen Betroffene noch besser vor solchen KI-Bildmanipulationen schützen. Es muss einfacher werden, sich gegen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten zu wehren“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Und wir müssen auch das Strafrecht noch einmal nachschärfen: Wir brauchen Straftatbestände, die das Problem der digitalen Bildmanipulationen gezielt adressieren. An beidem arbeiten wir“, so Hubig gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Hubig zeigte sich bestürzt über den sogenannten „Bikini jetzt“-Trend. „Ich finde es fürchterlich, wenn mit KI-Tools wie Grok massenhaft anzügliche Bilder von Frauen erzeugt werden – etwa indem ihnen ohne jede Einwilligung aufreizende Bikinis angezogen werden. Persönlichkeitsrechte werden dabei systematisch verletzt, Frauen zu Objekten herabgesetzt“, sagte die Justizministerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Scharfe Kritik an sexualisierten KI-Bildern und Deepfakes

„Das ist eine beunruhigende Entwicklung und es sagt viel über unsere Zeit aus, dass solche Tools angeboten und eben auch sehr bereitwillig genutzt werden. Besonders verwerflich ist die Erstellung sexualisierter KI-Bilder von Kindern und Jugendlichen“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das dürfen wir nicht hinnehmen.“

Zwar könnten Besitz und Verbreitung von kinderpornografischen Darstellungen schon mit hohen Strafen geahndet werden. KI-generierte Bilder könnten den Straftatbestand der Kinderpornografie erfüllen. Auch gegen die Verbreitung von KI-manipulierten Bildern von Erwachsenen könne man schon heute rechtlich vorgehen, erläuterte Hubig der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Aber das reiche nicht.

„Wir erstellen derzeit den Entwurf für ein digitales Gewaltschutzgesetz. Wir wollen angemessene Strafen für Deepfakes, die die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen. Es geht uns vor allem um sexualisierte Deepfakes und um Manipulationen, die Betroffene verächtlich machen und herabwürdigen“, kündigte die Ministerin in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ an.

Digitales Gewaltschutzgesetz und Umgang mit Plattformen

Als weiteren Aspekt nannte Hubig in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die bessere Durchsetzbarkeit eigener Rechte. „Betroffene müssen erreichen können, dass die Verbreitung entsprechender Bilder schnell gestoppt und sie von den Plattformen entfernt werden“, so Hubig. „Wir arbeiten hier auch an besseren nationalen Regelungen. Das kann auch darauf hinauslaufen, dass Accounts, über die immer wieder schwere Rechtsverletzungen begangen werden, von den Plattformen zeitweise gesperrt werden müssen.“

Klagen, etwa von X-Eigentümer Elon Musk, die Meinungsfreiheit werde beschränkt, wies Hubig zurück. „Mit Zensur hat das nichts zu tun. Die Kunst- und Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, vom Grundgesetz und vom europäischen Recht geschützt. Sie hat ihre Grenze dort, wo Persönlichkeitsrechte verletzt werden“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wenn das der Fall ist, muss man sich dagegen wehren können.“

Den Weg von Indonesien und Malaysia, die Software zu stoppen, will Hubig aber nicht gehen. „Es geht nicht darum, Tools zu verbieten und Plattformen abzuschalten. Es geht auch nicht um eine Kontrolle von Meinungen, sondern darum, Persönlichkeitsrechte durchzusetzen und zu schützen.“ Zudem liege die Regulierung der Plattformen insgesamt weitgehend in den Händen der EU. „Wir unterstützen sehr, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Überprüfung von X und Grok eingeleitet hat“, so die Ministerin in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Der Körper als Einheit: Wie Osteopathie bei vielfältigen Alltagsbeschwerden an der Ursache ansetzen kann

Bewegung Therapie
Bewegung Therapie / unsplash+

In unserer modernen Medizin sind wir es gewohnt, den Körper in Fachgebiete zu unterteilen. Wer Herzprobleme hat, geht zum Kardiologen; wer Rückenschmerzen hat, zum Orthopäden; und bei Magenbeschwerden ist der Gastroenterologe zuständig. Diese Spezialisierung ist für die Akutmedizin und Diagnostik unverzichtbar und lebensrettend. Doch im Alltag leiden viele Menschen unter Beschwerden, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen oder die trotz lokaler Behandlung immer wiederkehren. Genau hier setzt die Osteopathie mit einem fundamental anderen Blickwinkel an: Sie betrachtet den Körper nicht als Summe von Einzelteilen, sondern als eine untrennbare funktionelle Einheit. Wer beispielsweise nach einer ganzheitlichen Behandlung im Norden Deutschlands sucht, findet bei osteopathiepraxis-roth.de – Praxis für Osteopathie in Hamburg Therapeuten, die genau nach diesem Prinzip arbeiten.

Der Grundgedanke der Osteopathie ist so simpel wie komplex: Alles im Körper ist miteinander verbunden. Knochen, Muskeln, Organe, Nerven und Gefäße bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk. Wenn an einer Stelle dieses Netzwerks eine Störung auftritt – sei es durch eine alte Verletzung, Stress oder Fehlhaltung –, kann sich das Symptom an einer ganz anderen Stelle zeigen. Der Schmerz im Nacken ist vielleicht nur der „Schrei“ des Gewebes, das überlastet ist, während die eigentliche Ursache, der „stille Saboteur“, im Bereich der Leber oder des Fußgelenks liegt. Dieser Artikel beleuchtet, wie Osteopathie diese Zusammenhänge entschlüsselt und warum der Weg zur Heilung oft über unerwartete Pfade führt.

Das Prinzip der Ganzheitlichkeit: Warum Symptom und Ursache oft getrennt sind

Um die Arbeitsweise eines Osteopathen zu verstehen, hilft oft ein Vergleich mit der Mechanik, auch wenn der menschliche Körper natürlich viel komplexer ist als eine Maschine. Stellen Sie sich vor, Sie tragen ein Hemd und ziehen unten rechts fest am Stoff. Wo spüren Sie den Zug und die Spannung? Vermutlich oben links am Kragen. Würde man nun versuchen, das Problem zu lösen, indem man am Kragen bügelt oder massiert, wäre der Erfolg nur von kurzer Dauer. Solange der Zug unten rechts bestehen bleibt, wird die Spannung am Kragen immer wiederkehren.

Ähnlich verhält es sich im menschlichen Körper. Der Ort des Schmerzes ist häufig nur der Ort der Dekompensation. Das bedeutet, es ist die Stelle, die am schwächsten ist oder die am meisten arbeiten muss, um ein Problem an anderer Stelle auszugleichen. Unser Körper ist ein Meister der Kompensation. Wenn wir beispielsweise umknicken und das Sprunggelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, passen wir unbewusst unser Gangbild an. Das Knie dreht sich leicht, die Hüfte steht schief, und die Wirbelsäule muss sich krümmen, um den Kopf gerade zu halten. Jahre später meldet sich vielleicht die Halswirbelsäule mit Schmerzen. Die Ursache liegt aber immer noch im Fuß.

Die Osteopathie sucht nach diesen primären Läsionen – den ursprünglichen Störungen. Dabei spielt die Autoregulation eine entscheidende Rolle. Der Körper besitzt enorme Selbstheilungskräfte und strebt immer nach einem Gleichgewicht, der sogenannten Homöostase. Osteopathische Behandlungen zielen darauf ab, Blockaden zu lösen, die diese Selbstregulation behindern. Es geht nicht darum, den Körper von außen zu „reparieren“, sondern ihm die Freiheit zurückzugeben, sich selbst zu regulieren. Dies erfordert vom Therapeuten ein tiefes Verständnis der Anatomie und Physiologie sowie hochsensible Hände, die kleinste Spannungsunterschiede im Gewebe erspüren können.

Die drei Säulen der Osteopathie im Zusammenspiel

Die Osteopathie wird oft didaktisch in drei große Bereiche unterteilt. In der praktischen Behandlung lassen sich diese jedoch nicht trennen, da sie fließend ineinander übergehen und sich gegenseitig beeinflussen. Ein guter Osteopath arbeitet immer in allen drei Systemen gleichzeitig, auch wenn der Fokus je nach Beschwerdebild variieren kann.

Die erste Säule ist die parietale Osteopathie. Sie beschäftigt sich mit dem Bewegungsapparat im engeren Sinne, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern. Hier werden Blockaden gelöst, Fehlstellungen korrigiert und Muskelverspannungen behandelt. Dies ist der Teil, der der manuellen Therapie oder Chiropraktik am ähnlichsten ist, jedoch oft sanfter ausgeführt wird.

Die zweite Säule ist die viszerale Osteopathie. Sie widmet sich den inneren Organen (Viszera) sowie deren Aufhängungen und dem umgebenden Bindegewebe. Organe sind nicht starr im Körper fixiert; sie müssen sich bewegen können. Bei jedem Atemzug senkt sich das Zwerchfell und schiebt die Organe nach unten. Eine Niere legt so am Tag hunderte von Metern zurück. Ist diese Beweglichkeit durch Narben, Entzündungen oder Senkungen eingeschränkt, entsteht Zug auf die Strukturen, an denen das Organ befestigt ist – oft ist das die Wirbelsäule.

Die dritte Säule ist die craniosacrale Osteopathie. Sie umfasst den Schädel (Cranium), das Kreuzbein (Sacrum) und die Verbindung dazwischen: die Wirbelsäule mit den Hirnhäuten und der Gehirnflüssigkeit (Liquor). Hier geht es um sehr feine Bewegungen und Rhythmen, die für die Funktion des zentralen Nervensystems essenziell sind. Störungen in diesem Bereich können weitreichende Folgen für das hormonelle System, den Schlaf und das vegetative Nervensystem haben.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede und Verbindungen der Systeme im Überblick:

  • Parietales System:Fokus auf Struktur und Haltung (Wirbelsäule, Gelenke). Reagiert oft auf Probleme der anderen Systeme mit Verspannung (Schutzspannung).
  • Viszerales System:Fokus auf Versorgung und Stoffwechsel (Organe, Blutgefäße). Beeinflusst die Statik über Faszienzüge (z.B. Magenzug an der Schulter).
  • Craniosacrales System:Fokus auf Steuerung und Rhythmus (Nervensystem, Hormonsystem). Reguliert die Spannung in den anderen Systemen.

Das Fasziennetzwerk: Die anatomische Brücke im Körper

Lange Zeit wurden Faszien in der Anatomie stiefmütterlich behandelt. Sie galten als reines Verpackungsmaterial, das man wegschneiden muss, um die „wichtigen“ Dinge wie Muskeln und Organe zu sehen. Heute wissen wir: Faszien sind eines der wichtigsten Sinnesorgane unseres Körpers und spielen in der Osteopathie eine zentrale Rolle. Sie sind das verbindende Element, das die „Einheit des Körpers“ erst anatomisch möglich macht.

Faszien sind kollagenes Bindegewebe, das jeden Muskel, jeden Knochen, jedes Organ und jeden Nerv umhüllt und durchdringt. Man kann sich das wie das weiße Häutchen einer Orange vorstellen, das nicht nur die Frucht außen umgibt, sondern auch die einzelnen Spalten und sogar die kleinen Fruchtfleischzellen voneinander trennt und gleichzeitig verbindet. Würde man alles aus dem Körper entfernen außer den Faszien, bliebe die exakte Form des Menschen erhalten.

Dieses Netzwerk hat mehrere Funktionen. Es gibt dem Körper Form und Stabilität (Tensegrity-Modell), es ermöglicht das reibungslose Gleiten von Muskeln und Organen gegeneinander, und es dient als Kommunikationssystem. In den Faszien befinden sich mehr Schmerzrezeptoren und Bewegungssensoren als in den Muskeln selbst. Wenn Faszien verkleben, verfilzen oder verhärten – etwa durch Bewegungsmangel, Stress oder nach Operationen –, verliert das Gewebe seine Elastizität.

Diese Verklebungen können Zugkräfte über weite Strecken übertragen. Ein verklebtes Narbengewebe nach einer Blinddarm-OP kann über Faszienzüge an der Lendenwirbelsäule ziehen und dort chronische Rückenschmerzen verursachen. Oder eine Verspannung in der Plantarfaszie der Fußsohle setzt sich über die Waden- und Oberschenkelfaszie bis in den unteren Rücken fort. Für den Osteopathen sind Faszien daher wie Landkarten, die den Weg von der schmerzhaften Stelle zur eigentlichen Ursache weisen.

Typische Beispiele für Ursache-Wirkungs-Ketten in der Praxis

Um die Theorie greifbarer zu machen, lohnt sich ein Blick auf häufige Muster, die in der osteopathischen Praxis beobachtet werden. Diese Beispiele verdeutlichen, wie weit entfernt Ursache und Wirkung im Körper voneinander liegen können und warum eine lokale Behandlung oft scheitert.

  1. Kopfschmerzen durch Umknicken:Ein Patient kommt mit chronischen Spannungskopfschmerzen. Die Untersuchung der Halswirbelsäule zeigt zwar Blockaden, aber diese lösen sich nicht dauerhaft. In der Anamnese erzählt der Patient von einem schweren Bänderriss am Sprunggelenk vor fünf Jahren. Durch die Schonhaltung hat sich die Wadenbein-Muskulatur verkürzt, was über die Faszienkette (laterale Kette) Zug auf das Becken und schließlich bis zum Schläfenbein am Kopf ausübt. Erst die Behandlung des alten Sprunggelenk-Traumas löst den Kopfschmerz nachhaltig.
  2. Schulterschmerzen durch Magenprobleme:Die linke Schulter schmerzt, ohne dass ein Unfall vorlag. Orthopädisch ist die Schulter gesund. Osteopathisch betrachtet liegt der Magen direkt unter dem Zwerchfell. Bei Reizungen (Gastritis, Sodbrennen) entsteht Spannung im Oberbauch. Da der Magen und die linke Schulter nerval über den gleichen Nerv (Nervus phrenicus) versorgt werden und faszial verbunden sind, projiziert der Körper den Schmerz in die Schulter („referred pain“). Die Behandlung des Magens und des Zwerchfells bringt Erleichterung für die Schulter.
  3. Rückenschmerzen durch Kaiserschnittnarbe:Viele Frauen klagen Monate oder Jahre nach einem Kaiserschnitt über tiefe Rückenschmerzen im Lendenbereich. Die Narbe vorne am Bauch kann Verklebungen mit der Gebärmutter und der Blase bilden. Da diese Organe am Kreuzbein befestigt sind, entsteht ein ständiger Zug nach vorne, der die Wirbelsäule in ein Hohlkreuz zwingt. Die Rückenmuskulatur muss permanent gegenhalten und ermüdet schmerzhaft. Die Mobilisation der Narbe nimmt den Zug von der Wirbelsäule.

Der osteopathische Befund: Wie der Therapeut die Ursache findet

Der Weg zur Diagnose beginnt in der Osteopathie nicht auf der Behandlungsliege, sondern im Gespräch. Die Anamnese ist ausführlich und geht weit über das aktuelle Symptom hinaus. Der Osteopath fragt nach vergangenen Unfällen (auch wenn sie Jahre zurückliegen), Operationen, Zahnbehandlungen, Geburten, Ernährungsgewohnheiten und emotionalen Belastungen. Jedes Detail kann ein Puzzlestein sein, der das Gesamtbild vervollständigt.

Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Hier nutzt der Osteopath vor allem seine Hände als Diagnoseinstrument. Er tastet (palpiert) das Gewebe auf Temperaturunterschiede, Spannungen, Feuchtigkeit und Beweglichkeit ab. Dabei wird der Patient oft im Stehen, Sitzen und Liegen untersucht. Ein wichtiger Teil ist die Beobachtung der Statik: Wie steht das Becken? Ist eine Schulter höher? Wie rollen die Füße ab?

Spezielle Tests helfen, die Beweglichkeit der Gelenke und der Organe zu prüfen. Der sogenannte „Listening“-Test ist eine Technik, bei der der Behandler seine Hand sanft auf den Körper legt (z.B. auf den Schädel oder den Brustkorb) und erspürt, wohin das Gewebe „zieht“. Das Gewebe zieht oft zur Stelle der größten Spannung, also zur primären Läsion. So kann der Osteopath unterscheiden, ob ein Problem strukturell (Knochen), viszeral (Organ) oder craniosacral bedingt ist. Es ist eine Detektivarbeit, die Schicht für Schicht die Kompensationsmuster abträgt, bis der Kern des Problems freigelegt ist.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema „Der Körper als Einheit: Wie Osteopathie bei vielfältigen Alltagsbeschwerden an der Ursache ansetzen kann“

Warum behandelt der Osteopath eine andere Stelle als die, die weh tut?

Da der Körper eine funktionelle Einheit bildet, liegt die Ursache von Schmerzen oft nicht dort, wo das Symptom auftritt. Schmerz entsteht häufig an der schwächsten Stelle der Kette (Kompensation), während die eigentliche Blockade oder Bewegungseinschränkung an einem anderen Ort im Körper zu finden ist und über Faszien oder Nervenbahnen den Schmerz auslöst.

Welche Beschwerden können osteopathisch behandelt werden?

Osteopathie eignet sich besonders für funktionelle Störungen, bei denen keine akute Gewebezerstörung vorliegt. Dazu zählen chronische Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkprobleme, Kopfschmerzen und Migräne, Verdauungsbeschwerden, Kiefergelenksstörungen (CMD) sowie Beschwerden nach Unfällen oder Operationen. Auch bei Säuglingen (z.B. Koliken, Schiefhals) wird sie oft angewandt.

Wie hängen innere Organe und Rückenschmerzen zusammen?

Innere Organe sind über Bänder und Faszien direkt oder indirekt an der Wirbelsäule befestigt. Wenn ein Organ durch Entzündung, Senkung oder Verklebung in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, entsteht ein mechanischer Zug an der Wirbelsäule. Dies kann zu Fehlhaltungen und chronischen Rückenschmerzen führen, die sich rein orthopädisch oft nicht dauerhaft lösen lassen.

AFP

Warum gute Skisocken über Spaß oder Frust auf der Piste entscheiden

Skifahren im Tiefschnee
Skifahren im Tiefschnee / unsplash+ Getty Images

Warum die Wahl der Skisocken oft unterschätzt wird

Helm, Ski, Jacke, Lawinen-App: alles gecheckt. Und die Socken? Die landen häufig als letztes im Rucksack, irgendein dicker Wollstrumpf wird es schon richten. Viele merken erst nach dem dritten Pistenkilometer, wie sehr die Füße über das Wohlbefinden entscheiden: Druckstellen, kalte Zehen, feuchte Socken, die im Skistiefel verrutschen. Gute Skisocken sind kein modisches Beiwerk, sondern ein zentrales Ausrüstungsteil, das Leistung, Sicherheit und Komfort beeinflusst.

Gerade Frauen kennen das Problem, dass Skistiefel oft anders sitzen als bei Männern: schmalere Fersen, sensiblere Zehen, schneller kalte Füße. Spezielle skisocken damen reagieren auf diese Unterschiede mit angepasster Passform, Polsterung und teils auch gezielter Kompression. Wer hier bewusst wählt, reduziert nicht nur das Risiko für Blasen und Druckstellen, sondern bleibt konzentrierter und sicherer auf der Piste.

Was hochwertige Skisocken technisch leisten müssen

Gute Skisocken erkennt man selten auf den ersten Blick. Entscheidend ist der Aufbau: Sie müssen eng anliegen, ohne einzuengen, Feuchtigkeit schnell nach außen transportieren und genau an den richtigen Stellen polstern. Statt reiner Baumwolle kommen oft Materialmischungen mit Merinowolle, Polyamid und Elasthan zum Einsatz. Merino wärmt auch in feuchtem Zustand, Kunstfasern sorgen für Stabilität und schnelle Trocknung, Elasthan gibt den Socken ihre Form zurück.

Ein Blick in viele Skischränke zeigt ein bekanntes Bild: zu dicke Strümpfe, die den Schuh ausfüllen sollen, weil er etwas zu groß ist. Das führt schnell zu Hitzestau, Reibung und am Ende zu kalten Füßen, weil die Blutzirkulation gestört wird. Moderne, dünnere Skisocken mit gezielter Polsterung an Schienbein, Knöchel, Ferse und Zehen bieten meist deutlich mehr Kontrolle im Skischuh, weil die Kraft direkter übertragen wird und der Fuß weniger „schwimmt“.

Kompression und Durchblutung

Immer häufiger kommt bei Skisocken medizinisch inspirierte Kompression ins Spiel. Leicht komprimierende Modelle unterstützen die Durchblutung und können helfen, müde Beine und geschwollene Füße zu reduzieren. Gerade wer viele Stunden am Stück auf der Piste steht oder regelmäßig in die Berge fährt, profitiert davon. Die Kompression beginnt meist am Knöchel und nimmt nach oben hin langsam ab. Wichtig ist, dass diese Socken richtig angepasst werden, sonst kann der Effekt ins Gegenteil umschlagen.

Wintersportärztinnen und Sportmediziner weisen zudem darauf hin, dass eine gute Durchblutung das Kälteempfinden verringert und das Verletzungsrisiko reduziert. Wer weniger verkrampft im Schuh steht, reagiert schneller, fährt sauberer Kantenwechsel und ist am Ende des Tages weniger erschöpft. Skisocken sind damit ein unscheinbares, aber wirkungsvolles Bindeglied zwischen Körper und Ausrüstung.

Spezifische Anforderungen von Frauen- und Herrensocken

Viele Hersteller entwickeln eigene Linien für Frauen und Männer. Das hat weniger mit Design zu tun, sondern häufig mit anatomischen Unterschieden. Damensocken fallen oft etwas schmaler aus, haben andere Längenverhältnisse zwischen Fuß und Wade und setzen Polsterzonen dort, wo bei vielen Frauen die höchsten Belastungen auftreten. Auch der Bündchenbereich ist manchmal weicher gearbeitet, da Frauen eher zu Druckempfindlichkeit im Wadenbereich neigen.

Herrensocken hingegen sind häufig etwas weiter geschnitten, mit breiterem Fußbett und angepasst an stärkere Wadenmuskulatur. Wer als Mann zu engen Socken greift, riskiert nicht nur Druckstellen, sondern auch eine eingeschränkte Durchblutung. Gut sitzende skisocken herren sorgen dafür, dass der Schuh stabil sitzt, ohne dass der Unterschenkel „abgeschnürt“ wird. Letztlich sollte aber jede und jeder das Modell wählen, das objektiv am besten passt, unabhängig vom Label.

Passform testen: Worauf es beim Anprobieren ankommt

Ob online bestellt oder im Sportgeschäft: Skisocken sollten möglichst mit den eigenen Skischuhen getestet werden. Wichtig ist, dass keine Falten im Fersen- oder Zehenbereich entstehen. Die Zehen brauchen leichtes Spiel, gleichzeitig darf der Stoff dort nicht so locker sein, dass er sich zusammenstaucht. Am Schienbein sollte die Polsterung genau dort sitzen, wo die Zunge des Skischuhs aufliegt.

Ein Tipp aus Skischulen: Die Socken beim Probetragen mindestens zehn Minuten in den Schuhen lassen und ein paar Mal in die Knie gehen, als würde man Schwünge fahren. Wer dabei merkt, dass der Bündchenbereich zwickt oder sich eine Naht unangenehm bemerkbar macht, sollte ein anderes Modell testen. Kleine Irritationen werden nach einem halben Skitag zu großen Problemen.

Pflege, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit

Gute Skisocken sind ein Invest, das sich über mehrere Saisons auszahlen kann. Dafür brauchen sie die richtige Pflege. Idealerweise werden sie nach jedem Einsatztag gewaschen, damit Salz, Schweiß und Schmutz die Fasern nicht angreifen. Meist empfehlen die Hersteller einen Schonwaschgang bei niedriger Temperatur, kein Weichspüler und Lufttrocknung statt Trockner. Weichspüler kann die Funktionsfasern „verkleben“, sodass Feuchtigkeit schlechter transportiert wird.

Wer regelmäßig in den Bergen ist, merkt schnell, welche Paare zu Favoriten werden. An denen zeigt sich auch, wie langlebig ein Modell wirklich ist: Halten Polsterung und Kompression mehrere Winter durch, relativiert sich der anfängliche Preis. Immer mehr Skifans achten zudem auf nachhaltige Materialien, etwa auf zertifizierte Merinowolle, recycelte Kunstfasern oder eine Produktion unter fairen Bedingungen. Gerade weil die Socken so nah am Körper sind, spielt auch das für viele eine Rolle.

Praktische Tipps für den nächsten Skitag

Wer am Morgen des Skitags bereits mit durchdachtem Sockenkonzept startet, hat später weniger Grund zu Frustpausen in der Hütte. Die Füße sollten vor dem Anziehen trocken sein, idealerweise ohne fetthaltige Cremes, da diese Reibung verstärken können. Nur eine Lage Socken tragen, also keine dünnen Baumwollsocken unter die Skisocken, auch wenn das noch so verlockend klingt. Mehr Schichten bedeuten nicht mehr Wärme, sondern eher Falten und Blasen.

Es lohnt sich auch, mindestens ein Ersatzpaar im Rucksack zu haben, besonders bei längeren Tagen oder Touren. Nasse Socken durch Schnee im Schuh oder durch starkes Schwitzen lassen die Füße schnell auskühlen. Ein frisches Paar am Nachmittag kann sich anfühlen wie ein kurzer Neustart des Skitags und gibt dem Fuß wieder mehr Halt. Wer dann am Abend die Socken richtig trocknen und lüften lässt, sorgt dafür, dass sie am nächsten Tag wieder ihre ganze Wirkung entfalten.

AFP

Was kostet eine Hochzeit wirklich? Typische Fehler bei der Budgetplanung – und wie ihr sie vermeidet

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

Eine Hochzeit fühlt sich oft an wie ein riesiges Puzzle: 100 Entscheidungen, 1.000 Details – und irgendwo dazwischen soll das Budget nicht explodieren. Genau hier passiert der Klassiker: Man plant voller Vorfreude das „große Ganze“, unterschätzt aber die vielen kleinen Posten, die am Ende zusammen richtig ins Geld gehen. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Struktur könnt ihr ziemlich gut einschätzen, was eine Hochzeit wirklich kostet – und welche typischen Budget-Fallen ihr besser umgeht.

Was kostet eine Hochzeit wirklich? Typische Fehler bei der Budgetplanung – und wie ihr sie vermeidet

Hochzeit mit Cabrio
Hochzeit mit Cabrio

Eine Hochzeit fühlt sich oft an wie ein riesiges Puzzle: 100 Entscheidungen, 1.000 Details – und irgendwo dazwischen soll das Budget nicht explodieren. Genau hier passiert der Klassiker: Man plant voller Vorfreude das „große Ganze“, unterschätzt aber die vielen kleinen Posten, die am Ende zusammen richtig ins Geld gehen. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Struktur könnt ihr ziemlich gut einschätzen, was eine Hochzeit wirklich kostet – und welche typischen Budget-Fallen ihr besser umgeht.

1) Realistischer Kostenrahmen: Warum „Pi mal Daumen“ selten funktioniert

Das Entscheidende ist nicht, ob ihr „teuer“ oder „günstig“ feiert, sondern ob ihr ehrlich plant:

  • Wie viele Gäste sind wirklich fix?
  • Wollt ihr ein Dinner mit Service am Tisch oder eher ein entspanntes Buffet?
  • Ist euch die Location wichtiger – oder sind es Fotos, Musik oder eine Reise?

Sobald diese Prioritäten klar sind, wird Budgetplanung von einem Stressfaktor zu einem Werkzeug, das euch Freiheit gibt.

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

2) Die größten Budget-Treiber: Wo das Geld tatsächlich hingeht

Die Kosten werden häufig von wenigen großen Blöcken dominiert – und die sind ziemlich konstant: Essen/Trinken, Location, Outfit, Foto/Video, Musik/Unterhaltung.

Als grobe Orientierung zeigt die Kosten-Checkliste der Sparkasse typische Richtwerte: Für Essen samt Getränken werden dort rund 55 Euro pro Gast genannt; für Musik (DJ/Band) liegen oft mehrere Hundert bis etwa 1.000 Euro an, und bei Fotograf*innen können die Spannen je nach Umfang deutlich nach oben gehen.

Was viele unterschätzen: Diese „Hauptposten“ sind nicht nur teuer – sie ziehen oft Folgeausgaben nach sich. Beispiel: Eine besondere Location klingt toll, braucht aber eventuell Shuttle, zusätzliche Deko, längere Technik-Miete oder mehr Personal.

3) Typische Fehler bei der Budgetplanung (und warum sie so häufig passieren)

Hier sind die Budget-Fallen, die ich bei Hochzeiten immer wieder sehe – oft sogar bei sehr organisierten Paaren:

Fehler 1: Kein echtes Gesamtbudget – nur einzelne Angebote
Man holt Angebote ein und entscheidet „nach Gefühl“. Das Problem: Ohne Deckel oben drüber wirkt jeder Posten „noch okay“. Erst am Ende merkt man, dass sich zehn „noch okay“-Entscheidungen addiert haben.

Fehler 2: Keine Pufferzone einplanen
Wenn euer Budget auf den Cent ausgereizt ist, reicht ein spontanes Upgrade (bessere Blumen, längere Fotobegleitung, zusätzliche Getränkestunde) – und ihr seid drüber. Ein realistischer Puffer (z. B. 10–15 %) ist nicht Luxus, sondern Sicherheitsgurt.

Hochzeit am Meer
Hochzeit am Meer

Fehler 3: Die „Kleinigkeiten“ werden vergessen
Papeterie, Porto, Trinkgelder, Gebühren, Deko-Zubehör, Sitzplan-Accessoires, kurzfristige Besorgungen – alles einzeln klein, zusammen oft überraschend groß. Eine gute Regel: Wenn ihr denkt „Das kostet doch fast nichts“, schreibt es trotzdem auf.

Fehler 4: Gästeliste zu spät fixieren
Jede zusätzliche Person ist nicht nur ein Teller mehr – sie bedeutet häufig auch mehr Platz, mehr Deko, mehr Torte, mehr Getränke, manchmal sogar ein größeres Paket beim DJ oder Caterer. Die Gästeliste ist einer der stärksten Budget-Hebel.

4) Versteckte Kosten: Verträge, Anzahlungen und Stornobedingungen

Ein besonders fieser Kostenpunkt sind Storno- und Ausfallgebühren. Das klingt unromantisch – kann aber euer Budget retten, wenn ihr es früh im Blick habt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt zu No-Show- und Stornogebühren, dass solche Gebühren grundsätzlich zulässig sein können und oft in AGB geregelt sind – entscheidend ist unter anderem, ob ihr vorab klar darauf hingewiesen wurdet und wie die Bedingungen konkret aussehen.

Für eure Hochzeit heißt das ganz praktisch:

  • Stornobedingungen vor der Unterschrift lesen (auch wenn’s nervt).
  • Anzahlungen, Raten und Fälligkeiten in eure Budget-Tabelle aufnehmen.
  • „Was passiert, wenn…?“ einmal durchdenken (Krankheit, Terminverschiebung, weniger Gäste).

5) So bleibt ihr entspannt im Budget: Prioritäten statt Perfektion

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

Wenn ihr nur einen Tipp mitnehmt, dann diesen: Budget folgt Prioritäten, nicht Pinterest. Legt drei bis vier Dinge fest, die euch wirklich wichtig sind (z. B. gutes Essen, tolle Fotos, Party-Stimmung). Alles andere bekommt „solide, aber nicht übertrieben“.

Und plant bewusst die Unterhaltung – denn sie macht aus einer schönen Feier oft erst einen unvergesslichen Abend. Neben DJ oder Band gehören je nach Stil auch Moderation und Programmpunkte dazu. Manche Paare kalkulieren hier z. B. die Kosten für einen Tamada ein, weil eine gute zweisprachige Moderation nicht nur Stimmung bringt, sondern auch Abläufe rettet, wenn Familie, Spiele und Reden sonst chaotisch werden.

Zum Schluss: Haltet eure Zahlen „lebendig“. Ein Budget ist kein Dokument, das man einmal erstellt und dann vergisst – es ist eher wie ein Navi. Wenn ihr es regelmäßig aktualisiert, bleibt ihr handlungsfähig, statt am Ende überrascht zu werden.

Eine Hochzeit kostet, was ihr daraus macht – aber sie muss euch nicht finanziell überrollen

Eine Hochzeit kann 6.000 Euro kosten oder 26.000 – beides kann wunderschön sein. Der Unterschied ist selten „Geschmack“, sondern fast immer Planung: klare Prioritäten, realistische Spannen, ein Puffer und der Mut, nicht jeden Trend mitzunehmen. Wenn ihr das beherzigt, habt ihr am Ende nicht nur ein tolles Fest – sondern auch das gute Gefühl, dass ihr euch dafür nicht verbiegen (oder verschulden) musstet.

AFP

Was häufig gepflanzt wird, zeigt den Wandel im Garten

Kirschblüte
Kirschblüte

Gärten verändern sich mit der Zeit. Nicht nur durch die Jahreszeiten, sondern auch durch die Bedürfnisse der Menschen, die sie gestalten. Manche entscheiden sich für Struktur, andere für Farbe oder Sichtschutz. Wer genau hinschaut, erkennt, dass bestimmte Baumarten immer häufiger gewählt werden. Das sagt viel darüber aus, wie moderne Gärten gedacht, genutzt und gepflegt werden.

Struktur für kleine und große Räume

In vielen Gärten fehlt es nicht an Ideen, sondern an Raum. Gerade in Städten wird gezielt nach Bäumen gesucht, die Form bringen, ohne Platz zu rauben. Spalierbäume bieten hier eine klare Lösung. Sie lassen sich nah an Zäunen oder Mauern pflanzen und bilden lebendige Wände. Die Beliebtheit zeigt, wie sehr Struktur heute gewünscht ist – nicht nur zur Begrenzung, sondern auch zur Gestaltung.

Wenn Blüte nicht nur im Frühling zählt

Blühende Bäume ziehen seit jeher die Aufmerksamkeit auf sich. In modernen Gärten geht es dabei nicht mehr nur um die Farbe im Frühling, sondern um eine langfristige Wirkung. Sorten mit langer Blühdauer oder besonderem Duft finden immer häufiger ihren Platz. Wer sich für venovi.de interessiert, stößt schnell auf eine Vielfalt an Baumarten, die durch ihre Blüte nicht nur auffallen, sondern auch Insekten anziehen und damit das Gleichgewicht im Garten fördern.

Bäume, die Linien schaffen

Alleebäume sind längst nicht mehr nur etwas für große Grundstücke oder Parks. Immer mehr Menschen nutzen sie, um Wege zu betonen, Sichtachsen zu gestalten oder Symmetrie herzustellen. Dabei geht es nicht nur um Ordnung, sondern auch um Ruhe. Gerade in lebendigen Gärten mit vielen Elementen schaffen solche Bäume eine optische Mitte.

Zierbäume als individuelles Element

Manche entscheiden sich bewusst für ein einzelnes Objekt, das auffällt. Zierbäume übernehmen diese Rolle, ohne aufdringlich zu wirken. Sie können durch außergewöhnliche Blattformen, auffällige Rinden oder ungewöhnliche Wuchsformen Akzente setzen. Dabei geht es nicht um Lautstärke, sondern um Tiefe. Ein gut platzierter Baum kann den Charakter eines Gartens maßgeblich beeinflussen, ohne dass viel Fläche benötigt wird.

Immergrün als ruhiger Hintergrund

Laubbäume verändern sich, immergrüne Bäume bleiben. Gerade deshalb werden sie vermehrt als ruhende Elemente eingesetzt. Sie bilden den Hintergrund, gegen den sich das übrige Gartenjahr abspielt. Sichtschutz, Windschutz oder einfach Struktur in der kalten Jahreszeit – die Nachfrage nach diesen Arten steigt stetig. Sie bringen nicht die schnelle Veränderung, sondern die verlässliche Präsenz.

Schatten mit Form und Funktion

Dachbäume verbinden Nutzen mit Gestaltung. Sie bieten Schatten, ohne zu viel Raum in Anspruch zu nehmen. In modernen Außenbereichen – ob Garten, Terrasse oder Innenhof – sind sie besonders gefragt. Ihre klare Form passt zu minimalistischen Konzepten, ihre Funktion spricht für sich. Es geht hier nicht nur um Schutz, sondern auch um Atmosphäre. Ein Dach aus Blättern schafft einen Raum im Freien, der zum Verweilen einlädt.

Pflanzen, die zum Leben passen

Welche Bäume am meisten gewählt werden, sagt nicht nur etwas über Ästhetik aus, sondern auch über Lebensstile. Gärten sollen heute leicht zu pflegen, vielseitig nutzbar und optisch klar sein. Bäume, die das unterstützen, stehen ganz oben auf der Liste. Es geht um Balance: zwischen Sichtschutz und Offenheit, zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Jahreszeit und Dauer.

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Berlin allgemein: SLA- und Service-Logik für Unternehmen

Schalttafel
Schalttafel

Viele Unternehmen betrachten Elektro als reinen „Notfallkontakt“. Solange alles läuft, passiert nichts – fällt etwas aus, beginnt hektisches Telefonieren. Für den laufenden Betrieb ist das ein Risiko: Stillstand, Datenverlust, Terminverschiebungen und unnötiger Stress für Mitarbeitende und Kunden. Strom ist kein Randthema, sondern ein zentraler Faktor für Prozesssicherheit.

Als Basis reicht oft eine sauber strukturierte elektroinstallation, auf die ein klarer Service-Standard aufgesetzt wird. Entscheidend ist nicht die Komplexität, sondern die Verständlichkeit: Was ist kritisch, was ist planbar, wie wird reagiert und was wird dokumentiert. So wird aus reiner Feuerwehr ein kontrollierbarer Ablauf.

Was ein einfacher Service-Standard im Alltag leisten muss

Ein funktionierender Standard hat nichts mit Bürokratie zu tun. Er schafft Klarheit für alle Beteiligten und reduziert Reibungsverluste im Ernstfall. Ohne klare Regeln entstehen Missverständnisse, Zeitverlust und unnötige Diskussionen.

Im Alltag sollten folgende Punkte eindeutig geregelt sein:

  • Wer meldet Störungen und wer darf offiziell beauftragen
  • Welche Bereiche gelten als kritisch (z. B. IT, Kasse, Kühlung, Beleuchtung, Sicherheit)
  • Welche Reaktionszeiten sind realistisch und verbindlich
  • Wie erfolgt die Kommunikation während der Störung
  • Welche Informationen nach dem Einsatz übergeben werden müssen

Wenn diese Fragen vorab geklärt sind, verlaufen Einsätze strukturierter und Entscheidungen müssen nicht unter Druck getroffen werden.

Schalttafel
Schalttafel

Drei Prioritäten reichen, wenn sie konsequent umgesetzt werden

Unternehmen brauchen kein umfangreiches Handbuch. In der Praxis reichen wenige, klar definierte Stufen, die jeder versteht.

Bewährte Priorisierung im Betrieb

  • Betrieb steht: sofortige Fehlersuche und pragmatische Wiederherstellung, damit Kernprozesse wieder laufen
  • Betrieb eingeschränkt: zeitnahe Reparatur, um Folgeschäden und Eskalationen zu vermeiden
  • Prävention: planbare Maßnahmen zur Stabilisierung und Vorbereitung auf zukünftige Lasten

Diese Struktur hilft, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Notfälle von planbaren Arbeiten zu trennen.

Prävention, die tatsächlich Ausfälle reduziert

Viele Störungen haben dieselben Ursachen. Prävention bedeutet daher nicht „alles neu“, sondern gezielt Schwachstellen zu beseitigen und Ordnung zu schaffen.

Im Unternehmensalltag bewähren sich vor allem:

  • regelmäßige Sichtprüfung der Verteilungen (Ordnung, Beschriftung, Auffälligkeiten)
  • Bewertung der aktuellen Lasten und der wirklich kritischen Verbraucher
  • Beseitigung von Dauer-Provisorien wie Mehrfachsteckdosen oder Verlängerungen
  • klare Dokumentation aller Änderungen für spätere Einsätze
  • feste Terminplanung für Wartung und Anpassungen statt dauernder Notruf-Kette

Das Ergebnis ist überschaubar, aber wirkungsvoll: weniger Ausfälle, schnellere Entstörung, besser kalkulierbare Kosten und mehr Sicherheit im Betrieb.

Bala24 unterstützt Unternehmen in Berlin dabei, genau diese Struktur aufzubauen – damit Elektro kein Stressfaktor bleibt, sondern verlässlich im Hintergrund funktioniert.

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Welche Gläser eignen sich am besten für lange Stunden am Computer

Brille mit blauen Gläsern
Brille mit blauen Gläsern / unsplash

Für die meisten Menschen ist es heute normal, mehrere Stunden vor einem Bildschirm zu verbringen – egal, ob Sie von zu Hause aus arbeiten, im Büro sitzen oder den ganzen Tag zwischen digitalen Geräten wechseln. Während dieser Lebensstil für viele unvermeidbar ist, lässt sich das dadurch entstehende Unbehagen mit der richtigen arbeitsplatzbrille deutlich verringern. Digitale Augenbelastung, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und allgemeine Ermüdung entstehen oft durch Gläser, die nicht für längeres Arbeiten am Bildschirm ausgelegt sind.

Die Wahl von Gläsern für Computerarbeit hängt nicht nur von der Sehstärke ab, sondern auch davon, wie unterschiedliche Designs mit Bildschirmen, Lichtbedingungen und Arbeitsabständen interagieren. Dieser Leitfaden erläutert die Glasarten, die den höchsten Komfort und die beste Klarheit bieten, wenn Sie einen großen Teil des Tages auf digitale Displays schauen.

Wie schützen Blaulichtfilter-Gläser vor digitaler Ermüdung

Blaulicht ist ein natürlicher Bestandteil des sichtbaren Lichtspektrums. Es stammt von Sonnenlicht, künstlicher Beleuchtung und besonders von digitalen Bildschirmen. Zwar ist dieses Licht in kleinen Mengen nicht schädlich, doch längere Exposition kann zur digitalen Ermüdung beitragen. Viele Menschen verspüren Symptome wie trockene Augen, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Blaulichtfilter-Gläser reduzieren diese Effekte, indem sie einen Teil des hochenergetischen Lichts herausfiltern, bevor es das Auge erreicht. Sie blockieren nicht das gesamte Blaulicht, senken jedoch die Intensität so weit, dass Bildschirmarbeit angenehmer wird. Besonders nützlich ist dies für Menschen, die mehrere Monitore nutzen oder häufig zwischen Laptop und Smartphone wechseln.

Vorteile von Blaulichtfilter-Gläsern:

  • Allmähliche Verringerung der Augenbelastung bei langen Arbeitsphasen
  • Weniger Zusammenkneifen der Augen auf hellen Bildschirmen
  • Verbesserter Komfort, insbesondere bei Arbeit am späten Abend
  • Entspannteres Sehen beim Wechsel zwischen Geräten

Nicht jeder spürt die Effekte sofort, doch viele berichten, dass ihre Augen nach Stunden am Bildschirm nicht so „schwer“ oder gereizt wirken, besonders bei Personen, deren Sehkraft schnell ermüdet.

Warum sind Intermediate-Gläser ideal für Büroarbeitsplätze

Traditionelle Brillen sind meist entweder für die Nähe (Lesen) oder für die Ferne ausgelegt. Computerbildschirme liegen jedoch im mittleren Abstand – weder zu nah noch zu weit. Deshalb neigen viele Menschen dazu, sich nach vorne zu lehnen, den Kopf zu kippen oder die Augen zusammenzukneifen, um den Bildschirm scharf zu sehen. Langfristig kann dies zu Nackenverspannungen, Schultersteifheit und sogar Rückenschmerzen führen.

Gläser für den Zwischenbereich (Intermediate Distance) lösen dieses Problem, da sie Klarheit auf der typischen Monitorentfernung (50–80 cm) bieten. Ihre Augen können eine entspannte Fokusposition einnehmen, sodass Sie aufrecht sitzen können, ohne den Kopf nach vorne zu strecken.

Besonders nützlich sind diese Gläser bei:

  • Nutzung mehrerer Bildschirme nebeneinander
  • Häufigem Wechsel zwischen Dokumenten und digitalen Anwendungen
  • Den ganzen Tag über Tippen oder Programmieren
  • Bedarf an klarer Sicht im mittleren Bereich bei gleichzeitigem Überblick über die Umgebung

Im Gegensatz zu Lesebrillen beschränken sich Intermediate-Gläser nicht nur auf Nahsicht. Sie bieten ein breiteres Sichtfeld, ideal zum Scannen von Monitoren, Tabellen oder Designprogrammen. Viele Nutzer empfinden sie als natürlicher für die Arbeit am Schreibtisch, da die Klarheit nicht abrupt abnimmt.

Welche Vorteile bieten entspiegelte Beschichtungen für Klarheit und Komfort

Spiegelungen auf Bildschirmen sind einer der Hauptfaktoren für Augenbelastung im Büro. Selbst bei reduzierter Helligkeit können Reflexionen von Deckenbeleuchtung oder Fenstern die Konzentration stören. Entspiegelungen minimieren diese Reflexionen und verbessern die Sicht.

Weniger Blendung bedeutet, dass Sie den Bildschirm klarer sehen, ohne die Augen übermäßig anzustrengen. Besonders in offenen Büroumgebungen mit schwieriger Beleuchtung zeigt sich der Unterschied sofort.

Vorteile von entspiegelten Gläsern:

  • Bessere Klarheit unter Leuchtstoff- oder LED-Licht
  • Weniger störende Reflexionen auf dem Bildschirm
  • Angenehmeres Seherlebnis über lange Stunden
  • Weniger Ablenkung durch Lichtreflexionen

Zusätzlich wirken Gläser mit Entspiegelung für andere klarer, was besonders bei Video-Meetings oder Kundengesprächen vorteilhaft ist.

Wie arbeiten diese Glaseigenschaften zusammen für ganztägigen Komfort

Jede Technologie löst ein spezielles Problem, doch in Kombination bieten sie die besten Ergebnisse. Blaulichtfilter reduzieren digitale Ermüdung, Gläser für den Zwischenbereich unterstützen eine entspannte Haltung und klare Sicht, und die Entspiegelung sorgt für Schärfe und Komfort in hellen Umgebungen.

So entsteht eine arbeitsplatzbrille, die speziell auf die Anforderungen moderner Bildschirmarbeit abgestimmt ist. Viele Menschen empfinden deshalb speziell entwickelte Arbeitsbrillen als komfortabler als Standard-Lese- oder Fernbrillen. Sie sind auf mehrere Stunden am Bildschirm ausgelegt und unterstützen eine natürliche visuelle Erfahrung.

Eine gut gestaltete Arbeitsplatzbrille hilft Ihnen dabei:

  • Schärferen Fokus zu halten, ohne ständig nachzufokussieren
  • Trockenheitsgefühle oder Schwere um die Augen zu reduzieren
  • Längere produktive Arbeitsphasen zu ermöglichen
  • Verspannungen an Schläfen und Stirn zu vermeiden

Wenn die Augen sich entspannen, verläuft der gesamte Arbeitstag leichter. Sie sind konzentrierter, weniger abgelenkt und fühlen sich auch bei langen digitalen Aufgaben komfortabel.

Fazit

Die richtige arbeitsplatzbrille kann entscheidend beeinflussen, wie sich Ihre Augen nach einem langen Arbeitstag am Computer anfühlen. Blaulichtfilter schützen vor digitaler Ermüdung, Intermediate-Gläser sorgen für natürliche Sicht im mittleren Bereich, und Entspiegelungen verbessern Klarheit und Komfort. Gemeinsam schaffen diese Eigenschaften eine angenehme visuelle Umgebung, die lange Bildschirmzeiten deutlich erleichtert.

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Wege durch Europa, die nicht auf der Karte stehen

Symbolbild: Urlaub
Symbolbild: Urlaub

Ankommen ohne große Geste

Reisen in Europa beginnen oft unspektakulär. Kein abrupter Wechsel, kein spürbarer Bruch, sondern ein Übergang, der sich fast beiläufig vollzieht. Ein Zug rollt in einen Bahnhof ein, ein Mietwagen verlässt die Autobahn, ein Spaziergang führt aus der Altstadt in ein Wohnviertel. Gerade diese Selbstverständlichkeit prägt den ersten Eindruck. Europa erklärt sich nicht sofort, sondern in Etappen. Sprachen wechseln, Verkehrszeichen verändern sich, Alltagsrhythmen verschieben sich leicht. Orientierung entsteht nicht durch Vorbereitung allein, sondern durch Beobachtung. Cafés füllen sich zu festen Zeiten, Märkte folgen lokalen Routinen, Wege werden kürzer oder länger, ohne dass es auffällt. In solchen Momenten ist es hilfreich, Informationen flexibel abrufen zu können, etwa bei kurzfristigen Routenänderungen oder der Suche nach Anschlussverbindungen. Die Möglichkeit, unterwegs verbunden zu bleiben, fügt sich dabei leise in den Reisebeginn ein – etwa, wenn man hier gibt’s mehr Infos nachliest, ohne den Blick vom Umfeld abzuwenden.

Städte als gewachsene Bewegungsräume

Europäische Städte wirken selten geplant, sondern gewachsen. Das prägt auch die Art, wie man sich in ihnen bewegt. Paris, Budapest oder Porto lassen sich nicht linear erschließen. Straßen führen nicht immer dorthin, wo man sie erwartet, Plätze öffnen sich unvermittelt, Übergänge sind fließend. Bewegung wird hier zum zentralen Element des Erlebens. Zu Fuß verändert sich der Blick, mit der Straßenbahn der Maßstab, mit der U-Bahn das Zeitgefühl. Städte gehören zu den Orten, an denen sich Europas Vielfalt besonders verdichtet zeigt. Architektur aus unterschiedlichen Jahrhunderten steht nebeneinander, Alltag und Geschichte greifen ineinander. Wer sich treiben lässt, entdeckt Zusammenhänge, die sich nicht planen lassen. Digitale Orientierung hilft, Entfernungen einzuschätzen oder spontane Entscheidungen zu treffen, tritt jedoch in den Hintergrund, sobald sich ein Gefühl für den Stadtraum entwickelt. Die Stadt erklärt sich nicht durch ihre Sehenswürdigkeiten, sondern durch das, was dazwischen liegt.

Landschaften, die den Rhythmus verändern

Abseits der Städte entfaltet Europa eine andere Wirkung. Küsten, Gebirge und ländliche Regionen verlangsamen das Reisen spürbar. Ob entlang der Atlantikküste, in den Alpen oder in mediterranen Hügellandschaften – hier verschiebt sich der Fokus. Wege werden länger, Tagesetappen weniger dicht, Entscheidungen bewusster. Landschaften funktionieren nicht als Kulisse, sondern als Rahmen. Sie bestimmen den Takt, nicht der Plan. Dörfer wirken zurückhaltend, aber präzise, Gespräche sind seltener, dafür verbindlicher. Wer länger bleibt, erkennt Muster: Öffnungszeiten, Pausen, saisonale Abläufe. Orientierung entsteht aus Wiederholung, nicht aus Geschwindigkeit. Digitale Hilfsmittel behalten ihre Rolle bei Übergängen, etwa bei An- und Abreise oder unerwarteten Änderungen, verlieren jedoch an Bedeutung, sobald sich Routinen einstellen. Die Landschaft fordert keine Aufmerksamkeit, sie erlaubt sie.

Reisen als fortlaufende Erfahrung

Mit zunehmender Reisedauer verändert sich die Haltung. Ziele verlieren an Gewicht, während Wege wichtiger werden. Ein Ortswechsel ist kein Neubeginn, sondern Teil eines zusammenhängenden Verlaufs. Europa begünstigt diese Form des Reisens durch seine Nähe und Durchlässigkeit. Grenzen sind oft unsichtbar, Unterschiede subtil. Entscheidungen entstehen intuitiver, Erwartungen treten zurück. Auch die digitale Ebene passt sich diesem Prozess an. Sie ist präsent, wenn Orientierung nötig ist, und tritt zurück, sobald Sicherheit entsteht. Übrig bleibt ein Reisegefühl ohne klaren Abschluss. Eindrücke stehen nebeneinander, ohne sortiert werden zu müssen. Europa zeigt sich nicht als Summe seiner Orte, sondern als Abfolge von Übergängen – getragen von Bewegung, Alltag und der Erfahrung, unterwegs zu sein, ohne anzukommen.

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SPD-Chefin Bas fordert klareres Profil gegen AfD-Erfolge

SPD-Logo (Archiv)
SPD-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

SPD-Vorsitzende Bärbel Bas hat angekündigt, das politische Profil ihrer Partei deutlicher zu schärfen, um Wähler zurückzugewinnen und sich klarer von der AfD abzugrenzen. Im Gespräch mit dem Magazin „Stern“ betonte sie die Notwendigkeit eindeutiger Positionen und einer stärkeren Fokussierung auf die Sorgen der Mitte der Gesellschaft.

Bas fordert klare Linie der SPD

SPD-Vorsitzende Bärbel Bas sieht ihre Partei vor der Aufgabe, ihre inhaltliche Ausrichtung deutlicher zu formulieren. „Die SPD muss klarer werden und eindeutiger Position beziehen“, sagte Bas dem „Stern“. Sichere Arbeitsplätze, wirtschaftlicher Aufschwung und ein effizienter Sozialstaat hätten aus ihrer Sicht oberste Priorität.

Bas begründete ihren Appell mit einem zunehmend unklaren Bild der Partei in der Öffentlichkeit. „Das Diffuse ist der Grund, warum Menschen mir sagen, sie wüssten gerade gar nicht mehr, wofür die SPD steht. Das wollen wir wieder ändern“, so Bas.

„Viele unserer Wähler sind enttäuscht“

Bas sieht einen Vertrauensverlust bei Teilen der eigenen Anhängerschaft. „Viele unserer Wähler sind enttäuscht, weil der Eindruck entstanden ist, dass wir uns um viele kleine Gruppen kümmern, aber nicht mehr um das große Ganze und unsere Kernwählerschaft. Die hart arbeitenden Menschen, die Familien, die Mitte unserer Gesellschaft“, so Bas weiter.

Es gehe nun darum, der Partei eine klare Richtung zu geben. „Dafür müssen wir alte Pfade verlassen und neue Wege einschlagen, dürfen unser Profil nicht verwässern“, sagte Bas.

Kritik an AfD und Selbstkritik an SPD

Bas äußerte sich auch zur Konkurrenz durch die AfD. Diese dringe „mit vermeintlich simplen Antworten auf hochkomplexe Fragen“ zunehmend durch und mache „haltlose und unfinanzierbare Versprechen in der Sozialpolitik“. „Doch zur Wahrheit gehört auch: In der Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren viel verändert“, sagte Bas dem „Stern“.

Dabei räumte sie ein Defizit der eigenen Partei ein. „Die SPD steht da nicht auf dem Platz wie sie eigentlich sollte. Wir müssen in vielen Lebenswelten wieder präsenter sein.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Steinmeier fordert angesichts Kältewelle mehr Schutz für Obdachlose

Gedenken für
Gedenken für verstorbene Obdachlose (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der jüngsten Kältewelle hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf das Leid der Zehntausenden Obdachlosen in Deutschland hingewiesen und die Politik zum Handeln aufgerufen. Sozial- und Wohlfahrtsverbände berichten bereits von ersten Todesfällen unter Obdachlosen infolge der extremen Temperaturen und warnen vor unzureichenden Hilfsangeboten. Die Bundesregierung geht von mehr als einer halben Million wohnungsloser Menschen in Deutschland aus.

Steinmeier mahnt Politik zum Handeln

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben): „Die Kältewelle zeigt besonders dramatisch, was jeden Tag unerträglich ist: dass Zehntausende Menschen in Deutschland auf der Straße leben müssen.“ Weiter betonte er: „Daran dürfen wir uns nicht gewöhnen, und das zu ändern, ist Aufgabe der Politik.“

In ersten Bilanzen der letzten Tage berichten Sozialverbände von mehreren Todesfällen. Laut Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind in diesem Winter bereits mindestens vier obdachlose Menschen an den Folgen extremer Kälte gestorben. Angesichts der Minusgrade hatten Wohlfahrtsverbände ihre mobilen Hilfen wie Kältebusse, Nachtcafés und zusätzliche Übernachtungsplätze bundesweit verstärkt.

Dank an Ehrenamtliche und Helfer

Der Bundespräsident bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. „Die verlässliche Hilfe der vielen Initiativen vor Ort bleibt unersetzlich“, sagte Steinmeier dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Deshalb gehe sein Dank in diesen eisigen Nächten an alle Helfer in den Notunterkünften, Suppenküchen und Kältebussen, „die bis spät in die Nacht unterwegs sind, um Leben zu retten“.

Steinmeier hat als Bundespräsident mehrfach auf das Thema aufmerksam gemacht, etwa durch die Beteiligung an öffentlichen Aktionen wie dem Verteilen von Suppe oder durch Einladungen von Betroffenen ins Schloss Bellevue. „Ich bin selbst im Berliner Kältebus mitgefahren und weiß: Diese Menschen leisten Außerordentliches“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Bei seinen Besuchen in den unterschiedlichen Hilfseinrichtungen sei er immer wieder tief beeindruckt vom unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer. Sie seien „ein starkes und sichtbares Zeichen der Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft“, so Steinmeier gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Dafür bin ich zutiefst dankbar“, sagte er.

Hohe Zahl Wohnungsloser und Kritik an geplanter Politik

Das Staatsoberhaupt rief zudem zu allgemeiner Achtsamkeit auf. „In der akuten Krise kann aber auch jede und jeder Einzelne einen Unterschied machen: ein freundliches Wort, ein warmes Getränk, das Gefühl, nicht übersehen zu werden“, sagte Steinmeier dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehr als 531.000 Menschen in Deutschland wohnungslos sind, davon sind rund 47.000 ganz ohne Obdach und schlafen auf der Straße. Wohlfahrtsverbände warnen, dass die Hilfsangebote oft nicht ausreichten und kritisieren zudem die geplanten Verschärfungen in der Grundsicherung. Die Bundesregierung würde damit die Armut vergrößern, hatte etwa der Sozialverband VdK kritisiert.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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