Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag auf dem Niveau des Vortags stabilisiert. Trotz besser als erwarteter Konjunkturdaten aus der EWU und Deutschland blieben die Anleger angesichts eines holprigen Starts der US-Berichtssaison und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten zurückhaltend.
Leitindex pendelt um Vortagesniveau
Gegen 12:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.290 Punkten berechnet und lag damit minimal über dem Schlussstand vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Vonovia und RWE, am Ende Fresenius, Mercedes-Benz und Scout24.
Marktexperte Andreas Lipkow erklärte zur Stimmung an den Aktienmärkten: „Die Marktteilnehmer werden bei den Dax-Unternehmen vorsichtiger und nehmen in Anbetracht der bisherigen Kursperformance in dem noch jungen Handelsjahr lieber einige Gewinne mit“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Auch wenn die heute vorgelegten deutschen Großhandelspreise und die Industrieproduktion in der EWU besser ausgefallen waren als erwartet, zeigt sich der Start der US-Berichtssaison etwas holprig, und auch die angespannte Situation im Nahen Osten lässt die Investoren weiterhin nervös bleiben.“
Einfluss von US-Daten und Berichtssaison
„Zudem stehen heute weitere wichtige US-Makrodaten und Quartalszahlen von Goldman Sachs und Morgan Stanley an, die das Potenzial besitzen, den Gesamtmarkt durchschütteln zu können“, fügte Lipkow hinzu. „Durch diese Gesamtsituation beeinflusst, verweilen die Marktteilnehmer vorerst an den Seitenlinien.“
Währungen und Rohstoffe unter Druck
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1636 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8594 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,15 US-Dollar; das waren 2,37 Dollar oder 3,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .