In Ibbenbüren ist am Sonntagmittag das ehemalige Steinkohlekraftwerk dem Erdboden gleichgemacht worden.
Zunächst wurde das 100 Meter hohe Kesselhaus gesprengt, anschließend folgte der 125 Meter hohe Kühlturm – allerdings ohne Sprengladung. Hunderte Schaulustige verfolgten die Aktion vor Ort.
Kraftwerk Ibbenbüren war weithin sichtbar
Für viele Bewohner in Ibbenbüren bedeutete der Abriss den Abschied von einem vertrauten Anblick und einem langjährigen Arbeitsplatz. Aber auch von Osnabrück aus war das Kraftwerk bei klarem Wetter – so wie am Tag der Sprengung – oft gut sehen.
Kühlturm Ibbenbüren fiel ohne Sprengstoff-Einsatz
Der Kühlturm musste wegen in den Abstandshaltern enthaltenem Asbest besonders vorsichtig zum Einsturz gebracht werden. Dafür wurde ein acht Zentimeter starkes Stahlseil um den Turm gelegt. Schwere Maschinen zogen das Seil langsam zusammen, bis der Turm kontrolliert in sich zusammenfiel. Dieses Verfahren sollte verhindern, dass giftige Asbestfasern austreten.
