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SC Preußen Münster: Höchst erfreuliche Reaktionen auf einen unerfreulichen Anlass

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Großartige Reaktion von Preußen-Münster-Fans und dem Verein

Rasches Handeln von Polizei und Staatsschutz

Beim Spiel des SC Preußen Münster gegen die Würzburger Kickers war es am gestrigen Freitagabend zu einem rassistischen Vorfall gegenüber dem Würzburger Spieler Leroy Kwadwo gekommen.

Ein 29-jähriger Steinfurter hatte den Spieler von der Sitzplatztribüne aus mit Affenrufen und offenbar auch mit Sätzen wie “Geh zurück in dein Loch!” bedacht.
Die von anderen Tribünengästen informierte Polizei hielt den Mann zur Aufnahme der Personalien fest. Nach Vernehmung durch den Staatsschutz wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt, da keine Fluchtgefahr bestand.

Der Steinfurter sieht nun einem Verfahren wegen Volksverhetzung entgegen. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft oder zumindest eine hohe Geldstrafe. Darüber hinaus wird Preußen Münster garantiert ein Stadionverbot verhängen, dass laut DFB-Regularien bis zu drei Jahre gehen kann und ein bundesweites Stadionverbot nach sich ziehen dürfte.

Reaktionen vom SC Preußen Münster:

“So abstoßend die getätigten Affenlaute gegen den Spieler waren, so beeindruckend waren die anschließende Reaktionen der übrigen Zuschauer, die nicht nur auf den Täter zeigten und ihn so für die Ordnungskräfte erkennbar machten, sondern mit unüberhörbaren Nazis-raus-Rufen die starke antirassistische Haltung der Preußenfans und der Münsteraner deutlich machten”, teilte der Verein mit.

“Das ist nichts, was auf den Fußballplatz und schon gar nicht in unser Stadion gehört. Solche Leute wollen und brauchen wir hier nicht. Wir distanzieren uns ganz klar von solchen Äußerungen und ich habe mich unmittelbar nach dem Spiel bei den Würzburgern entschuldigt”, kommentierte Vereinspräsident Christoph Strässer.

Auf seiner Homepage ließ der SCP verlautbaren:
“Es gehört zu den Grundfesten des SC Preußen Münster und seiner Anhänger, sich klar und deutlich gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung – sei es wegen der Hautfarbe, der religösen Überzeugung, des Geschlechtes oder sonstiger Orientierung – zu stellen. Davon wird der Verein auch in Zukunft keinen Millimeter abrücken. Wir entschuldigen uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei Leroy Kwadwo und unserem Gegner, der heute im Preußenstadion einen harten aber stets fairen Schlagabtausch geboten hat.”

 


Kalla Wefelhttps://kallawefel.info/
Kalla Wefel saß mit zwei Jahren zum ersten Mal auf der Trainerbank des VfL, und zwar auf dem Schoß seines Vaters „Doc“ Wefel, der 34 Jahre lang Mannschaftsarzt und Vorstandsmitglied war. Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Jupp Heynkes, Gerd Müller, Paul Breitner, Lothar Matthäus, Diego Maradona und Kalla Wefel hatten denselben Fußballtrainer, nämlich Udo Lattek, der einst bei Familie Wefel ein und aus ging. Diese und viele weitere skurrile, heitere und ernste Geschichten und Anekdoten um den VfL lassen sich in seinen Büchern „Mein VAU-EFF-ELL!“ und „111 Gründe, den VfL Osnabrück zu lieben“ nachlesen. Die von ihm 2010 mit viel Aufwand produzierte CD „Wir sind der VfL“ wurde 5.000 mal verkauft und der komplette Erlös (etwa 30.000 €) ging an terre des hommes. Seine VfL-Heimatabende sind legendär. Mit „Kär, Kär, Kär!“ schrieb er das nach der Bibel und „Mein Kampf“ meistverkaufte Buch Osnabrücks. Seit über vierzig Jahren arbeitet er professionell als Kabarettist, Musiker, Journalist und Autor.

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