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Krisenstab-Chefin Pötter sieht Einzelhandel und Zoo nicht als Infektionstreiber und kündigt Gespräche mit Land Niedersachsen an

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In der Stadt Osnabrück steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter an: Nachdem der Inzidenzwert bereits den vierten Tag in Folge bei über 100 lag, wird die Stadt nun zur „Hochinzidenzkommune“. Auswirkungen betreffen Kitas, Schulen, den Einzelhandel und kulturelle Einrichtungen.

„Da die 7-Tage-Inzidenz am heutigen Montag zum inzwischen vierten Mal in Folge über 100 lag, müssen wir uns per Allgemeinverfügung zur Hochinzidenzkommune erklären“, so Katharina Pötter, Leiterin des Corona-Krisenstabs.

Gelten wird die Allgemeinverfügung ab Mittwoch, 17. März. Aufgrund der geltenden Verordnung des Landes Niedersachsen kommt es damit zu stärkeren Einschränkungen in Kitas und Schulen, aber auch im Einzelhandel sowie in Museen und dem Zoo.

Kitas und Schulen in Szenario C – Zoo muss schließen

Sowohl Schulen als auch Kitas werden nun in das Szenario C zurückkehren müssen. Damit werden sich die Schülerinnen und Schüler weiterhin auf Homeschooling einstellen müssen, die Kitas kehren zurück zur Notbetreuung. Läden des Einzelhandelns dürfen aufgrund der Landesverordnung nicht mehr betreten werden, ebenso städtische Museen, Kultureinrichtungen und der Zoo. Auch im privaten Bereich gelten künftig wieder die alten neuen Vorgaben: eine Person darf eine Person aus einem anderen Haushalt treffen.

Pötter kritisiert Maßnahmen

Kritik an den Regelungen der Landesverordnungen äußert Katharina Pötter. „Der Anteil der Infizierten ist auffällig jung (Anm. d. Red.: 33 Jahre), ebenso der Anteil an Kindergartenkindern und Schülern. Dies ist verwunderlich, da die Kinder und Jugendlichen in den vergangenen Wochen in der Regel zuhause bleiben mussten. Zwei Drittel der positiven Fälle können außerdem bestätigt auf direkte Kontakte im privaten Bereich zurückgeführt werden, daher gehen wir nicht davon aus, dass der Treiber in den jüngsten Öffnungen liegt“, so Pötter, die kurzfristige Gespräche mit Landesvertretern ankündigt.

Ziel sei es, einige Landesbeschlüsse abzuändern. „Wir dürfen nicht blauäugig vorgehen, müssen jedoch auch Möglichkeiten schaffen. Wir sehen keinen Sinn in den Schließungen z.B. des Zoos und können uns auch vorstellen den Einzelhandel offen zuhalten, wenn ein Kunde einen tagesaktuellen Negativtest vorweisen kann.“, erklärt Pötter.

Morgen Inzidenz von über 140?

Wie lange die Allgemeinverfügung ab Mittwoch gilt, kann derzeit nicht gesagt werden. Voraussetzung dafür ist ein Inzidenzwert von unter 100 an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Von einer kurzfristigen Besserung geht Katharina Pötter jedoch nicht aus: „Wir kennen bereits die Zahlen für morgen und erwarten eine Inzidenz von über 140.“

Katharina Pötter / Foto: Guss



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Maurice Guss vervollständigt als Praktikant das Team der Hasepost.

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