Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hält eine Debatte über einen eigenständigen europäischen Atomschirm zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Er verweist auf die komplexe Lage in Europa, in der bereits zwei Atommächte mit eigenen Strategien präsent sind, und plädiert für Zurückhaltung bei vorschnellen Schlüssen.
Laschet warnt vor vorschneller Atomschirm-Debatte
Armin Laschet</em (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, bezeichnete eine Diskussion über einen eigenständigen europäischen Atomschirm als derzeit nicht angebracht. "Das ist eine sehr komplizierte Frage", sagte Laschet am Freitag den Sendern RTL und ntv. In Europa gebe es mit Frankreich und Großbritannien zwei Atommächte, die beide ihre eigenen Strategien hätten. Auch sei unklar, ob sie diese Bereitschaft mit anderen teilen würden. "Also perspektivisch kann man über vieles nachdenken. Aktuell ist es kein Thema", sagte Laschet den Sendern RTL und ntv.
Französische Gesprächsangebote und deutsche Rolle
Mit Blick auf Gesprächsangebote aus Frankreich über eine Ausweitung des französischen Atomschirms sagte Laschet den Sendern RTL und ntv: „Sprechen sollte man immer, erst recht mit französischen Präsidenten.“ Wie eine Beteiligung Deutschlands überhaupt aussehen könnte, müsse dann miteinander erörtert werden: „Wer hat die Entscheidungsbefugnis? Wie funktioniert das? Wer trägt die großen Kosten? Denn Nuklearmacht zu sein, bringt Milliardenkosten mit sich. Also da würde ich jetzt nicht in einen schnellen Überschwang fallen, sondern einfach mal abwarten, wie sich solche Gespräche und Ideen weiterentwickeln.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .