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Kein Interesse an Politik? Von wegen! Jugendbarcamp im Haus der Jugend

Schon zum zweiten Mal veranstaltete der AWO Kreisverband am Donnerstag (2. Oktober) das Jugendbarcamp im Osnabrücker Haus der Jugend. Hier konnten Jugendliche in Diskussionen und direkten Gesprächen mit aktiven Politikerinnen und Politikern ihre Interessen vertreten und sich aktiv am politischen Dialog beteiligen.

Wie können Jugendliche ihre Interessen vertreten?

Für Jugendliche erscheinen politische Prozesse oft langweilig und intransparent. Auf der anderen Seite haben Politikerinnen und Politiker haben nur wenig Einblickmöglichkeiten in das Leben der Jugendlichen. Das Resultat: Jugendliche fühlen sich in der Politik nicht gut repräsentiert oder angesprochen. Mit dem Jugendbarcamp arbeitet der AWO an einer Lösung, um Jugendliche und Politikerinnen und Politiker im direkten Dialog zusammenzuführen. In Sessions diskutieren die Jugendlichen untereinander, aber auch mit aktiven Politikerinnen und Politikern über Themen wie Demokratie, LGBTQIA+ Repräsentation und wie man eine Demonstration organisiert.

Direkter Austausch mit aktiven Politikern

Ganze 300 Schülerinnen und Schüler füllten das Haus der Jugend schon am Morgen, und beim offenen Barcamp ab 12:00 Uhr erwartete der AWO weitere 150 Jugendliche, die sich für ihre Meinungen und Werte einsetzen wollten. Chance dazu hatten sie unter anderem bei der Fishbowl-Diskussion mit Kathrin Wahlmann, der niedersächsischen Justizministerin, Heidi Reichinnek, der Fraktionsvorsitzenden der Linken, und Lars Düsterberg, dem Bezirksvorsitzenden der Jungen Union Osnabrück-Land. Hier hatten die Jugendlichen die Zeit, ihre Anliegen den Politikerinnen und Politikern direkt vorzutragen und gemeinsam darüber zu diskutieren. Wichtig dabei ist: Am Ende müssen nicht immer alle einer Meinung sein, aber man muss einander verstehen.

Positive Resonanz von überall

„Es ist Wahnsinn wie engagiert die Jugendlichen sind, und was für Ideen sie haben. Auch das heutige Ergebnis ist aus den Diskussionen mit ihnen hervorgegangen“, erzählt Georg Warnke, Vorstand des AWO Kreisverbandes. Im Vergleich zum ersten Jahr ist das Jugendbarcamp erheblich gewachsen, und das Interesse steigt stetig – und das von allen Seiten: Nicht nur die Jugendlichen selbst interessieren sich für ihre Teilhabe an der Politik, auch von Schulen und den Politikerinnen und Politikern selbst erfährt das Jugendbarcamp eine sehr positive Resonanz. „Wir lernen jedes Jahr tolle neue Akteure kennen“, berichtet Georg Warnke. Darunter auch Vereine, die von der Idee des Jugendbarcamps überzeugt sind. Dieses Jahr waren Omas gegen Rechts und Fridays For Future beim Barcamp vertreten, die für offene Dialoge zur Verfügung standen und auch praktische Tipps geben, wie die Jugendlichen ihre Anliegen am besten durchsetzen können.

Irgendwann, erzählt Warnke, soll das Jugendbarcamp von Jugendlichen für Jugendliche organisiert werden, aber da wären sie noch nicht ganz angelangt. „Wir müssen den Jugendlichen mehr zutrauen das zu übernehmen. Denn sie können das, und sie wollen das auch“, betont er. Wenn man ihnen nur die Möglichkeit gibt sich aktiv am politischen Geschehen zu beteiligen, dann ergreifen sie sie auch. Deswegen ist es dem AWO so wichtig die politische Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu stärken. Und dazu haben sie das Jugendbarcamp ins Leben gerufen.


 
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