Der israelische Außenminister Gideon Sa`ar hat die Unterstützung Deutschlands für Israel sowohl auf politischer als auch militärischer Ebene gewürdigt. In einem Interview mit der „Bild“ (Samstagsausgabe) betonte Sa`ar die Bedeutung der internationalen Beziehungen und äußerte sich zu aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen im Kontext des Konflikts mit dem Iran. Zugleich ging er auf Spekulationen über Israels militärische Kapazitäten und die Zielsetzung der israelischen Regierung ein.
Unterstützung durch Deutschland
Israels Außenminister Gideon Sa`ar lobte in einem Gespräch mit der „Bild“ (Samstagsausgabe) die politische und militärische Unterstützung Deutschlands. „Natürlich brauchen wir in erster Linie politische Unterstützung“, sagte Sa`ar. „Und Deutschland gehört zu unseren Freunden in der internationalen Gemeinschaft und in Europa.“ Darüber hinaus machte Sa`ar deutlich, dass Israel auch auf militärische Hilfe angewiesen sei: „Israel erwarte aber auch, dass man uns die Munition, die Waffen liefert, die wir brauchen, um uns selbst zu verteidigen – und Deutschland tut das“, so Sa`ar gegenüber der „Bild“.
Erfolge und Ziele im Vorgehen gegen den Iran
Sa`ar bewertete das bisherige militärische Vorgehen Israels gegen den Iran als sehr erfolgreich. Nach seinen Informationen sei es gelungen, „die Möglichkeit für sie, eine Atombombe zu erlangen, bereits um mindestens zwei oder drei Jahre zu verzögern“. Zur Begründung führte Sa`ar an, dass die Verantwortlichen für das Atomprogramm eliminiert worden seien. Über die weiteren Pläne sagte Sa`ar: „Wir werden nicht aufhören, bis wir alles getan haben, was möglich ist, um die nukleare Bedrohung und das Raketenprogramm zu beseitigen.“
Militärische Kapazitäten und Zielsetzungen Israels
Berichte über einen möglichen Mangel an Abwehrraketen in Israel wies Sa`ar indirekt zurück. „Das bespreche man normalerweise nicht im TV. Aber ich denke, die Tatsache, dass wir unsere Operation fortsetzen, spricht für sich“, äußerte Sa`ar gegenüber der „Bild“ und anderen Medien von Axel Springer. Auf die Frage, ob es für die militärischen Operationen ein Limit gebe, antwortete Sa`ar: „Das Limit ist, unsere Ziele zu erreichen. Wir werden Maßnahmen ergreifen, bis wir die Mission, wie wir sie definiert haben, vollständig abgeschlossen haben.“
Nachdrücklich wies Sa`ar zudem die Behauptung zurück, Israel strebe einen Regimewechsel im Iran an: „Das Sicherheitskabinett hat bislang keinen Regimewechsel als Ziel in diesem Krieg definiert, zumindest bisher nicht. Wir haben das Nuklearprogramm, das Raketenprogramm, das Eliminierungsprogramm als offizielle und erklärte Ziele dieses Krieges benannt.“ Unklar blieb Sa`ar in Bezug auf die mögliche Tötung von Irans geistlichem Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei. „Wir sprechen nie im Voraus darüber, was wir tun werden“, erklärte Sa`ar.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .