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Nach Sperre: Ex-VfL-Trainerduo legt Berufung ein

Das Urteil ist gesprochen – doch die Sache ist offenbar noch längst nicht beendet. Der Ex-Cheftrainer des VfL Osnabrück, Marco Antwerpen, und sein damaliger Assistent Frank Döpper akzeptieren die vom DFB verhängten Sperren nicht und legen Berufung ein.

Ein Jahr Sperre für Antwerpen

Das DFB-Sportgericht hatte Antwerpen am 28. August wegen versuchter Spielmanipulation für ein Jahr aus dem Traineramt verbannt, Döpper erhielt eine Sperre von drei Monaten. Damit blieb das Gericht zwar unter den Forderungen des Kontrollausschusses, setzte aber dennoch ein klares Zeichen.

„Wir geben uns damit nicht zufrieden“

Antwerpen und Döpper weisen die Vorwürfe entschieden zurück. Ihr Anwalt Horst Kletke kündigte gegenüber der BILD an, die Entscheidung anzufechten: Die Berufung sei bereits eingeleitet. Hintergrund ist die Überzeugung der Beschuldigten, dass die Beweisführung des Gerichts nicht ausreicht.

VfL Geschäftsführer Dr. Michael Welling / Foto: Pohlmann
VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling / Foto: Pohlmann

Streitpunkt: Aussage und Chatnachricht

Kern der Anklage, so berichtet es unter anderem RevierSport, ist die Darstellung von Athletiktrainer Tim Schütte, der berichtet hatte, er sei von Antwerpen gedrängt worden, Lohnes Abwehrspieler Bernd Rießelmann zum Einsatzverzicht zu bewegen. „Es war weder mein Wunsch noch meine Entscheidung“, sagte Schütte vor Gericht. Antwerpen und Döpper bestreiten das entschieden.

Zusätzlichen Zündstoff brachte eine WhatsApp-Nachricht, die in der Verhandlung verlesen wurde. Darin fragte Antwerpen VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling: „Haben wir die Möglichkeit, den Einsatz von Theo und Bernd zu verhindern?“ Welling antwortete: „Verhindern nicht vertraglich, aber wir senden schon ein paar Signale, dass die ja nächste Saison erste Runde gegen Bayern an der Brücke spielen wollen.“ Für die Richter war dies ein Indiz, für die Verteidigung lediglich ein vager Austausch ohne konkrete Relevanz.

Warum Berufung?

Aus Sicht von Marco Antwerpen und Frank Döpper sind sowohl die Zeugenaussagen als auch die Chatprotokolle nicht geeignet, eine Manipulation zweifelsfrei nachzuweisen. Die Berufung soll daher klären, ob das Urteil Bestand hat – oder ob die Sperren zu kippen sind.


 
Dominik Lapp
Dominik Lapp
Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.
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