Der Dax hat seine Verluste am Montag bis zum Mittag ausgeweitet und ist deutlich ins Minus gerutscht. Während die meisten Standardwerte fielen, konnten sich nur wenige Aktien dem Abwärtstrend entziehen. An den Rohstoff- und Devisenmärkten zeigten sich hingegen teils gegenläufige Entwicklungen.
Der Dax wurde gegen 12:30 Uhr mit rund 24.950 Punkten berechnet und lag damit 1,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. Dementsprechend notierten fast alle Dax-Werte im negativen Bereich.
Rheinmetall und Bayer trotzen dem Abwärtstrend
Lediglich die Aktien von Rheinmetall und Bayer konnten dem allgemeinen Trend trotzen. Der Pharmakonzern konnte zuletzt einen juristischen Etappensieg verbuchen: Der Oberste Gerichtshof der USA hatte angekündigt, eine Grundsatzentscheidung im Glyphosat-Streit treffen zu wollen.
Sorge vor US-Strafzöllen belastet Markt
„Der Verkaufsdruck bei den Dax-Werten bleibt erhalten“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Investoren fühlen sich durch die US-Strafzollandrohungen in einer unangenehmen Situation, da dadurch eine potenzielle Konjunkturerholung in Deutschland erschwert würde.“
„Zuletzt hatten sich die Marktteilnehmer durch die guten Konjunkturdaten überzeugen lassen und insbesondere bei den Automotiveaktien zugegriffen. Diese Transaktionen werden zum Wochenstart teilweise wieder zurückgedreht und so stehen u.a. die exportlastigen Autowerte unter Abgabedruck. Aber auch die Bankentitel und die Aktien von Adidas werden verkauft.“
Das Gesamtbild werde sich heute vorerst nicht ändern. „Es bleibt zu hoffen, dass die USA lediglich ein außenpolitisches Drohgebilde konstruiert haben und die Strafzölle nicht vollziehen. Zumindest fielen die Inflationszahlen in der EWU mit 1,9 Prozent unter den Erwartungen aus“, sagte Lipkow.
Bewegung bei Währungen, Gold und Öl
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1622 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8604 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.664 US-Dollar gezahlt (+1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,02 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 63,64 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .