Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) fordert angesichts des Erstarkens extremistischer Parteien eine nationale Strategie zur Entlastung von Studierenden und Auszubildenden. Insbesondere hohe Mieten, Wohnungsmangel und Inflation treiben die junge Generation um, wie DSW-Chef Matthias Anbuhl gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte.
Forderung nach einem „Jugendgipfel“
Matthias Anbuhl, der das Deutsche Studierendenwerk leitet, betonte die Dringlichkeit politischer Maßnahmen nach der Wahl. Es müsse schnell ein „Jugendgipfel“ einberufen werden, da der Wahlkampf die Themen der jungen Menschen vernachlässige. „Wenn die Anliegen der Jungen nach der Wahl nicht endlich ernst genommen werden und zuoberst auf die politische Agenda kommen, ist die Gefahr groß, dass sie sich von der Politik ab- und extremistischen Positionen zuwenden“, sagte Anbuhl laut Funke-Mediengruppe.
Versprechen nach der Pandemie
Der DSW-Chef erinnerte daran, dass nach der Corona-Pandemie versprochen wurde, die Belange der Jugendlichen nicht mehr zu ignorieren. „Davon ist nicht mehr viel zu spüren.“ Ein geplantes „Jugendgipfel“ müsse Bund, Länder, Kommunen und Verbände zusammenbringen, um ein umfassendes Maßnahmenpaket für die junge Generation zu entwickeln. Zu diesem Paket sollten die Verstetigung des Programms „Junges Wohnen“, eine Reform des Bafögs, ein rabattiertes Deutschlandticket für Studierende sowie die klimagerechte Sanierung von Hochschulbauten, einschließlich Mensen und Cafeterien, gehören.
Herausforderungen durch steigende Kosten
Anbuhl beklagte zudem, dass junge Menschen von der allgemeinen Preissteigerung in zahlreichen Lebensbereichen besonders betroffen sind. „Miete, Essen, Mobilität: Die Kosten laufen den jungen Menschen davon, seien es Studierende und Auszubildende.“ Laut Statistischem Bundesamt müssen Studenten etwa 54 Prozent ihrer Einnahmen für die Miete aufbringen, während es bei Azubis 42 Prozent sind. Im Vergleich dazu beträgt der Mietanteil am Budget in der Gesamtbevölkerung lediglich 25 Prozent.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .