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Osnabrücker verputzen 2.129 Tonnen Schokolade im Jahr

Der Schoko-Hunger ist enorm – gerade zu Ostern: 2.129 Tonnen Schokolade haben die Menschen in Osnabrück zuletzt im Jahr gegessen. Und: Der Schokohase ist beliebter als der Schokoweihnachtsmann. Die Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert deshalb höhere Löhne für die Süßwarenindustrie. 

Vorallem zu Ostern können viele nicht drauf verzichten: Schokolade. Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ließen sich Osnabrücker 2022 im Schnitt 12,9 Kilogramm der süßen Verführung schmecken. Insgesamt kommt die Hasestadt damit auf 2.129 Tonnen im Jahr. „Das macht für jeden rund zweieinhalb Tafeln Schokolade pro Woche. Natürlich sind da auch Pralinen, Osterhasen oder Weihnachtsmänner aus Schokolade mit dabei. Übrigens ist der Schoko-Hase beliebter: Er hat den Weihnachtsmann bei der Produktion in den Schokoladenfabriken längst überholt“, erzählt Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Peter Buddenberg.

NGG fordert 500 Euro mehr am Fließband

Die NGG sorgt in der Süßwarenindustrie dafür, dass die Arbeitsbedingungen stimmen. „Dazu gehört vor allem auch der Lohn. Den müssen die Arbeitgeber jetzt allerdings deutlich nachsüßen“, so Buddenberg. „Denn die hohe Inflation liegt allen schwer im Magen. Die verdaut man auch nicht besser, wenn man tagsüber oder in Nachtschichten leckere Sachen produziert.” Wer in der Produktion am Band steht oder im Lager arbeitet, soll 500 Euro mehr pro Monat bekommen – so die Forderung der NGG. „Und für alle, die heute schon weiter oben auf der Lohnleiter stehen, müssen 400 Euro im Monat dazukommen. Ziel ist ein Lohn-Plus mit sozialem Augenmaß. Deshalb ist es auch wichtig, in schmalere Lohntüten mehr reinzupacken“, so der NGG-Geschäftsführer. Auch Azubis in der Süßwarenindustrie sollen profitieren: Für sie fordert die NGG 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Monat und zusätzlich noch eine Fahrtkostenpauschale von 50 Euro.

Mythos: Schokoosterhasen sind keine wiedereingeschmolzenen Weihnachtsmänner

Vom Marzipan bis zum Eis, von Weingummis über Salzstangen bis zu Chips: „Zu den Produkten der Süßwarenindustrie gehören auch Kekse & Co. Dahinter steckt eine starke Branche mit gewaltigen Umsätzen und großen Namen wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo oder Bahlsen“, so Buddenberg. Die Gewerkschaft NGG werde Mitte April zum ersten Mal seit langem wieder mit allen „Genuss-Giganten“ am Tariftisch sitzen und bundesweit über die Löhne in der Süßwarenindustrie verhandeln. Vorher räumt Buddenberg allerdings noch mit einem Gerücht auf: „Nein, Weihnachtsmänner, die im Regal geblieben sind, werden nicht zu Osterhasen eingeschmolzen. Das sind Saisonartikel, die immer aus frisch hergestellter Schokoladenmasse produziert werden.“

PM
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