Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine deutlich bessere Regierungsarbeit im Bund. In einem Interview mit der „Welt“ (Freitagausgabe) mahnt er mehr Einigkeit in der schwarz-roten Koalition an und sieht das Jahr 2026 als Chance für grundlegende Reformen, insbesondere in der Rentenpolitik.
Appell an den Bundeskanzler und die Koalition
Mario Voigt</em) fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine deutliche Verbesserung der Regierungsarbeit. "Wir müssen schneller besser liefern, um Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Voigt der "Welt" (Freitagausgabe).
„Dauerstreit schadet – Einigkeit ist die Voraussetzung für Erfolg. Deshalb wünsche ich mir von der schwarz-roten Koalition im Bund für das Jahr 2026 mehr gemeinsame Linien und weniger öffentliche Reibung“, sagte der CDU-Politiker laut „Welt“.
Kritik an öffentlichem Streit und Forderung nach Ergebnissen
„Wir müssen klarer sagen, was kurzfristig realistisch umsetzbar ist“, so Voigt weiter in der „Welt“. „Gerade in Verantwortung ist es entscheidend, dass wir liefern. In der Regierung zählen Ergebnisse.“ Dass die Bundesregierung in Umfragen an Zuspruch verliere, liege „an zu viel öffentlichem Streit und an wachsender Ungeduld.“ Beides sei nachvollziehbar, sagte Voigt der „Welt“.
Reformvorschläge zur Rente und Rolle des Sozialstaats
„2026 kann ein echtes Reformjahr werden, dafür braucht es Entscheidungen“, sagte Voigt der „Welt“. „Beispiel Rente: Nicht nur ich werbe dafür, dass für das künftige Renteneintrittsalter nicht mehr starr das Lebensalter ausschlaggebend sein soll, sondern die Zahl der Beitragsjahre.“
Wer früh in Ausbildung und Arbeit gehe und 45 Jahre einzahle, solle verlässlich eine gute Rente bekommen. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit – gerade für Facharbeiter, Pflegekräfte oder Handwerker. Außerdem gehe es auch um mehr Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge und bessere private Möglichkeiten, auch für junge Leute, die vorsorgen wollen.
„Aber wir müssen auch ehrlich sagen: Eine Vollkasko-Erwartung an den Staat überfordert auf Dauer unser gesamtes Land“, so Voigt in der „Welt“. „Der Sozialstaat muss stark sein für die, die Hilfe brauchen – und gleichzeitig muss Eigenverantwortung wieder eine viel größere Rolle spielen.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .