Am Altstadtbahnhof Osnabrück läuft aktuell eine umfassende Modernisierung. In einer gemeinsamen Initiative der Stadtwerke Osnabrück und der Deutschen Bahn wird der Bahnhof nicht nur optisch, sondern auch funktional aufgewertet. Ziel ist es, den Eingangsbereich sowie den Durchgang heller, offener und insgesamt einladender zu gestalten.
Bauliche Maßnahmen laufen auf Hochtouren
Im Rahmen der Arbeiten wurde bereits eine Glaswand im Eingangsbereich entfernt, was für mehr Offenheit und Licht sorgt. Die Tunneldecke wird saniert und mit neuer LED-Beleuchtung ausgestattet. Auch die Wände des Fußgängertunnels erhalten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn frische Farbe. Zudem verschwindet der bisherige Fahrplan-Schaukasten vor dem Eingang und wird ersetzt durch eine beleuchtete Infotafel direkt im Durchgang. Außerdem wurde bereits die Fensterfront des Bahnhofs überarbeitet, und die Mülleimer sind neu platziert worden, um den Gesamteindruck ordentlicher zu gestalten. Weitere Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten an der Fensterfront sollen bis Mitte Juli durchgeführt werden.

Neuer Look für Ladenlokale
Das ehemalige Ladenlokal einer Bäckerei, die Ende 2024 ausgezogen ist, wird derzeit renoviert. „Die Vertragsverhandlungen mit einem Nachmieter sind noch nicht final abgeschlossen, stehen aber kurz vor dem Abschluss“, teilte Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auf Anfrage unserer Redaktion mit. Fest steht bereits, dass der Laden ein neues farbliches Design erhält – ebenso der Bereich rund um die Snackautomaten.

Bahnhof soll klarer als solcher erkennbar sein
„Außerdem wird die umlaufende Reklame am Dachanschluss erneuert – sie erhält zudem Logos der DB. Dadurch lässt sich auch von außen deutlicher als zuvor erkennen, dass es sich um einen Bahnhof handelt“, so Hörmeyer.
Mit der Modernisierung erfährt der Bahnhof eine sichtbare Aufwertung, nachdem dort bereits 2023 der hochmoderne Biketower eröffnet wurde. Die Umgestaltung soll nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessern, sondern auch die Funktion als wichtigen innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt stärken.

Moderner Knotenpunkt mit Geschichte – letzte Sanierung von 2011 bis 2012
Der ursprüngliche Hasetorbahnhof wurde im Jahr 2009 in Osnabrück-Altstadt umbenannt und blickt auf eine lange Geschichte zurück: Seit seiner Eröffnung am 14. Juni 1896 dient er als wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
Im Rahmen des niedersächsischen Landesprogramms „Niedersachsen ist am Zug II“ wurde der Bahnhof von 2011 bis 2012 einer umfassenden Modernisierung unterzogen. Ziel war es, den Anforderungen an einen zeitgemäßen, barrierefreien Nahverkehr gerecht zu werden.
Für rund 1,6 Millionen Euro wurde der Haltepunkt damals grundlegend saniert. Im Zuge der Maßnahmen erhielt der Bahnhof einen Aufzug sowie taktile Bodenmarkierungen zur besseren Orientierung für sehbehinderte Fahrgäste. Darüber hinaus wurden die Bahnsteige auf 220 Meter verlängert sowie auf 76 Zentimeter erhöht und das Bahnsteigdach erneuert.