Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) drängt in der Debatte um den Einsatz von Starlink-Internet an Bord von Lufthansa-Flügen auf europäische Alternativen. Hintergrund ist die Entscheidung der Airline, Internetzugänge im Flugzeug über den Satellitenbetreiber Starlink anzubieten, die im Bundestag Kritik ausgelöst hat.
Ruf nach europäischen Satelliten-Diensten
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) mahnt angesichts der Pläne der Lufthansa, Internetzugänge im Flugzeug über Starlink bereitzustellen, eine stärkere europäische Eigenständigkeit bei Satelliten-Verbindungen an. „Starlink spielt eine wichtige Rolle bei vielen Anwendungen, denken wir nur an die Ukraine. Wir sollten uns fragen, wo die europäische Alternative ist“, sagte Wildberger der „Welt“ (Freitagausgabe).
Wildberger hob dabei die technische Überlegenheit des US-Systems hervor. „Das Starlink-System ist deutlich leistungsfähiger als die Angebote europäischer Konkurrenten. Deswegen ist es längst überfällig, dass wir in Europa eigene Satelliten-Dienste entwickeln“, so der Minister ebenfalls gegenüber der „Welt“ (Freitagausgabe).
Kritik aus der SPD-Fraktion
Die SPD-Fraktion im Bundestag hatte den Deal zwischen der Lufthansa und Starlink kritisiert und vor einer problematischen Abhängigkeit „von der Technologie und dem Geschäftsgebaren von Elon Musk“ gewarnt. Im Digitalausschuss des Bundestags hatte Wildberger sein Ziel wiederholt, mehr Dynamik in der deutschen Technologiebranche zu schaffen. Dabei spiele auch der Staat als Ankerkunde eine Rolle.
Rolle des Staates als Ankerkunde
Im Digitalausschuss des Bundestags betonte Wildberger nach Angaben aus Parlamentskreisen erneut, dass der Staat bei der Förderung neuer Technologien eine aktive Funktion übernehmen solle. Dabei spiele auch der Staat als Ankerkunde eine Rolle, um Entwicklungen in der deutschen Technologiebranche anzustoßen und zu beschleunigen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .