Deutschland ist nicht mehr der Spitzenreiter bei Asylanträgen innerhalb der Europäischen Union. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“, basierend auf unveröffentlichten Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA), liegt Frankreich nun an erster Stelle, gefolgt von Spanien und Deutschland. Die Anzahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr erheblich zurückgegangen.
Aktuelle Asylantragszahlen im Überblick
Laut dem vertraulichen Bericht der EU-Kommission mit dem Titel „Integration Situation Awareness and Analysis“ (Report No. 460) wurden in Frankreich zwischen dem 1. Januar und dem 31. März dieses Jahres 40.871 Asylanträge registriert. Dem schließen sich Spanien mit 39.318 Asylanträgen und Deutschland mit 37.387 Anträgen an. In Deutschland ist damit ein Rückgang der Schutzgesuche um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.
EU-weit sinkende Asylanträge
Insgesamt stellten in den ersten drei Monaten dieses Jahres 210.641 Personen einen Asylantrag in der EU sowie in Norwegen und der Schweiz, den sogenannten EU+ Staaten. Diese Zahl stellt laut der „Welt am Sonntag“ einen Rückgang um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Die meisten Antragsteller kamen aus Venezuela, Afghanistan und Syrien. Bei den Anträgen von Venezolanern gab es im ersten Quartal einen Anstieg um 44 Prozent.
Veränderungen bei den Herkunftsländern
Ein markanter Anstieg der Asylanträge wurde bei Ukrainern (+84 Prozent), Chinesen (+87 Prozent) und Indern (+56 Prozent) registriert. Demgegenüber gingen die Anträge von Syrern um 56 Prozent, von Kolumbianern um 45 Prozent und von Türken um 44 Prozent zurück. Laut Statistik wird mehr als die Hälfte der Asylanträge von Syrern in der EU, Norwegen und der Schweiz in Deutschland gestellt. Die Anträge in Deutschland stammen hauptsächlich von Syrern (24 Prozent), Afghanen (16 Prozent) und Türken (11 Prozent). Frankreich avanciert derweil zum Hauptzielland für ukrainische Asylsuchende.
Ungarn und die Slowakei sind die Schlusslichter in der Quartalsstatistik mit 22 beziehungsweise 37 registrierten Asylanträgen, was auf einen besonders harten Kurs in ihrer Migrationspolitik hindeutet.
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