Der Dax ist am Freitag mit leichten Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Neue Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und die Entwicklung des privaten Konsums sorgten für Zurückhaltung an den Märkten. Auch der Euro zeigte sich am Morgen etwas schwächer.
Verhaltener Auftakt am Aktienmarkt
Gegen 9:30 Uhr standen rund 23.745 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal, das waren 0,1 Prozent weniger als am Vortag. Damit setzte der Dax seinen Handel am Freitag zunächst leicht im Minus fort.
Rückgang im Einzelhandel belastet Stimmung
Für Enttäuschung im Handelssaal sorgten neue Zahlen zu Einzelhandelsumsätzen, die laut Statistischem Bundesamt im Oktober um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen waren, auch wenn es im Vorjahresvergleich ein Plus von 0,9 Prozent gab. „Für die deutschen Einzelhändler ist es ein verkorkster Auftakt ins 4. Quartal“, kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank. „Die Einzelhandelsumsätze senden keine Signale, dass sich der private Konsum im Schlussquartal 2025 deutlich belebt.“
Bereits im dritten Quartal waren die privaten Konsumausgaben um 0,3 Prozent gesunken und hatten das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes gedämpft. Die Furcht vor Arbeitsplatzverlust lasse die Sparquote steigen. „Die privaten Haushalte legen lieber den Notgroschen zurück als das Geld auszugeben. In der Summe dürfte deshalb der private Konsum im 4. Quartal keine großen Sprünge machen“, sagte Gitzel.
Euro zum Dollar leichter
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1577 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8638 Euro zu haben.
Osnabrück traut sich erst nach der Neuwahl von Stadtrat und Oberbürgermeister(in) ran an den größten Schandfleck der Stadt, den Neumarkt. Und es wird teuer: In der neuen Maßeinheit der städtischen Verschuldung: knapp ein halbes VfL-Stadion.
Der große Umbau des Neumarkts beginnt offiziell erst Ende 2026 – den zu erwartenden Stau rund um die Großbaustelle gibt es also erst dann, wenn die Kommunalwahl vorbei ist. Der aktuelle Zeitplan wurde am Donnerstagabend im Stadtentwicklungsausschuss (StUA) vorgestellt.
Allein zwischen April und November stiegen die Kosten um fast 6 Millionen
Fast zwei Jahrzehnte wurde geplant, verworfen, neu gedacht. Jetzt soll es ernst werden – und das deutlich teurer als noch zu Zeiten, als die Stadtkasse noch nicht so in den Miesen war. Die Kosten haben sich von einst 13 Millionen auf satte 28 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Allein zwischen April und November stiegen die erwarteten Umbaukosten von 21,9 Millionen Euro auf jetzt 27,7 Millionen – Kritik im zuständigen Ausschuss an der offensichtlichen Fehleinschätzung der Kosten: keine!
Die aus Sicht von Politik und Verwaltung gute Nachricht: Auch Steuerzahler aus Teilen der Republik, in denen man Osnabrück wohl kaum auf der Landkarte findet, sollen zur Kasse gebeten werden. Es gibt Fördertöpfe, die angezapft werden können und deswegen will die Verwaltung diesmal aber nun wirklich ans Arbeiten kommen – sagt die Verwaltung.
Der Neumarkt in Osnabrück: Zukünftig ein riesiger Zebrastreifen? / ki-generiert auf Basis von Planungsunterlagen
Busse fahren weiter über den Neumarkt – bald auch direkt am Hospiz entlang
Während der Bauarbeiten bleibt der Neumarkt für den Busverkehr geöffnet. Doch die Johannisstraße fällt als Durchfahrt auf lange Sicht aus. Wann die Busse zukünftig durch die Johannisfreiheit geschickt werden – direkt an Hospiz und Marienhospital (MHO) vorbei –, beantworteten die Planer nicht. Das Thema ist heikel, die Route in Politik und Nachbarschaft umstritten.
Entsprechend blieb es bei vagen Andeutungen und wenigstens in dieser Sache leiser Kritik von Heiko Panzer (SPD), der aber nach dieser Einschätzung zurückruderte und seine Kritik als „Privatmeinung“ bezeichnete; im Zweifel also für die Partei (Anmerkung des Redakteurs: … die Partei, die Partei, die hat immer recht).
Baustelle bis 2029 – Autos sind dann endgültig runter vom Neumarkt
Der Zeitplan ist straff und gleichzeitig ein Langstreckenlauf: Im März 2026 starten zumindest erste Vorarbeiten, im November – nach der Kommunalwahl im September 2026 – folgt als erste sichtbare Änderung der Abriss der alten Verkehrsordnung. Fertig werden soll alles passend zum Weihnachtsgeschäft 2029. Fest steht: Autos werden ab Beginn der Hauptphase endgültig vom Neumarkt verbannt. Wann und wie der zögernde Investor für die Johannishöfe endlich „ans Arbeiten“ kommt, ist übrigens auch weiterhin offen – genauso wie die Zukunft der Dauerbaustelle „Zauberwürfel“. Beide Projekte werden für lange Zeit Inseln in einer Großbaustelle sein; keine guten Aussichten dafür, dass es auch da voran gehen könnte.
Sahra Wagenknecht (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht kündigt nach Berichten über eine geplante Ablehnung des BSW-Einspruchs gegen das Ergebnis der Bundestagswahl im Wahlprüfungsausschuss eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an. Sie wirft Mitgliedern des Ausschusses vor, aus Angst vor einer möglichen Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse eine Neuauszählung verhindern zu wollen.
Ankündigung von Karlsruhe-Klage
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht reagiert mit scharfer Kritik auf Berichte über eine bereits abgemachte Ablehnung des Einspruchs ihrer Partei gegen das Ergebnis der Bundestagswahl im Wahlprüfungsausschuss des Bundestags. Sie kündigt an, im Falle einer Zurückweisung des Einspruchs vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.
Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ erklärte Wagenknecht: „Wenn der Ausschuss die Beschlussempfehlung annimmt, dann haben die Demokratieverächter sich durchgesetzt. Dass der Ausschuss unseren Einspruch mit Mehrheit abweisen will, ist wenig überraschend. Die Angst, dass eine Neuauszählung uns in den Bundestag und die Regierung Merz um ihre Mehrheit bringen könnte, war offenbar zu groß. Immerhin ist jetzt für uns endlich der Weg nach Karlsruhe frei.“ (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
Einspruch des BSW soll zurückgewiesen werden
Der Wahlprüfungsausschuss tagt am 4. Dezember. Nach einer internen Beschlussvorlage, aus der „Table Briefings“ zitiert hatte, soll der Einspruch des BSW zurückgewiesen werden.
Forderung nach Neuauszählung
Wagenknecht bekräftigte gegenüber dem RND ihre Forderung nach einer Neuauszählung der Stimmen. Sie sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Für jeden unbefangenen Beobachter liegt die Notwendigkeit einer Neuauszählung auf der Hand: Da niemand angesichts des knappen Ergebnisses und der belegten Unregelmäßigkeiten ausschließen kann, dass das BSW von mehr als fünf Prozent der Wähler gewählt wurde, muss nachgezählt werden. Der Aufwand einer Neuauszählung wäre klein, der Dienst an der Demokratie groß.“ (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
Die Importpreise in Deutschland sind im Oktober 2025 im Jahresvergleich um 1,4 Prozent gesunken, während die Exportpreise um 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Gegenüber dem Vormonat stiegen sowohl die Einfuhr- als auch die Ausfuhrpreise im Durchschnitt um 0,2 Prozent. Maßgeblich für die Entwicklung der Importpreise war erneut ein deutlicher Rückgang der Energiepreise.
Rückgang der Energiepreise prägt Importentwicklung
Die Importpreise lagen im Oktober 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 1,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Im September hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -1,0 Prozent gelegen, im August 2025 bei -1,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Einfuhrpreise im Oktober leicht um 0,2 Prozent.
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Oktober hatte laut Statistischem Bundesamt erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -15,1 Prozent gegenüber Oktober 2024. Gegenüber September fielen die Energiepreise im Durchschnitt um 1,5 Prozent. Alle Energieträger waren im Oktober günstiger als im Vorjahr: Steinkohle mit -22,1 Prozent (-2,0 Prozent gegenüber September), rohes Erdöl mit -21,1 Prozent (-4,1 Prozent gegenüber September), Erdgas mit -13,7 Prozent (-0,6 Prozent gegenüber September), Mineralölerzeugnisse mit -9,2 Prozent (-1,3 Prozent gegenüber September 2025) sowie elektrischer Strom mit -3,7 Prozent, aber +12,3 Prozent gegenüber September 2025.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise veränderten sich die Importpreise im Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat nicht (0,0 Prozent), gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,3 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 0,6 Prozent unter dem Stand von Oktober 2024, aber 0,4 Prozent über dem Stand von September.
Unterschiedliche Entwicklungen bei Gütergruppen
Die Importpreise für Investitionsgüter lagen im Oktober 2025 um 0,5 Prozent unter denen des Vorjahresmonats, gegenüber September 2025 ergab sich ein Anstieg um 0,1 Prozent. Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Oktober 2025 um 0,9 Prozent billiger als im Vorjahresmonat und verbilligten sich auch gegenüber September 2025 um 0,9 Prozent. Die Preise für lebende Schweine lagen um 22,9 Prozent unter denen des Vorjahresmonats und gingen gegenüber September 2025 um 19,4 Prozent zurück. Rohkakao war 10,0 Prozent günstiger als im Oktober 2024 und wurde auch gegenüber dem Vormonat deutlich billiger (-6,6 Prozent).
Die Getreidepreise lagen sowohl unter dem Vorjahres- als auch unter dem Vormonatsniveau (-7,7 Prozent gegenüber Oktober 2024 und -2,1 Prozent gegenüber September 2025). Deutlich teurer als vor einem Jahr war dagegen insbesondere Rohkaffee mit einem Plus von 42,6 Prozent gegenüber Oktober 2024 und +0,8 Prozent gegenüber September 2025. Mehr als vor einem Jahr kosteten auch Speisezwiebeln (+26,6 Prozent), sie wurden jedoch im Vormonatsvergleich um 8,4 Prozent billiger.
Die Importpreise für Vorleistungsgüter lagen im Oktober 2025 knapp über denen des Vorjahresmonats (+0,1 Prozent), gegenüber September 2025 stiegen sie im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Oktober 2025 um 0,6 Prozent teurer als im Vorjahr, gegenüber dem Vormonat verbilligten sie sich um 0,1 Prozent. Verbrauchsgüter waren 0,9 Prozent teurer als im Oktober 2024, wurden aber gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent preiswerter, während sich Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich um 1,0 Prozent verbilligten, aber gegenüber September 2025 um 0,5 Prozent teurer wurden.
Bei den Verbrauchsgütern mussten im Oktober 2025 insbesondere für Nahrungsmittel mit +5,4 Prozent deutlich höhere Importpreise gezahlt werden als im Oktober 2024. Gegenüber September 2025 fielen die Preise hier jedoch um 1,1 Prozent. Mehr als im Oktober 2024 kosteten vor allem geschälte Haselnüsse (+68,7 Prozent), Kaffee (geröstet oder entkoffeiniert; +37,9 Prozent), Rindfleisch (+34,3 Prozent), Geflügelfleisch (+26,6 Prozent) und geschälte Mandeln (+23,3 Prozent). Die Preise für importierten Orangensaft lagen um 16,4 Prozent über denen von Oktober 2024, fielen aber gegenüber September deutlich um 8,8 Prozent. Billiger als im Oktober 2024 waren unter anderem Zucker (-23,8 Prozent), Olivenöl (-21,7 Prozent) und Schweinefleisch (-11,2 Prozent).
Moderater Anstieg der Exportpreise
Die Exportpreise lagen im Oktober 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 0,5 Prozent höher als im Vorjahr. Im September hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +0,6 Prozent gelegen, im August 2025 bei +0,5 Prozent. Gegenüber September stiegen die Ausfuhrpreise im Oktober im Durchschnitt um 0,2 Prozent.
Bei der Ausfuhr hatten im Oktober die Preissteigerungen bei Konsum- und Vorleistungsgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung insgesamt. Exportierte Konsumgüter waren 0,9 Prozent teurer als im Oktober 2024, aber 0,3 Prozent billiger als im September 2025. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen um 1,8 Prozent über denen des Vorjahres (+0,2 Prozent gegenüber September 2025), Verbrauchsgüter waren 0,8 Prozent teurer als im Oktober 2024 und 0,4 Prozent günstiger als im September 2025. Wie auch bei den Einfuhren, waren bei den exportierten Verbrauchsgütern Nahrungsmittel im Durchschnitt deutlich teurer (+2,7 Prozent) als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent.
Insbesondere Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) wurde zu 47,0 Prozent höheren Preisen exportiert als im Oktober 2024 (+0,9 Prozent gegenüber September 2025). Dagegen waren Butter und andere Fettstoffe aus Milch deutlich billiger als vor einem Jahr (-29,6 Prozent gegenüber Oktober 2024 und -18,3 Prozent gegenüber September 2025). Preiswerter gegenüber Vorjahr und Vormonat waren im Oktober 2025 auch Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Preise um 19,3 Prozent, im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Prozent. Für Zucker musste 14,7 Prozent weniger bezahlt werden als im Oktober 2024, gegenüber September 2025 betrug der Rückgang 7,0 Prozent.
Die Preise für ausgeführte Vorleistungsgüter lagen im Oktober 2025 um 0,7 Prozent über denen von Oktober 2024, gegenüber dem Vormonat wurden sie um 0,4 Prozent teurer. Das Preisniveau bei Investitionsgütern lag um 0,4 Prozent über dem von Oktober 2024, mit einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber September 2025. Der Export landwirtschaftlicher Güter war im Vorjahresvergleich 0,6 Prozent preiswerter, gegenüber September 2025 fielen die Preise hier um 0,9 Prozent. Auch Energie wurde preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat (-5,0 Prozent), gegenüber September 2025 stiegen die Preise aber um 1,9 Prozent. Mineralölerzeugnisse waren 5,8 Prozent billiger als im Vorjahr (-0,8 Prozent gegenüber September 2025), die Erdgaspreise lagen 4,3 Prozent unter denen des Vorjahresmonats, aber 2,5 Prozent über denen von September 2025.
Belit Nejat Onay (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Der Grünen-Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay, ruft seine Partei dazu auf, den in Hannover beginnenden Bundesparteitag für eine inhaltliche und strategische Neuaufstellung zu nutzen. Im Vorfeld des Treffens in der niedersächsischen Landeshauptstadt mahnt er, zentrale Themen der aktuellen politischen Lage in den Mittelpunkt zu stellen und die künftige Rolle der Grünen in der Opposition zu klären.
Aufruf zur Neuorientierung der Grünen
Der grüne Oberbürgermeister von Hannover Belit Onay fordert seine Partei auf, den an diesem Freitag beginnenden Parteitag in Hannover zu nutzen, um sich inhaltlich und strategisch neu auszurichten. „Wir müssen bei dem Parteitag die Themen, die Deutschland derzeit bewegen, diskutieren und gemeinsam bewerten“, sagte Onay dem „Tagesspiegel“. Genauso wichtig sei es, „dass wir nach der Regierungszeit daran arbeiten, unsere Rolle in der Opposition zu finden“.
Schwerpunkt auf zentralen politischen Fragen
Zugleich kritisiert Onay, dass sich die Grünen aus seiner Sicht zuweilen verzettelten. „Deutschland wartet nicht darauf, dass wir über Homöopathie diskutieren“, sagt Onay zu einem umstrittenen Antrag auf dem Parteitag. Es sei gut, dass die Grünen weiter innovative Wege und Mehrheiten für mehr Klimaschutz suchten, sagte Onay weiter. Alle anderen Parteien drückten sich da gerade um Lösungen.
Viktor Orbán (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Russlands Präsident Wladimir Putin erfährt derzeit verstärkte internationale Aufmerksamkeit. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán reiste nach eigenen Angaben zu Gesprächen nach Moskau, während der Kreml einen Staatsbesuch Putins in Indien Anfang Dezember ankündigte.
Russlands Präsident Wladimir Putin darf sich über internationale Beachtung freuen.
Orbán kündigt Besuch in Moskau an
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán schrieb in sozialen Medien, er sei „auf dem Weg nach Moskau“. Dabei gehe es um „Energiesicherheit und bezahlbaren, niedrigen Strom“, erklärte Orbán in dem Beitrag. Dem Vernehmen nach soll es am Freitag ein Treffen zwischen Putin und Orbán geben.
Angekündigter Staatsbesuch in Indien
Fast gleichzeitig kündigte der Kreml an, dass Putin auf Einladung von Indiens Premierminister Narendra Modi am 4. und 5. Dezember einen Staatsbesuch in das Land unternimmt. In einer Erklärung des Kreml hieß es: „Dieser Besuch ist von großer Bedeutung und bietet die Gelegenheit, die gesamte Bandbreite der russisch-indischen Beziehungen – einer besonderen, privilegierten strategischen Partnerschaft – in den Bereichen Politik, Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Kultur und humanitäre Angelegenheiten umfassend zu erörtern sowie dringende internationale und regionale Fragen anzugehen. Diese Themen werden im Mittelpunkt der Gespräche mit der indischen Delegation unter der Leitung von Narendra Modi stehen.“
Nach sechs Monaten Bauzeit wird am 1. Dezember der modernisierte Parkplatz an der Dominikanerkirche freigegeben. Was auf den ersten Blick wie eine reguläre Sanierungsmaßnahme wirkt, ist in Wahrheit ein technischer Meilenstein: Die OPG setzt hier erstmals auf ein vollständig ticket- und bargeldloses System – ein Schritt, der das Parken in Osnabrück spürbar verändern dürfte.
Moderner Umbau mit Fokus auf Umwelt
Stadtbaurat Thimo Weitemeier würdigt den erfolgreichen Projektabschluss: „Die OPG hat hier eine echte Punktlandung hingelegt – und das bei dem anspruchsvollen Umfang der Arbeiten.“ Zugleich betont er: „Mein Dank gilt allen beteiligten Firmen und der OPG für die sehr gute Zusammenarbeit und die professionelle Umsetzung. Das Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie sich funktionale Stadtentwicklung, moderne Technik und der Erhalt grüner Stadträume miteinander verbinden lassen.“
Seit Juni wurde der Parkplatz grundlegend erneuert: neue Asphaltflächen, eine optimierte Verkehrsführung und vor allem der behutsame Umgang mit den 19 Bestandsbäumen. Wurzelschutzbrücken sollen den langfristigen Erhalt des Grüns sichern. Zusätzlich entstanden neue Grünflächen und vier E-Ladestellplätze.
OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner zeigt sich zufrieden: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit 59 vergrößerten Stellplätzen, darunter vier E-Ladestellplätzen, haben wir die Parkbedingungen verbessert und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtgestaltung geleistet.“
Arbeiten in der Kurzen Straße laufen weiter
Während der Parkplatz selbst fertiggestellt ist, dauern die Sanierungsarbeiten an den nahegelegenen Anwohnerparkplätzen in der Kurzen Straße noch an. Auch dort werden Stellplätze neu geordnet und gegen Wurzelaufbrüche gesichert. Bis Jahresende müssen Anwohner und Autofahrende mit kleineren Einschränkungen rechnen.
Komplett digital: Osnabrücks erster ticketloser Parkplatz
Das neue System verzichtet vollständig auf Tickets und Bargeld. Bei der Einfahrt erfasst eine Kamera das Kennzeichen, die Schranke öffnet automatisch. Beim Bezahlen genügt die Eingabe des Kennzeichens am Automaten, bezahlt wird ausschließlich per Karte oder Smartphone. „Das neue System ist nicht nur komfortabel, sondern spart auch Zeit“, betont Maethner. Das Ein- und Ausfahren funktioniert schneller, da kein Ticket gezogen werden muss.
Schritt in eine moderne Parkzukunft
Bereits 2024 hatte die OPG kontaktlose Zahlverfahren in ihren Parkhäusern eingeführt – dort allerdings noch mit Bargeldoption. Mit der Dominikanerkirche geht sie nun einen Schritt weiter in Richtung komplett digitaler Parkraumbewirtschaftung.
Stadtbaurat Weitemeier sieht darin eine wichtige Entwicklung: „Mit dieser Neuerung leistet die OPG einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der städtischen Infrastruktur. Das ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung Osnabrücks zu einer modernen, serviceorientierten Stadt.“
Die Pläne gehen weiter: Auch andere Parkhäuser sollen künftig ticket- und bargeldlos werden. Maethner sagt dazu: „Wir sehen darin die Zukunft des urbanen Parkens. Schneller, bequemer und ressourcenschonender – so wollen wir das Parkerlebnis in Osnabrück Schritt für Schritt weiterentwickeln.“
Bildunterschrift zum Titelbild: Stadtbaurat Thimo Weitemeier (Mitte) mit den OPG-Geschäftsführern Wigand Maethner (l.) und Volker Hänsler.
Am Freitag, 28. November, sowie am Freitag, 5. Dezember, kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen bei der A33-Autobahnauffahrt Harderberg.
Asphaltbauarbeiten machen Sperrung nötig
Aufgrund von Asphaltbauarbeiten muss an den genannten Tagen jeweils die Auffahrt in Fahrtrichtung Osnabrück voll für den Verkehr gesperrt werden. Die Arbeiten werden zu verkehrsarmen Zeiten in den Nachtstunden – voraussichtlich jeweils in der Zeit zwischen 3 und 5 Uhr – durchgeführt.
Lars Klingbeil am 27.11.2025 / via dts Nachrichtenagentur
Union und SPD haben im Koalitionsausschuss am Donnerstagabend rund sechs Stunden lang bis in die Nacht beraten. Ergebnisse der Beratungen sollen am Freitagvormittag bekanntgegeben werden. Mit besonderer Spannung wird erwartet, welche Einigung die Koalitionspartner im Rentenstreit erzielen konnten.
Lange Beratungen im Koalitionsausschuss
Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hat am Donnerstagabend rund sechs Stunden lang bis in die Nacht beraten. Über Ergebnisse soll am Freitagvormittag informiert werden.
Mit Spannung wird insbesondere erwartet, was die Verhandler der Koalition im Rentenstreit vereinbart haben. Das Pikante: die Teilnehmer der Runde um Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz und Bärbel Bas, SPD-Chefin, waren sich bei diesem Thema im Prinzip schon längst einig, zuletzt gab es lediglich Druck aus der Jungen Union, den bisherigen Gesetzentwurf im Bundestag nicht mittragen zu wollen.
Streit um Stabilisierung des Rentenniveaus
Demnach soll die Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent über das Jahr 2031 hinaus gelten, was nach Ansicht der jungen Bundestagsabgeordneten zu hohen Kosten für nachfolgende Generationen führt. Im Dezember sollte das Paket den Bundestag passieren und ab Januar 2026 in Kraft treten, insbesondere CSU und SPD beharren auf dem Zeitplan.
Weitere Konfliktthemen: Verbrenner-Aus und Heizungsgesetz
Weitere Themen der Beratungen waren das Verbrenner-Aus und das Heizungsgesetz. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben für 9:30 Uhr zu einer Pressekonferenz ins Bundeskanzleramt geladen.
Lotter Straße (Blick in Richtung Weißenburger Straße) / Foto: Guss
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit führte am Donnerstagmorgen (27. November) auf der Lotter Straße in Osnabrück zu einem Unfall, bei dem eine 20-jährige Pedelec-Fahrerin leicht verletzt wurde.
Gefährliche Sekunde auf der Lotter Straße
Gegen 8:45 Uhr prallte die junge Frau frontal gegen die Tür eines geparkten Autos – ein klassischer Dooring-Unfall. Die Radfahrerin war stadtauswärts unterwegs, als ein 46-jähriger Mann aus seinem am Fahrbahnrand abgestellten Wagen aussteigen wollte. Nach bisherigen Erkenntnissen achtete er beim Öffnen der Fahrertür nicht auf den Verkehr hinter sich. Die Pedelec-Fahrerin befand sich nahezu auf gleicher Höhe und hatte keine Chance mehr auszuweichen.
Folgen für Fahrerin und Fahrzeug
Durch den Aufprall verletzte sich die Frau leicht und wurde zur weiteren Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. An ihrem Pedelec sowie an der Autotür entstand Sachschaden.
Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf eine einfache, aber wirkungsvolle Vorsichtsmaßnahme hinzuweisen: Fahrzeugtüren sollten möglichst mit der weiter vom Türgriff entfernten Hand geöffnet werden – häufig als Holländischer Griff bekannt. Dabei dreht sich der Oberkörper automatisch zur Straße, und der Blick fällt auf den nachfolgenden Verkehr.