Trotz Drohungen des Islamischen Staates (IS) rufen die Verantwortlichen in Nordrhein-Westfalen dazu auf, die Karnevalsfreude ungetrübt zu genießen. Laut Innenminister Herbert Reul (CDU) soll man sich durch Ängste und Sicherheitsbedenken nicht vom Feiern abhalten lassen. „Gehen Sie raus, feiern Sie Karneval und genießen Sie die jecken Tage“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.
Innenminister Reul setzt ein Zeichen
Der Innenminister wird erneut am Rosenmontagsumzug in Köln teilnehmen, um ein Zeichen gegen die Bedrohung durch den IS zu setzen. „Wir dürfen uns von diesen Typen unsere Art zu leben nicht kaputtmachen lassen“, kommentierte Herbert Reul. Die Polizei bereite sich intensiv auf den Einsatz während der Karnevalstage vor, wobei landesweit rund 9.900 Polizisten an Weiberfastnacht und etwa 12.000 am Rosenmontag im Einsatz sein werden.
BKA und Sicherheitslage
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat erklärt, dass es keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne für die Karnevalstage gebe, wenngleich die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus weiterhin hoch bleibe. Die Herausforderung, radikalisierte Einzeltäter rechtzeitig zu erkennen, besteht fort.
Politische Stimmen zur Lage
Politiker riefen dazu auf, sich nicht von Terroristen einschüchtern zu lassen. Grünen-Innenexpertin Julia Höller betonte: „Es ist das Ziel der Terroristen und ihrer Drohungen, für Verunsicherung zu sorgen. Doch die Sicherheitsbehörden waren und sind vorbereitet.“ Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ließ verlauten: „Niemandem wird es gelingen, die Kölner einzuschüchtern.“ Sie unterstrich die Bedeutung von Weltoffenheit, Toleranz und Miteinander für das Lebensgefühl der Kölner, das man sich nicht nehmen lassen werde.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .