CDU-Politiker Jan Heinisch hält es für denkbar, in Zukunft wieder russisches Gas zu importieren, sofern ein gerechter Frieden herrscht. Auch wenn die Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten vermieden werden soll, sieht Heinisch Russland als potenziellen Wettbewerber auf dem globalen Energiemarkt.
Position zur Energieversorgung
Jan Heinisch, nordrhein-westfälischer CDU-Landesvize und Koalitionsverhandler in den Gesprächen der Union mit der SPD, zeigte sich offen für die Möglichkeit, in Zukunft erneut Gas aus Russland zu beziehen. Gegenüber dem Nachrichtenportal Politico betonte Heinisch: „Wenn eines Tages ein gerechter und sicherer Frieden gefunden ist, dann muss man auch wieder über den Kauf russischen Gases sprechen dürfen.“ Er legte jedoch Wert darauf, dass eine solche Entscheidung nicht zu einer Abhängigkeit führen dürfe wie in der Vergangenheit und keine Preisvorgaben akzeptiert würden.
Flexible Transportwege
Für Heinisch bleibt die Frage des Gastransports offen. Angesichts der zerstörten Pipeline Nord Stream 2 merkte er an, dass die Wahl des Transportweges im Sinne des Wettbewerbs offengehalten werden sollte. Dabei seien sowohl der Transport über See als auch über Pipeline zu prüfen. „Welcher Transportweg dann gewählt wird, muss auch offen sein im Sinne eines Wettbewerbs, ob also über See oder natürlich über Pipeline“, sagte er weiter.
Reaktionen in der Partei
Vor Heinisch hatte sich bereits der CDU-Politiker Thomas Bareiß ähnlich geäußert und damit Kritik hervorgerufen. Die Äußerungen Heinischs könnten daher im Kontext der Diskussionen in der CDU über die zukünftige Energiepolitik und das Verhältnis zu Russland stehen. In den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD ist Heinisch in der Arbeitsgruppe für Klima und Energie tätig, wo das Thema Energieversorgung einen zentralen Stellenwert hat.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .