Der Dax ist mit Gewinnen ins neue Handelsjahr gestartet. Trotz positiver Kursentwicklung warnt Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners vor einem herausfordernden Börsenjahr 2026. Neben der Bewertung des deutschen Leitindex rücken vor allem Zinsen und internationale Konjunkturdaten in den Fokus.
Dax mit positivem Auftakt trotz schwachem US-Handel
Am Freitagmorgen ist der Dax positiv in das neue Handelsjahr gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.595 Punkten berechnet, 0,4 Prozent über dem Schlussniveau des letzten Handelstags.
Thomas Altmann von QC Partners verwies auf die Vorgaben aus den USA: „In den USA ist das Börsenjahr 2025 an Silvester schwach zu Ende gegangen: Auf diese Verluste können die europäischen Indizes erst heute reagieren“, sagte Altmann laut QC Partners. „Dadurch, dass der erste Handelstag dieses Börsenjahres auf einen Freitag fällt, könnten die Umsätze auch heute noch niedrig bleiben, ehe dann nächste Woche wieder Normalität einkehrt.“
Bewertung und Zinsen als Belastungsfaktoren
Altmann sieht für den Dax ein anspruchsvolles Jahr: „Für den Dax beginnt heute ein herausforderndes Börsenjahr. Die Unternehmensgewinne sind im vergangenen Jahr zwar auf einen neuen Rekord geklettert. Gleichzeitig sind die Kurse allerdings deutlich stärker angestiegen als die Gewinne. Und so geht der deutsche Leitindex mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,6 in das Jahr 2026. Beim Jahreswechsel 2024/2025 war das KGV mit 15,0 noch 2,6 Punkte billiger.“
Auch die Entwicklung am Anleihemarkt bleibt nach Einschätzung von Altmann ein zentrales Thema: „Die Zinsen werden zu Beginn des neuen Börsenjahres ein wichtiges Thema bleiben. Die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen ist im Dezember auf ein 14-Jahres-Hoch geklettert. Ein weiterer Zinsanstieg hätte das Potenzial, Wirtschaft und Börsen im Jahr 2026 massiv auszubremsen.“
Internationale Impulse und Rohstoffmärkte
Mit Blick auf die internationale Konjunktur verwies Altmann auf aktuelle Daten aus China: „In China ist der Einkaufsmanagerindex für den so wichtigen Industriesektor im Dezember erstmals seit März wieder über die Expansionsschwelle von 50 geklettert. Diese noch im alten Jahr veröffentlichte Zahl wird heute an der Börse in Hong Kong gefeiert“, sagte Altmann laut QC Partners.
An den Devisenmärkten zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1737 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8520 Euro zu haben.
Der Goldpreis legte deutlich zu. Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.385 US-Dollar gezahlt (+1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,13 Euro pro Gramm.
Auch der Ölpreis stieg: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 61,33 US-Dollar, das waren 48 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .