Am vergangenen Sonntag (31. August) kam es am Dörenberg bei Georgsmarienhütte zu einem brenzligen Vorfall: Ein Mountainbiker war auf einem illegalen Trail im Landschaftsschutzgebiet „Teutoburger Wald“ unterwegs, als er von zwei Rangern des Landkreises Osnabrück kontrolliert werden sollte.
Die Beamten trugen laut Mitteilung des Landkreises erkennbar Dienstkleidung und forderten den Mann zum Anhalten auf. Doch dieser ignorierte die Aufforderung, fuhr weiter und gefährdete dabei durch seine Fahrweise einen der Ranger. Erst nach einer kurzen Verfolgung konnte der Biker gestoppt und seine Personalien festgestellt werden.
Bußgeld und mögliche Anzeige
Gegen den Mann leitet der Landkreis ein Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Landschaftsschutzverordnung ein. Zusätzlich wird geprüft, ob Strafanzeige wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gestellt wird.
„Die Ranger leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Natur und Landschaft. Sie verdienen deshalb Respekt und Gehör und nicht Gefährdung oder Beleidigung“, betont der Landkreis in seiner Mitteilung.
Keine Verbindung zu legalem Verein
Der Landkreis stellt klar, dass der Vorfall nichts mit den Aktivitäten des Teutofreunde-Vereins zu tun hat. Es handele sich um das Fehlverhalten einer Einzelperson. Zur Erinnerung weist der Landkreis darauf hin, dass die Ranger Vollzugsbeamte sind. Sie dürfen bei Verdacht auf Ordnungswidrigkeiten Personen kontrollieren, Personalien feststellen und bei Bedarf auch festhalten.