Alle sieben Jahre verwandelt sich Osnabrück in eine Bühne für eines der ältesten Rituale der Stadt: den Großen Schnatgang. Vom 1. bis 6. September lädt die Heger Laischaft in diesem Jahr ein, wenn Geschichte, Brauchtum und modernes Stadtleben aufeinandertreffen.
Vom Grenzgang zum Volksfest
Ursprünglich diente der Schnatgang dazu, die gemeinschaftlich genutzten Flächen der Heger Laischaft zu kontrollieren und ihre Grenzen sichtbar zu machen. Dabei erhielten junge Männer an den Grenzpunkten eine symbolische Ohrfeige, begleitet vom Ruf „Olle Use“ – auf Hochdeutsch „Alles unseres“. Heute ist daraus ein Fest geworden, das für alle offensteht und den Zusammenhalt sowie die Identität Osnabrücks in den Mittelpunkt rückt.

Die Heger Laischaft, eine Bürgergemeinschaft mit Wurzeln im Mittelalter, organisiert den Schnatgang bis heute. Ihr Engagement sorgt dafür, dass die jahrhundertealte Tradition lebendig bleibt, ohne an Aktualität zu verlieren.
Programm für die ganze Stadt
Die Altstadt erstahlt während der Festwoche in besonderem Glanz: Mit Puppen, Schildern und Dekoration taucht Osnabrück in eine unverwechselbare Atmosphäre ein. Wettbewerbe, Spiele und Aktionen richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die aktiv beteiligt werden – auch durch Schulen und Jugendgruppen. Eine Lichtprojektion an der Marienkirche verbindet Kunst und Geschichte miteinander. Den krönenden Abschluss bildet ein festlicher Ball.



