Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird an der Wahl des neuen Regierungschefs am 6. Mai im Bundestag teilnehmen. Das bestätigte ihr Büro gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Merkel und der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, der sich für das Amt des Bundeskanzlers bewirbt, stehen seit zwei Jahrzehnten in einem kritisch geprägten Verhältnis zueinander.
Merkel bei Kanzlerwahl im Bundestag
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 6. Mai 2025 bei der Wahl und der Vereidigung des neuen Bundeskanzlers als Gast auf der Ehrentribüne des Bundestages anwesend sein. „Ich kann bestätigen, dass Bundeskanzlerin a. D. Dr. Merkel zugesagt hat, an der Sitzung des Deutschen Bundestags am 6. Mai 2025 zur Wahl und zur Vereidigung des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland als Gast auf der Ehrentribüne teilzunehmen“, sagte eine Sprecherin dem RND.
Rolle im Wahlkampf und Parteireaktionen
Die 70-jährige Merkel hatte sich bislang aus dem aktuellen Wahlkampf weitgehend herausgehalten. Auffallend war allerdings ihre kritische Äußerung zur Zusammenarbeit der Unionsfraktion mit der in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD in einer Abstimmung zum Thema Migration Ende Januar. Merkel bezeichnete diese gemeinsame Abstimmung als falsch. Innerhalb der CDU sorgte dieses Statement für unterschiedliche Reaktionen: Unterstützer von Merz bewerteten die Kritik als „Foulspiel“, während Vertreter des liberalen Parteiflügels Merkels Mahnung als wichtige und richtige Intervention von außen betrachteten.
Dauerhaft belastetes Verhältnis zwischen Merkel und Merz
CDU-Vorsitzender Friedrich Merz, der sich zur Wahl als Kanzler der geplanten schwarz-roten Koalition stellt, hatte in der Vergangenheit immer wieder deutliche Kritik an Merkel geübt. Insbesondere zum Ende ihrer Kanzlerschaft warf der heute 69-Jährige ihr eine „grottenschlechte“ Regierungspolitik und Führungsschwäche vor. Bereits 2002 hatte Merkel Merz als Vorsitzenden der Bundestagsfraktion abgelöst; 2009 schied Merz zunächst aus dem Bundestag aus, zog jedoch 2021 wieder ins Parlament ein und wurde ein Jahr später zum CDU-Vorsitzenden gewählt.
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