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EU-Agrarpolitik: Kritik an strikter Weidepflicht für Biohöfe

Der Präsident des Bioanbauverbands Naturland, Hubert Heigl, äußert scharfe Kritik an der EU-Agrarpolitik. Er bemängelt insbesondere die Durchsetzung der vollumfänglichen Weidepflicht auf Ökobetrieben in Deutschland, die durch die neue Auslegung der EU-Ökoverordnung veranlasst wurde, und sieht dies als hinderlich für den Biolandbau.

Kritik an der EU-Agrarpolitik

Hubert Heigl, Präsident des Bioanbauverbands Naturland, kritisiert die aktuelle EU-Agrarpolitik scharf. Er bemängelt, dass die EU-Kommission die Ökolandwirtschaft mittlerweile oft „aus einer ideologischen Bullerbü-Sicht“ betrachte, wie er dem „Spiegel“ sagte. Besonders die vollumfängliche Weidepflicht für alle Tiere auf Ökobetrieben in Deutschland steht im Fokus seiner Kritik.

Weidepflicht als Hemmnis

Konkret wird die neue Verordnung als problematisch angesehen, da Alternativen wie Laufhof oder Auslauf künftig nicht mehr erlaubt sind. Diese verschärfte Auslegung der EU-Ökoverordnung sieht Heigl als Beispiel dafür, wie Biolandbau durch Bürokratie gebremst werde. „Natürlich gehört Weide zu Bio. Das Ziel ist immer, so viel Weide wie möglich anzubieten“, erklärte Heigl. Doch die neuen Vorschriften zwängen Betriebe, die bisher vorbildlich ökologisch wirtschaften, möglicherweise zum Ausstieg, ohne dass das Tierwohl davon profitiere.

Auswirkungen auf betroffene Betriebe

Besonders betroffen von dieser Regelung sind Betriebe im Süden Deutschlands, wo viele Höfe in Dörfern liegen. Diese Biobetriebe haben laut Heigl oft in großzügige Laufställe investiert, da sie teilweise keine Weidemöglichkeiten vor Ort haben. Dabei lasse der Text der EU-Ökoverordnung ausdrücklich Spielräume für eine standortangepasste Umsetzung. Diese Spielräume wurden bisher in der Beratung von Betrieben berücksichtigt, wie Heigl anmerkt.

In der Molkereibranche gibt es Befürchtungen, dass in Süddeutschland bis zu 20 Prozent der Biorohmilch wegfallen könnten, da Landwirte die Weidepflicht nicht erfüllen können. Dies trifft die Biobranche in einer schwierigen Phase, da Milch und andere Biorohwaren derzeit knapp sind und die Verbrauchernachfrage steigt. Zugleich ist die Zahl der Biolandwirte das zweite Jahr in Folge rückläufig.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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