CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht die Unionsparteien bei der kommenden Bundestagswahl am 23. Februar in der Pflicht, ein deutlich besseres Ergebnis als die aktuellen Umfragewerte zu erzielen, um einen Politikwechsel zu ermöglichen. Linnemann betont die Notwendigkeit eines starken Wahlergebnisses für die Umsetzung der Unionsprogrammatik, um einem Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland entgegenzuwirken.
Wahlziele der Union
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär, äußerte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ die Bedeutung eines starken Wahlergebnisses für die Union und ihren Vorsitzenden Friedrich Merz. „Klar ist: Wenn wir einen Politikwechsel gestalten wollen, wie ihn sich viele Menschen wünschen, dann braucht die Union und braucht Friedrich Merz ein starkes Wahlergebnis“, sagte Linnemann. Er betonte, dass die Union mehr als 30 Prozent der Stimmen erreichen müsse, um ihrer politischen Linie gerecht zu werden. Ohne diesen Erfolg drohe Deutschland eine politische Situation wie in vielen europäischen Nachbarländern, wo Rechtspopulisten erheblich an Einfluss gewonnen haben.
Aktuelle Umfragewerte und mögliche Positionen
In den Umfragen der vergangenen Woche lagen die CDU und CSU zwischen 29 und 32 Prozent. Diese Werte sind trotz anhaltender politischer Diskussionen seit Monaten relativ stabil. Sollte die Union bei der Wahl erfolgreich sein, wird Linnemann als potenzieller neuer Wirtschaftsminister gehandelt.
Steuerpolitik und Bundeswehr-Sondervermögen
Erstmals nannte der CDU-Generalsekretär eine konkrete Zahl zur Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz, die die Union anstrebt. Laut Linnemann sollte dieser Satz erst ab einem Jahreseinkommen von 80.000 Euro greifen, anstatt der aktuellen Grenze von rund 67.000 Euro. Diese Maßnahme soll die Progressionskurve verlangsamen und die Steuertarife unterhalb dieser Grenze senken, um „kleine und mittlere Einkommen und den Mittelstand als Ganzes“ zu entlasten.
Auf die Frage nach einem möglichen neuen Bundeswehr-Sondervermögen äußerte Linnemann, dass die Idee in der Bevölkerung durchaus auf Zustimmung stoße. „Für mich war übrigens interessant, dass ein Sondervermögen für die Verteidigungsfähigkeit in der Bevölkerung hohe Akzeptanz hat“, erläuterte er. Allerdings machte er deutlich, dass er diese Idee nicht zwingend unterstützen würde, sondern lediglich auf die Akzeptanz in der Vergangenheit hinweise.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .