Mit einem exklusiven Live-Event holt die Marketing Osnabrück GmbH am Donnerstag (27. November) einen der derzeit angeblich brisantesten ARD-Filme in die Friedensstadt. „Verschollen“, ein investigativer Thriller über Machtmissbrauch, Greenwashing und Klimaverbrechen, wird in der Hall of Fame am Osnabrücker Hauptbahnhof gezeigt. Nur wenige Tage zuvor lief er vor internationalem Publikum auf der Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien. Für die Kinobesucherinnen und -besucher ist der Abend ein bundesweit einmaliges Angebot: Noch nie zuvor wurde der Film öffentlich und begleitet von Cast und Experten präsentiert.
Ein Thriller am Puls der Zeit
Der Spielfilm folgt der Geschichte eines deutschen Umweltwissenschaftlers, der im brasilianischen Regenwald verschwindet. Sein Vater Klemens Stadler (gespielt von Ex-„Tatort“-Star Axel Milberg) weigert sich, eine Unfalltheorie zu akzeptieren und beginnt seine eigene Suche. Dabei trifft er auf ein Geflecht aus Korruption, wirtschaftlichen Interessen und ökologischer Verantwortungslosigkeit – und auf die Frage, wie glaubwürdig Klimaschutz im 21. Jahrhundert überhaupt noch ist.
Regisseur Daniel Harrich erklärt dazu: „Wir freuen uns, mit ‚Verschollen‘ nicht nur ein filmisches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema aufzugreifen.“ Es gehe um Verantwortung – „und darum, was wir bereit sind, für echten Klimaschutz zu tun.“ Der Thriller kratzt bewusst an der Grenze des juristisch Machbaren. Harrich sagt über seinen Ansatz: Der Film sei so nah an der Realität, „wie es die Anwälte gerade noch erlauben“. Für seine investigative Arbeitsweise wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und zahlreichen weiteren Auszeichnungen geehrt; mehrere seiner Filme hatten konkrete politische und juristische Folgen.
Die Realität hinter der Fiktion
Parallel zum Spielfilm entstand die Dokumentation „Verschollen – Die Doku“, bereits in der ARD ausgestrahlt und in der ARD-Mediathek abrufbar. Sie beleuchtet die tatsächlichen Hintergründe rund um CO₂-Zertifikate, Aufforstungsprojekte und deren Folgen für Menschen, Natur und globale Klimapolitik. Zusammen mit dem Spielfilm deckt sie einen der größten Greenwashing-Skandale unserer Zeit auf. Die FAZ urteilt: „In seinem Thriller ‚Verschollen‘ zeigt Daniel Harrich, wie aus einem vermeintlich segensreichen internationalen Umweltprojekt ein großes Verbrechen wird. Seine Recherche ist sehenswert.“
Filmstars, Forscher und Aktivisten im Gespräch
Nach der Vorführung diskutieren Daniel Harrich, die Schauspieler Benjamin Sadler und Luka Omoto, die wissenschaftliche Beraterin Dr. Kathrin Meinhold sowie Johannes Zahnen vom WWF mit dem Publikum. Die Macher verstehen den Abend als Einladung zum Dialog – eine Brücke zwischen Fakten und Emotionen, Forschung und Alltag. Auch die teils gefährlichen Drehbedingungen im brasilianischen Regenwald werden zur Sprache kommen.
Ein besonderes Ereignis für Osnabrück
Produziert wurde „Verschollen“ im Rahmen des ARD-Schwerpunkts „Wald“ zur COP30. Das Filmteam präsentierte die Werke zuvor auf Einladung des Bundesumweltministeriums in Belém. Dass dieses internationale Projekt nun seine erste öffentliche Abendpremiere ausgerechnet in Osnabrück erlebt, hat für die Veranstalter Signalwirkung. „Dass wir diesen Film mit den Mitwirkenden unmittelbar nach dem Auftritt auf der Weltklimakonferenz hier in Osnabrück zeigen können, ist etwas Besonderes“, sagt Alexander Illenseer, Geschäftsführer der Marketing Osnabrück GmbH. „Es passt zu unserer Stadt, Themen mit Relevanz und Haltung aufzugreifen – und sie dort erlebbar zu machen, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.“
Tickets und Programm
Das Kino-Special startet am 27. November um 19:30 Uhr. Bereits am Nachmittag findet ein begleitender Workshop für Schülerinnen und Schüler statt, der Spielfilm und Doku miteinander verknüpft. Karten sind ab sofort in der Hall of Fame und online erhältlich. Der Eintritt kostet 5 Euro. Die Einnahmen fließen in ein Umweltbildungsprojekt.
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