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Politik streitet über Böllerverbot und härtere Strafen nach Silvester-Gewalt

Silvesterfeuerwerk am
Silvesterfeuerwerk am Berliner Fernsehturm / via dts Nachrichtenagentur

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen und zahlreichen Unfällen mit Feuerwerk in der Silvesternacht fordern Politiker verschiedener Parteien unterschiedliche Konsequenzen. Die Spannweite der Vorschläge reicht von mehr Polizei und härteren Strafen über erweiterte Böllerverbotszonen bis hin zu einem umfassenden Böllerverbot. Gleichzeitig wird eine Mitverantwortung des Staates für die Eskalationen diskutiert.

Union setzt auf mehr Polizei und schnellere Verfahren

Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht in den Ereignissen der Silvesternacht eine bedenkliche Entwicklung. „Die zunehmende Hemmungslosigkeit und Heimtücke von Gewalttätern, die nicht nur unsere Einsatzkräfte mit Böllern und Raketen angreifen, sind Ausdruck einer inakzeptablen Verrohung und wird nicht mit Achselzucken beantwortet werden“, sagte Throm der „Welt“ (Freitagausgabe). Das werde durch die Innenminister der Union in Bund und Ländern forciert – „durch mehr Polizei auf den Straßen, konsequente Strafverfolgung, schnellere Verfahren und klare Grenzen statt Wegschauen und Relativierung“.

Zugleich warnte Throm davor, bestehende Verbote zu ignorieren. Bei alledem sei zu beachten, dass die gewalttätigen Ausschreitungen, die Verwendung von sogenannten „Polen-Böllern“ und selbst gebauten Feuerwerksartikeln heute schon verboten seien, so Throm. „Eine schnelle und konsequente Ahndung gegenüber den Straftätern ist hier geboten.“

SPD fordert härtere Strafen und erweiterte Böllerverbotszonen

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede verwies auf bereits vorliegende Überlegungen im eigenen politischen Lager. Sie nannte Vorschläge von Bundesjustizministerin und SPD-Parteifreundin Stefanie Hubig für härtere Strafen gegen tätliche Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. „Gleichzeitig sehen wir, dass in der Silvesternacht Angriffe mit Pyrotechnik und Böllern insbesondere in den Metropolregionen eine große Rolle spielen“, so Eichwede.

Eichwede verwies auf Maßnahmen in der Hauptstadt: „Böllerverbotszonen wie in Berlin haben hier bereits Wirkung gezeigt. Es könnte sinnvoll sein, den Spielraum der Städte, solche Zonen zu definieren, zu erweitern, um Gefahrenlagen vor Ort besser begegnen zu können.“

Scharfe Kritik von AfD, Grünen und Linken

Der AfD-Innenpolitiker Martin Hess bewertete die Ausschreitungen als Ergebnis einer langfristigen Fehlentwicklung. Er sprach von einer „jahrzehntelangen, realitätsfernen Politik“. Es brauche endlich eine kompromisslose Null-Toleranz-Strategie, so Hess. „Wer als Ausländer unsere Werte und Gesetze mit Füßen tritt, muss abgeschoben werden. Dass der Staat beides nicht mehr sicherstellt, ist ein politischer Skandal und Ausdruck des sicherheitspolitischen Bankrotts der politisch Verantwortlichen.“

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz nahm Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ins Visier. „Aus unserer Sicht ist es vollkommen unverständlich, dass Bundesinnenminister Dobrindt nicht vor der zurückliegenden Nacht die Städte und Gemeinden in Deutschland unterstützt und rechtlich abgesichert hat, damit Menschen in der Silvesternacht angemessen geschützt werden können“, sagte von Notz. An zu vielen Orten sei der unkontrollierte Umgang mit Silvesterfeuerwerken immer wieder eskaliert.

Von Notz kritisierte: „Viele Menschen, die friedlich und unbeschwert feiern wollen, fühlen sich auf den Straßen und Plätzen in unserem Land oft nicht mehr sicher. Doch der Innenminister hat sich weggeduckt, schnelles Handeln verweigert und sich hinter Prüfaufträgen versteckt. Damit wird Dobrindt seiner Verantwortung nicht gerecht.“ Dobrindt müsse die Sprengstoffverordnung ändern. „Denn Städte und Gemeinden, die Missbrauch von Feuerwerk bekämpfen möchten, brauchen dringend Rechtssicherheit.“

Die Innenpolitikerin Clara Bünger (Linke) sieht den Staat auch in anderer Hinsicht in der Mitverantwortung für die Gewalt. Es lohne sich zu schauen, woher die Wut komme. „Kürzungen bei Jugendeinrichtungen, Wiedereinführung des Wehrdiensts oder der gewaltvolle und restriktive Umgang mit palästinasolidarischen Demonstrationen“, sagte sie. „Viele junge Menschen in Deutschland fühlen sich abgehängt, unverstanden und allein gelassen: Hier muss sich grundlegend etwas ändern.“

Darüber hinaus plädiert Bünger für ein grundsätzliches Verbot von Böllern. Zudem zeige die Silvesternacht erneut, dass es dringend ein Böllerverbot brauche. „Zwei 18-Jährige sind in Bielefeld ums Leben gekommen, das Unfallkrankenhaus Berlin zählt in der Nacht bereits 30 Verletzte, davon acht Minderjährige – das spricht eine klare Sprache: Böller sind eine Gefahr gerade für Jugendliche, aber auch für Umwelt und Tiere“, so Bünger.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Ischinger warnt vor Zerfall der EU und fordert Führungsrolle

Wolfgang Ischinger
Wolfgang Ischinger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt vor einer weiteren Schwächung oder gar „dem Zerfall der Europäischen Union“. Angesichts sicherheitspolitischer Herausforderungen fordert er ein stärkeres, handlungsfähigeres Europa und eine aktive deutsche Führungsrolle bei der Neubelebung des europäischen Projekts.

Warnung vor Zerfall der Europäischen Union

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger sieht die Europäische Union in einer kritischen Phase. Die europäische Idee sei für ihn „die größte und kostbarste Errungenschaft des 20. Jahrhunderts“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. Er warnte zugleich vor einer weiteren Schwächung oder gar „dem Zerfall der Europäischen Union“.

Deutschlands wichtigste Aufgabe sei es nach seinen Worten, das europäische Projekt „nach innen und außen zu schützen und mit großen Initiativen neu zu beleben“, sagte der frühere Top-Diplomat T-Online. „Es gilt, das Europa der Integration durch ein Europa der Sicherheit zu ergänzen. Diese historische Aufgabe erzwingt eine enorme Kraftanstrengung und bedingt eine aktive deutsche Führungsrolle.“

Forderung nach stärkerer europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage zeigte sich Ischinger besorgt. Wenn sich Europa „nicht mehr vollständig auf die USA und auf den Nato-Schutzschirm verlassen kann“, sei der Kontinent „denkbar schlecht für eine militärische Auseinandersetzung gerüstet“, sagte er T-Online.

Deshalb forderte er „eine massive Konsolidierung des europäischen Verteidigungsmarkts“, um diesen global wettbewerbsfähig zu machen. „Es ist dringend erforderlich, dass wir die europäische Kleinstaaterei überwinden“, betonte Ischinger gegenüber T-Online.

Kritik am Einstimmigkeitsprinzip in der EU

Zudem kritisierte Ischinger die sicherheitspolitische Entscheidungsunfähigkeit der EU aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips. Notwendig sei „der Zusammenschluss derjenigen Länder, die Mehrheitsentscheidungen bevorzugen“. Diese müssten „das Kerneuropa bilden“, wie es Wolfgang Schäuble bereits vor 30 Jahren vorgeschlagen habe, sagte Ischinger T-Online.

Ein Europa der Integration könne „nicht automatisch auch ein Europa der Verteidigung, der Sicherheit sein“, erklärte er. „Hier muss neu gedacht und im Sinne großer Initiativen gehandelt werden“, forderte Ischinger laut T-Online.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Rhein fordert harte Sozialreformen und Einschnitte für Bürger

Boris Rhein
Boris Rhein (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) dringt auf rasche und konkrete Ergebnisse der Reformkommissionen zu Rente, Gesundheit und Sozialstaat. Zugleich bereitet er die Bevölkerung auf Einschnitte vor und fordert ein umfassendes Reformpaket zur Senkung der Sozial- und Gesundheitsausgaben.

Rhein fordert „mutiges Reformpaket“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat von den eingesetzten Reformkommissionen zu Rente, Gesundheit und Sozialstaat zügige und konkrete Vorschläge verlangt. „Die eingesetzten Reformkommissionen müssen zügig Ergebnisse vorlegen“, sagte Rhein der „Bild“.

Er verband diese Forderung mit dem Ruf nach weitreichenden Veränderungen. „Wir brauchen ein mutiges Reformpaket, um die Sozial- und Gesundheitsausgaben deutlich zu senken, die Finanzierung und Qualität der Pflege nachhaltig zu stärken und unser Rentensystem generationengerecht neu aufzustellen“, erklärte Rhein laut „Bild“.

Appell an nationale Kraftanstrengung

Rhein machte zugleich deutlich, dass er Einschnitte für notwendig hält. Dabei gelte, so der CDU-Politiker: „Was keinem etwas abverlangt, ist not ambitioniert genug und wird not reichen. Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung, um wichtige Errungenschaften wie unseren Sozialstaat zu erhalten und auch für kommende Generationen zu sichern.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU und Polizei fordern nach Silvester-Angriffen Turbo-Strafen

Straße nach Silvester Feuerwerk
Foto: dts

Nach erneuten Angriffen auf Polizei- und Rettungskräfte in der Silvesternacht fordern CDU, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen konsequente Reaktionen von Justiz und Politik. Neben schnelleren Gerichtsverfahren und schärferen Strafen werden bessere Ausrüstung, Schutzkonzepte und strengere Regeln für das Abbrennen von Feuerwerk verlangt.

Forderung nach schnelleren Verfahren

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht drängen CDU und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf eine rasche Verurteilung der Täter. CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann sagte der „Bild“: „Wer Retter angreift, hat den Respekt vor wirklich allem verloren“. Was jetzt wirklich keiner mehr hören könne, seien die immer wiederkehrenden Rufe nach härteren Strafen. „Viel wichtiger sind schnelle Verfahren. Dazu müssen die sogenannten beschleunigten Verfahren in Deutschland ausgebaut werden. Die Täter müssen mit einer schnellen Verurteilung innerhalb weniger Tage rechnen.“

Ähnlich äußert sich die Gewerkschaft der Polizei. Bundespolizei-GdP-Chef Andreas Roßkopf sagte der Zeitung: „Es gab Hunderte von Festnahmen. Hier erwarten wir schnelle Gerichtsverfahren mit konsequenten Strafen.“ Diejenigen Kollegen, welche den Kopf hinhielten, erwarteten das. „Es geht nicht mehr nur um Böllerverbote, sondern um schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat.“

Warnungen vor Verrohung und Unterstützung für Gesetzespläne

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, warnte unterdessen vor einer „wachsenden Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft“. Dem müsse man „entschlossen entgegentreten“, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Gröhe begrüßte den von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurf, der schärfere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte vorsieht. Es sei zudem wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung der Rettungskräfte zu stärken, mahnte der DRK-Präsident. Auch müsse man auf die Auswirkungen von Gewalt hinweisen. „Die Menschen, die sich rund um die Uhr an 365 Tagen für die Allgemeinheit einsetzen und dabei jeden Tag Menschenleben retten, haben den besonderen Schutz unseres Rechtsstaates wahrlich verdient“, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Schutz der Einsatzkräfte und strengere Regeln an Silvester

Die Gewerkschaft Verdi forderte von den öffentlichen Arbeitgebern wirksame Konzepte und bessere Ausrüstung zum Schutz der Beschäftigten. „Es ist und bleibt empörend, wenn Menschen angegriffen werden, die anderen helfen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Das dürfen wir als Gesellschaft in keinem Fall hinnehmen oder gar als Berufsrisiko abtun. Einsatzkräfte retten Menschen aus Gefahrensituationen, versorgen sie medizinisch, kümmern sich um ihren Schutz – und sie verdienen daher selbst den bestmöglichen Schutz vor jeder Gewalt.“

Der Bundesvorsitzende des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), Knut Fleckenstein, forderte mit Blick auf Angriffe auf Rettungskräfte in der Silvesternacht ein Alkoholverbot beim Böllern. „Wir brauchen besser ausgestattete Rettungsdienste sowie klare Regeln beim Feuerwerk, wie zum Beispiel ein Alkoholverbot: Wer böllert, sollte nicht Alkohol trinken dürfen – bis hin zu kommunalen Böllerverboten an sensiblen Orten“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Die Bilanz der Silvesternacht zeige, dass die Zahl der Einsätze hoch bleibe, es viele Verletzte gebe und immer wieder Angriffe auf Einsatzkräfte. „Der massive Missbrauch von Pyrotechnik muss eingedämmt werden: durch konsequentes Durchgreifen, frühe Prävention in Schulen und Stadtteilen und eine klare gesellschaftliche Haltung von jedem einzelnen von uns: Gewalt gegen diejenigen, die anderen helfen, ist tabu“, sagte Fleckenstein. „Silvester darf ein Fest bleiben – aber nicht auf Kosten derjenigen, die in dieser Nacht für die Sicherheit aller im Einsatz sind.“

Unterstützung signalisierte der ASB-Chef für den jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf von Hubig. „Wer Rettungskräfte, Polizei oder Feuerwehr angreift, greift diejenigen an, die Menschenleben schützen wollen und statt Silvester mit ihren Freunden und ihrer Familie zu feiern, im Einsatz für die Sicherheit aller sind“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Ischinger verteidigt AfD-Einladung zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026

Münchner Sicherheitskonferenz
Münchner Sicherheitskonferenz 2025 (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Entscheidung verteidigt, AfD-Politiker zur Konferenz 2026 einzuladen. Er warnte zugleich vor einer Opferinszenierung der Partei und betonte den Dialogcharakter des internationalen Forums. Auftritte von AfD-Vertretern auf den Podien seien jedoch nicht geplant.

Ischinger verteidigt Einladungspolitik

Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hat die Einladung von AfD-Politikern zur Konferenz 2026 begründet. „Hätten wir anders entschieden, würde die AfD sich als Opfer inszenieren“, sagte Ischinger dem Nachrichtenportal T-Online.

Die Sicherheitskonferenz sei das weltweit wichtigste internationale Dialogforum, erklärte Ischinger. „Wir bilden stets auch konträre internationale Positionen in einem möglichst breiten Spektrum ab“, so Ischinger weiter gegenüber T-Online.

„DNA der Sicherheitskonferenz“

Ischinger verwies auf das Selbstverständnis der Veranstaltung als Ort des Austauschs auch zwischen Konfliktparteien. „Wir bringen Konfliktgegner, manchmal sogar Feinde, in München zusammen, um Lösungen auszuloten. Denken Sie an Beispiele wie Serbien/Kosovo, Aserbaidschan/Armenien oder an Israel/Saudi-Arabien. Das ist die DNA der Sicherheitskonferenz“, sagte der frühere Spitzendiplomat laut T-Online.

Zur politischen Auseinandersetzung mit der AfD äußerte sich Ischinger mit Blick auf die übrigen Parteien. „Dass sich die Verhältnisse ändern werden, sodass die AfD irgendwann nicht mehr im Bundestag vertreten wäre – dafür müssen die anderen Parteien sorgen. Sie müssen die AfD inhaltlich und politisch stellen“, sagte er T-Online.

Kritik an AfD-Positionen, keine Bühne auf Podien

Die sicherheitspolitischen Positionen der AfD bezeichnete Ischinger in dem Gespräch als „völlig falsch“ und als widersprüchlich zu deutschen Interessen. Zugleich grenzte er die Rolle der Sicherheitskonferenz in dieser Auseinandersetzung ab: „Die Einladungspolitik einer privaten Organisation ist aber nicht das geeignete Mittel für diese Auseinandersetzung.“

Zur konkreten Rolle von AfD-Vertretern bei der Konferenz 2026 stellte Ischinger klar, dass mit Auftritten auf den Podien nicht zu rechnen sei. Auftritte von AfD-Politikern auf den Bühnen der Sicherheitskonferenz seien „im Übrigen nicht vorgesehen“, so Ischinger gegenüber T-Online.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Tausende Geschlechtswechsel in Großstädten seit Selbstbestimmungsgesetz

"Crazy-Wall" bei
"Crazy-Wall" bei einer Befragung (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes 2024 haben in Deutschlands größten Städten tausende Menschen ihr amtlich eingetragenes Geschlecht geändert. Nach einer Abfrage in den 30 größten Städten zum Stichtag 15. Dezember wurden dabei mehr Frauen zu Männern als Männer zu Frauen, wie die „Bild“ berichtet.

Tausende Wechsel in den größten Städten

Wie die „Bild“ nach einer Abfrage in Deutschlands 30 größten Städten zum Stichtag 15. Dezember berichtet, wurden seit 2024 insgesamt mehr Frauen zu Männern (1.522) als Männer zu Frauen (1.270).

In Berlin fanden den Angaben zufolge mit 2.747 Wechseln die meisten Änderungen des Geschlechtseintrags statt. Von diesen entfielen 1.062 Änderungen auf Wechsel zwischen männlich und weiblich, 354 Personen ließen ihren Geschlechtseintrag in „divers“ ändern und 381 strichen den Geschlechtseintrag vollständig, berichtet die „Bild“.

Berlin vor Hamburg und Köln

Hinter Berlin folgen Hamburg mit 972 Wechseln und Köln mit 735 Änderungen des Geschlechtseintrags. In München wurden seit 2024 insgesamt 597 Wechsel registriert, in Frankfurt (Main) 448 und in Leipzig 388, meldet die „Bild“.

Gesetz erleichtert Geschlechtsänderung

Das Selbstbestimmungsgesetz erleichtert die amtliche Änderung des Geschlechtseintrags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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SPD-Vize Schweitzer fordert radikale Erneuerung sozialdemokratischer Konzepte

Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

SPD-Vizevorsitzender Alexander Schweitzer hat seine Partei dazu aufgerufen, sich von überholten Konzepten zu lösen und ihr Programm an die kommenden Jahrzehnte anzupassen. Die SPD müsse ihren politischen „Instrumentenkasten“ überprüfen und prüfen, ob traditionelle Forderungen noch geeignet seien, Wähler zu überzeugen. Besonders mit Blick auf zentrale sozialpolitische Themen dürfe die Partei nicht stehen bleiben, mahnte er.

Schweitzer fordert Überprüfung des SPD-Programms

Der SPD-Vizevorsitzende Alexander Schweitzer drängt seine Partei dazu, ihr Programm grundlegend zu hinterfragen. „Die SPD muss ihren Instrumentenkasten überprüfen“, sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Die Partei müsse sich nach seinen Worten fragen, ob sich darin die richtigen Ideen für die 20er- und 30er-Jahre dieses Jahrhunderts finden. „Oder schleppen wir liebgewonnene Ideen aus den 80ern und 90ern des vergangenen Jahrhunderts mit uns herum, mit denen wir aber niemanden mehr begeistern?“, sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Als Beispiel nannte der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz die seit Langem im Programm verankerte Forderung nach einer Bürgerversicherung. Diese sei in „jeder programmatischen Schrift der SPD zu finden“, so Schweitzer gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich stellte er die Frage nach der Aktualität dieses Konzepts: Die SPD müsse sich fragen: „Braucht es hier ein Update? Gibt es neue und bessere solidarische Modelle, um Krankenversicherung und gute Pflege zu sichern?“, sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Bei den Fragen zu einem modernen und starken Sozialstaat darf die SPD nicht stillstehen.“

Appell zu mehr Offensive in inhaltlichen Debatten

Mit einem Vergleich aus dem Sport warnte Schweitzer seine Partei davor, in Diskussionen über moderne Konzepte nur zu reagieren statt selbst Akzente zu setzen. „Wir dürfen nicht nur wie beim Tennis an der Grundlinie stehen und die Bälle der Konkurrenz retournieren“, sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir müssen mit guten Ideen ans Netz gehen und in die Offensive kommen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Viele Tote bei Explosion in Bar in Crans-Montana

Einsatzort nach
Einsatzort nach Explosion in Crans-Montana am 01.01.2026 / Valais Cantonal Police/Handout/AA/Abaca/ddp, via dts Nachrichtenagentur

Bei einer Explosion in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht Dutzende Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Ausländer. Die Behörden bestätigten am Donnerstag zahlreiche Tote und viele Schwerverletzte, nannten aber zunächst keine genauen Zahlen oder Identitäten. Nach der Detonation brach ein Großbrand aus, in den Krankenhäusern der Region wurden Katastrophenpläne aktiviert.

Explosion in der Silvesternacht

Bei der Explosion in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana mit Dutzenden Toten sind in der Silvesternacht auch Ausländer ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden am Donnerstag mit. Für die Identifizierung der Brandopfer sei Hilfe von Nachbarkantonen angefordert worden, hieß es. Zur genauen Zahl der Toten und ihrer Identität wurden zunächst keine weiteren Details genannt.

Der Vorfall hatte sich gegen 01:30 Uhr während Silvesterfeierlichkeiten ereignet. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar, die Behörden von Crans-Montana gehen aber nicht von einem Attentat aus. Nach der Detonation war ein großes Feuer ausgebrochen. Insgesamt wurden den Behörden zufolge „Dutzende“ Personen getötet und etwa 100 weitere Menschen zu einem großen Teil schwer verletzt. In den örtlichen Krankenhäusern wurden Katastrophenpläne aktiviert.

Besondere Lage im Kanton Wallis

Der Walliser Staatsrat hatte als Reaktion auf das Unglück die „besondere Lage“ ausgerufen. Ziel sei es, möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisieren zu können, hieß es.

Neujahrsansprache verschoben

Guy Parmelin, Schweizer Bundespräsident, verschob unterdessen seine für Donnerstagmittag geplante Neujahrsansprache wegen des Unglücks.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Iran: Tote bei landesweiten Protesten gegen Inflation und Wirtschaftskrise

Blick auf
Blick auf die Wechselstube in Teheran am 31.12.2025 / Fatemeh Bahrami/AA/Abaca/ddp, via dts Nachrichtenagentur

Im Iran haben sich die seit mehreren Tagen andauernden Proteste gegen hohe Inflation und die angespannte Wirtschaftslage weiter ausgeweitet. Auslöser der Unruhen war ein Währungszusammenbruch, der vor allem in der Hauptstadt Teheran zu Protesten von Ladenbesitzern führte. Inzwischen kommt es in mehreren Provinzen des Landes zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften, bei denen ein Mitglied der Sicherheitskräfte getötet worden sein soll.

Mitglied der Sicherheitskräfte getötet

Wie staatliche Medien am Donnerstag berichten, wurde ein Mitglied der iranischen Sicherheitskräfte während des vierten Tages der Proteste im Land getötet, die durch einen Währungszusammenbruch ausgelöst worden waren. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Stadt Kouhdasht in der westlichen Provinz Lorestan. Sicherheitskräfte sollen unbestätigten Medienberichten zufolge am selben Tag auf Demonstranten geschossen haben.

Proteste breiten sich auf mehrere Provinzen aus

Zu Zusammenstößen kam es zuletzt in Teheran sowie in der südlichen Provinz Fars und in den westlichen Provinzen Hamedan und Lorestan. Die Behörden in der Hauptstadt Teheran hatten den Mittwoch zum Feiertag erklärt, um die Unruhen, die am Sonntag in der Hauptstadt begannen, einzudämmen.

Wirtschaftlicher Druck und Drohungen der Justiz

Die iranische Wirtschaft steht schon länger wegen westlicher Sanktionen unter enormem Druck. Die Proteste hatten in Teheran unter Ladenbesitzern begonnen, die über den Wertverlust der iranischen Währung gegenüber dem US-Dollar verärgert waren. Mittlerweile haben sie sich auf mehrere Städte ausgeweitet. Die iranische Justiz hat bereits mit einem „entschiedenen“ Vorgehen gegen jeglichen Aufruhr gedroht.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Polizei Osnabrück verzeichnet mehrere Brände und schweren Unfall in der Silvesternacht

Feuerwehr löscht Carport in Bissendorf Natbergen
Feuerwehr löscht Carport in Bissendorf Natbergen / Foto: Heiko Westermann

Mehrere Brände, ein schwerer Verkehrsunfall und zahlreiche weitere Einsätze haben Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht 2025/2026 in Stadt und Landkreis Osnabrück beschäftigt.

Auch wenn die meisten Menschen friedlich feierten, blieb die Nacht für die Einsatzkräfte arbeitsreich.

Alkohol, Streit und Körperverletzungen in der Silvesternacht

Nach Angaben der Polizei kam es unter anderem zu Einsätzen wegen stark alkoholisierter Personen, Streitigkeiten, einzelner Körperverletzungsdelikte sowie Ruhestörungen. In mehreren Orten brannten Container, Carports, Mülltonnen und Fahrzeuge. Zudem ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person.

Brände in mehreren Orten in und um Osnabrück

Bereits am frühen Abend des 31. Dezember brannte gegen 18:00 Uhr in Merzen an der Hauptstraße ein Kleidercontainer vollständig aus. Unbekannte hatten den Inhalt des Containers in Brand gesetzt.

Gegen 21:40 Uhr kam es in Bissendorf Natbergen in der Kurt-Schwarzmann-Straße zu einem Carportbrand. Das Feuer griff auf ein weiteres Carport sowie auf ein Hausdach über.

Kurz nach Mitternacht, gegen 00:50 Uhr, wurden in Dissen am Teutoburger Wald mehrere dekorative Tannenbäume vom Straßenrand auf die Große Straße gelegt und angezündet. Die Feuerwehr konnte die Bäume löschen. Hinweise auf mögliche Täter lagen zunächst nicht vor.

Um 01:05 Uhr meldete die Polizei brennende Mülltonnen am Haster Weg in Osnabrück. Das Feuer griff auf eine Hauswand über, konnte jedoch noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit eigenen Mitteln gelöscht werden.

Auch in Gehrde im Landkreis Osnabrück brannte erst ein Carport

Ein größeres Brandgeschehen ereignete sich gegen 01:15 Uhr in Gehrde (Nordkreis Osnabrück) im Bereich Blumenhalle / An der Landwehr. Zunächst geriet ein Carport an einem Mehrfamilienhaus in Brand. Die Flammen breiteten sich weiter aus und griffen auf zwei benachbarte Wohnhäuser über. An einem der Gebäude brannten Teile des Dachstuhls aus. Der entstandene Sachschaden wird nach aktuellem Stand auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Polizei vermutet Brandstiftung bei Autohändler in Osnabrück

In den frühen Morgenstunden gegen 03:30 Uhr kam es auf dem Firmengelände eines Autohändlers an der Straße Neue Wiese in Osnabrück zu einem weiteren größeren Brand. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten zwölf Fahrzeuge sowie ein Container in Brand. Ein Zeuge berichtete von einem Knall. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Schwerer Verkehrsunfall in Berge

In der Nacht zu Neujahr ereignete sich gegen 01:30 Uhr auf der Hekeser Straße in Berge ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 21-jähriger Mann aus dem Osnabrücker Nordkreis kam mit seinem Mercedes in einer Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

Der Fahrer wurde leicht verletzt. Seine 25-jährige Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Alkoholisierung des Fahrers. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein beschlagnahmt. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.

AFP