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SPD hält Bundeswehr-Beteiligung an Ukraine-Friedenstruppe offen

Adis Ahmetovic
Adis Ahmetovic (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die SPD hält sich mit einer klaren Zusage oder Absage zu einer möglichen Beteiligung der Bundeswehr an einer multinationalen Friedenstruppe in der Ukraine zurück. In der Partei wird ein solcher Einsatz angesichts der anhaltenden Kämpfe und fehlender Friedensgespräche derzeit als theoretische Diskussion bewertet. Zugleich betonen SPD-Vertreter die Verantwortung Deutschlands in EU und Nato sowie die Notwendigkeit robuster Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

SPD spricht von „Hörsaaldebatte“

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, sagte dem „Spiegel“: „Die SPD-Fraktion hat auf die Frage der Bundeswehr-Beteiligung bisher noch nicht kategorisch mit Zu- oder Absage reagiert. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es noch eine Hörsaaldebatte.“ Es gebe schließlich nicht einmal eine Waffenruhe, die Ukraine werde fast tagtäglich von Russland bombardiert. „Und ernsthafte Friedensgespräche liegen noch in weiter Ferne“, so der SPD-Politiker.

„Klar ist aber: Deutschland wird, wie auch in den vergangenen Jahren, seiner Verantwortung in der EU und Nato gerecht werden. Es wird am Ende robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eine starke europäische Sicherheitsarchitektur geben“, sagte Ahmetovic dem „Spiegel“.

Forderung nach geschlossener europäischer Linie

Als vordringlichste Aufgabe nannte der SPD-Politiker, „alle außenpolitischen Anstrengungen gleich zu Beginn des Jahres“ in das Ziel der Beendigung des Krieges zu stecken. „Die Europäer sind gefragt, weiterhin geschlossen aufzutreten und die USA, trotz aller Irritationen der vergangenen Monate, an Bord zu behalten.“ Ohne die USA werde es nämlich zum jetzigen Standpunkt nicht gelingen, Putins Russland zu ernsthaften Verhandlungen zu bewegen.

Berichte über mögliche Friedenstruppe

Vor Neujahr hatte die „Welt“ mit Verweis auf Diplomatenkreise in Brüssel über die Absicherung eines Friedensabkommens durch eine internationale Truppe von „10.000 bis 15.000“ Soldaten aus europäischen Staaten berichtet. Bereits im September hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ von einer Friedenstruppe berichtet, an der sich 26 Staaten beteiligen wollten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war jüngst im ZDF der Frage nach einer deutschen Beteiligung ausgewichen. Auf eine entsprechende Frage hatte der CDU-Politiker erklärt, zu der „Koalition der Willigen“ gehörten nicht nur europäische Staaten, sondern zum Beispiel auch Kanadier, Australier und andere Nationen der Welt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Mindestens 40 Tote bei verheerendem Barbrand in Crans-Montana

Einsatzort nach
Einsatzort nach Explosion in Crans-Montana am 01.01.2026 / Valais Cantonal Police/Handout/AA/Abaca/ddp, via dts Nachrichtenagentur

Durch einen Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht rund 40 Menschen ums Leben gekommen und 115 verletzt worden. Die Ursache des Feuers ist noch unklar, die Behörden gehen jedoch nicht von einem Attentat aus. Die Walliser Kantonspolizei und der Walliser Staatsrat leiteten umfangreiche Rettungs- und Notfallmaßnahmen ein, während im Bundeshaus in Bern Trauerbeflaggung angeordnet wurde.

Schweres Unglück in Crans-Montana

Bei einem Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, am Donnerstag mit.

115 Menschen sind demnach verletzt worden, die meisten von ihnen schwer. Bislang könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch ausländische Staatsangehörige oder Kinder unter den Opfern sind, hieß es nach Angaben der Walliser Kantonspolizei.

Der Vorfall hatte sich gegen 01:30 Uhr während Silvesterfeierlichkeiten ereignet. Die Ursache für den Brand ist noch unklar, die Behörden von Crans-Montana gehen aber nicht von einem Attentat aus.

Großeinsatz der Rettungskräfte

An den Rettungsarbeiten waren oder sind 150 Einsatzkräfte, 13 Helikopter und über 40 Rettungswagen beteiligt. In den örtlichen Krankenhäusern wurden Katastrophenpläne aktiviert.

„Besondere Lage“ und Trauerbeflaggung

Der Walliser Staatsrat hatte als Reaktion auf das Unglück die „besondere Lage“ ausgerufen. Ziel sei es, möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisieren zu können, hieß es vom Walliser Staatsrat.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin ordnete an, dass die Fahnen im Bundeshaus fünf Tage lang auf halbmast gesetzt werden sollen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

GdP fordert bundesweites Böllerverbot nach Silvesterkrawallen in Berlin

Feuerwerksverkauf am
Feuerwerksverkauf am 29.12.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro, fordert mit Blick auf die Ereignisse der jüngsten Silvesternacht ein Umdenken der Politik beim jährlichen Feuerwerk. Angesichts verletzter Beamter und zahlreicher Einsätze plädiert er für ein bundesweites Böllerverbot oder zumindest drastische Einschränkungen beim Verkauf von Pyrotechnik und kritisiert die Haltung des Berliner Regierungschefs Kai Wegner (CDU) zu diesem Thema.

GdP fordert bundesweites Böllerverbot oder starke Einschränkungen

GdP-Sprecher Benjamin Jendro dringt auf deutlich strengere Regeln für das Silvesterfeuerwerk. „Wir brauchen im neuen Jahr definitiv andere Rahmenbedingungen, sei es ein bundesweites Böllerverbot oder zumindest drastische Einschränkungen beim Verkauf“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.

Jendro kritisierte in diesem Zusammenhang auch Berlins Regierungschef Kai Wegner. Der CDU-Politiker hatte sich zuletzt hinsichtlich eines Böllerverbots zurückhaltend gezeigt. „Wir schätzen Kai Wegner, aber seine persönliche Meinung zum Böllerverbot sollte er hier hintanstellen“, entgegnete Jendro T-Online. Über ein Böllerverbot solle „nicht Kai Wegner entscheiden, sondern die Bevölkerung“.

Angriffe auf Polizisten und Folgen für das Sicherheitsgefühl

In Berlin waren in der Silvesternacht rund 4.300 Polizisten im Einsatz. Rund 30 Beamte wurden verletzt. Nach Angaben Jendros wurden Beamte „gezielt in den Hinterhalt gelockt, um sie anzugreifen“. Er hob gegenüber T-Online die Folgen der Krawalle hervor. „Viele trauen sich in Berlin nicht mehr auf die Straße.“

Laut Bilanz der Polizei bewegten sich die Einsatzzahlen in der Silvesternacht in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Für Jendro ist das kein Grund zur Beruhigung. „Das ist nicht normal, was in Berlin passiert ist, und es ist allein unseren Kollegen zu verdanken, dass es keine Ausschreitungen gab“, sagte er T-Online.

Verbotene Pyrotechnik und zahlreiche Ermittlungsverfahren

Die Berliner Polizei hatte bereits in den Wochen vor Silvester Hunderttausende Stücke verbotener Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen. In der Silvesternacht wurden 800 Ermittlungen wegen verschiedener Delikte eingeleitet. 430 Menschen wurden, überwiegend kurzzeitig, festgenommen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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AFP

Ricarda Lang bleibt in Politik, plant aber kein Spitzenamt

Ricarda Lang
Ricarda Lang (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang hat nach ihrem Rückzug von der Parteispitze erwogen, sich vollständig aus der Politik zurückzuziehen. In einem Interview schildert sie ihre Zweifel, betont zugleich aber, dass sie ihre politische Arbeit fortsetzen will.

Ricarda Lang schildert Zweifel nach Rücktritt

Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang hat nach ihrem Rückzug als Parteichefin eine politische Auszeit in Betracht gezogen. „Nach meinem Rücktritt vom Parteivorsitz habe ich darüber nachgedacht, ganz aufzuhören“, sagte Lang dem „Spiegel“.

Sie beschrieb im Gespräch mit dem Magazin eine Phase der Selbstreflexion. „Ich habe mich gefragt, wer ich bin, was ich vom Leben will – und schnell gemerkt, dass ich noch nicht fertig bin mit der Politik“, sagte Lang dem „Spiegel“.

Kein Spitzenamt in den nächsten Jahren

Zwar habe sie ihre Freude an der Politik wiederentdeckt, eine schnelle Rückkehr an die Spitze der Partei schloss Lang jedoch aus. „Ich habe aber nicht vor, in den nächsten Jahren ein Spitzenamt auszuüben“, sagte Lang dem „Spiegel“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Grünenchefin Lang lobt Söders Social-Media-Strategie als Vorbild

Markus Söder
Markus Söder (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang lobt die Social-Media-Strategie von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als beispielhaft. Söder gelinge es aus ihrer Sicht, über Einblicke in seinen Lebensstil Nähe herzustellen und Menschen das Gefühl zu geben, auf ihrer Seite zu sein.

Lob für Söders Auftritt in sozialen Netzwerken

Grünenpolitikerin Ricarda Lang hält die Social-Media-Präsenz von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für vorbildlich. „Er beherrscht die Kunst, Nähe über den Lebensstil herzustellen“, sagte Lang dem „Spiegel“.

Sie verwies dabei auf Details aus Söders öffentlichem Auftritt. „Er stellt ja nicht seinen Fleischfetisch zur Schau, weil er dumm ist, sondern weil er erkannt hat: Menschen haben das Gefühl, ihr Lebensstil werde infrage gestellt. Beispielsweise weil sie Fleisch essen oder Auto fahren.“ Diesen Menschen gebe Söder das Gefühl, auf ihrer Seite zu sein, sagte Lang dem „Spiegel“.

Emotionen in der politischen Kommunikation

Lang riet dazu, die Wirkung solcher Auftritte ernst zu nehmen. „Wir sollten Faktoren wie Emotionalität, Anerkennung und Zugehörigkeit in der Politik nicht unterschätzen“, riet sie dem „Spiegel“. „Markus Söder hat das verstanden.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Politik streitet über Böllerverbot und härtere Strafen nach Silvester-Gewalt

Silvesterfeuerwerk am
Silvesterfeuerwerk am Berliner Fernsehturm / via dts Nachrichtenagentur

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen und zahlreichen Unfällen mit Feuerwerk in der Silvesternacht fordern Politiker verschiedener Parteien unterschiedliche Konsequenzen. Die Spannweite der Vorschläge reicht von mehr Polizei und härteren Strafen über erweiterte Böllerverbotszonen bis hin zu einem umfassenden Böllerverbot. Gleichzeitig wird eine Mitverantwortung des Staates für die Eskalationen diskutiert.

Union setzt auf mehr Polizei und schnellere Verfahren

Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht in den Ereignissen der Silvesternacht eine bedenkliche Entwicklung. „Die zunehmende Hemmungslosigkeit und Heimtücke von Gewalttätern, die nicht nur unsere Einsatzkräfte mit Böllern und Raketen angreifen, sind Ausdruck einer inakzeptablen Verrohung und wird nicht mit Achselzucken beantwortet werden“, sagte Throm der „Welt“ (Freitagausgabe). Das werde durch die Innenminister der Union in Bund und Ländern forciert – „durch mehr Polizei auf den Straßen, konsequente Strafverfolgung, schnellere Verfahren und klare Grenzen statt Wegschauen und Relativierung“.

Zugleich warnte Throm davor, bestehende Verbote zu ignorieren. Bei alledem sei zu beachten, dass die gewalttätigen Ausschreitungen, die Verwendung von sogenannten „Polen-Böllern“ und selbst gebauten Feuerwerksartikeln heute schon verboten seien, so Throm. „Eine schnelle und konsequente Ahndung gegenüber den Straftätern ist hier geboten.“

SPD fordert härtere Strafen und erweiterte Böllerverbotszonen

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede verwies auf bereits vorliegende Überlegungen im eigenen politischen Lager. Sie nannte Vorschläge von Bundesjustizministerin und SPD-Parteifreundin Stefanie Hubig für härtere Strafen gegen tätliche Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. „Gleichzeitig sehen wir, dass in der Silvesternacht Angriffe mit Pyrotechnik und Böllern insbesondere in den Metropolregionen eine große Rolle spielen“, so Eichwede.

Eichwede verwies auf Maßnahmen in der Hauptstadt: „Böllerverbotszonen wie in Berlin haben hier bereits Wirkung gezeigt. Es könnte sinnvoll sein, den Spielraum der Städte, solche Zonen zu definieren, zu erweitern, um Gefahrenlagen vor Ort besser begegnen zu können.“

Scharfe Kritik von AfD, Grünen und Linken

Der AfD-Innenpolitiker Martin Hess bewertete die Ausschreitungen als Ergebnis einer langfristigen Fehlentwicklung. Er sprach von einer „jahrzehntelangen, realitätsfernen Politik“. Es brauche endlich eine kompromisslose Null-Toleranz-Strategie, so Hess. „Wer als Ausländer unsere Werte und Gesetze mit Füßen tritt, muss abgeschoben werden. Dass der Staat beides nicht mehr sicherstellt, ist ein politischer Skandal und Ausdruck des sicherheitspolitischen Bankrotts der politisch Verantwortlichen.“

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz nahm Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ins Visier. „Aus unserer Sicht ist es vollkommen unverständlich, dass Bundesinnenminister Dobrindt nicht vor der zurückliegenden Nacht die Städte und Gemeinden in Deutschland unterstützt und rechtlich abgesichert hat, damit Menschen in der Silvesternacht angemessen geschützt werden können“, sagte von Notz. An zu vielen Orten sei der unkontrollierte Umgang mit Silvesterfeuerwerken immer wieder eskaliert.

Von Notz kritisierte: „Viele Menschen, die friedlich und unbeschwert feiern wollen, fühlen sich auf den Straßen und Plätzen in unserem Land oft nicht mehr sicher. Doch der Innenminister hat sich weggeduckt, schnelles Handeln verweigert und sich hinter Prüfaufträgen versteckt. Damit wird Dobrindt seiner Verantwortung nicht gerecht.“ Dobrindt müsse die Sprengstoffverordnung ändern. „Denn Städte und Gemeinden, die Missbrauch von Feuerwerk bekämpfen möchten, brauchen dringend Rechtssicherheit.“

Die Innenpolitikerin Clara Bünger (Linke) sieht den Staat auch in anderer Hinsicht in der Mitverantwortung für die Gewalt. Es lohne sich zu schauen, woher die Wut komme. „Kürzungen bei Jugendeinrichtungen, Wiedereinführung des Wehrdiensts oder der gewaltvolle und restriktive Umgang mit palästinasolidarischen Demonstrationen“, sagte sie. „Viele junge Menschen in Deutschland fühlen sich abgehängt, unverstanden und allein gelassen: Hier muss sich grundlegend etwas ändern.“

Darüber hinaus plädiert Bünger für ein grundsätzliches Verbot von Böllern. Zudem zeige die Silvesternacht erneut, dass es dringend ein Böllerverbot brauche. „Zwei 18-Jährige sind in Bielefeld ums Leben gekommen, das Unfallkrankenhaus Berlin zählt in der Nacht bereits 30 Verletzte, davon acht Minderjährige – das spricht eine klare Sprache: Böller sind eine Gefahr gerade für Jugendliche, aber auch für Umwelt und Tiere“, so Bünger.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Ischinger warnt vor Zerfall der EU und fordert Führungsrolle

Wolfgang Ischinger
Wolfgang Ischinger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt vor einer weiteren Schwächung oder gar „dem Zerfall der Europäischen Union“. Angesichts sicherheitspolitischer Herausforderungen fordert er ein stärkeres, handlungsfähigeres Europa und eine aktive deutsche Führungsrolle bei der Neubelebung des europäischen Projekts.

Warnung vor Zerfall der Europäischen Union

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger sieht die Europäische Union in einer kritischen Phase. Die europäische Idee sei für ihn „die größte und kostbarste Errungenschaft des 20. Jahrhunderts“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. Er warnte zugleich vor einer weiteren Schwächung oder gar „dem Zerfall der Europäischen Union“.

Deutschlands wichtigste Aufgabe sei es nach seinen Worten, das europäische Projekt „nach innen und außen zu schützen und mit großen Initiativen neu zu beleben“, sagte der frühere Top-Diplomat T-Online. „Es gilt, das Europa der Integration durch ein Europa der Sicherheit zu ergänzen. Diese historische Aufgabe erzwingt eine enorme Kraftanstrengung und bedingt eine aktive deutsche Führungsrolle.“

Forderung nach stärkerer europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage zeigte sich Ischinger besorgt. Wenn sich Europa „nicht mehr vollständig auf die USA und auf den Nato-Schutzschirm verlassen kann“, sei der Kontinent „denkbar schlecht für eine militärische Auseinandersetzung gerüstet“, sagte er T-Online.

Deshalb forderte er „eine massive Konsolidierung des europäischen Verteidigungsmarkts“, um diesen global wettbewerbsfähig zu machen. „Es ist dringend erforderlich, dass wir die europäische Kleinstaaterei überwinden“, betonte Ischinger gegenüber T-Online.

Kritik am Einstimmigkeitsprinzip in der EU

Zudem kritisierte Ischinger die sicherheitspolitische Entscheidungsunfähigkeit der EU aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips. Notwendig sei „der Zusammenschluss derjenigen Länder, die Mehrheitsentscheidungen bevorzugen“. Diese müssten „das Kerneuropa bilden“, wie es Wolfgang Schäuble bereits vor 30 Jahren vorgeschlagen habe, sagte Ischinger T-Online.

Ein Europa der Integration könne „nicht automatisch auch ein Europa der Verteidigung, der Sicherheit sein“, erklärte er. „Hier muss neu gedacht und im Sinne großer Initiativen gehandelt werden“, forderte Ischinger laut T-Online.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Rhein fordert harte Sozialreformen und Einschnitte für Bürger

Boris Rhein
Boris Rhein (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) dringt auf rasche und konkrete Ergebnisse der Reformkommissionen zu Rente, Gesundheit und Sozialstaat. Zugleich bereitet er die Bevölkerung auf Einschnitte vor und fordert ein umfassendes Reformpaket zur Senkung der Sozial- und Gesundheitsausgaben.

Rhein fordert „mutiges Reformpaket“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat von den eingesetzten Reformkommissionen zu Rente, Gesundheit und Sozialstaat zügige und konkrete Vorschläge verlangt. „Die eingesetzten Reformkommissionen müssen zügig Ergebnisse vorlegen“, sagte Rhein der „Bild“.

Er verband diese Forderung mit dem Ruf nach weitreichenden Veränderungen. „Wir brauchen ein mutiges Reformpaket, um die Sozial- und Gesundheitsausgaben deutlich zu senken, die Finanzierung und Qualität der Pflege nachhaltig zu stärken und unser Rentensystem generationengerecht neu aufzustellen“, erklärte Rhein laut „Bild“.

Appell an nationale Kraftanstrengung

Rhein machte zugleich deutlich, dass er Einschnitte für notwendig hält. Dabei gelte, so der CDU-Politiker: „Was keinem etwas abverlangt, ist not ambitioniert genug und wird not reichen. Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung, um wichtige Errungenschaften wie unseren Sozialstaat zu erhalten und auch für kommende Generationen zu sichern.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

CDU und Polizei fordern nach Silvester-Angriffen Turbo-Strafen

Straße nach Silvester Feuerwerk
Foto: dts

Nach erneuten Angriffen auf Polizei- und Rettungskräfte in der Silvesternacht fordern CDU, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen konsequente Reaktionen von Justiz und Politik. Neben schnelleren Gerichtsverfahren und schärferen Strafen werden bessere Ausrüstung, Schutzkonzepte und strengere Regeln für das Abbrennen von Feuerwerk verlangt.

Forderung nach schnelleren Verfahren

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht drängen CDU und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf eine rasche Verurteilung der Täter. CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann sagte der „Bild“: „Wer Retter angreift, hat den Respekt vor wirklich allem verloren“. Was jetzt wirklich keiner mehr hören könne, seien die immer wiederkehrenden Rufe nach härteren Strafen. „Viel wichtiger sind schnelle Verfahren. Dazu müssen die sogenannten beschleunigten Verfahren in Deutschland ausgebaut werden. Die Täter müssen mit einer schnellen Verurteilung innerhalb weniger Tage rechnen.“

Ähnlich äußert sich die Gewerkschaft der Polizei. Bundespolizei-GdP-Chef Andreas Roßkopf sagte der Zeitung: „Es gab Hunderte von Festnahmen. Hier erwarten wir schnelle Gerichtsverfahren mit konsequenten Strafen.“ Diejenigen Kollegen, welche den Kopf hinhielten, erwarteten das. „Es geht nicht mehr nur um Böllerverbote, sondern um schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat.“

Warnungen vor Verrohung und Unterstützung für Gesetzespläne

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, warnte unterdessen vor einer „wachsenden Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft“. Dem müsse man „entschlossen entgegentreten“, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Gröhe begrüßte den von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurf, der schärfere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte vorsieht. Es sei zudem wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung der Rettungskräfte zu stärken, mahnte der DRK-Präsident. Auch müsse man auf die Auswirkungen von Gewalt hinweisen. „Die Menschen, die sich rund um die Uhr an 365 Tagen für die Allgemeinheit einsetzen und dabei jeden Tag Menschenleben retten, haben den besonderen Schutz unseres Rechtsstaates wahrlich verdient“, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Schutz der Einsatzkräfte und strengere Regeln an Silvester

Die Gewerkschaft Verdi forderte von den öffentlichen Arbeitgebern wirksame Konzepte und bessere Ausrüstung zum Schutz der Beschäftigten. „Es ist und bleibt empörend, wenn Menschen angegriffen werden, die anderen helfen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Das dürfen wir als Gesellschaft in keinem Fall hinnehmen oder gar als Berufsrisiko abtun. Einsatzkräfte retten Menschen aus Gefahrensituationen, versorgen sie medizinisch, kümmern sich um ihren Schutz – und sie verdienen daher selbst den bestmöglichen Schutz vor jeder Gewalt.“

Der Bundesvorsitzende des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), Knut Fleckenstein, forderte mit Blick auf Angriffe auf Rettungskräfte in der Silvesternacht ein Alkoholverbot beim Böllern. „Wir brauchen besser ausgestattete Rettungsdienste sowie klare Regeln beim Feuerwerk, wie zum Beispiel ein Alkoholverbot: Wer böllert, sollte nicht Alkohol trinken dürfen – bis hin zu kommunalen Böllerverboten an sensiblen Orten“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Die Bilanz der Silvesternacht zeige, dass die Zahl der Einsätze hoch bleibe, es viele Verletzte gebe und immer wieder Angriffe auf Einsatzkräfte. „Der massive Missbrauch von Pyrotechnik muss eingedämmt werden: durch konsequentes Durchgreifen, frühe Prävention in Schulen und Stadtteilen und eine klare gesellschaftliche Haltung von jedem einzelnen von uns: Gewalt gegen diejenigen, die anderen helfen, ist tabu“, sagte Fleckenstein. „Silvester darf ein Fest bleiben – aber nicht auf Kosten derjenigen, die in dieser Nacht für die Sicherheit aller im Einsatz sind.“

Unterstützung signalisierte der ASB-Chef für den jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf von Hubig. „Wer Rettungskräfte, Polizei oder Feuerwehr angreift, greift diejenigen an, die Menschenleben schützen wollen und statt Silvester mit ihren Freunden und ihrer Familie zu feiern, im Einsatz für die Sicherheit aller sind“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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